Hallo Bayern-Kreuzer
Danke für Kommentar und Glückwünsche (die Beiden :D)
Viele Grüsse
Nils
Hallo Bayern-Kreuzer
Danke für Kommentar und Glückwünsche (die Beiden :D)
Viele Grüsse
Nils
Hallo zusammen!
An einem trüben Sonntag-Nachmittag und etwas längerer Beitragsabstinenz möchte ich euch einen Brief zeigen, den ich am vergangenen Sonntag als Gratisbeigabe erhalten habe - ich erwarb einige einfache Briefe und diverse Marken außerhalb meines Sammelgebietes - und bekam diesen Brief dazu.
Leider ist die Marke nicht ganz so schön - na ja, wenn mir mal ein schöneres Stück mit GMr 132 Forchheim in die Hände fällt, kann ich den Brief ja immer noch aus der Sammlung entfernen.
Wünsche allen noch einen schönen Sonntag.
Schöne Grüße
Bayern-Nerv
... na ja, in Anbetracht der Tatsache, dass der Stempel von Forchheim auf Brief mit 200 Euro angesetzt ist, dürfte das eines der besseren Geschenke sein, die du im Lauf deines philatelistischen Lebens bekommen wirst. ![]()
Glückskind!
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo, bk!
Ja, als ich den Brief sah, hatte ich mir schon gedacht, den nehme ich mit, aber als ich dann etwas über den schlechten Zustand der Marke sagte, da war er dann schlussendlich gratis und ich hab mich drüber gefreut. ![]()
Schöne Grüße
Bayern-Nerv
Solche Geschenke würde ich auch nehmen! Schöner Stempel und schöner Brief, auch wenn die Marke beschädigt ist.
Übrigens: um welchen Typ handelt es sich denn?
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Viele Grüße
kreuzer
ZitatOriginal von kreuzer
Solche Geschenke würde ich auch nehmen! Schöner Stempel und schöner Brief, auch wenn die Marke beschädigt ist.Übrigens: um welchen Typ handelt es sich denn?
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Viele Grüße
kreuzer
Sieht man doch - Typ 0!
Hallo,
hätte ich jetzt eher für 5a als für die Erstauflage gehalten... ![]()
Hallo!
Da sieht man mal wieder, was die Einteilung der Farben bei der Nr. 5 bringt. Kann sich aber dennoch um eine 5 aa handeln, da der typisch verwaschene Druck meines Wissens wirklich nur in den ersten Wochen aufgetreten ist und dann auch bei der 5 aa ein halbwegs klares Druckbild vorherrschend war.
Viele Grüße
kreuzer
Hallo,
ob man erkennen könnte, wenn einer nach Prüfung der Marke als "5a" noch ein weiteres "a" hinzufügen würde? Frau Brettl notiert ja mit Signierstift, den man zwar nicht überall kaufen kann, aber irgendwo im Netz bekommt man dergleichen sicher. Insofern halte ich diese Farbenlehre auch in dieser Hinsicht für problematisch.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo,
und wieder mal ein Super-ebay-Schnäppchen, 21 Kr-Frankatur nach Wien...
Wenigstens meldet (selbst) der Verkäufer Zweifel an...
Hallo!
Hab ich auch schon gesehen und gerätselt, wie denn 21 Kreuzer zu Stande kommen sollen. Da es ja ein Brief in der Entfernungsstufe über 20 Meilen ist, müsste es sich also um die höchst seltene Gewichtsstufe zweieindrittel handeln ![]()
Aber von der Optik her ein schönes Stück.
Viele Grüße
kreuzer
Hallo Zusammen,
ob das Stück echt ist - keine Ahnung. Für mich sieht die "2" des Stempels auf der 12-Kreuzer-Marke etwas anders aus und gehlt nicht auf dem "Umschlag" über. Persönlich würde ich auch an der "Echtheit" zweifeln.
Gehört hier zur nicht hin, aber eine "dumme" Frage: Gab es Bestellgeld/ Botenlohn in Österreich?
Zumindestens konnte dies in und für Preussen vom Absender mit bezahlt werden.
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
Hallo,
der Brief trug im Original nur die grüne 9 Kr. links oben, mehr nicht. ![]()
Später applizierte man eine unpassende 12 Kr. rot, obwohl das keinen Sinnn macht, weil die Progression 9 Kr., 18 Kr., 27 Kr. usw. war, das habt ihr ja schon richtig erkannt.
Der Versuch, die Schwachsinnsfrankatur nachträglich zu erklären, scheitert auch an dem imitierten Gewichtsvermerk von "1 3/8 Lth", den ein besserer Laie einem Brief der VMZ abgeschaut haben dürfte. Die Zeit der Achtel - Loth war vorbei, als es die 12 Kr. rot gab.
Aber das weiß nicht jeder Fälscher, und das ist gut so. ![]()
Was hat man also für seine 20 Euro bekommen?
Einen Brief mit einer 5d Type III mit nachträglichem Tintenvermerk, der schwer entfernbar sein dürfte und eine angeschnittenen/berührte Nr. 6, deren Hinterseite nicht zu ihren Stärken gehören dürfte, wenn man sie mal abnimmt.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Ulf
Es gab bis 1861 auf jeden Fall in Lechtal Botenlohn. Sonst gab es nicht Botenlohn zu dieser Zeit (Kleinwalsertal ist auch eine Ausnahme). Aber es war nicht möglich den Botenlohn voraus zu Bezahlen. Bestellgeld gab es in Österreich nicht ab 1848.
Viele Grüsse
Nils
... und weg ist das Sahnestück für sage und schreibe 73 Euronen ![]()
Viele Grüße
kreuzer
... 73 Euro fürs Gruselkabinett - die Krise hat eher das ein oder andere Gehirn erreicht, als den Geldbeutel. Ein Trauerspiel, oder typisch eBay?
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Glaube von allem ein bisschen. Nicht die große Ahnung von den damaligen Gebühren, aber eine 12 Kreuzer-Marke auf Brief gesehen, in den Katalog geschaut und schon Rollen die Dollarzeichen in den Augen.
Fällt mir in letzter Zeit auf, dass vor allem gerade am Wochenende viele mitbieten, die anscheinend eher wenig Ahnung haben. Bin heute schon drei oder vier mal mit Phantasiepreisen überboten worden.
Unter der Woche hingegen konnte ich schon das eine oder andere Schnäppchen machen.
Hoffe nur, dass der Schreck für den Käufer nicht allzu groß ist, wenn er bemerkt, was er da erstanden hat.
Viele Grüße
kreuzer
Hallo zusammen!
Habe am Wochenende in Nettetal auf dem Tauschtag eine nette Briefhülle günstig erstanden von Erlangen nach Dresden, leider keine Jahreszahl erkennbar - Mi. Nr. 5 Typ 3 - Marke leider links oben beschädigt - konnte ich trotzdem nicht liegen lassen. ![]()
Im bunten Thread gleich noch ein paar lose Stücke, ebenfalls vom Wochenende.
Schöne Grüße vom
bayernfarbenvielfaltverrückten
Bayern-Nerv
Liebe Sammlerfreunde,
Herr Sem war so nett mir etwas zuzuschicken, was man nicht jeden Tag sieht. ![]()
Es handelt sich um einen Brief aus München vom 3.6.1854 mit einem 5er Streifen der Nr. 5a, welcher aus Platzgründen um den Brief geklebt wurde.
Ein Leitweg war nicht vorgegeben worden, hier wurde aber über Württemberg, Baden und Frankreich nach London verschickt, so dass der Postvertrag Bayerns mit Frankreich vom 1.7.1847 griff, der für eine frankierte Absendung 24 Kr. je halbes Loth vorsah.
Aus dem Brief heraus durch eine Marke führt noch ein Bindfaden von 1854, mit dem ein Unterbund oder Muster ohne Wert angehängt worden war. Da er keine Vermerke über dergleichen trägt, kann spekuliert werden.
Bei einem Unterbund war es egal, denn er wurde mitsamt dem Brief gewogen und nach dem Tarif frankiert. Für die 2. Gewichtsstufe bedeutete dies aber 2 mal 24 = 48 Kr.. Es wurden aber nur 45 Kr. frankiert.
Bei einem Muster griff der § 8 dieses Vertrages. "Für Waarenproben und Muster war nur ein Drittel des Franko zu berechnen, jedoch nie weniger als das einfache Briefporto, wenn sich die Muster allein versandt unter einem Kreuzband befanden und nur die Adresse auf diesem trugen." Das war hier nicht der Fall.
"Werden dagegen Waarenmuster mit Briefen versendet, so ist
a) wenn die Muster dem Briefe in einer Weise angehängt sind, daß sie ihre Eigenschaft unzweifelhaft erkennen lassen und besonders gewogen werden können, sowohl für den Brief als auch für das Muster bis nach dem Gewichte eine jeden für sich treffende Taxe zu berechnen";
b) andernfalls aber oder wenn die Muster dem Briefe beigeschlossen sind, die nach dem Gesammtgewichte treffende volle Brieftaxe zu erheben."
Hätte also der Brief bis 1/2 Loth und auch das Muster selbst bis 1/2 Loth gewogen, der versandgünstigste Fall, so wären immer noch 48 Kr. zu bezahlen gewesen.
Hätte der Münchner falsch gerechnet (und das kam bei qualifizierten Sendungen schon mal vor), dann wäre an Franko tatsächlich angefallen:
1. Gewicht MoW (Muster ohne Wert) Brief mit Muster = 24 Kr..
Nur beim Muster käme die Progression hinzu:
Progression um 1/3 des einfachen Satzes bis 1 Loth + 8 Kr. = 32 Kr.
Progression um 1/3 des einfachen Satzes bis 1,5 Loth + 8 Kr. = 40 Kr. und
Progression um 1/3 des einfachen Satzes bis 2 Loth + 8 Kr. = 48 Kr..
Man sieht also, dass es nicht möglich war, mit 45 Kr. diesen Brief, wie schwer er auch immer gewesen sein mag und was immer ihm beifolgte, komplett zu frankieren und auf Grund seines ehemaligen Anhanges wird er auch sicher schwerer als 8,75g gewesen sein, so dass die 2. Gewichtsstufe mindestens angenommen werden kann.
Vielleicht hat der Absender auch gedacht, dass er für 23 Kr. je Loth (!!) über Preußen und Belgien verschicken konnte, denn 2 mal 23 Kr. = 46 Kr. liegt schon näher als die hier notwendigen 48 Kr.. Aber auch für diesen Leitweg ab dem 1.8.1852 hätte ein Kreuzer gefehlt.
Zu allem Überdruß stempelte München noch P.D. und bestätigte die komplette Frankatur durch die Marken. Für Frankreich und GB war der Brief damit, was immer er tatsächlich zu kosten hatte, voll bezahlt und der Empfänger hätte sich geweigert, Nachporto bei seinem Erhalt zahlen zu müssen.
Für diese Fälle durfte das französische Kartierungspostamt, hier Strasbourg, das korrekte Franko feststellen und die Aufgabepost in Auslage belasten.
Dergleichen wird wohl geschehen sein, auch wenn es heute nicht mehr beweisbar ist.
Manche Rätsel knackt man auch nach über 150 Jahren eben nicht ...
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo bayern klassisch
Danke fürs Zeigen und Glückwunsch zum schönen Brief
![]()
Es macht immer Spass solche Briefe zu sehen. Wenn ich dazu eine gute Erklärung dazu lesen kann, ist es eben besser. Ich kann nicht viel dazu sagen, ausser mein Lob ![]()
Viele Grüsse
Nils