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  5. Feldpost

Feldpost Österreich oder Deutschland

  • BaD
  • 17. Januar 2008 um 19:38
  • BaD
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
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    Männlich
    • 17. Januar 2008 um 19:38
    • #1

    Heute bei einen Händler in der Kiste gefunden.
    Folgende Fragen:

    Ist der Empfänger eine deutsche oder österreichische Einheit ( Gab es in Österreich eine Landwehr)?
    Weiß jemand etwas über das Etappenpostamt Kozienice?

    Interessant ist der Stempel unten rechts. Hoffentlich waren die fehlenden 5 gramm nicht die Geldscheine. Auch der Weg Kozeniece-Dresden-Glogau ist ungewöhnlich.
    Rückseitig ist ein normaler Ankunftsstempel Glogau(12.1.17)
    Wenn jemand etwas weiß, es würde mich freuen.

    Gruss BaD

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    Einmal editiert, zuletzt von BaD (17. Januar 2008 um 19:49)

  • Germaniafreund
    Gast
    • 17. Januar 2008 um 19:40
    • #2
    Zitat

    Original von BaD
    Heute bei einen Händler in der Kiste gefunden.
    Folgende Fragen:

    Ist der Empfänger eine deutsche oder österreichische Einheit ( Gab es in Österreich eine Landwehr)?
    Weiß jemand etwas über das Etappenpostamt Kozienice?

    Interessant ist der Stempel unten rechts. Hoffentlich waren die fehlenden 5 gramm nicht die Geldscheine. Auch der Weg Kozeniece-Dresden-Glogau ist ungewöhnlich.
    Rückseitig ist ein normaler Ankunftsstempel Glogau(12.1.17)
    Wenn jemand etwas weiß, es würde mich freuen.

    Gruss BaD

    sollen wir hellsehen
    ;) ;) :D

  • BaD
    erfahrenes Mitglied
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    • 17. Januar 2008 um 19:50
    • #3

    Entschuldigung sagt BaD

  • Germaniafreund
    Gast
    • 17. Januar 2008 um 20:08
    • #4
    Zitat

    Original von BaD
    Entschuldigung sagt BaD

    gib mal den ortsnamen bei google ein, du wirst staunen,

  • BaD
    erfahrenes Mitglied
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    • 17. Januar 2008 um 20:16
    • #5

    Der Palast am See in Kozienice sieht traumhaft aus, aber leider kann ich kein Wort lesen.

    Gruss BaD

    2 Mal editiert, zuletzt von BaD (17. Januar 2008 um 20:29)

  • rabege
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    675
    • 17. Januar 2008 um 20:45
    • #6

    Hallo Bad,
    in Kozienice war 1916 auch das Kuk Kreisfinanzwachkommando stationiert, vieleicht habe die vorher auf das Geld aufgepasst.
    Der Weg über Dresden mag an den Eisenbahnverbindungen gelegen haben, ein Umweg konnte schneller und sicherer gewesen sein,
    Gruß rabege

  • BaD
    erfahrenes Mitglied
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    • 17. Januar 2008 um 21:11
    • #7

    Der Eisenbahntransport könnte eine Erklärung für den ungewöhnlichen Weg sein.In dem neuen Handbuch über die Feldpost ist beschrieben, das deutsche Soldaten an den österreichischen Fronten eingesetzt waren und über deren Feldpoststationen Post nach Hause schickten. Aber Dienstellenpost ist da nicht erwähnt. Das Nachwiegen in Dresden ist unerklärlich, den Wertbriefe zwischen Dienststellen waren immer portofrei, bei Privatfeldpost bis 50 gramm und 150 Mark. Ob das in Verbindung mit Österreichern auch galt, weiß ich nicht.

    Danke für die Mithilfe
    BaD

    P.S. Das Handbuch ist mit die beste Literatur der Philatelie die ich kenne.
    Ich habe viele Spezialbücher, besser als dort kann man ein Thema nicht behandeln.

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  • rabege
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    • 17. Januar 2008 um 22:13
    • #8

    Hallo BaD,
    wenn ich mir vorstelle, dass die Östereicher ein Sack Feldpost bei der Bahn abgaben, der dann in Dresden zwecks Weiterleitung in die richtige Richtung geöffnet wurde, finde ich Nachwiegen nicht unverständlich, da die Verantwortung für den Inhalt der Wertbriefe dann doch wohl von der östereichischen auf die deutsche Feldpost überging...

    Wenn du lobenswerte Bücher hast, fände ich es gut, sie mit ganzem Namen und Autor vorzustellen, damit der geneigte Leser weiß, wonach er Ausschau halten sollte...

    Im Übrigen finde ich die Belege, die du vorstellst, immer interessant, auch wenn sie nicht zu meinen Sammelgebieten gehören, mE. ein echter Gewinn für's Forum, wollte ich mal gesagt haben....

    Gruß rabege

  • BaD
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    • 17. Januar 2008 um 23:27
    • #9

    Danke Rabege.
    Ich werde mich auch weiterhin um interessante Themen und Fragen bemühen.

    Nun zu Buch..
    197 Seiten mit vielen Schwarz-Weiß Abbildungen.Teils Bewertungen nach Punktesystem.
    Abschnitt 1: Organisation der Feldpost
    Abschnitt 2: Benutzer und Sendungsarten
    Abschnitt 3: Beförderungswege der Feldpost
    Abschnitt 4: Der Einsatz der Feldpost auf Kriegsschauplätzen

    7 Autoren, Zu beziehen über die Geschäftsstelle der Arge Feldpost 1914-1918e.V.
    ISBN: 3-00-006644-6

    Preis war wohl 35 Euro, aber obwohl ich kein Feldpostspezialist bin, habe ich keinen Euro bereut. Und wie du siehst, schaue ich jetzt auch nach diesen Belegen.
    Es gibt wohl noch einen 2.Teil, der alle Feldpoststempel enthält.
    Gruss BaD

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    Einmal editiert, zuletzt von BaD (17. Januar 2008 um 23:29)

  • BaD
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    • 18. Januar 2008 um 07:28
    • #10

    Weil wir gerade bei der Feldpost sind:

    Wertbrief: Die 150 Mark wären portofrei. aber das Gewicht ist über 50 gramm
    und so mußte die 20 Pf. Germania drauf!

    Gruss Bad

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  • rabege
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    • 18. Januar 2008 um 09:15
    • #11

    Einen Feldpostbf habe ich auch in der Slg, auch hier die Zusatzleistung frankiert, warum aber mit 30 Pf ?
    Die Entwertung mit dem Truppenstpl finde ich auch hübsch, gab es diesbezgl. Vorschriften, die dies Untersagten ?
    Den Nebenstpl DEPOT KURR(H?)P. kann ich nicht deuten.
    Die Marke könnte eine späte Verwendung im Friedensdruck sein, eventuell sogar bin der besseren Farbe ?
    Gruß rabege

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  • BaD
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    • 18. Januar 2008 um 10:17
    • #12

    Rabege, das ist ein harter Brocken. Ohne Nachforschung hätte ich es nicht gewußt( Dem Buch sei Dank).

    Dieser Brief ist ein Besonderer. Eingeschriebene Briefe waren bei der Feldpost
    nur als" Heeressachen" für Sendungen mit dienstlichen Inhalt zugelassen.
    Bei Reichpostanstalten oder bei Postanstalten in den besetzten Gebieten aufgegebene Einschreibebriefe waren voll zu frankieren. Das würden die 30 Pf. sein ( 10 Pf. bis Brief 20 gr. und 20 Pf. Einschreiben). Wenn die Briefe einen Truppenstempel hatten, konnten sie geschlossen eingeliefert werden und wurden nicht zensuriert. Das könnte ein Grund sein, warum der Brief nicht über die Feldpost lief. Warum der R-Zettel fehlt ist mir ein Rätsel.

    Soweit meine Erkentnisse. Friedensdruck ist anzunehmen, den die Erstverwendung des Kriegdruckes lag zwar im März 1915, aber ich glaube nicht, das er schon überall vorhanden war. Farbe: keine Ahnung, nicht mein Interessengebiet.

    Wenn das nicht interessant ist, was dann.

    Gruss BaD

    Einmal editiert, zuletzt von BaD (18. Januar 2008 um 11:04)

  • Concordia CA
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    • 18. Januar 2008 um 15:01
    • #13

    Der R-Zettel war einmal auf dem Brief. Rechts unten, unterhalb des Ortsnamens München, kann man noch die Umrisse erkennen.

    Beste Sammlergrüße
    Concordia CA

    Ohne Stempelkunde - Keine Philatelie!
    POSTSTEMPELGILDE

  • BaD
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    • 18. Januar 2008 um 18:36
    • #14

    Concordia CA du hast Recht, ist mir nicht aufgefallen.

    Eilbriefe :
    von der Front in die Heimat: ja
    von der Heimat an die Front: nein
    von der Heimat an Soldaten und Dienstellen im Reich: ja

    Wenn ja, Brief bis 50 gramm frei ,Eilbotengebühr musste bezahlt werden ( 25 Pf.)

    Gruss BaD

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  • BaD
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    • 29. Januar 2008 um 09:50
    • #15

    Postsendungen in Militärdienstsachen waren auch in Friedenszeiten als Reichdienstsachen portofrei.
    Sie waren duch den Vermerk Militaria ; Heeressache oder Marinesache zu kennzeichnen und mit einem Dienstsiegel oder -Stempel zu versehen.
    Private Postsendungen von Militärpersonen waren gebührenpflichtig.
    Private Postsendungen an Militärpersonen bis zum Feldwebel waren frei.

    Diese Karte lief unfrankiert, aber war es eine Reichsdienstsache.

    Gruß BaD

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    Einmal editiert, zuletzt von BaD (29. Januar 2008 um 09:50)

  • BaD
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    • 14. Februar 2008 um 19:59
    • #16

    Feldpost, ein Gebiet mit Rätseln.

    Dieser Stempel ist mir unverständlich. Warum verzögert, da aus Strassenbriefkasten?

    Hat jemand einen Hinweis?

    Habe lange gebraucht, um das Wort Untervetrinär zu enträtseln, aber die gab es.

    Mit freundlichen Grüssen BaD

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    Einmal editiert, zuletzt von BaD (24. Januar 2009 um 06:22)

  • PW0001
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    13. Juni 1950 (76)
    • 14. Februar 2008 um 22:40
    • #17
    Zitat

    Original von BaD
    Diese Karte lief unfrankiert, aber war es eine Reichsdienstsache.
    Gruß BaD

    Eine Reichsdienstsache ist es m.E. nicht. Zum ersten weil sie sonst durch Stempel oder handschriftlich als solche gekennzeichnet wäre, zum zweiten weil sie es von der Höhe der Instanz nicht sein kann. Es ist normale Feldpost von einer Armeedienststelle (Lazarett) abgeschickt. Auch wenn Feldpost nicht draufsteht. Die Sanitätskorps waren ja Bestandteile des Heeres.

    Gruß Peter
    Ich will den alten Kaiser Wilhelm wiederhamm !

  • BaD
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    • 15. Februar 2008 um 10:18
    • #18

    Hallo PW001,
    ich freue mich, das dich dieses Gebiet auch interessiert.
    Leider ist es nicht so einfach, wie auch ich bis vor kurzen dachte.
    Es gab 1906 keine Feldpost in Deutschland, nur Portofreiheiten für Postsendungen an Armeeangehörige.
    Die Feldpost in Deutschland gab es nur vom 2. August 1914 bis zum 31. Januar 1919.

    Danke für Deine Mitarbeit.

    Mit besten Grüssen BaD

  • TomWolf_de
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    Geburtstag
    9. September 1963 (63)
    • 15. Februar 2008 um 10:29
    • #19
    Zitat

    Original von BaD
    Die Feldpost in Deutschland gab es nur vom 2. August 1914 bis zum 31. Januar 1919.

    Hallo,

    gibt es zu den beiden Daten einen Literaturhinweis? Würde mich sehr interessieren!

    Danke und Gruß
    Thomas

    Heimatsammlung Esslingen am Neckar und Umgebung. Vorphila bis Gegenwart.

    Postzensurstelle Stuttgart und Friedrichshafen 1914 bis 1923.

  • BaD
    erfahrenes Mitglied
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    Männlich
    • 15. Februar 2008 um 10:45
    • #20

    Siehe weiter oben, Buch " Feldpost im ersten Weltkrieg "

    Erlaß 1c vom 1.8.1914; Die Bestimmungen der Feldpost werden mit mit der Mobilmachung am 2.8.1914 wirksam.

    Gruss BaD

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