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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Andreaskreuze

  • mannaro
  • 16. Januar 2008 um 13:51
  • mannaro
    Gast
    • 16. Januar 2008 um 13:51
    • #1

    .... da diese marken fast in jeder sammlung anzutreffen sind .....

    .... ich kann leider nur mit 2 stücken aufwarten
    .... und zwar aus der ausgabe 1858/59 in type I
    .... wert lt. ANK 2007: E 850

    .... also zeigt her eure schätze :P

    [scan 1] .... verwalte ich noch treuhänderisch für einen netten briefmarkenfreund

    [scan 2] .... wäre abzugeben (aber bitte nur ernstgemeinte und realistische angebote)

    Bilder

    • Andreaskreuz T1 (1).jpg
      • 36,67 kB
      • 256 × 302
      • 524
    • Andreaskreuz T1 (2).jpg
      • 37,5 kB
      • 254 × 300
      • 543
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    6. Januar 1958 (68)
    • 16. Januar 2008 um 14:59
    • #2

    Da würde mich interessieren was das eigentlich ist? ich sehe nur ein grünliches Papier mit weißem Andreaskreuz..

    Tibet, Nepal-Klassische Ausgaben, Irak-Eisenbahnmarken 1928-1942, Irak-Zwangszuschlagsmarken Hochwasser 1967, Overland Mail Baghdad-Haifa, SCADTA-Provisorische Einschreibmarken der Ausgabe 1921 & 1923, Kolumbien- Halbamtliche Ausgaben

  • Nimrod
    Gast
    • 16. Januar 2008 um 17:15
    • #3

    Also wenn man die 1. Emission von Ö. u. L&V 1850/54 bzw. deren Druckbogenzusammenstellung anschaut, dann sieht man, daß ein Bogen aus vier Teilbögen besteht. Zusammen (acht mal acht) x vier = 256 theoretische Markenpositionen. Tatsächlich wurden jedoch pro Teilbogen 4 Positionen durch sogenannte Andreaskreuze ersetzt (womit sich eine Gesamtzahl von 240 Marken pro Druckbogen, bzw. 60 pro Teilbogen ergibt). Ein Grund dafür war die Umrechnung 60 Kreuzer = 1 Gulden, wenn ich nicht irre. Der Gelb markierte Bereich beschreibt übrigens die potentiell vom KKHM Bogenwasserzeichen betroffenen Druckstöckel.

    [Blockierte Grafik: http://www.philaforum.com/briefmarken/forum/uploads/1200502813.jpg]

    Jedenfalls wurden verschiedene Plattenzusammensetzungen bekannt (siehe Bild), wodurch Andreaskreuze, oder Andreaskreuzansätze links, rechts, oder unterhalb einer Marke vorkommen können. Komplette anhängende Andreaskreuze sind sehr selten! Die Andreaskreuze wurden auch gerne zum Verschließen der Briefe verwendet, dadurch wären viele erhalten geblieben. Dummerweise sind jedoch die meisten beim Öffnen der Briefe durchgerissen. Große Raritäten sind auch Briefe, welche mit Andreaskreuz als Frankatur vorkommen.


    Bei den 1850/54 Ausgaben finden wir bunte Kreuze auf weißem Hintergrund. 2 Kreuzer schwarz fehlt mir noch, sorry.

    [Blockierte Grafik: http://www.philaforum.com/briefmarken/forum/uploads/1200502949.jpg]

    Dies gilt sowohl für Ö. wie auch für L&V. Hier ein paar Beispiele.


    [Blockierte Grafik: http://www.philaforum.com/briefmarken/forum/uploads/1200502993.jpg]

    Eine kleine Besonderheit sind die rückseitigen Drucke bei der 1 Kreuzer und der 5 Centesimi. Durch zu zarten farbschwachen Druck, wurde eine Reihe von Druckbögen nocheinmal (leicht seitlich versetzt) mit etwas kräftiger Farbe bedruckt. Manchmal findet sich deshalb auch rückseitig ein Andreaskreuzansatz, oder gar ein fast komplettes Andreaskreuz. Ich glaube es kann jemand aus dem Forum ein besseres Beispiel zeigen. Dieses hier hat nur einen kleinen, kaum merkbaren Anderaskreuzansatz (schwacher gelber Punkt am oberen Rand der Rückseite).

    Vorderseite:
    [Blockierte Grafik: http://www.philaforum.com/briefmarken/forum/uploads/1200503034.jpg]
    Rückseite:
    [Blockierte Grafik: http://www.philaforum.com/briefmarken/forum/uploads/1200503074.jpg]

    Die Andreaskreuze wurden jedoch auch bei der 2. Emission (Type I und Type II) verwendet. Hier wieder einige Beispiele für Andreaskreuzansätze. Auch hier gilt, daß Marken mit kompletten anhängendem Andreaskreuz sehr selten sind....fehlt mir leider.

    [Blockierte Grafik: http://www.philaforum.com/briefmarken/forum/uploads/1200503131.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://www.philaforum.com/briefmarken/forum/uploads/1200503175.jpg]

    Zu den Markierungen auf den Andreaskreuzen der 2. Emission ist zu sagen, daß es sich um Plattenzeichen, Zufallspunkte und Druckauslassungen handelt. Mannaros grüne Andreaskreuze sind die sogn. "großen" Andreaskreuze (20x24 mm) der 2. Emission, das rote Andreaskreuz von mir gehört zu den "kleinen" Andreaskreuzen (17x20,5 mm). Verjüngungen der Andreaskreuz zu den Ecken hin, kommen auch vor. Zudem gibt es noch ein paar Spezialitäten, zu denen ich hier herzlich wenig sagen kann.

    Die Preise (das interessiert ja die meisten), sind für AK-Ansätze und für komplette Andreaskreuze sehr verschieden. Am Besten man schlägt im Katalog nach. Es wird auch unterschieden, wie gut die Gummierung erhalten ist, ob Gummisprünge vorkommen, wie das Kreuz zentriert ist. Wieviele mm vom anhängenden Andreaskreuz zu sehen ist, um welche Type Kreuz es sich handelt, ob Plattenpunkte vorkommen, usw.

    Sehr viel später wurden übrigens nocheinmal Druckbögen mit Andreaskreuzen hergestellt. Sie sind natürlich nicht so selten. Aber ich hänge das Bildchen mal dazu, damit man einen Eindruck hat.

    [Blockierte Grafik: http://www.philaforum.com/briefmarken/forum/uploads/1200503212.jpg]

  • mannaro
    Gast
    • 16. Januar 2008 um 17:18
    • #4

    complimenti

    mfg mannaro

  • Berni17
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    17. Februar
    • 17. Januar 2008 um 19:58
    • #5

    Hallo mannaro und Nimrod!

    Toller Beitrag. Hab mal schnell meine Andreaskreuze rausgesucht. Bei der 1 Kr Ty Ib (doppelseitiger Druck) mit Andreaskreuzteil hab ich ein besseres Beispiel gefunden.

    Desweiteren hab ich einen Viererstreifen des großen Andreaskreuzes in braun angehängt. Schön zu sehen sind hier die 2 Plattenpunkte sowie kleinere Druckauslassungen.

    Bei der Eilmarkenausgabe mit Aufdruck "Deutsch-Österreich" vom 15.05.1919 findet man in meiner Sammlung noch diesen Viererstreifen.

    Lg Bernhard

    Bilder

    • Ty Ib mit Andreaskreuzanteil.jpg
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      • 173 × 199
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    • Andreaskreuze.jpg
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  • asmodeus
    Moderator
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    • 19. Januar 2008 um 21:16
    • #6

    Das ist mein einzige Andreaskreuzmarke

    Bilder

    • Andreas.jpg
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  • kawa
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    • 13. März 2008 um 20:09
    • #7

    Guten Abend an alle

    Das "Andreaskreuz" dient der Unbrauchbarmachung. siehe Marke
    Kann mir jemand sagen, wann (von - bis .... Jahre) diese Vorgangsweise durchgeführt wurde?

    Vielen Dank kawa

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    Einmal editiert, zuletzt von kawa (13. März 2008 um 20:16)

  • Lacplesis
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    • 13. März 2008 um 21:41
    • #8
    Zitat

    Original von kawa
    Das "Andreaskreuz" dient der Unbrauchbarmachung.

    Ist vielleicht sinnvoller einen neuen Thread aufzumachen, wenn man das Thema wechselt. Hier geht es um Leerfelder...

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Max und Moritz
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    • 13. März 2008 um 21:43
    • #9

    Hallo kawa,

    weil ich mich noch gut erinnern konnte darüber in Wikipedia gelesen zu haben, kopiere ich dir den Artikel einfach mal hierhin.

    Also, Auszug aus Wikipedia:

    Als Andreaskreuz bezeichnet man in der Philatelie eine Besonderheit, die beim Bogendruck auftritt.

    Die ersten Andreaskreuze der Welt bei Briefmarken findet man bei der ersten österreichischen Freimarkenausgabe vom 1. Juni 1850. Dies sind farbige Kreuze, die anstelle der letzten vier Briefmarken im Bogen zu finden sind.

    Ein Druckbogen umfasste damals vier Schalterbögen zu je 8 Zeilen und Spalten. Dies ergab also 64 Briefmarken pro Bogen. Zur damaligen Zeit legte man jedoch besonders darauf Wert, dass beim Kauf von mehreren Bögen (z.B. von Firmen) keine krummen Beträge entstehen. Die damalige Währung in Österreich war die Gulden-Währung, wobei 1 Gulden 60 Kreuzer entsprach. Deswegen kam man auf die Idee die letzten vier Felder eines Bogens frei zulassen. Beim Kauf von sieben 6-Kreuzer-Bogen musste man dann beispielsweise nur 42 Gulden und nicht 44 Gulden und 48 Kreuzer bezahlen.

    Das Freilassen der letzten vier Felder ergab jedoch ein neues Problem, das man mit der Einführung der Andreaskreuze löste. Die leeren Felder hätten nämlich für Fälscher ideal zum Herstellen von gefälschten Briefmarken benutzt werden können. Deshalb entschloss man sich, diese durch den Aufdruck von Andreaskreuzen unbrauchbar zu machen. Die Andreaskreuze haben die jeweilige Farbe der Briefmarke und kommen in zwei verschiedenen Arten vor. Das Andreaskreuz kann entweder farbig sein und der Hintergrund weiß oder umgekehrt. Sie befinden sich immer in der letzten Zeile des Bogens und können entweder in der Mitte oder am linken oder rechten Rand platziert sein. Mit der Einführung des neuen Währungssystems 1858 (100 Kreuzer = 1 Gulden) wurden die Andreaskreuze nicht mehr gebraucht und abgeschafft.

    1916 wurden sie jedoch kurze Zeit wieder verwendet. Die Bogen der damaligen Eilmarkenausgabe, wo man diese Andreaskreuze findet, bestanden aus 13 Zeilen und 8 Spalten, so dass 104 Eilmarken in einem Bogen enthalten waren. In diesem Fall wurden die mittleren vier Eilmarken der letzten Zeile durch Andraskreuze ersetzt. Die Ausgabe und Herstellung dieser Bögen mit Andreaskreuzen war ursprünglich gar nicht geplant. Durch die große Ablehnung der dreieckigen Vorläufer dieser Ausgabe ging man zum Querformat für diese Eilmarkenausgabe über.

    Andreaskreuze sind heute sehr beliebt bei den Sammlern. Aus den ersten Jahren der Andreaskreuze sind jedoch kaum Stücke erhalten, die noch mit einer Originalmarke zusammenhängen, da in der damaligen Zeit die Andreaskreuze kaum beachtet und so gut wie immer weggerissen (bei den ersten Ausgaben noch geschnitten) wurden. Da jedoch viele Andreaskreuze auf Grund ihrer Gummierung als Verschlussmarken für Briefe verwendet worden sind, gibt es noch mehrere Einzelstücke bzw. Viererstreifen. Andreaskreuze aus dem Jahr 1916 gibt es noch sehr viele, da die Philatelie zu dieser Zeit schon weit verbreitet war.

  • kawa
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    • 14. März 2008 um 04:07
    • #10

    @ Max und Moritz
    Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung

    Lacplesis
    Sorry habe im Suchen Andreaskreuz eingegeben und diesen Beitrag gefunden.Ich war der Meinung, dass man nicht zuviele Thread eröffnen sollte.

    @ Admin
    wenn ich hier falsch bin bitte löschen. Danke

    Gruss
    kawa

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  • Wolffi 29. Juli 2021 um 10:50

    Hat das Thema aus dem Forum Vignetten und andere nichtpostalische Marken nach Briefmarken Allgemein verschoben.

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