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Bayern Brief mit Portomarke 1862

  • Luitpold
  • 16. Dezember 2007 um 18:43
  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 16. Dezember 2007 um 18:43
    • #1

    Das Endgebot auf diesen Brief, der zumindest lt. SEM 1.100,- EUR wertet, war mit ca. 15 % Kaufpreis äußerst moderat :D. Da hätte ich doch mehr erwartet. Übrigens bot der Verkäufer ausdrücklich eine nachträgliche Prüfung an. Warum nur hat da keiner mehr geboten? Waren alle anderen Bayern-Interessenten auf den verschiedenen Weihnachtsmärkten unterwegs?

    Dateien

    Portobrief aus E.jpg 19,3 kB – 589 Downloads
  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. Dezember 2007 um 19:11
    • #2

    Hallo Ludwig,

    ich hätte für diesen Brief, wenn er in Ordnung gewesen wäre, tausend Euro bezahlt. Aber leider ist er nicht perfekt.

    Ich füge mal - hoffend, dass der Scan das hergibt - das Bild der Marke hier ein. Man sieht, dass der Stempel oben nicht rund, sondern verquetscht ist. Dieser Quetschung folgend hat man die Buchstaben im Stempel nachgemalt, damit man auch sehen kann, wo sie abgestempelt wurde.

    Der Verkäufer gewährt eine Prüfgarantie, die hier aber nicht gefragt sein wird, denn der Beleg als solcher ist echt. Nur was die Qualität des Stückes angeht, sieht es ein bißchen anders aus.

    So sah es wohl auch der Markt. Sollte man die nachträglichen Übermalungen spurenfrei wegbekommen, sähe der Brief zwar ganz anders aus, wäre aber mit einer breitrandigen Porto Nr. 1 günstig gekauft. Dieses Risiko ist aber durch die Beschreibung nicht gedeckt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Dateien

    9d3b_1.jpg 30,07 kB – 454 Downloads

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (16. Dezember 2007 um 19:20)

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 17. Dezember 2007 um 18:24
    • #3

    Hallo bayern klassisch,

    vielen Dank für Deine Einschätzung. Nachdem wir hier unter uns sind :D, mal die indiskrete Frage, wer hier sein "Schatzkästlein" aufgemacht hat ?(. So viele Briefe mit Portomarke im Angebot seit Jahren nicht gesehen.
    Wie ist das übrigens, braucht es einen postalischen Vermerk, wenn eine Portomarke geklebt wurde (wie auf den 1 Brief, wo etwas in blauer Schrift vermerkt ist)? ?( Gleich dazu, ich bin kein Interessent dieser Briefe, Deine Luxusbriefe haben meine Qualitätsansprüche enorm gesteigert ;). Da sind diese Briefe - leider - nur 3. Wahl (wenn man denn eine Porto Nr. 1 unbedingt braucht.
    Wie gesagt, hier guckt und meldet sich niemand anderes :zZz:, also bitte wieder einmal eine kleine (Privat-) Lehrstunde. :P

    Herzlichst grüßt
    Luitpold

    PS
    Damals stempelten die Wü-Postler wirklich nicht gut (zwei Beispiele anbei - wobei, beachte bitte mal die Stundenangabe - Stellung bzw. Abkürzung. Na gut, das ist Mückendreck, aber es sind Unterschiede, lag wohl an der Sparsamkeit der Post. Die haben doch aus allen vorliegenden Stempelmaterial wieder einen brauchbaren zusammengesetzt. Oder wie erklärt man sonst solche Abweichungen? ?(

    Dateien

    Stempel Wü II 25. Mai 1871.jpg 7,58 kB – 425 Downloads Stempel Wü II 2. Dez. 1871.jpg 5,93 kB – 407 Downloads

    Einmal editiert, zuletzt von Luitpold (17. Dezember 2007 um 18:57)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 17. Dezember 2007 um 19:05
    • #4

    Hallo Luitpold,

    ich bin erfreut zu lesen, dass dich meine Qualitätsoffensive positiv erwischt hat. Aber da habe ich bei dir wohl nur offene Türen eingerannt.

    Jetzt zu deinen Fachfragen:

    Nein, ich weiss nicht, wer da "ausmistet". In so kurzer Zeit kommen selten Briefe mit der Porto Nr. 1 auf den Markt, noch dazu alle in Würzburg gestempelt. Vielleicht weiss Dr. C. mehr?

    Einen Vermerk braucht es nicht für einen echten Brief. Das Stück, das du von ebay gescannt hast, ist ein interessanter Brief, den man aber lesen können muss.

    Er wurde im von Würzburg etwa 25 km entfernten Arnstein (Absenderstempel oben rechts) geschrieben, jedoch nicht dort zur Post gegeben, da dies 3 Kr. gekostet hätte.
    Unten links notierte man aber franko = frankiert.
    Die Post in WÜ hat diesen Vermerk mangels Freimarke von einem Kreuzer als Ortsbrief gestrichen, obwohl das nicht zu dieser Zeit erlaubt war, und boite, also Briefkasten, notiert. Da hat man ihn nämlich am 20.5. um 05.00 Uhr morgens vorgefunden und sogleich abgestempelt. Vermutlich hat unser Absender ihn jemandem mitgegeben, der ihn in Würzburg frankiert aufgeben sollte. Als der aber dort ankam, war die Post schon geschlossen oder hatte noch nicht geöffnet, so dass er ihn kurzerhand unfrankiert in den Briefkasten warf, der nach der Anweisung des Oberpostamtes jederzeit frei zugänglich und benutzbar sein musste.

    Nachdem man die Postsendungen aus dem Briefkasten grob sortiert und vorbereitet hatte, klebte man die für un- oder unterfrankierte Orts- und Lokalkorrespondenz vorgesehene Porto Nr. 1 auf und entwertete sie mit dem Stempeldatum 06-07.00 Uhr, was zeigt, dass nicht nur dieser Brief in der Nacht vom 19.5. auf den 20.5. dort eingeworfen worden war.

    Nun wurde er im Botenbuch des Ortsbriefträgers eingetragen und mit seiner Abgabe beim Empfänger gegen 3 Kr. in bar abquittiert. Am Ende seiner Botentour - es gab mindestens 3 Touren pro Werktag - musste der Briefträger die unanbringlichen Briefe wieder seinem Vorsteher vorlegen und das einkassierte Geld für die zugestellten Briefe musste der Summe in seinem Botenbuch entsprechen.
    Anderfalls hätte der Bote draufzahlen müssen.

    Ende der privaten Lehrstunde.

    Vielleicht hat dieser kleine Exkurs Lust auf mehr gemacht - Briefe mit bayerischen Portomarken der Kreuzerzeit sind nie langweilig, sondern immer etwas besonderes. Nur die Stempel sollten nicht nachgemalt sein.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 17. Dezember 2007 um 19:15
    • #5

    Hallo Luitpold,

    zu den Stempeln von WÜ kannst du sicher mehr sagen als ich.

    Aus mehreren alten Stempeln konnte man aber keinen neuen Stempel zaubern. Das war technisch unmöglich. Außerdem war die Art und Anzahl der in einem Amt verwendeten Stempel im Inventarverzeichnis fixiert, so dass z. B. bei einer Marriage von 2 alten Stempeln zu einem Neuen in den Büchern ein Inventarsverlust von 3 Gulden auszuweisen gewesen wäre, der dem zur Last gelegt worden wäre, der für ihn unterschrieben hatte. Und das war fast ein Wochenlohn!

    Da sie frei gesteckt werden konnten, konnten alle möglichen Kombinationen vorkommen. Ich hatte da mal etwas im 3 Kr. Thread gepostet.

    Wenn die Stempel schlecht wurden, waren sie einzureichen und wurden gegen neue getauscht. Oft war das Material besser als die Behandlung durch die Postler mit ihm.

    Man konnte mit miesen Stempeln keine Luxusabschläge produzieren; man konnte aber mit perfekten Stempeln die miesesten Abschläge hinbekommen. Post halt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • soaha
    erfahrenes Mitglied
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    Männlich
    • 18. Dezember 2007 um 22:53
    • #6

    Würzburg ist hier woll in der Produktion von Briefen mit Portomarken führent.

    Zitat

    Damals stempelten die Wü-Postler wirklich nicht gut (zwei Beispiele anbei - wobei, beachte bitte mal die Stundenangabe - Stellung bzw. Abkürzung. Na gut, das ist Mückendreck, aber es sind Unterschiede, lag wohl an der Sparsamkeit der Post. Die haben....

    Ist das wohl ein versteckter Aufruf an uns allen, alle Würzburg stempel zu zeigen; "gg"

    Beste sammler Grüsse
    soaha

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Dezember 2007 um 08:22
    • #7

    Hallo soaha,

    ich schätze, dann würden Luitpolds Massen hier den Server sprengen!

    Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 19. Dezember 2007 um 08:48
    • #8

    Hallo soaha,

    bayern klassisch überschätzt da meinenen Fundus, aber Stempelvergleiche z.B. mit Nürnberg wären interessant (was ich auch schon mache, dank des Nbg.-Stempelhandbuches).
    Auch die Vorworte von Dr. Helbig in seinem Standardwerk geben mir zu denken, denn irgendwie kommen mir die vielen Stempeländerungen zwischen 1868 - 1920 so vor, als sei Wü ein Versuchspostamt für Stempel (in Größe, Schrift usw.). Das kann doch kein Zufall sein. Schade dass Herr Dr. Helbig diese Thematik derzeit nicht bearbeitet in Bezug natürlich auf alle bayrischen Hauptpostämter (@bayern klassisch, ich vermeide OPD und meine wirklich die Expeditionen, nicht die Verwaltung).
    Hoffe, mein Ausflug in ein anderes Thema führt zu keiner Abmahnung.
    Es sollte auch nur zeigen, dass vielleicht ein Sammler, der den Portobrief hatte, den Stempelabdruck zu schlecht ausgeführt fand, und deshalb etwas nachhalf. Ich habe einen Brief, wo doch im Stempel die Uhrzeit handschriftlich ergänzt wurde (zum Glück nicht auf der Marke!).

    So genug abgeschweift,
    mit besten Sammlergrüßen
    Luitpold

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Dezember 2007 um 11:47
    • #9

    Hallo Luitpold,

    na, na, du hast schon tolle Stücke von WÜ, nur mal keine falsche Bescheidenheit.
    Ja, WÜ war ein recht grosses Amt, und Bayern experimentierfreudig.

    Sei froh, dass dir Bayern so einen reich gedeckten Spieltisch bietet; das ist doch allemal besser, als nur einem einzigen Stempeltyp hinterher zu jagen.

    Wenn jemand Stempelübermalungen vornimmt, so sind das Verfälschungen, denn er suggeriert damit eine bessere Stempelqualität, als tatsächlich vorhanden ist und wird dadurch versuchen, einen höheren Preis dafür zu erzielen
    Wenn aber die Post damals die Stempel "verbessert" und nachgezogen hat, so freut das den Spezialisten sehr und verdient eine teils deutliche Höherbewertung des Belegs. Ich habe so etwas auf Auslandsbrief von Augsburg nach Italien, aber leider nicht von WÜ.

    Was aber immer verboten war, war das Nachmalen und Ergänzen von Nummern im Mühlradstempel. Hierzu erging sogar ein eigener Erlass des Ministeriums. Wenn du also einen Mühlradbrief findest, auf dem die i. d. R. undeutliche Nummer nicht nachgestempelt (Regelfall) wurde, sondern mit Tusche nachgezogen wurde, dann hast du schon eine kleine Besonderheit.

    Liebe Grüsse von einem, der dir nie eine Abmahnung geben würde...

  • soaha
    erfahrenes Mitglied
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    • 19. Dezember 2007 um 21:24
    • #10

    in der Tat gibt es allgemein von bayern sehr viele Stempel Typen. Aber über Würzburg wüsste, könnte ich wenniger sagen.
    Ich glaube mir hatten schon mal das Thema mit den verschiedenen Typen des gMR.
    Abgesehen davon, die Einkreiser mit Groteskerschrift "g" oder mit Jahreszahl, Ohne..., mit Uhrzeit/ohne... Jahreszahl mit Ziffern oder Buchstaben... mit/ohne....
    Wenn ich einen Stempel sehe vergesse ich manchmal den Brief.
    komisch eigentlich was ein Stempel-Abschlag alles bewirken kann "gg".

    Luitpold welches Nbg. Stempelhandbuch meinst Du eigentlich, den Helbig suche ich seit geringer Zeit aber hatte bis jetzt noch nicht das Glück.

    Es Grüsst soaha


    PS: wenn bayern klassisch dir nie Abmahnen würde, bitte wie sollte ich das je machen.

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. Dezember 2007 um 07:17
    • #11

    Hallo soaha,

    also sind wir uns einig, den guten Luitpold niemals abzumahnen. Da wird er sich freuen!

    Den Helbig kann man - teils von ihm selbst eingestellt - im eBay kaufen.

    Wie immer der Preis auch sein mag, der Nutzen übertrifft den Preis bei weitem, so wie das bei guter Literatur immer der Fall ist.

    Ich glaube auch, dass sich Sammler, wenn sie eine gewisse Kompetenzstufe erreicht haben, vom bloßen Sammeln der Marken sukzessive verabschieden sollten und die nächste Stufe philatelistischer Evolution erklimmen sollten, die da lautet: postgeschichtliche Belege suchen. In der selbstgewählten Enge eines Vordruckalbums kann sich doch auf die Dauer kein Mensch wohlfühlen.
    Also kauf dir als Weihnachtsgeschenk an dich und deine Sammlung den Helbig, studiere alles und ändere deine sammlerische Disziplin vom Hoch- zu Stabhochsprung, denn mit dem Wissen, das in diesem Buch steckt, kannst du hoch hinaus kommen.

    Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 20. Dezember 2007 um 08:59
    • #12
    Zitat

    Original von soaha
    .... welches Nbg. Stempelhandbuch meinst Du...

    Wilhelm Quast muss wohl eine enorme Sammlung gehabt haben, oder viele fleißige Mitsammler. Vor allem das Sonstige der Post (u.a. Formulare), das ist eine Lebensaufgabe oder man hat Glück und kann eine entsprechende Sammlung übernehmen (wenn man dann das nötige Kleingeld hat).

    Interessant ist aber der Vergleich Nürberg - Würzburg schon, da beide in Nordbayern. Und laut Helbig gibt es ja bei den Stempeln auch ein Nord-/Südgefälle sprich unterschiedliche Hersteller mit anderen Stempeltypen. Allein der Umlaut UE bzw. Ü ist schon so ein Ringen, das - nur Indiz - hin und her ging und offensichtlich nicht so beachtet wurde.

    Wie bayern klassisch an anderer Stelle schreibt sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Das sehen Spezialsammler offensichtlich anders und bezahlen entsprechende Preise (siehe letzte Deider-Auktion - Münchener Stempel, wobei München als "öberste Post" ganz was extras ist und nicht vergleichbar mit Wü.).

    Nochmal zu Helbig. Das Standardwerk ist glaube ich schon über 10 Jahre alt und wird wohl auch noch in 20 Jahren nicht wieder neu aufgelegt. Ich habe mir in der Münchner Bibliothek das nötige besorgt, da es keinen Sinn macht, 4 Bände zu haben, von denen man höchstens 20 Seiten braucht. Da ist es schade, das die moderne Technik nicht genutzt werden kann (ich weiß, das kostet Zeit und Geld und kann nur von ganz großen Verlagen/Organisationen gestemmt werden - ich meine Internet- oder Print on demand-Angebote).

    Luitpold

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    Quast.jpg 18,33 kB – 271 Downloads
  • soaha
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    • 20. Dezember 2007 um 20:17
    • #13

    Hallo,

    klar der Luitpolt hatt hier Narrenfreiheit. lol

    @bayern klassisch wollte alle 4 Bände von Helbig kaufen aber bis jetzt noch kein "Glück":
    warten bis wieder ein Angebot kommt und der Preis einiger massen stimmt.
    Für diesen Monat ist mein Kontikent leider schon erschöpft.
    Übrigens habe nicht einmal meine BRD Vordrucksammlung ** von 1955 bis 1970 voll, die interessen haben sich geändert, frage mich manchmal was ich damit mache? ab und da mal durchlüften "gg"
    Der Vergleich mit dem Hochsprung und dem Staphochsprung ist ja krass, mindestens hier ist man sportlich, so langsam wirts, braucht nur lange spucke, sonst geht nix.
    Um die Muse zu erlangen werde ich weiter hier, noch von manch enen unterricht nehmen.

    Luitpold, der Quast 1Auflage 1991 ist schon längst in meinem Literatubestand.
    An den Buch wahren mehrere Personen beteiligt.
    Den Hern G.Ziegler, habe ich persönlich gennengelernt.

    Glaube um so eine Sammlung aufzubauen bedart es mehr, bis mann eine sollche Sammlung aufbaut.
    Da brauchst ein Lebenlang, und! da hilft kein Geld auch wenn mann mäuse hatt reicht der Schotter alleine nicht aus, da bedarf es sehr viel an Wissen! und die Kenntnis!

    Jetzt bin ich frustiert. "g"


    MfG
    soaha

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 21. Dezember 2007 um 16:11
    • #14

    @soha

    Also, wenn ich in den letzten Jahren meinen Jahresverdienst monatlich gehabt hätte, dann wäre meine Sammlung jetz schon topp. So gab es - nur ein Beispiel, Mischfrankatur 12/15 auf Brief von Wü nach Lausanne (Attest Sem) für Ausruf 4.000,- (Zuschlag unbekannt). Ein sehr schöner Brief..Uns so könnte ich weiter aufzählen ...
    Aber warum frustriert? Oh nein, morgen ist auch noch ein Tag.
    Und 2008 kommt ja auch noch. Und wenn Du noch jung genug bist, in den nächsten Jahren werden mit Sicherheit viele Bayern-Sammlungen aufgelöst. Also wir müssen nur warten können (ok auch bis dahin sparen, um dann zuzuschlagen!).
    Ach ja, ich habe hier ja Narrenfreiheit, liest eh keiner.

    Schönen Abend,
    Luitpold

  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. Dezember 2007 um 16:29
    • #15

    Hallo Luitpold,

    1) hast du wunderschöne Stücke von Würzburg, um die dich jeder Bayersammler beneidet,

    2) wirst du noch genug Material bekommen,

    3) wird jeden Tag Geld gedruckt, aber Bayernmarken nicht mehr und

    4) heisst hier niemand keiner! Ich lese immer und gerne, was du schreibst, und kenne keinen, der etwas Gegenteiliges behaupten würde.

    Liebe Grüsse und Frohes Fest wünscht dir

    bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 22. Dezember 2007 um 18:30
    • #16

    Weil ein Portobrief nicht genug sein kann, stelle ich hier mal etwas besonderes aus diesem Bereich ein und hoffe, dass ein geneigter Forumler ihn versucht postgeschichtlich zu beschreiben.

    Keine Bange, wer daneben tippt wird nicht gesteinigt, also bitte loslegen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Dateien

    porto 1 güte.jpg 156,25 kB – 215 Downloads
  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 22. Dezember 2007 um 19:55
    • #17

    Hallo bayern klassisch,

    bei Wü würde ich sagen, Briefpost- und Fahrpoststempel auf 1 Brief. München hatte aber auch 2-Zeiler als Briefaufgabestempel. Dennoch, vermutlich mit der Fahrpost (Paket) oder in einem Briefumschlag zur Münchner Post gekommen, diese tütelte aus, und klebte Nachporto?
    Sowas hast Du schon mal gezeigt, nur was heißt

    zur Güte ?(

  • bayern klassisch
    Gast
    • 22. Dezember 2007 um 19:59
    • #18

    Danke Luitpold für deine erste Einschätzung - aber es ist nicht ganz getroffen.

    Folgen weitere Versuche?

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    678
    • 22. Dezember 2007 um 20:01
    • #19

    Na, wenn sich sonst keiner blamieren mag...
    Herr Zamboni aus Verona hatte eine eilige Rechnung zu bestellen, damit die Ware noch pünktlich zu Weihnachten ausgeliefert werden konnte...
    Um Zeit und gleichzeitig Kosten zu sparen, gab er den Brief einem Bekannten mit, dessen Reise nach Norden auch über München führte. Dieser warf in MÜ den Brief in den Briefkasten, wo er dann als unfrankierte Localpost behandelz wurde.
    So oder ähnlich könnte eine Erklärung aussehen, wie ein Brief aus Italien ein Münchener Ortsbrief werden kann,
    Warum allerdings die dann folgerichtig aufgeklebte Portomarke ein 10 Tage früheres Stempeldatum als der Aufgabestempel trägt, kann ich nicht erklären
    und bin auf Lösung gespannt,
    weihnachtliche Grüße rabege

  • bayern klassisch
    Gast
    • 22. Dezember 2007 um 20:41
    • #20

    Hallo rabege,

    seht gut erkannt!

    Der Absender in Verona gab einem Freund oder Geschäftsmann seinen Brief nach München mit. Der warf ihn aber nicht in den Briefkasten am Münchner Bahnhof, wie es das mehfach von Reisenden gab, sondern in den Briefkasten beim Stadtpostamt, wo er am 28.11.1869 aufgabegestempelt wurde.

    Er wurde dann von der ausgehenden Post separiert und der Lokalpost zusortiert. Dort klebte man die Portomarke auf und stempelte sie mit dem kleinen Einkreiser von 24 mm am selben Tag ab. Beide Stempel, obwohl verschieden, sind vom selben Tag!
    Der Briefträger kassierte - in München wurde die Post 5mal am Tag ausgetragen - vom Empfägner 3 Kr., der sich bedankt habe dürfte. Bei regulärer Postaufgabe hätte der Absender 12 Kr. zahlen müssen und der Münchner gar nichts!

    Es bedankt für eure Lösungsvorschläge, mit denen ihr euch nicht blamiert habt,

    bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (22. Dezember 2007 um 20:42)

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