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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Bleisulfidschäden bei klassischen Briefmarken

  • postschild
  • 23. November 2007 um 20:04
  • Kreuzerjäger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    315
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    Männlich
    • 28. Dezember 2007 um 16:25
    • #41

    Hier ist noch einmal ein Beispiel, wie sich die Marken verändern können.
    Interessant ist der unterschiedliche Oxidationsverlauf bei dieser Marke. Ich gewinne immer mehr den Einddruck, dass die Luftfeuchtigkeit dabei eine ganz große Rolle spielt.

    Viele Grüße
    dreikreuzer

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  • SammlerBernd
    Gast
    • 28. Dezember 2007 um 16:56
    • #42

    Aus langjähriger Erfahrung würde ich sagen: bei der eindeutigen Wertung dieses Problems wird sich der BdPh auch diesmal fein heraushalten. Hier kollidieren Sammlerinteressen mit Vermarkter interessen der Alben/Folienhersteller.
    Natürlich begünstigen Umweltfaktoren, wie erhöhte Luftfeuchtigkeit(wirkt mit O2 als Katalysator) den Oxydationsprozeß bleihaltiger Farben alter Marken und führt zu Qualitätseinbußen dieser Stücke.

  • postschild
    Stamm Mitglied
    Beiträge
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    Männlich
    • 29. Dezember 2007 um 11:13
    • #43

    Lars,

    Zitat

    Als Sammler klassischer Marken und BDPh-Mitglied gebe ich Dir recht. So wie ich es im BDPh-Forum geschrieben habe, ist für mich der Auftrag an den BDPh und die anderen Verbände klar: Die notwendigen Untersuchungen durchzuführen und die entsprechenden Empfehlungen auszusprechen.

    ist das dem Vorstand des BDPh nun auch klar und reagieren sie?

  • Gagrakacka
    Gast
    • 29. Dezember 2007 um 11:31
    • #44

    postschild:

    Gute Frage. Sobald Herr Lindner wieder verfügbar ist, werde ich das Thema anschneiden.

  • Nimrod
    Gast
    • 29. Dezember 2007 um 11:58
    • #45

    Darf ich der Diskussion eine kleine Anmerkung beifügen?

    Für die Farben der Marken wurden völlig unterschiedliche Rohstoffe ausgewählt. Relevant waren die Kosten, die Handhabung, die Stabilität (im positiven wie negativen Sinn) und die Sicherheit (Fälschungen zum Schaden der Post). Nun ist es halt einmal so, daß gewisse Farben nicht gerade zur Freude der Sammler ausgewählt wurden. Immerhin gab es diese Überlegung in der Zeit der Herstellung der klassischen Marken auch gar nicht. Mauvein, bleihältige Farben, pH empfindliche Unterdrucke, usw....damit haben wir heute unsere Sorgen. Aber kommen wir zurück zum Blei: Blei reagiert nun einmal!!! Bleisulfid entsteht permanent! Sei es beschleunigt durch unmittelbar hohe Konzentrationen von z.B.: Schwefelwasserstoff in der Luft, oder durch unterschiedliche chem. Zusätze in der Gummierung, oder in den Alben (nicht nur in den Folien, sicher auch im Papier). Selbst wenn man die chem. / physik. beste Verwahrungsmöglichkeit für seine Marken in Anspruch nimmt: der Zahn der Zeit macht sich immer bemerkbar! In ein paar Jahren werden sich die Leute wegen säurehaltigem Markenpapier aufregen und nach Lösungen suchen.

    Anmerken möchte ich noch, daß gewisse chem. Reaktionen reversibel sind. Persöhnlich sehe ich kein Problem (ich weiß, andere sind dem völlig abgeneigt), entsprechend verfärbte Marken mit verdünntem H2O2 zu behandeln. Bei den orangen Napoleon Marken und kanadischen Small Queens habe ich damit gute Erfahrung gemacht.

  • asmodeus
    Moderator
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    Männlich
    • 29. Dezember 2007 um 13:51
    • #46

    Ich habe mir auch zuerst große Sorgen gemacht, aber ich denke, das jetzt große Hysterie ausgelöst wird. Bis jetzt habe ich in meinen Alben keine Veränderungen festgestellt. Sei es mit Kopierpapier oder mit Folien. Auf der Hysteriewelle bin ich jetzt mitgeschwommen und habe meine Belege in den Optimahüllen in Pergaminhüllen zusätzlich reingesteckt (Schwachsinnig- ich weiß)- aber unter der Vorraussetzung, das die Belüftung gut ist. In meiner langen Sammlerzeit ist mir keine Veränderung von Farben meiner Reds aufgefallen. Klar, habe ich "mal" verfärbte Stücke gesehen, aber wie wurden sie gelagert? Dann stellt Euch auch mal die Frage: Wurden die Marken gepflegt und wie war die Lagerung? Ich kann das beste Zubehör kaufen, aber es muß auch eine Pflege der Sammlung stattfinden. Nicht Monatelang durchblättern oder im Tresor aufbewahren. Persönlich kenne ich alte Sammler, die so ähnlich mit ihrer Sammlung umgehen.
    Auch Nimrods Aussage über chemische Beschaffenheiten der Farbe ist ein Fakt und mir ist bewußt, das ich eines Tages Veränderungen feststellen werde oder auch nicht. Ein paar Grundregeln der Markenpflege beachten: Durchlüften, nicht zu heiß/warm bzw. feucht lagern.

  • PALAISS
    neues Mitglied
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    • 29. Dezember 2007 um 13:53
    • #47

    Der Schwefelwasserstoff in der Luft dürfte zur Bleisulfidbildung an Briefmarken nicht ausreichend sein, sonst gäbe es wahrscheinlich keine farblich einwandfreien Marken mehr (und diese sind ja nach wie vor auch bei problematischen Marken die Regel!). Die PVC-Folien, die mutmaßlich für die Bleisulfidbildung vor allem bei klassischen Marken verantwortlich sein sollen, schirmen diese ja auch vor eben diesen "Umwelteinflüssen" ab.

    Im BDPh-Forum findet sich unter "Altdeutschland" eine ausführlichere Diskussion zum Thema.

  • PALAISS
    neues Mitglied
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    • 29. Dezember 2007 um 14:04
    • #48

    Noch etwas zum Beitrag von Philnum vom 28.11.2007:

    Die Seite mit den Preußen-Marken enthält eindeutig bleisulfidgeschädigte Marken, z.B. die Nr. 9 oder 15. Vermutlich war diese Seite unter einer Blattschutzhülle untergebracht, denn bei "normaler" Lagerung ist diese Kombination verschiedener Bleisulfidschäden doch recht ungewöhnlich. Wenn Philnum dieses Blatt weiterhin unter PVC-Folien belässt, werden mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Marken Schaden nehmen.

  • PALAISS
    neues Mitglied
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    80
    • 29. Dezember 2007 um 14:09
    • #49

    Asmodeus, klassische Marken und Belege solltest Du beim jetzigen Kenntnisstand aus Deinen Folienblättern nehmen und anderweitig aufbewahren. Weder Hawid noch Pergaminhüllen bieten einen Schutz innerhalb der PVC-Hüllen, siehe auch BDPh-Forum.

    Wer jetzt die berechtigten Warnungen nicht ernst nimmt und als Panikmache abtut, nimmt Schäden in Kauf und darf sich nachher nicht beschweren.

  • asmodeus
    Moderator
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    Männlich
    • 29. Dezember 2007 um 14:11
    • #50
    Zitat

    Asmodeus, klassische Marken und Belege solltest Du beim jetzigen Kenntnisstand aus Deinen Folienblättern nehmen und anderweitig aufbewahren. Weder Hawid noch Pergaminhüllen bieten einen Schutz innerhalb der PVC-Hüllen, siehe auch BDPh-Forum.

    Das ist mir bewußt. Marken sind ja in normalen Steckalben. Belege noch in Optimahüllen. Muß noch ein System finden.

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
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    650
    • 29. Dezember 2007 um 15:33
    • #51
    Zitat

    Original von PALAISS
    Noch etwas zum Beitrag von Philnum vom 28.11.2007:

    Die Seite mit den Preußen-Marken enthält eindeutig bleisulfidgeschädigte Marken, z.B. die Nr. 9 oder 15. Vermutlich war diese Seite unter einer Blattschutzhülle untergebracht, denn bei "normaler" Lagerung ist diese Kombination verschiedener Bleisulfidschäden doch recht ungewöhnlich. Wenn Philnum dieses Blatt weiterhin unter PVC-Folien belässt, werden mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Marken Schaden nehmen.

    Bei der MiNr. 9 ist der netzartige weiße Unterdruck aus kohlensaurem Bleioxyd (Bleicarbonat) schwärzlich/bräunlich verfärbt. (Vgl. Notiz im MICHEL-Spezial Bd. 1 nach MiNr. 6-8 ).

    Bei der MiNr. 15 auf Briefstück ist die rote Markenfarbe teilweise oxydiert. (Vgl. ebenda nach MiNr. 15)

    An allen anderen Marken kann ich keine auffälligen Farbveränderungen erkennen.

    Wie die Marken bis vor ca. einem Jahr gelagert wurden, kann ich nicht sagen. Seither stecken sie bei mir in LINDNER-Folien. Angesichts der geringen Anschaffungskosten (insgesamt unter € 10,-) werde ich sie als "Feldversuch" darin belassen.

    Einmal editiert, zuletzt von philnum (29. Dezember 2007 um 15:35)

  • PALAISS
    neues Mitglied
    Beiträge
    80
    • 29. Dezember 2007 um 16:23
    • #52

    Philnum, leider spricht alles dafür, dass die Schäden erst im letzten Jahr während der Lagerung in den Folien entstanden sind. Oft verfärben sich die Marken bereits nach wenigen Monaten.

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
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    650
    • 29. Dezember 2007 um 18:42
    • #53

    @ PALAISS

    Die Scans von dem eBay-Artikel habe ich noch und die Marken sahen damals schon genauso aus wie jetzt. Sowohl bei MiNr. 9 als auch MiNr. 15 stehen im MICHEL-Spezial Hinweise auf Farbveränderungen; solche Verfärbungen scheinen also schon länger bekannt zu sein und häufig aufzutreten, wenn explizit darauf hingewiesen wird.

    Auch bei all den anderen Marken sind inzwischen keine Verfärbungen aufgetreten. Die Aufbewahrung erfolgt stehend bei relativ konstanter Zimmertemperatur und normaler Luftfeuchtigkeit. Lüftung/Durchblättern der Alben erfolgt regelmäßig.

  • Totalo-Flauti
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    • 29. Dezember 2007 um 20:50
    • #54

    Hier mal ein Versuch mit normalen Pergamintüten. Es geht.

    Gruss Totalo-Flauti.

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      • 578
  • PALAISS
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    • 29. Dezember 2007 um 21:23
    • #55

    Hallo, Philnum: Die Artikel in der letzten und vorletzten PHILATELIE hast Du ja gelesen?

    Dieses Preußen-Blatt hast Du ja nicht in einer Blattschutzfolie schon erworben, sondern Du hast es vor einem Jahr in eine hineingesteckt, und seitdem auch die Marken gelüftet, also das Blatt aus der Blattschutzhülle regelmäßig entnommen?

    Wenn es keine allzu großen Umstände macht, poste doch mal den seinerzeitigen Scan von ebay, damit ein Vergleich möglich ist.

  • PALAISS
    neues Mitglied
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    • 29. Dezember 2007 um 21:24
    • #56

    Hallo, Totalo-Flauti: Wenn man Tüten aus glasklarem Zellophan o.ä. nimmt, dürfte die Wirkung noch besser sein.

  • Totalo-Flauti
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    • 29. Dezember 2007 um 21:29
    • #57

    Ist doch aber auch eine Kunststofffolie und Schwefel ist auch enthalten.

    Gruss Totalo-Flauti.

  • PALAISS
    neues Mitglied
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    • 29. Dezember 2007 um 21:43
    • #58

    Schäden in Cellophan sind nicht bekannt geworden. Wo steht, dass in Cellophan Schwefelanteile enthalten sind? Das wäre mir neu.

    Auch bei Kunststoffen wie Polystyrol, Polyethylen, Polypropylen usw. gibt es keine Berichte über Schädigungen von Briefmarken.

  • stampsx
    erfahrenes Mitglied
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    504
    • 30. Dezember 2007 um 03:02
    • #59

    Hallo, der Text von Peter Feuser kann hier nachgelesen werden. Hier habe ich Bilder von Folien, die durch fluoreszierende Marken und auch durch gewöhnliches Papier verändert wurden.

    Jürgen Kraft, Apt. 17, 38612 El Medano, Spanien - Mitglied BDPH,
    AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
    kontakt@stampsx.com - Stempeldatenbank

  • PALAISS
    neues Mitglied
    Beiträge
    80
    • 31. Dezember 2007 um 14:31
    • #60

    Danke, Herr Kraft.

    Dieser Text ist weiterhin auch in Form eines Faltblattes gegen Erstattung der Versandkosten (bis 10 Exemplare € 2,-, bis 50 Exemplare € 4,-) bei mir erhältlich. Wer Sammlerfreunde, Händlerkollegen u.ä. über die Problematik informieren will, kann das Faltblatt bestellen über

    Feuser-Auktionen@t-online.de

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