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Hermanns Denkmal

  • doktorstamp
  • 21. November 2007 um 21:44
  • doktorstamp
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    • 21. November 2007 um 21:44
    • #1

    Viele Briefe sind natürlich mit der Geschichte verbunden, dieser vielleicht etwas mehr.

    Für diejenigen die diese Schrift nicht mächtig sind liest er wie folgt

    Zum Wohllöblichen Verein
    für das Hermanns Denkmal
    einliegend ein Holländischen Dukaten
    gleicht 3 Reichstaler Gold
    herrschaftliche Kollektengelder
    für das Hermanns Denkmal zu Detmold

    Solche Kollekten Briefe besassen Portofreiheit und obwohl nur 1½Loth da er ein Wertbrief war, erfolgte die Beforderung per Fahrpost. 1½Loth ist zweimal oben geschrieben, nebst das zweite ist "B" (Beutel), also wie gesagt war er des Inhalts wegen nicht mit der Reitpost zu befordern.

    No 217 hier war der Brief vom Denkmalverein eingetragen.

    Diesen Brief konnte ich glücklicherweise in England auftreiben wo er garnicht teuer war, ehrlich gesagt habe ich ihn für einen Spott ergattert. Der braune Fleck ist von einem Siegel verursacht.

    mfG

    Nigel

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    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • Phila_Tom
    Stamm Mitglied
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    • 21. November 2007 um 22:02
    • #2

    Hallo Nigel,

    schöner Brief mit viel Geschichte.

    Wer sich mal in der Nähe von Detmold aufhält, sollte sich den Besuch des Herrmanns Denkmals nicht entgehen lassen. Es ist auf jeden Fall sehenswert.

    Den Ausflug kann man dann ja mit einer Flasche Detmolder Pils ausklingen lassen. ;)

  • Max und Moritz
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    • 21. November 2007 um 23:44
    • #3

    Steht auf jeden Fall auf meiner Agenda (Auch das Pils). Ausserdem ist Hermann, respektive Armin, ja auch ein Highlight deutscher Geschichte ;) .

  • asmodeus
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    • 22. November 2007 um 07:04
    • #4
    Zitat

    Steht auf jeden Fall auf meiner Agenda (Auch das Pils). Ausserdem ist Hermann, respektive Armin, ja auch ein Highlight deutscher Geschichte

    Komme ja aus Paderborn und Detmold nebst Denkmal ist ja quasi um die Ecke, aber erspare Dir das Bier- schmeckt nicht.

    @Highlight deutscher Geschichte: So ein toller Hecht war der Arminius nicht! Eingentlich ein hinterhältiger Feigling: Er wurde in Rom erzogen und hatte dort eine militärische Ausbildung genoßen. Er hat Freundschaften geschloßen und was hat er gemacht? Seine Freunde verraten! Was für ein Mensch kann so etwas machen?

  • Germaniafreund
    Gast
    • 22. November 2007 um 10:20
    • #5
    Zitat

    Original von asmodeus

    Komme ja aus Paderborn und Detmold nebst Denkmal ist ja quasi um die Ecke, aber erspare Dir das Bier- schmeckt nicht.

    @Highlight deutscher Geschichte: So ein toller Hecht war der Arminius nicht! Eingentlich ein hinterhältiger Feigling: Er wurde in Rom erzogen und hatte dort eine militärische Ausbildung genoßen. Er hat Freundschaften geschloßen und was hat er gemacht? Seine Freunde verraten! Was für ein Mensch kann so etwas machen?

    sogenannte große der geschichte waren immer verräter, massenmörder
    usw., vieleicht sollte man überdenken - was als geschichte angesehen wird,
    eigentlich ist geschichte nichts anderes als kriegsgeschichte,
    siehe alexander der große, hannibal, napoleon, hitler, stalin, mao,
    alles massenmörder

    klaus

  • asmodeus
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    • 22. November 2007 um 10:25
    • #6
    Zitat

    sogenannte große der geschichte waren immer verräter, massenmörder....

    Ja, waren sie- mehr oder weniger. Das bestreite ich nicht.

  • Max und Moritz
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    • 22. November 2007 um 13:06
    • #7

    Ihr habt beide recht seltsame Auffassungen von Geschichte...

    Alle Großen der Geschichte als Verräter und Massenmörder zu bezeichnen, schon stark daneben....

    Übrigens ist Arminius nicht freiwillig in Rom aufgewachsen, sondern wurde als Kind von seinem Vater dahingeschickt. Er war sich zeitlebens bewußt, daß er Germanenfürst war.
    Und jemanden, der einen Befreiungskampf gegen das expansionistische Rom angeführt hat, als Massenmörder zu bezeichnen und kritiklos in eine Reihe mit solchen zu stellen...????

  • soaha
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    • 22. November 2007 um 13:13
    • #8

    Hallo,

    schöner Brief.
    doktorstamp Du hast doch noch mehrere Briefe dieser Art. Kannst ruhig mehr davon zeigen.
    Kann mich noch an den anderen erinnern.

    MfG
    soaha

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • asmodeus
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    • 22. November 2007 um 14:14
    • #9
    Zitat

    Übrigens ist Arminius nicht freiwillig in Rom aufgewachsen, sondern wurde als Kind von seinem Vater dahingeschickt. Er war sich zeitlebens bewußt, daß er Germanenfürst war.

    Sein Vater hat ihn hingeschickt und der Vater und andere Angehörige von ihm waren auf der Seite der Römer. Fakt bleibt: Erziehung und Bildung genoßen und dann später Freundschaften (und die hatte er garantiert) auf grausamste Art verraten.

    Frei nach Life of Brian:

    und was haben die Römer je für uns getan?

    Die sanitären Anlagen, den Wein, Schulsystem, Wege usw., usw......

  • Max und Moritz
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    • 22. November 2007 um 14:31
    • #10

    Asmodeus, ne, ne.... :oneien: :oneien:

    Dann müsstest du auch Stauffenberg als Verräter bezeichnen, denn der war anfangs auch vom System sehr überzeugt...

    Fakt ist, daß das Expansionsstreben Roms Richtung Osten beileibe nicht von philantropischen Überzeugungen geleitet wurde, sondern vom Machstreben in Form der Schaffung tributpflichtiger Vasallenstaaten.
    Klar, man betrieb auch gerne Handel mit den Germanen, man benötigte aber genauso sehr Sklaven...

    Einmal editiert, zuletzt von Max und Moritz (22. November 2007 um 14:31)

  • Concorde
    Gast
    • 22. November 2007 um 16:00
    • #11

    Geschichte ist halt wie Religion: man kann sie so oder so auslegen-gerade so wie es einem passt!

  • asmodeus
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    • 22. November 2007 um 16:02
    • #12

    Weltpolitisch wichtig, aber vom Mensch her kein Held. Man sollte auch kritisch darüber nachdenken. Wenn man es genau nimmt, war Stauffenberg auch ein Verräter.

    Aber ich denke, solche interessante Diskussionen sollte man persönlich bei einem Tee oder Bier führen. Auch gibt es in der Literatur gute Beispiele, die ich jetzt nicht nenne, weil sonst gehen mir noch die Schweizer an die Gurgel ;-))

  • asmodeus
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    • 22. November 2007 um 16:02
    • #13
    Zitat

    Geschichte ist halt wie Religion: man kann sie so oder so auslegen-gerade so wie es einem passt!

    Sehr gute Aussage.

  • doktorstamp
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    • 22. November 2007 um 16:15
    • #14

    Ob Held oder Verräter, in ihrem Leben haben sie etwas bewirkt, was ein Wendepunkt, Kehrpunkt wenn man es so haben will, in der Geschichte der Menschheit darstellt. Ohne diese Leute wär die Geschichte doch anders verlaufen.

    Falsch ist es aber diese Menschen aus der heutigen Ansicht zu beurteilen. Damals war eben damals und da herrschten ganz andere Ansichtspunkte und Meinungen, geschweige Betrachtungen.

    Viele Länder haben ihre Geschichte anders verfaßt, damit es wiedermal bequem war, und so könnten sie damit besser leben. Verschonen sollte man aus der Geschichte garnichts, die Ereignissen sind anzuerkennen, zu diskutieren, aber nicht zu beurteilen, vor allem wenn wir meinen wir hätten es anders gehandhabt.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • Kontrollratjunkie
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    • 22. November 2007 um 16:15
    • #15
    Zitat

    Sehr gute Aussage.

    Sehe ich ein wenig anders.
    Die Historie kann man nicht auslegen wie man will. Es handelt sich um tatsächliche Abläufe, die unveränderbar sind.
    Man kann die Ereignisse bewerten, aber nicht auslegen. Und mit Religion hat das schon gar nichts zu tun.

    Stauffenberg ein Verräter, nuja historisch gesehen nicht verkehrt. Aber dann wäre jeder ein Verräter, der sich gegen ein verbrecherisches System aufleht. Dem er einmal den Fahneneid geschworen hat, schon klar.

    Nur ist die Frage, wodurch sich Größe in der Historie definiert ? Nach menschlicher Größe (-> Stauffenberg), geistiger Größe (-> Einstein) oder der Anzahl seiner Opfer (-> Stalin, Hitler, Saddam....) ?

    Diese Frage würde wohl jeder Historiker anders bewerten. Leider können wir Joachim Fest nicht mehr fragen, der hätte garantiert einen erquicklichen Vortrag darüber halten können.

  • asmodeus
    Moderator
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    • 22. November 2007 um 16:35
    • #16
    Zitat

    Falsch ist es aber diese Menschen aus der heutigen Ansicht zu beurteilen. Damals war eben damals und da herrschten ganz andere Ansichtspunkte und Meinungen, geschweige Betrachtungen.

    Ja, da hast Du recht. Aber der Mensch läßt sich auch heute von Gefühlen leiten. Sympathie- Antipathie. Deshalb solte man es auch nicht alles immer so "hochloben" wie z.B.: Highlight usw..

    Zitat

    Ob Held oder Verräter, in ihrem Leben haben sie etwas bewirkt, was ein Wendepunkt, Kehrpunkt wenn man es so haben will, in der Geschichte der Menschheit darstellt. Ohne diese Leute wär die Geschichte doch anders verlaufen

    Auch da gebe ich Dir recht, aber wer weiß schon, wie die Geschichte ihren Verlauf genommen hätte, wenn es nicht so passiert wäre?

    Zitat

    aber nicht zu beurteilen, vor allem wenn wir meinen wir hätten es anders gehandhabt.

    Zitat

    Man kann die Ereignisse bewerten, aber nicht auslegen

    Ich habe den Menschen eingeschätzt. Was treibt einen Menschen so? Wie war er? Wie war er charakterlich? Diese Fragen sind nur Vermutungen, da ich schlecht die Personen kennenlernen konnte. Wäre einer meiner Freunde so, mit dem würde ich keinen Kontakt mehr haben wollen.
    Über den Sinn eines Krieges, einer bestimmten Schlacht usw. kann ich nur das Entnehmen, was ich in Geschichtsbüchern entnehmen kann.

    Z.B.: bei Arminius herrschten andere Sitten und der Umgang mit Menschen war anders. So etwas müßte man berücksichtigen, aber mein Gefühl und meine Meinung z.B.: über Arminius sind so. Als Krieger hat er wohl was "Tolles" angestellt, aber menschlich?

  • bayern klassisch
    Gast
    • 22. November 2007 um 17:06
    • #17

    Ohne eine historische Diskussion abwürgen zu wollen, würde ich gerne den philatelistisch/postgeschichtlichen Teil dieses Themas wieder aktualisieren, indem ich mal einen Brief aus Bayern zeige, der in unmittelbarem Zusammenhang zum Armiinsdenkmal steht.

    Es war ein eingeschriebener Teilfrankobrief aus München vom 19.1.1839 nach Detmold mit 1 1/2 bayerisch Loth Gewicht. Der Absender, "der Verein für das Arminsdenkmal bey Detmold in München und Bayern", zahlte 34 Kr. bis zur bayer. Ausgangsgrenze (etwa 17 Euro!) bei Hof.

    In Preußen war der Verein selbst passiv (= empfangend) portofrei gestellt. Da man ihn jedoch an "den fürstlichen Lippe Detmoldischen H(errn) Kanzeleyrath Petri" adressierte, belegte die dortige Postverwaltung den Brief mit 12 Silbergroschen und 3 Pfennigen Gebühren. Siegelseitig gab man auch den Grund an:" Das Porto kann nicht abgesetzt werden, weil der Brief an den Verein adreßiert sein müßte, um zum Portofreythum qualifiziert zu seyn".

    Durch diesen Adressfehler Bayerns durfte der Empfänger nochmals etwa 23 Euro berappen, so dass der ganze Spaß circa 40 Euro gekostet hat.

    Intime Währungskenner der römisch - germanischen Währungsverhältnisse können uns jetzt mit der präzisen Umrechnung in Sesterzen überraschen.

    Es empfiehlt sich bayern klassisch

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  • asmodeus
    Moderator
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    Männlich
    • 22. November 2007 um 17:08
    • #18

    Schöner Brief mit einer interessanten Portogeschichte. Hast Du noch mehr?

  • bayern klassisch
    Gast
    • 22. November 2007 um 17:27
    • #19

    Hallo asmodeus,

    ich habe noch viel mehr Briefe, aber leider keinen weiteren an diese Adresse.

    Post von Bayern nach Lippe Detmold ist sowieso handverlesen - da ist solch ein Stück schon die absolute Krone.

    Mit Bedauern verbleibt bayern klassisch

  • doktorstamp
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.597
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    Männlich
    Geburtstag
    30. September 1955 (70)
    • 22. November 2007 um 18:13
    • #20

    @Bayern Klassisch Alle Achtung. Ein schöner Beleg

    Das gleich zwei Briefe im Besitz Forumsmitglieder sind, ist ja schon beachtlich. Vermutlich oder gewiß werden welche im Stadtsarchiv Detmold lauern.

    Oder vermag noch ein Forumsmitglied ein Brief an den Hermanns Denkmal Verein zeigen.

    Meiner ist aus 1837

    Schön wärs.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

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