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Bayern 9 Kr braun Brief

  • rabege
  • 20. November 2007 um 13:07
  • rabege
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    678
    • 20. November 2007 um 13:07
    • #1

    Hallo an alle Bayern-Interessierten,
    anbei der scann eines 9Kr Briefes, eingeschrieben gelaufen von Nürnberg nach Hersbruck, also weniger als 12 Meilen, Gewicht unter einem Lot, daher hätten 3Kr Frankatur gereicht.
    Leider kann ich den Text nicht entziffern, ergibt sich aus dem Inhalt vielleicht, dass noch ein weiterer Briefbogen oder Quittungen beigelegt waren ?
    Oder könnte es sein, dass die 6Kr Einschreibgebühr vorschriftdwidrig in Marken entrichtet wurde ?

    Ratlose Grüße, rabege

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  • Hangover
    aktives Mitglied
    Beiträge
    379
    Geschlecht
    Männlich
    • 20. November 2007 um 13:15
    • #2

    Ich kann mich dunkel dran erinnern, dass im T+T-Gebiet ab irgendwann Anfang der 1860er Jahre (1862? 1863?) die Chargé-Gebühr auch in Marken entrichtet werden durfte. Möglicherweise war das eine Postvereinsregelung, die dann auch in Bayern galt.

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    678
    • 20. November 2007 um 13:28
    • #3
    Zitat

    Original von Hangover
    Ich kann mich dunkel dran erinnern, dass im T+T-Gebiet ab irgendwann Anfang der 1860er Jahre (1862? 1863?) die Chargé-Gebühr auch in Marken entrichtet werden durfte. Möglicherweise war das eine Postvereinsregelung, die dann auch in Bayern galt.

    In Bayern lt. Sem erst ab 1868 möglich !
    Gruß rabege

  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. November 2007 um 14:29
    • #4

    Hallo,

    es ist ein Brief der 3. Gewichtsstufe innerhalb des 1. Rayons (12 Meilen). Soweit ist das richtig.

    Die Chargégebühr wurde in Bayern ab dem 1.3.1874 verklebt (damals 7 Kr.), zuvor nicht. Nur in Sonderfällen konnte, z. B. bei einem in den Briefkasten eingeworfenen Brief, die Chargégebühr frankiert werden (das kenne ich 2mal bisher). Dies wurde auf der Postkonferenz von 1860 mit Wirkung vom 1.1.1861 beschlossen. Die Angaben im Sem vergessen wir besser.

    Die Besonderheit lag darin, dass die Chargégebühr in Bayern nicht der Postverwaltung, sondern dem Postexpeditor als Emolument zustand, also Teil seiner vertraglichen Vergütung war. Daher musste er auch die Postscheine von der Materialverwaltung kaufen (aus dem Kopf kenne ich den Preis nicht mehr genau, er dürfte so etwa bei 4 Kr. je Hundert Stück gelegen haben).

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    678
    • 20. November 2007 um 15:01
    • #5

    Na, bei dem Hintergrund ist wohl anzunehmen, das noch etwas im Brief war, um die Gewichtsstufe zu erklären.
    Danke für die Informationen,
    Gruß rabege

  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. November 2007 um 16:01
    • #6

    Hallo ragebe,

    leider war es in Bayern nicht wie in Preußen üblich, die eingeschriebenen Briefe zu wiegen und in der oberen linken Ecke das ermittelte Gewicht zu notieren. Insofern erklärt sich bei Bayern das Gewicht in der Regel aus der vorhandenen Frankatur oder Taxe, wenn diese Frankatur nicht, wie unlängst in eBay vermehrt zu sehen, durch Hinzukleben weiterer Marken aufgepeppt wurde.

    Erst ab 1868 kommt der Vermerk 2f für Zweifach, oben links notiert, allmählich in Anwendung. Das wars aber auch schon.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

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