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Sudetenland

  • sudetenphilatelie
  • 10. April 2008 um 15:25
  • Bernd HL
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    • 6. Mai 2008 um 06:47
    • #61

    Moin KJ,

    nun klär doch bitte mal so ´nen unwissenden hier nur mitlesenden wie mich auf, warum der 4-er-Block nichts vom Stempel abbekommen hat ?( Ist das in dem Falle nicht so üblich gewesen? Ich kenne eigentlich das Bestreben der Sammler, dass auf Beleg doch alle Marken etwas vom Stempel abbekommen sollen... ?(

    Zackige Sammlergrüsse aus Lübeck sendet Bernd HL ;)!

  • Kontrollratjunkie
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    • 6. Mai 2008 um 10:07
    • #62

    Bernd HL

    Eine gute Frage, die ich mir auch schon gestellt habe.
    Ich vermute, daß der Dokumentationswille und die bestmögliche Darstellung des Stempels hier ausschlaggebend war.
    Man wollte vermutlich einen klaren und vollständig lesbaren Stempel haben. Die "postalische" Entwertung war nicht entscheidend, zumal es sich nicht um einen Bedarfsbrief handelt.

    Oder gibt es andere Einschätzungen dazu ?

    Sammlergruß
    KJ

    Einmal editiert, zuletzt von Kontrollratjunkie (6. Mai 2008 um 10:07)

  • sudetenphilatelie
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    • 6. Mai 2008 um 11:58
    • #63

    Befreiungsaufdruck und Befreiungsstempel waren seinerzeit sehr begehrte Souveniere. Beides ineinander gestempelt wird sehr unleserlich und sieht optisch auch nicht mehr gut aus. Bei Bedarfsbriefen kommt dies ab und zu vor. Meist haben die Postbeamten aber versucht solche Überstempelungen zu vermeiden. Mir liegt auch ein Bedarfsbrief vor, bei dem die Überdruckmarke nicht mit dem Tagesstempel versehen wurde. Der Tagesstempel wurde daneben auf dem Kuvert angebracht.

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  • Bernd HL
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    • 6. Mai 2008 um 12:10
    • #64

    @ sudetenphilatelie

    Ja, das ist ein Argument, das leuchtet ein. Und streng genommen sind die Marken nun * oder zählt so ein Stück dann als O? Ehrlich gesagt, wenn mir ein Beleg so über den Weg gelaufen wäre, hätte ich den als "nicht ordnungsgemäss entwertet" bemängelt (aus Unkentnis).

    Zackige Sammlergrüsse aus Lübeck sendet Bernd HL ;)!

  • sudetenphilatelie
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    • 6. Mai 2008 um 18:56
    • #65

    Hier ein weiteres interessantes Beispiel, dass die damaligen Postbeamten meist auf lesbare Abstempelungen geachtet hatten.

    Bei diesen Belegen war zuerst der Tagesstempel aufgebracht worden und dann leicht versetzt - somit gut lesbar- der Befreiungsüberdruck.

    Für die Überdrucke musste übrigens ein Zuschlag von 50 Heller und später 1 Krone zusätzlich zur Nominale zugunsten der SdP bzw. des Winterhilfswerkes bezahlt werden. Die SdP finanzierte damit ihre Ausgaben (in der Interimszeit war die Deutsche Reichspost noch nicht zuständig, zahlte also auch keine Löhne). Später gingen diese Zuschläge an das Winterhilfswerk. Auch war es möglich, dass Privatpersonen vorhandene tschechische Marken beim Hauptpostamt Reichenberg zum Überdruck einliefern konnten. Von dem Zuschlag wurden jedoch keine Ausnahmen gemacht, so dass die Auflagen anhand dieser Zuschlagslisten zum Großteil rekonstruiert werden konnten. Da der Kunde jedoch für diese Dienstleistung zu bezahlen hatte, wollte er natürlich auch einen gut lesbaren Überdruckabschlag.

    Bilder

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    2 Mal editiert, zuletzt von sudetenphilatelie (6. Mai 2008 um 19:00)

  • space6
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    • 12. Mai 2008 um 18:20
    • #66

    In ebay gibt es unter Artikel-Nr. 380026760931 aktuelle Literatur zu diesem Thema:

    Einmal editiert, zuletzt von space6 (12. Mai 2008 um 18:25)

  • Kontrollratjunkie
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    • 12. Mai 2008 um 19:59
    • #67

    Dieses Angebot hat mich auch sehr belustigt. Sollten wir vielleicht alle Fachzeitschriften zerschnippeln und die einzelner Seiten bei Epay verhökern.....?

    Ich denke, der Artikel könnte interessierten Forumusern auch per Scan zur Verfügung gestellt werden.
    Bitte einfach den Autor per PN fragen.

    Sammlergruß
    KJ

  • Max und Moritz
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    • 13. Mai 2008 um 20:23
    • #68

    Was neues zu Kontrollis Neuigkeiten aus dem Sudetenland Nr. III vom 23.04.08

    Im Handbuch von Dr. Hörr ist auf Seite 440 ein Teilbogen der Rumburg Nr. 25 abgebildet. Auch auf diesem ist klar erkennbar, daß die dritte Reihe den i-Punkt aufweist.
    Kontrolli konnte einen entsprechenden Teilbogen der Nr. 26 vorzeigen.

    Ich denke, somit kann als gesichert angesehen werden, daß die Abart nur auf einer Teilauflage vorkommt. Interessant ist natürlich, daß beide bisher nachgewiesenen Bogen(teile) aus der Zweitauflage des 50 Heller-Überdruckes stammen. Es wäre also weiterhin darauf zu achten, ob dies eine Besonderheit der Zweitauflage ist oder doch auch bei der Erstauflage (100 Heller-Überduck) vorkommt.
    Insgsamt muß die Angabe von Dr. Hörr (daß 10 % der Gesamtauflage diese Abart tragen) zunehmend in Zweifel gezogen werden. Sie müßte dann (zumindest bei der Zweitauflage) deutlich niedriger liegen. Es wäre weiter zu forschen und ggf. kritisch zu überprüfen, ob die Bewertung der Abart II im Vergleich zur Abart I nicht deutlich besser notiert werden muß, insbesondere da die Abart I (geneigtes HK) gesicherte 10 % der Teilauflage beträgt.
    Andererseits muß man natürlich der Ehrlichkeit halber hinzufügen, daß die Anzahl der Abart II natürlich durch Druckzufälligkeiten (siehe meinen Fund) auch wieder leicht anzuheben wäre.
    Die Thematik ist weiterhin hochinteressant und ich bitte alle, die nachgewiesene Marken der 3. senkrechten Bogenreihe der Rumburger Tauben besitzen, diese hier vorzustellen, insbesondere, wenn sie die Abart II nicht tragen.

  • Kontrollratjunkie
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    • 13. Mai 2008 um 22:07
    • #69
    Zitat

    Mährisch-Ostrau gehört eigentlich nicht zu den amtlichen Ausgaben des Sudetenlandes, da diese Marken nicht während der Sudetenland-Krise in 1938 sondern erst im Frühjahr 1939 mit Besetzung durch die Deutschen Truppen entstanden. Deshalb gehören diese Lokalausgaben als Vorläufer von Böhmen und Mähren zu diesem Gebiet.

    Anlehnend an diese völlig korrekten Ausführungen von sudetenphilatelie möchte ich heute Abend aber trotzdem meine neueste Erwerbung vorstellen, einen kompletten postfrischen Satz Mi.Nr. 1 - 19 von Mährisch - Ostrau.

    An diesem Satz finden sich einige bemerkenswerte Besonderheiten:
    Der 5 K - Wert (Nr. 18 ) trägt den Überdruck in Type IV, das bedeutet mit gebrochenem "W" in WIR.

    Dann haben einige Marken m.E. das geneigte Hakenkreuz, wohl die 30 h, 40 h, 60 h, 3,50 K und die 5 K !! Also trägt die letztgenannte Marke eine Kombination aus Type IV und geneigtem HK !

    Außerdem haben die sieben Werte von 1,20 K bis 3,50 K (Nr. 10 - 16) einen ebenfalls überdruckten anhängenden Bogenrand.
    Aus den mir zur Verfügung stehenden Quellen erschließt sich mir allerdings nicht, ob das die im Spezial genannten "anhängenden Leerfelder" sind. M.E. gibt es bei den Bogen dieser Wertstufen gar keine "echten" Leerfelder wie bei den Großformaten ab der 4 K (Nr. 17). Vielleicht hat jemand noch eine interpretatorische Idee.......

    Jede Marke ist übrigens tiefst geprüft Osper BPP.

    Sammlergruß
    KJ

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von Kontrollratjunkie (14. Mai 2008 um 11:27)

  • sudetenphilatelie
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    • 14. Mai 2008 um 19:00
    • #70

    @ Kontrollratjunkie


    Dies sind in der Tat die im Deutschland-Spezial aufgeführten anhängenden Leerfelder. Vermutlich wurden die so genannt, weil es sich nicht um Zierfelder handelte.

    Gratulation zu diesem tollen Satz, Marken dieser Ausgabe mit anhängenden Leerfeldern sind selten!

    Der komplette Satz sieht dann wie folgt aus:


    Dabei ist es laut Michel unerheblich ob die Leerfelder überdruckt sind oder nicht (natürlich ist die überdruckte Variante repräsentativer).

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    Einmal editiert, zuletzt von sudetenphilatelie (14. Mai 2008 um 19:04)

  • sudetenphilatelie
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    • 14. Mai 2008 um 19:29
    • #71

    Wenn wir schon einmal bei Mährisch-Ostrau sind, hier eine der seltensten Ausgaben dieses Gebietes:

    Das Kuttenberg Zwischensteg-Paar 12 SZ mit einer Auflage von Stück 20.
    Hier in ungebrauchter Erhaltung mit Falz.

    Es stellt sich aber generell die Frage, ob in diesem Thread M-O mit behandelt werden sollte oder ob wir nicht wieder streng auf die amtlichen Ausgaben des Sudetenlandes zurückkehren?

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  • Kontrollratjunkie
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    • 14. Mai 2008 um 23:00
    • #72
    Zitat

    Original von sudetenphilatelie

    Es stellt sich aber generell die Frage, ob in diesem Thread M-O mit behandelt werden sollte oder ob wir nicht wieder streng auf die amtlichen Ausgaben des Sudetenlandes zurückkehren?

    Die Frage ist berechtigt. Sollten wir evtl. einen Admin bitten, den Mährisch - Ostrau - Teil hier unterzubringen ?

    Wie auch immer, vielen Dank für die Einschätzung der Besonderheit "Leerfelder".
    Ich muß sagen, daß ich die Terminologie des Michel nicht nachvollziehen kann.
    Bogenränder kann man doch nicht mit Leerfeldern gleichsetzen. Natürlich sind überdruckte Leerfelder repräsentativer. Normale Randmarken hätte ich gar nicht mit einem Aufschlag bedacht.
    Also habe ich hier 7 versch. Werte mit anhängenden Leerfeldern, sehr schön.

    Wie ist denn Deine Meinung zur Identifizierung der geneigten HK`s ?
    Liege ich da auch richtig ?
    Im Michel ist diese Besonderheit gar nicht erwähnt. Ich kenne da aber eine Website, die zeigt lauter so schöne Sachen.....

    Sammlergruß
    KJ

  • sudetenphilatelie
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    • 15. Mai 2008 um 21:57
    • #73
    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie

    Die Frage ist berechtigt. Sollten wir evtl. einen Admin bitten, den Mährisch - Ostrau - Teil hier unterzubringen ?

    Antwort:
    Geographisch könnte man Mährisch-Ostrau und das Sudetenland zusammengehörig betrachten, aber wegen der Entstehungsgeschichte und der unterschiedlichen Zeitfolge gehört M-O nun mal zu Böhmen und Mähren. Deshalb würde ich zu deinem vorgeschlagenen Thread plädieren.


    Wie auch immer, vielen Dank für die Einschätzung der Besonderheit "Leerfelder".
    Ich muß sagen, daß ich die Terminologie des Michel nicht nachvollziehen kann.
    Bogenränder kann man doch nicht mit Leerfeldern gleichsetzen. Natürlich sind überdruckte Leerfelder repräsentativer. Normale Randmarken hätte ich gar nicht mit einem Aufschlag bedacht.
    Also habe ich hier 7 versch. Werte mit anhängenden Leerfeldern, sehr schön.

    Wie ist denn Deine Meinung zur Identifizierung der geneigten HK`s ?
    Liege ich da auch richtig ?
    Im Michel ist diese Besonderheit gar nicht erwähnt. Ich kenne da aber eine Website, die zeigt lauter so schöne Sachen.....


    Antwort:
    Bei M-O steht das HK normalerweise auf der Spitze. Vorkommende geneigte HKs sind deutlich rechtsgeneigt. Die von dir aufgeführten Marken weisen dieses Merkmal auf. Der Teil M-O wurde seit Jahren im Michel nicht mehr aktualisiert und ist eigentlich überfällig. Ich denke Herr Peatow wird sich dieser Sache in nächster Zeit annehmen. Als BPP-Prüfer und ausgewiesener Kenner dieses Gebietes ist er hierfür bestens prädestiniert. Vermutlich wird der MICHEL 2009 mehr zu diesem Gebiet sagen können.

    Alles anzeigen

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  • sudetenphilatelie
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    • 15. Mai 2008 um 22:19
    • #74

    Zur Abwechselung mal wieder etwas Historisches:

    Im Internet habe ich den Bericht (deutsche Übersetzung) von Lord Runciman gefunden, der bekanntlich als Beobachter/Vermittler für die englische Regierung seinerzeit im Sudetenland tätig war. Dieser Bericht war letztendlich Basis für die Entscheidung der Siegermächte (England und Frankreich) den Vertrag von Saint Germain zu revidieren und auf die Abtretung der überwiegend deutschsprachigen Gebiete zu drängen.

    Dieser Bericht gibt meines Erachtens einen guten und objektiven Einblick in die damalige Situation im Sudetenland. In der Bemühung eine möglichst objektive Darstellung der Historie wiederzugeben, habe ich mich entschlossen, diesen Bericht in meiner Website unter "Historie" und "Lord Runciman" als weitere Hintergrundinformation zu verlinken.

    Hier vorab für alle Interessierte der Link:

    sudetenphilatelie
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  • sudetenphilatelie
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    • 18. Mai 2008 um 10:51
    • #75

    Zur Königsdisziplin des Sudetenlandes gehören Niklasdorf und Konstantinsbad, da diese Ausgaben die geringsten Auflagen aufweisen, extrem selten sind und sicherlich im Michelkatalog die größten Aufholpotentiale aufweisen.

    Hier mein aktuellster Neuerwerb von Niklasdorf: MiNr. 13, 14, 15, 19 und 22.

    Typisch für Niklasdorf ist bei gebrauchten Marken der Tagesstempel in schwarzer Farbe und ein zusätzlicher Befreiungsstempel in rot.

    Bei der MiNr. 14 geht der rote Befreiungsstempel nicht auf das Briefstück über, d.h. diese Marke wurde zuerst mit dem Befreiungstempel versehen und dann erst aufgeklebt (Arbeitsteilung?).

    Alle 5 Briefstücke sind tief gepr. Brunel BPP.

    Wie beim Erwerb von Lots üblich, gehen Einzelstücke (MiNr. 14 und Briefstück MiNr. 19 in den Dublettenbestand).

    Bilder

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  • sudetenphilatelie
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    • 18. Mai 2008 um 11:02
    • #76
    Zitat

    Original von sudetenphilatelie

    Bei der MiNr. 14 geht der rote Befreiungsstempel nicht auf das Briefstück über, d.h. diese Marke wurde zuerst mit dem Befreiungstempel versehen und dann erst aufgeklebt (Arbeitsteilung?).

    Wenn man die MiNr. 14 vergrößert betrachtet, erkennt man in der oberen Zähnung Teile eines feinen Stempelabdrucks. Wurde diese Marke zum Schaden der Post zweimal verwendet? Dies wäre auch eine Erklärung, warum der rote Befreiungstempel (von der ersten Verwendung stammend) nicht auf das Briefstück übergeht.

    sudetenphilatelie
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  • Kontrollratjunkie
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    • 10. Juni 2008 um 23:37
    • #77

    Heute möchte ich als kleine vergleichende Darstellung einmal die verschiedenen Überdrucke der einzelnen Gebiete auf denselben Marken zeigen.

    Da lässt es sich gut vergleichen, wie unterschiedlich die Aufdrucke doch ausfallen.

    Der erste Scan zeigt die violettblauen Handstempel aus Karlsbad.
    Der zweite bringt die Handstempelüberdrucke von Maffersdorf, im Vergleich dazu im Scan drei die Handstempel aus Reichenberg.
    Schließlich sehen wir im vierten Scan die Maschinenaufdrucke des Gebietes Rumburg im Buchdruckverfahren.

    Alle Marken sind echt und einwandfrei und sind entsprechend signiert bzw. mit aktuellen Fotoattesten versehen.

    Sammlergruß
    KJ

    NB. Vom Gebiet Rumburg existiert nur der Wert zu 2 Kronen, die Werte zu 50 Heller und 1 Krone wurden nicht überdruckt......

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    Einmal editiert, zuletzt von Kontrollratjunkie (10. Juni 2008 um 23:42)

  • sudetenphilatelie
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    • 12. Juni 2008 um 19:24
    • #78

    Fügner-Marken:
    Tolle Idee von KJ, so lassen sich die Aufdrucktypen gut unterscheiden.


    Heute nutze ich die Gelegenheit, eine weitere Rarität vorzustellen:

    Die grüne Stephanik von Reichenberg MiNr. 104. Diese hat nur eine Auflage von 40 Stück aus Reichenberg und 10 Stück aus Maffersdorf.

    Diese unscheinbare Marke wurde in einer aktuellen Auktion als "Beifrankatur" quasi kostenlos mitgeliefert. In der Losbeschreibung wurde auf diese Marke nicht eingegangen. Bei dieser geringen Auflage dürfte der Michelpreis von 800,-- Euro eher unterbewertet sein. Da sage ich nur: "dankeschön!"

    Es zeigt sich einmal mehr, dass selbst renommierte Auktionshäuser auf dem Gebiet Sudetenland sich nicht wirklich gut auskennen.

    Bilder

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    • 27. Juni 2008 um 18:45
    • #79

    Ein renommierter Verbandsprüfer, der sich neuerdings in Berlin als Auktionator betätigt, schickt sich an zum Geheimtipp für Sudetenland-Sammler zu werden, da bei diesem Auktionshaus wohl noch wenig Fachkenntnisse zum Gebiet Sudetenland vorhanden sind.

    Bei der letzten Auktion vom 5.-7.6.2008 wurde unter Los Nr. 4822 ein Viererblock der Karlsbad MiNr. 55 mit Zierfeld für 220,-- Euro ausgerufen und mit 200,-- Euro zugeschlagen. Bei diesem Viererblock handelte es sich um die Zierfeld-Kombination senkrecht (55 ZFs), von der nur 4 Stück bekannt sind.

    Dito bei Los Nr. 48255. Hier war es die Zierfeld-Kombination 56 ZFs, von der es rechnerisch nur 3 St. geben dürfte. Auch dieses Stück wurde für 220,-- Euro ausgerufen und für 200,-- Euro zugeschlagen.

    Meinen Glückwunsch an den glücklichen Erwerber! Diese Schnäppchen zeigen deutlich, dass Sudetenland-Sammler diese Adresse noch nicht entdeckt haben. Es zeigt aber auch, dass das Auktionshaus wohl nicht wusste, was sie da für Raritäten unterm Hammer hatten. Als Gegenstück dazu Los Nr. 4820: Hier wurden zwei private Erinnerungsdrucke als amtliche Ausgaben von Karlsbad MiNr. 45 und 46 angeboten und für 170,-- Euro zugeschlagen.

    Auf dem Gebiet Sudetenland ist wohl immer noch alles möglich (selbst bei renommierten Auktionshäusern/Prüfern). Da hilft nur sich selbst Fachwissen anzueignen und sich ein paar preiswerte Vergleichsstücke zu Recht zu legen. Auch hätte ein Blick in die Homepage


    genügt!

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  • Max und Moritz
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    • 27. Juni 2008 um 21:31
    • #80

    Gerhard,

    habe einige der postfrischen Lose beboten und bin schmählich gescheitert. Die gingen inkl. Zuschläge mal wieder für die berühmten 70 bis 80 % Michel über den Ladentisch....
    Eigentlich hatte ich auch die Hoffnung, daß die junge Auktion von den Spezis unbeachtet bleibt. Pustekuchen...

    Die gestempelten Raritäten mit den lächerlichen Ausrufen waren mir (und auch Kontrolli) aufgefallen, keine Frage. Ist aber Gottseidank nicht die Erhaltung, die ich sammel.... :P

    Peinlich natürlich diese privaten Erinnerungsaufdrucke (Echter Wert: ca. 1 Euro pro Stück), die für 170 € zugeschlagen wurden. Da waren auf beiden Seiten echte Kenner am Werk. Leider werden wir nicht mitbekommen, ob das noch ein Nachspiel hat....

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