Teil 2

Sudetenland
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Hallo KArnoldBln,
bei den Belegen aus dem Sudetenland hast Du wohl Deinen Arbeitgeber auf der Messe leergeräumt......
Alles interessante und zeitgeschichtlich spannende Stücke. Am besten gefällt mir die gefälligkeitsgestempelte Postkarte mit dem beigesetzten Reichenberger Befreiungsstempel und der portorichtigen Verwendung ein paar Tage später. Das kommt nicht so häufig vor.
Gruß
KJ -
Schaut euch doch mal diese seite aus einem Album an
Sagt mir mal eure Meinung dazu
Klaus
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Zitat
Original von KArnoldBln
Schaut euch doch mal diese seite aus einem Album anSagt mir mal eure Meinung dazu
Klaus
Wenn ich es einmal ganz zurückhaltend formulieren darf, würde ich sagen: Oberschrott, absoluter Müll und eine Beleidigung für jeden Sammler der Marken des Sudetenlandes.
Mit diesem wertlosen Papier wird Ebay tagtäglich überschwemmt, es gibt da eine Handvoll Anbieter, die damit das Geschäft ihres Lebens machen wollen X(.
Mein Tip: Rundablage, aber ganz schnell !
Gruß
KJ, der für diesen Mist kaum zivile Worte finden kann -
Und was hälst du von dieser Marke?
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Das sieht doch schon viel besser aus, auch wenn es keine Marke vom Sudetenland ist.
In der Ferndiagnose tippe ich auf die Mi.Nr. 15 von Mährisch - Ostrau in der Aufdrucktype I, vermutlich ein Original.
Im Thread II. Weltkrieg habe ich einmal einen vollständigen Satz vorgestellt, schau` da doch einmal nach.
(Beitrag vom 06.06.08)
Gruß
KJ -
Ist dies keine vom Sudeten-Land??
ja es ist ein Original mit 2 facher Prüfsignatur
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Zitat
Original von KArnoldBln
Ist dies keine vom Sudeten-Land??Nein, kein Sudetenland.
Es ist eine von langer Hand vorbereitete Lokalausgabe des Ortes Mährisch - Ostrau und gilt als Vorläufer der Ausgaben für das Gebiet Böhmen und Mähren. Im Katalog findest Du diese Marken auch hinter Böhmen und Mähren gelistet.
Diese Marken erschienen im März 1939 und damit viele Monate nach der Sudetenkrise mit den entsprechenden Ausgaben vom September / Oktober 1938.
Gruß
KJ -
Vielen Dank
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Die schlechten Fälschungen die zur Zeit vermehrt angeboten werden, sind einfach nur primitiv.
Als Beispiel ist die abgebildetet Albumseite von KArnoldBln ein das perfekte Schaustück.
Es werden billigste Marken genommen und lieblos ein schlechter Handstempel aufgedruckt. Dem FÄLSCHER ist der Poststempel und das Datum egal, da kein großer Verkaufserlöß erwartet wird.
Die Gefahr, das in nächster Zeit bessere Fälschungen in kleinerer Stückzahl auf den Markt kommen ist nach meiner Ansicht groß.
Der Aufdruck von Konstantinsbad und Niklasdorf ist dabei besonders gefährtet, da einfacher Buchdruck.Einfach mal zur Info für den Sammler der sich mit dem Sammelgebiet Sudetenland nicht so gut auskennt.
Es dürfte fast keine Briefmarke von Karlsbad, Konstantinsbad, Niklasdorf, Reichenberg und Maffersdorf auf dem Markt sein, die UNGEPRÜFT ist.
Bei Asch und Rumburg sollten die besseren Marken auch fast alle ein Prüfzeichen tragen.
Eine Signatur von Dub, Mahr, Hörr, Osper, Krischke (selten) und Brunel sollte auf diesen Briefmarken sein, sonst Finger weg.Wer aus diesem Gebiet Briefmarken kauf, sollte sich immer eine Rückabwicklung bei Falschprüfung zusichern lassen.
Der aktuelle Prüfer Herr Brunel prüft in der Regel sehr schnell, oft ist die Prüfsendung in wenigen Tagen zurück.
Gruß aus Frankfurt
Hessenphilatelie -
In Ergänzung zu Hessenphilatelies Post zeige ich noch einige andere Signa, die relativ oft auf echten Marken des Sudetenlandes auftauchen.
Die von meinem Vorredner aufgezählten Signa stammen alle von Prüfern, die im BPP Mitglied waren (oder sind: Brunel).
Es gibt noch einige andere Zeichen, die ein INDIZ für Echtheit sind. Wenn ihr Marken erwerben wollt, auf denen diese Zeichen sind, sieht es eigentlich ganz gut aus. Zum Teil ist vollkommen unbekannt, woher diese Zeichen stammen bzw. was der Hintergrund für die Signatur war.
Teils waren die Signaturanbringer als Prüfer ebenfalls Mitglied im BPP, sind allerdings längst aus dem Bewußtsein verschwunden (Gilbert, Hübner). Sie haben bis in die Siebziger geprüft, aber noch ohne den Zusatz BPP signiert. H.E.Sieger könnte auch solch ein Signum sein (für HErmann Sieger), bin mir aber nicht sicher.
Aber obacht: Wegen der immer weiter steigenden Preise für Sudetenland ist in Kürze damit zu rechnen, daß auch diese Signa gefälscht werden, um Echtheit vorzutäuschen.
Herr Brunel hat mich übrigens vor kurzem in einem Telefonat davor gewarnt, daß auch sein BPP-Signum inzwischen gefälscht wird.Wir sehen hier Signaturen: ESCO, Hübner, H.E. Sieger, Dr. Oertel, Wat, Gilbert, Rundsignum Verein der Briefmarkensammler Schönlinde, Richter, K Bl. (?), HB.
Ich freue mich, wenn jemand etwas zu den Signaturen (ESCO, Dr. Oertel, Wat, Schönlinde, K Bl., HB) beisteuern kann, zu denen ich kein Hintergrundwissen habe.
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Noch eine Anmerkung zu den Fälschungen:
Warum werden so viele amtliche Sudetenmarken gefälscht? Der Hauptgrund iegt wohl darin, dass die tschechischen Urmarken massenhaft und spottbillig zu haben sind und mit einem "Aufdruck" leicht verfälscht werden können.
Bei der Masse an Fälschungen, die in Online-Auktionen angeboten werden, müsste man eigentlich Marken der Tschechoslowakei sammeln! Denn mit jeder Verfälschung werden Originalmarken der Tschechoslowakei seltener!
Doch zurück zum Sudetenland:
Gutes Fachwissen ist der beste Schutz vor Fälschungen. Der erste Schritt dazu ist geprüfte Stücke von jedem Gebiet/Aufdrucktyp sich zuzulegen, damit man selbst Vergleichsstücke besitzt.
Diese Marken müssen nicht die teuersten sein. Es reicht Standardware, durchaus auch mit Falz oder sogar ohne Gummi. Denn es geht nur um die
Aufdrucktypen.Der zweite Schritt, wäre dann die Beschäftigung mit den möglichen Stempeln. Dies ist übrigens ein Grund, warum so viele Sammler Sudetenland-Marken gestempelt sammeln. Ein Stempel kann ein zusätzliches Indiz für Echtheit sein (z.B. bei Niklasdorf, die meist mit zwei Stempeln in unterschiedlicher Farbe existieren).
Letztendlich sollte man auch bei amtlichen Sudetenland-Briefmarken immer den Grundsatz berücksichtigen: " Geschenkt wird einem nichts!". Bei Angeboten zu Spottpreisen sollte der gesunde Menschenverstand immer ein Warnsignal geben. Echte Briefmarken des Sudetenlandes sind selten und deshalb nicht umsonst so gesucht und entsprechend teuer!
Ergo: am besten nur geprüfte Ware kaufen oder von Anbietern, die als seriös bekannt sind und das nötige Fachwissen haben.
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Ich freue mich Euch meinen letzten Neuzugang zu zeigen.
sudetenphilatelie hatte es ja schon verraten.Gruß
Hessenphilatelie -
Meinen Glückwunsch zu dieser großen Rarität. Gerade die Dreierkombination von Zierfeld, seltenem Stempelabschlag und verwechselter Aufdrucktype ist der Hammer.
Schade, daß wir nun diese Marke nie in der Sammlung haben werden, es ist ja ein Unikat.....Gruß
KJ -
KARLSBAD – Block 2 –Falzspur
Wird zur Zeit bei einer Saalauktion angeboten.Da im Michelkatalog das Gebiet Sudetenland jetzt gut bearbeitet ist, darf dies eigentlich nicht mehr vorkommen.
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Zitat
Original von hessenphilatelie
KARLSBAD – Block 2 –Falzspur
Wird zur Zeit bei einer Saalauktion angeboten.Da im Michelkatalog das Gebiet Sudetenland jetzt gut bearbeitet ist, darf dies eigentlich nicht mehr vorkommen.
Wie hoch ist denn der Ausruf ? Irgendwie schon peinlich, oder ?
Es würde mich auch interessieren, wer denn solche Böcke schiesst, gerne per PN.
Gruß
KJ -
Gratuliere hessenphilatelie zu diesem tollen Ausnahmestück!
Jetzt drücke ich dir die Daumen damit du die MiNr. 57 F mit Type III auch noch findest. Allerdings weiss ich nicht, ob so ein Stück überhaupt existiert.
Aber das Gebiet Sudetenland ist immer für eine Überraschung gut. Deshalb ist dieses Sammelgebiet auch so spannend. -
Frage von einem absoluten Laien für dieses Gebiet an die Fachleute:
Mit welcher Beschreibung nehme ich diesen Beleg in meine Sammlung 1933-1945 auf?
Ist der Beleg "wider Erwarten echt" oder "wie erwartet falsch"???
Liebe Grüße
mx5schmidt
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Zitat
Original von mx5schmidt
Frage von einem absoluten Laien für dieses Gebiet an die Fachleute:Mit welcher Beschreibung nehme ich diesen Beleg in meine Sammlung 1933-1945 auf?
Ist der Beleg "wider Erwarten echt" oder "wie erwartet falsch"???
Liebe Grüße
mx5schmidt
Den Beleg halte ich für echt. Eine Einzelfrankatur mit der Rumburg Mi.Nr. 3. Vermutlich ist der Beleg nicht gelaufen, denn das Porto war für einen Fernbrief nicht ausreichend.
Dafür trägt er einen anlaßbezigenen Stempel zum Besuch von Adolf Hitler in Rumburg am 06. Oktober 1938.Gruß
KJ -
@ mx5schmidt,
ich teile die Meinung von KJ. Marke und Aufdruck sind echt. Zwar habe ich keinen Vergleichsstempel Rumburg K in meiner Sammlung sondern nur J, aber der abgeschlagene Stempel sieht im Vergleich zum J gut aus. Alles in allem ein sehr schönes Stück, das vermutlich zur Erinnerung an das Ereignis am 6. Okt. 1938 erstellt wurde.
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