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Gültigkeiten der Quadratmarken von Bayern

  • Kreuzerjäger
  • 16. September 2007 um 12:14
  • Kreuzerjäger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    315
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    Männlich
    • 16. September 2007 um 12:14
    • #1

    Hallo zusammen.

    Wenn man sich so den Katalog von P. Sem genauer ansieht, dann tauchen bei mir immer mehr Fragen auf. Die eine ist die Gültigkeit bei den Quadratmarken.
    Als Beispiel sei hier die blaue drei Kreuzer Platte 1 genannt. Diese war auch bis 1864 gültig. Ich vermisse allerdings Marken, mit einem Mühlradstempel. Ist dieser so selten auf dieser Platte, oder habe ich auf Auktionen ect. nicht genau hingesehen? Ich besitze auch ein paar Marken der Platte 1. Drei davon habe ich mal unten angehangen. Auch da ist kein Mühlradstempel. Bis jetzt habe ich immer gedacht, das diese Halbkreisstempel auf Marken seltener zu finden sind. Bloss bei dieser Platte ist das irgendwie anders.
    Falls dies wirklich so ist, dann wäre es bestimmt interessant zu wissen, ob das auch bei anderen Quadratmarken so ist. Die schwarze Einser, habe ich bis jetzt jedenfalls nur mit einem Mühlradstempel gesehen.
    Vielleicht ist jemand von euch auch so etwas aufgefallen.

    Vielen Dank
    dreiKreuzer

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  • carolinus
    Gast
    • 16. September 2007 um 13:15
    • #2

    Hallo dreiKreuzer,
    Die Mühlradstempel wurden lt. amtlicher Verfügung am 1.8.1850 zur Entwertung zugelassen. Seit September 1850 war aber schon die Platte 2 in Gebrauch.

    Gruß carolinus

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. September 2007 um 13:19
    • #3

    Du hast mit deiner Vermutung schon recht - die Erstausgabe ist mit Ortsstempeln häufiger entwertet worden, als mit den Mühlrädern.
    Der Grund liegt darin, dass von Nov. 1849 bis Juli 1850 nur Ortsstempel im Einsatz waren. Mit dem 1.8.1850 kamen die Mühlräder, so dass danach nur in Ausnahmefällen bei den Dreikreuzern Ortsstempel vorkommen.
    Eineinhalb Monate später wurden bereits die ersten Blauen der 2. Platte ausgegeben, was aber nicht überall der Fall war.
    Zu Beginn 1851 dürfte an den Schaltern nur noch die Platte 2 verkauft worden sein. Dadurch haben wir eine Schalterzeit von 13 - 14 Monaten, in der Mühlräder nur ca. 5 Monate vorkommen konnten.

    Da bis zum 31.7.1850 Porto- und Frankobriefe dasselbe kosteten und erst ab dem 1.8.1850 ein Zuschlag von 3 Kr. auf den Portobrief kam, war das Verhältnis aber fast ausgeglichen, vielleicht 60 zu 40 für Ortsstempel.
    Deine 3 Marken wurden gegen die Vorschrift ohne Federzug entwertet. Erst mit dem 1.8.1850 fiel der Federzug ersatzlos weg.

    Daher sind erste Platten 1 und 2 mit Mühlrädern und Federzug selten und unterbewertet.

    Die Marken der Emission 1849 - 1858 wurden zum 1.10.1862 von den Schaltern zurückgezogen, konnten jedoch umgetauscht werden und blieben bis zum 31.8.1864 frankaturgültig.

    Die späteste mir bekannte 2I stammt von 1861 und hat den Postablagestempel von Aindling, den es erst zum 1.7.1861 gab.

    Mit der Schwarzen Eins verhält es sich ähnlich, wenngleich die 1I als frühe Ausgabe häufiger mit Ortsstempel(n) als Mühlrad vorkommt, während die 1II viel häufiger mit Mühlrad als mit Ortsstempel(n) zu finden ist. Gründe siehe oben. Dazu kommt, dass die Einser oft auf Drucksachen bzw. Ortsbriefen verwendet wurden, die zu 60% nur mit dem Ortsstempel gestempelt wurden.
    Besonderheiten: Einheiten der Nr. 1II mit Ortsstempel(n), das konnte es nur wenige Wochen geben und kostet daher ein wenig mehr ...

    Deine linke Marke hat übrigens unten eine doppelte Trennungslinie aus der Bogenmitte - bei Sem steht so etwas mit 450 €. Hast du das erkannt?

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • Kreuzerjäger
    aktives Mitglied
    Beiträge
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    Geschlecht
    Männlich
    • 16. September 2007 um 13:31
    • #4

    Danke für eure Antworten.

    @bayern klassisch.

    Da lag ich mit meiner Vermutung ja nicht so falsch, dass das einen besonderen Grund haben musste.
    Mir ist da noch etwas aufgefallen, was die Platte 2 betrifft. Wahrscheinlich gibt es dafür einen ähnlichen Grund. Ich habe in meiner Sammlung noch keine Platte 2 mit einem offenen Mühlradstempel gefunden. Scheint wohl wieder einen besonderen Grund zu haben.

    Mit der doppelten Trennungslinie habe ich nicht gesehen. Das muss ich mir noch einmal genauer ansehen.

    Vielen Dank.
    dreiKreuzer

  • carolinus
    Gast
    • 16. September 2007 um 13:38
    • #5

    Ich denke mal, der Grund ist derselbe. Ab Ende 1854 war schon Platte 3 aktuell. Zu dem Zeitpunkt war man immer noch in der 1. Verteilung. Erst ab 1.12.1856 kam es zur Neuverteilung der Stempel. Bis zu den offenen Mühlräder dauerte es - glaube ich - noch einmal ein Jahr.

    Gruß carolinus

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. September 2007 um 13:46
    • #6

    carolinus hat recht - die 2. Platte hatte 1855 ihren Zenit schon lange überschritten.
    Am 1.12.1856 war sie (fast) gänzlich verschwunden, von den wenigen Portmonnaie - Marken mal abgesehen.
    Wenn du eine Platte 2 mit offenem Mühlrad findest, dann hast du an dem Tag sicher Geburtstag!

    Ich habe keine, und ich suche seit fast 30 Jahren ...

    Grüsse von bayern klassisch

  • Kreuzerjäger
    aktives Mitglied
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    Männlich
    • 17. September 2007 um 10:57
    • #7

    Danke für eure Antworten.

    Es ist immer gut zu wissen, dass es diese Besonderheiten gibt. Vielleicht findet sich ja doch mal etwas. Ich hoffe allerdings, dass ich dafür nicht 30 Jahre suchen muss :D ;).


    Viele Sammlergüsse
    dreiKreuzer

  • Kreuzerjäger
    aktives Mitglied
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    Männlich
    • 17. September 2007 um 11:06
    • #8

    @bayern klassisch.

    Die linke Marke ist also von einem oberen Viertelbogen.
    Dann kann man sich dies doch als einen kleinen Zwischensteg vorstellen, oder?

    Gibt es eigentlich noch komplette Schalterbögen der Platte 1, oder auch den anderen Platten 2-5?
    Ich selbst, habe eine postfrische vierer Einheit der Platte 5 (oben rechts). Wäre interessant zu wissen, ob es noch ganze Schalterbögen gibt.

    Viele Grüsse
    dreKreuzer

  • carolinus
    Gast
    • 17. September 2007 um 11:47
    • #9

    Hallo dreiKreuzer,
    Donnerwetter, eine postfrische Vierereinheit ist ja schon was richtig Seltenes.

    Laut Sem sind die größten bekannten Einheiten:

    ungebraucht

    2 I: 10er-Block
    2 II: 6er-Block
    2 III: 6er-Block
    2 IV: Halbbogen von 45 Stück
    2 V: Schalterbogen von 90 Stück

    gebraucht

    2 I: 4er-Block, 3er-Streifen
    2 II: 6er-Block
    2 III: 4er-Block, 4er-Streifen
    2 IV: 6er-Block
    2 V: 6er-Block

    Alles aus Bayern Spezialkatalog von P. Sem, 6. Auflage

    Nur von der 2 V gibt es also noch einen ungebrauchten Bogen.

    Viele Grüße
    carolinus

  • Kreuzerjäger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    315
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    Männlich
    • 17. September 2007 um 12:56
    • #10

    Hallo @carolinus.

    Da hast du recht. Steht alles im Sem. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. ;)

    Ich weiß nicht ob eine Vierereinheit der Platte 5 so selten ist. Ich habe meine recht günstig bei einer Auktion (im Nachverkauf) erworben. Vorher habe ich kein Gebot abgegeben, weil ich dachte, das Teil kriegst du eh nicht. Wie man sich doch täuschen kann.
    Ich habe das gute Stück mal unten angehangen.


    Viele grüße
    dreiKreuzer

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    Einmal editiert, zuletzt von Kreuzerjäger (17. September 2007 um 12:59)

  • carolinus
    Gast
    • 17. September 2007 um 16:22
    • #11

    Na, das ist doch ein schönes Stück! Und bestimmt schon eine kleine Seltenheit!
    Preislich notiert im Sem ungebraucht mit 900 DM.
    Aber dein Viererblock ist postfrisch und noch Bogenrand!!!

    Da kann man nur gratulieren. ;)

    Interessant ist, dass ungebrauchte Einzelmarken wesentlich teurer sind als gebrauchte. Beim Viererblock ist es aber umgekehrt. Ein gebrauchter Viererblock steht bei 3500 DM.

    Gruß carolinus

  • soaha
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    910
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    Männlich
    • 19. September 2007 um 01:33
    • #12

    hallo,
    @carolinus:

    Zitat

    Erst ab 1.12.1856 kam es zur Neuverteilung der Stempel. Bis zu den offenen Mühlräder dauerte es - glaube ich - noch einmal ein Jahr.

    Wie schon erwähnt stempelten alle "bestehenden Postanstalten" ab dem 1. Dezember 1856 nach der "Neuverteilung" die "2. Verteilung" Alle weiteren Orte die ab den 1. 12. 1856 ein Postamt eröffneten bekammen den "Offenen". Theoretisch kann es also ab dem Datum offene geben.
    Jetzt würde mich interessieren wann der früheste bekannte oMR-Stempel Datiert?.

    Beste Sammlergrüsse

    Verstehen heißt verstehen wollen.

    Einmal editiert, zuletzt von soaha (19. September 2007 um 01:47)

  • carolinus
    Gast
    • 19. September 2007 um 05:50
    • #13

    hallo soaha,

    die ersten Postexpedition, die nach dem 1.12.1856 eröffneten und die neuen offenen Mühlräder bekamen, waren:

    Castell 607 am 1.4.57
    Burgbernheim 608 am 1.5.1857
    und Vilseck 609 am 1.6.57

    Demzufolge müssten die ersten offenen Mühlradstempel von diesen Orten stammen. Es sei denn, eine alte Postexpedition tauschte einen abgenutzten gMR gegen einen neuen offenen bereits vor diesem Termin aus.

    Gruß carolinus

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. September 2007 um 06:43
    • #14

    Der erste datierte offene Mühlradstempel war der 325 von München, den es bereits auf einem Brief vom 29.11.1856 gibt - also während der Umtauschphase (ein Brief mit einer angeschnittenen 3 Kr. blau).

    Die Materialverwaltung in München hatte die Stempel natürlich schon vor dem 1.12.1856 den Expeditionen zugesandt, damit diese auch pünktlich zum 1.12.1856 loslegen konnten.

    Schliesslich gab es auch ein neues Stempelverzeichnis, das an alle Poststellen gesandt wurde, damit jeder Bedienstete sehen konnte, welche Nummer welcher Poststelle neu zugeordnet worden war.

    Dies war notwendig, weil die Ämter und Expeditionen, die einander die Post zusandten (zukartierten), auf den Briefkarten (= ein Dokument, das die Poststücke in doppelter Form begleitete und den Inhalt der Briefpakete angab) oben links den Mühlradstempel abdrucken mussten. Dies war eine interne Kontrolle um sicher zu stellen, dass die Poststücke auch tatsächlich von der in der Briefkarte genannten Poststelle kamen, und nicht von anderswo her.
    Wenn der Vergleich mit dem neuen Nummernstempelverzeichnis ergab, dass alles seine Richtigkeit hatte, wurde dies in der Attestkarte (eine Art Rückschein) per Unterschrift bescheinigt und der absendenden Postexpediton abgestempelt zurückgesandt.

    Zurück zu dem offenen 325:

    In München sass man an der Quelle und hat eben munter drauflos gestempelt, wobei auch andere Orte schon früher den neuen Stempel benutzt haben, weil er einfach schon da war. So früh wie in München hatten ihn die anderen aber nicht geliefert bekommen und konnten ihn daher auch nicht so früh benutzen.

    Es lohnt sich also immer, bei Briefen, und seien sie noch so unscheinbar, auf das Datum zu achten, denn derartige Verstösse gegen die Bestimmungen waren sehr selten und werden heute - nicht nur von Spezialisten - teuer bezahlt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (19. Juni 2008 um 14:30)

  • carolinus
    Gast
    • 19. September 2007 um 13:24
    • #15

    Da lag ich ja ziemlich falsch!

    Zitat

    So früh wie in München hatten ihn die anderen aber nicht geliefert bekommen und konnten ihn daher auch nicht so früh benutzen.

    Da sieht man doch wieder, was der Heimvorteil der Münchner ausmacht.

    Gruß carolinus

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. September 2007 um 13:39
    • #16

    Ich hoffe mit dem Heimvorteil meinst du 1860 ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • carolinus
    Gast
    • 19. September 2007 um 17:18
    • #17

    Na logo!!!

    Viele Grüße

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. September 2007 um 17:46
    • #18

    Klasse, dann sind wir ja auf einer Wellenlänge, nicht nur philatelistisch!!!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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