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Jugendleiter Joachim Hardt erzählt den Jungen und Mädchen etwas über die Geschichte der Briefmarke.
Wie Sherlock Holmes – allerdings mit Pinzette und Lupe bewaffnet – machten sich am Samstagvormittag 30 Mädchen und Jungen im alten Bahnhof auf die Suche nach der Geschichte der Briefmarke. Im Rahmen des Sommerferienprogramms hatte der Briefmarken- und Münzensammlerverein Bottwartal dazu eingeladen.
„Zunächst erfahren die Kinder etwas über die Geschichte. Dann bekommen sie ein Blatt, auf dem fünf Briefmarken abgebildet sind. In einem Karton voller Marken, müssen sie dann das passende Gegenstück finden“, erklärt Eberhard Waltz vom Verein. Sind die passenden, gezackten Papierchen gefunden, müssen sie vom Papier, auf dem sie noch kleben, abgelöst werden. „Am besten geht das in Wasser mit einem kleinen Tropfen Spülmittel“, so Waltz. Dann werden die Marken getrocknet.
In der Zwischenzeit bekommen die Mädchen und Jungen im Alter von acht bis dreizehn Jahren eine Einführung in den Michelkatalog. „Das ist die Bibel der Briefmarkensammler“, erläutert Waltz. In dem dicken Katalog machen sich die Kinder – wie Detektiv Sherlock Holmes – auf die Suche nach dem Ausgabejahr der Briefmarken, der Michel-Nummer und dem Wert laut Katalog. Nach etwa einer Stunde haben sich die Nachwuchs-Detektive eine Pause verdient. Es gibt Brezeln und Getränke.
Der Briefmarken- und Münzensammlerverein zählt derzeit nur noch 19 Mitglieder. Lediglich zwei sind unter 50 Jahre. Auch eine Jugendgruppe gibt es derzeit nicht, bedauert Waltz. Das soll sich durch die Veranstaltung ändern. In Steinheim waren die Briefmarkensammler schon im Rahmen des Ferienprogramms. Im neuen Schuljahr wollen sie an der Steinheimer Blankensteinschule sogar am Nachmittag eine AG anbieten. „Das ist etwas absolut Neues für uns“, freut sich Waltz. Und lernen könnten Kinder und Schüler natürlich auch etwas bei diesem Hobby. „In Erdkunde und Geschichte hatte ich immer einen Einser“, betont Waltz. „Jede Marke erzählt ihre eigene Geschichte. Zudem sind darauf die kleinsten Gemälde der Welt abgebildet, und ich erfahre zum Beispiel, warum auf finnischen Briefmarken Suomi steht. Das ist der finnische Name für Finnland.“
Seit über zehn Jahren beteiligt sich der Briefmarken- und Münzensammlerverein Bottwartal bereits am Ferienprogramm. „Das bringt uns den Kontakt zu den Kindern“, sagt Eberhard Waltz.
„Ich finde es gut, dass die so etwas anbieten“, findet die neun Jahre alte Luka Sotzny. „Spannend finde ich wie uns gezeigt wurde, wie man in dem Katalog die Briefmarken und ihren Wert findet“, sagt sie weiter. „Ich wollte gucken, wie das so ist mit dem Briefmarken sammeln“, erzählt die zwölfjährige Samantha Rebholz. Und dem achtjährigen William Weigle macht besonders das Suchen Spaß.
Info: Wer beim Briefmarken- und Münzensammlerverein mitmachen möchte, der kann beim nächsten Treffen am 14. August ab 18.30 Uhr in der TSG-Vereinsgaststätte (Nebenzimmer), Höpfigheimer Straße 58, in Steinheim, dabei sein. Ansonsten trifft sich der Verein bis Oktober immer am zweiten Dienstag im Monat.
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