Die in Bayern verwandten Markenpapiere sind m. E. zu unterschiedlich, als dass sie einem Einlieferer zugeschrieben werden könnten.
Ich denke viel eher, dass die Regie- und Materialverwaltung in München froh war, in Anbetracht der zerrütteten Staatsfinanzen der Druckerei so wenig wie möglich bezahlen zu müssen.
Diese Druckerei hat dann auch wohl eher das Papier angekauft, das in vertretbarer Qualität zu moderatem Preis auf dem Markt war.
Ein heutiges Schulbuch und die Gutenbergbibel sind beides Bücher.
Aber sind sie aus dem selben Material hergestellt? Nein, das eine ist aus Recyclingpapier, das andere aus handgeschöpftem Büttenpapier oder gar auf Pergament gedruckt.
So war es auch damals. Mal gab es eine Offerte in der oberen Qualitätsregion, der man sich gerne bediente, mal musste man nehmen, was gerade da war.
Heute mag der Sammler das resistente Kartonpapier, für das sogar geringe Aufschläge bei einfachen Marken bewilligt werden. Es ist auch nach 150 und mehr Jahren noch so frisch und stabil wie am ersten Tag.
Das feine und edle Seidenpapier, heute wird die Anhängerzahl etwas geringer, macht nur auf dem Brief(stück) keine Probleme. Lose bedarf es einer sehr femininen Hand, sonst hat man den Salat. War dann noch - dj_postman hat es schon geschrieben - der Druck gross und das Papier schwach, dann gibt und gab es keine ablösbare Einheiten, sondern nur multiple Einzelmarken.
Lieber Luitpold, schone also deinen Noch - Dreierstreifen durch gewissenhafte Aufbewahrung, denn ein Paar und ein Einzelstück ergeben eben halt keinen Streifen.
Liebe Grüsse von bayern klassisch