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Mit einer symbolischen Hurricane-Briefmarke machte Greenpeace auf die Bedrohung finnischer Wälder aufmerksam
Scheeßel. (ari). Das Hurricane gehört nicht zu den Festivals, die unter einem politischen Motto stehen und auf dessen Bühnen Stars wie Grönemeyer oder Bob Geldof auftreten und um Unterstützung für lobenswerte Projekte werben. Dennoch finden sich auch hier, versteckt zwischen Döner- und Bratwurstbuden, Stände mit politischen Anliegen.
So sammelte in diesem Jahr die Tierschutzorganisation Peta Unterschriften gegen Tierversuche oder machte Amnesty International auf das Schicksal politisch Verfolgter aufmerksam. Zum wiederholten Male war auch Greenpeace mit von der Partie. Die Umweltschützer eröffneten auf dem Festivalgelände das erste "Urwaldpostamt“ Niedersachsens.
Mit der Aktion wolle man auf die Abholzung finnischen Urwaldes hinweisen, so Greenpeace-Aktivist Julian Jeabicke. Hierfür habe man eigens eine symbolische Urwaldbriefmarke mit Hurricane-Motiv entworfen. Diese konnten Festivalbesucher nutzen, um an den "Joulupukki“ (finnisch für Weihnachtsmann) zu schreiben und sich den Erhalt der bedrohten Wälder zu wünschen. "Kopien der Schreiben gehen direkt an den finnischen Honorarkonsul in Hannover“, erläutert Jeabicke. "Die Resonanz ist enorm“, freut er sich.
Über positive Reaktionen der Festivalbesucher freuten sich auch Timo Reinfrank und Jörn Menge. Sie unterstützen die Aktion "Laut gegen Nazis“, bei der auch Smudo, Sänger der Hurricane-Band "Die fantastischen Vier“, mitmacht. "Es gibt in Niedersachsen ein großes rechtes Potenzial unter jungen Leuten“, begründet Jörn Menge sein Engagement in Scheeßel.
"Es gibt aber auf der anderen Seite viele, die gegen Nazis aktiv sind“, ergänzt er. "Das ist hier viel besser als zum Beispiel im Nachbarland Sachsen-Anhalt“. So kooperiere die Initiative "Laut gegen Rechts“ und die ihr nahe stehende, ebenfalls auf dem Hurricane-Festival präsente Amadeu-Antonio-Stiftung in der Region sehr gut mit dem Netzwerk Courage.
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