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Fragen zu TuT

  • mtcyrus
  • 6. Mai 2007 um 21:17
  • bayern klassisch
    Gast
    • 22. November 2009 um 17:51
    • #201

    Hallo mtcyrus,

    das ist keine / 4, sondern die alte Schreibweise von 14 (Kreuzern).

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mtcyrus
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    • 22. November 2009 um 21:48
    • #202

    also dann meine letzte Frage hoffe ich zu den beiden Belgen, die sicher einige interessiert!

    Die höher Zahl neutralisiert also dann die niedrigere???

    Weil ja nur 16 Kreuzer zu zahlen waren, oder???

    Also wurde die 16 z.B. nach der 14 später drauf geschrieben, an der Grenze oder ähnliches, sehe ich das richtig ???


    Danke im Vorraus

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
    Erstagsbriefe, Erstagsblätter, Mischfrankaturen, Einzelfrankaturen, Mehrfachfrankaturen, aber wenn möglich in sammelwürdiger Qualität.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 23. November 2009 um 05:34
    • #203

    Hallo mtcyrus,

    es gab zwei Möglichkeiten:

    Erste Strecke 14 Kr., zweite Strecke 2 Kr.

    Die 14 musste immer da stehen, weil man in Basel wissen musste, wie hoch belastet der Brief überhaupt war, was man später vergüten musste.

    Nun konnte man die eigene Taxe von 2 Kr. anschreiben, oder die Gesamttaxe von 16 nur anschreiben. Man hätte auch unter die 14 Kr. noch 2 Kr. notieren können und die Summe bilden.

    Das machte man, wie man lustig war.

    Hier haben wir vergleichbare Währungen - nicht immer war das der Fall. Da konnte auch aus 14 Kreuzern = 4 Silbergroschen werden, so dass in diesem Fall mit dem Porto der eigenen Strecke z. B. eine 5 als Endgebühr herauskam.

    Daher muss man die Postgebiete kennen, von, über und nach denen verschickt wurde, die Währungen derselben, die Reduktionsverhältnisse (vertraglich oder paritätisch), die Kartenschlüsse und damit die Länge des Postlaufs usw. usw.. Alles nicht ganz so einfach.

    Aber wenn man einmal etwas fitter ist und sich mit dieser hochinteressanten Materie befaßt hat, sind lose Marke weitestgehend uninteressant geworden, weil sie fast nur noch Material für Einsteiger darstellen ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mtcyrus
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    • 23. November 2009 um 17:47
    • #204

    Brief der 1. Gewichtsstufe von Eltville 11.02.1853 nach Wiesbaden

    Für die Entfernung von 3 Meilen waren 2 zu bezahlen, dass alles weiss ich


    Nun das besondere an dem Beleg?
    wer kommt da drauf???
    Das ist mein kleines Quiz!?!

    Und meine allg. Fragen:

    kann mir jemand die gesamte Anschrift kurz erklären?

    Und war im Postgebiet TuT wenn es aus dem Postgebiet kam keine Zustellgebühr zu bez. oder warum ist hier keine vermerkt.


    MfG und frohes raten

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
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  • bayern klassisch
    Gast
    • 23. November 2009 um 18:11
    • #205

    Hallo mtcyrus,

    die Ratechancen würden durch das Einstelle eines Scans des Briefes sicherlich erhöht. :)

    Oder willst du es uns absichtlich denkbar schwer machen? :(

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mtcyrus
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    • 23. November 2009 um 20:21
    • #206

    und nun noch die Bilder

    Bilder

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 24. November 2009 um 06:12
    • #207

    Hallo mtcyrus,

    zu deinem 2 Kreuzer Brief bis 1 Loth Gewicht und 3 Meilen Entfernung, bei dem man die Jahreszahl mit dem Monat durch falsches Stecken im Stempel vertauscht hat:

    "An Frau Amtsverwalter Lantz bei Herrn Goldarbeiter Schellenberg zu Wiesbaden" lautet die Adresse.

    Wurde ein Brief ins Postfach des Empfängers gelegt, wie hier, fiel kein Bestellgeld an.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (24. November 2009 um 08:59)

  • mtcyrus
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    • 24. November 2009 um 07:49
    • #208

    okay und was ist postgeschichtlich das bedeutende an diesen Brief, ich habe ihn auf Grund deiner Berichte gekauft, bzw auf Grund der Sachen auf was du auch immer achtest

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
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  • bayern klassisch
    Gast
    • 24. November 2009 um 09:01
    • #209

    Hallo mtcyrus,

    meines Erachtens ist es ein hübscher Brief, aber postgeschichtlich bedeutend würde ich ihn nicht gerade nennen.

    Ich erinnere mich auch nicht, einen vergleichbaren Brief postgeschichtlich bedeutend genannt zu haben, lasse mir aber gerne den von dir angesprochenen Link zeigen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mtcyrus
    Stamm Mitglied
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    • 24. November 2009 um 09:46
    • #210

    Gut des Rätsels Lsg. es ist evtl. nicht welterregend von der Postgeschichte her, aber für Eltville, von wo der Brief ist, ist es eine Besonderheit und ein "in meinen Augen" Postgeschichtliches Highlight.

    Nach erfolgreicher beendigung der Nummern - Versuchsstempel, wurde die Firma Brßmann jr. beauftragt Nummernstempel herzustellen von den Ziffern 166 - 306 nach einemMuster das die Nummer 56 trug, und dem jetzigen (hier auf dem Brief) gezeigten Stempel sehr ähnlich war.

    Die Kosten für einen Stemp. betrugen anscheinend 8 1/2 Siolbergroschen und für4 den Preis waren sie kompl. mit Holzgrif auszuliefern.


    Die von Broßmann hergestellten Stempel wurden allesamt am 17.01.1853 nach Eisenach ausgeliefert .
    Von wo am selbigen Tage alle weiterversendet wurden sind (ausser der sächsische District) und sie trafen am 19.01.1853 in Frankfurt ein.

    Am 24.01.1853 wurden dann alle Stempel (auch die Nummern 1 -165) ausgeliefert an die drei zuständigen Oberpostämter, von wo der Weiterversand dann an die Poststellen erfolgte.

    Fazitr: dieser Brief den wir hier sehen, ist der bisher frühest bekannteste Abschlag des Nummernstempels 174

    MfG


    Und nun eure Meinung, ist das postgeschichtlich relevant?

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    Einmal editiert, zuletzt von mtcyrus (24. November 2009 um 09:47)

  • Bayern-Nils
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    • 24. November 2009 um 16:06
    • #211

    Hallo mtcyrus

    Glückwünsche zu schöner Brief :)

    Nicht welterregend, aber lokalpostgeschichtlich wunderschön :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • mtcyrus
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    • 26. November 2009 um 13:13
    • #212

    So nun der nächste Brief, den ich dank eines Tauschpartners hier aus dem Forum bekommen, so schön kann Bayern gegen TuT Tausch sein!^^


    Also nun hier der Brief

    da ich mich nur mit inner TuT Taxen auskenne und nicht genau weiss wie ich da weiter kommen soll, nun meine Fragen, wie kommt sdas Porto zusammen?

    Also Brief von Frankfurt am 28. Sept.

    über Bingerbrück ( am 28.9.63)

    nach Creuznach (angekommen am 28.9.63) durch Distributionsstempel ??

    Es sollte sich hier um den U4 von TuT handeln

    Bilder

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    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
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  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. November 2009 um 13:39
    • #213

    Hallo mtcyrus,

    die Gebühren waren prinzipiell im ganzen Postvereinsgebiet gleich. Hier ein Brief aus Taxis nach Preußen bis 10 Meilen.

    Dergleichen Briefe kosteten 3 Kr.. Hier notierte der Absender nach alter Sitte "ganz frey" und klebte 1 Kr. Bestellgeld, welches für Preußen keine Bedeutung hatte.

    Aber dadurch wurde es zu einer optischen kleinen Rosine - gut gemacht.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Magdeburger
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    • 26. November 2009 um 14:04
    • #214

    Hallo mtcyrus,

    schöner Brief. Ein wenig muss ich @Bayern klassisch widersprechen. Das Bestellgeld konnte in voraus bezahlt werden. Auch für Sendungen aus den DÖPV nach Preussen (bitte im übertragenen Sinne sehen).
    Für normale Briefsendungen fielen 6 Pfennige im Ortszustellbezirk an.

    Bei Deinem Brief ist es allerdings so, dass er genau um den 1 Kreuzer überfrankiert ist, denn ab dem 01.07.1863 entfiel das Bestellgeld für alle freigemachte Sendungen (mit wenigen Ausnahmen, z.B. Paketbegleitungen).

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. November 2009 um 14:16
    • #215

    Hallo Magdeburger,

    von Bayern aus konnte man kein Bestellgeld frankieren, weder nach Preußen, noch in den taxischen Postbezirk.

    Gab es Regelungen zwischen Taxis und Preußen, dass man das doch konnte?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Magdeburger
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    • 26. November 2009 um 14:54
    • #216

    Lieber Bayern Klassisch,

    laut meinem Handbuch ist zum Bestellgeld vermerkt, dass alle freigemachten Sendungen im Ortszustellbezirk ab dem 01.07.1863 Bestellgeldfrei (mit Ausnahmen) sind. (Gen. Vfg. Nr. 68 vom 21.06.1863). Hier ist nicht vermerkt, dass es sich nur um rein preussische Sendungen handelt.

    Ob es in einzelnen AD-Staaten ausgeschlossen wurde, dass Bestellgeld in voraus zu bezahlen, entzieht sich meiner Kenntnis. Leider fehlen mir hierzu entsprechende PV.

    Bei dem gezeigten Brief ist es nicht auszuschliessen, dass es zwischen Preussen und TuT entsprechende Vereinbarungen gab.

    Ich werde jedenfalls hierzu weitersuchen.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. November 2009 um 15:02
    • #217

    Lieber Magdeburger,

    ich kenne nur die VO von Taxis / Baden, wonach sich Behörden weigerten, von Baden Briefe zu empfangen, bei denen nicht das Bestellgeld im voraus entrichtet worden war.

    In Folge dessen klebten badische Korrespondenten eine 1 Kr. - Marke auf ihre (wenigen) Briefe an Behörden, die von der Taxispost versorgt wurden.

    Ich glaube nicht, dass Preußen und Taxis so verfuhren, denn wie soll der preußische Briefträger an seinen halben Groschen kommen, nur weil eine entwertete Taxismarke auf dem Brief klebt? Mit der konnte er ja nichts anfangen.

    Ein Weiterfranko, wie es Baden nach Taxis machte, hätte es schon sein müssen. Dieses fehlt aber hier und ich habe bei Tausenden von Taxis - Briefen in den Postverein keines nach Preußen jemals gesehen (von der höchst seltenen Expreß - Bestellung mal abgesehen).

    Innerpreußisch galt die von dir genannte Vorschrift eindeutig - aber im Postverein war das ein anderer Stiefel.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mtcyrus
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    • 26. November 2009 um 15:15
    • #218

    Alsofür mich hört es sich einfach so an, dass auch die Briefeschreiber so verwirrt waren wie ich und es noch nicht mit bekommen haben, dass der Kreuzer Bestellgeld nicht mehr bez. werrden musste, denn so lange war das ja noch nicht aktuell und so viel Briefe hat damlas sicher keiner geschrieben

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. November 2009 um 15:27
    • #219

    Hallo mtcyrus,

    das halte ich auch für die wahrscheinlichste Variante, die es sogar nach Bayern auch ein paarmal gibt ... :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mtcyrus
    Stamm Mitglied
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    • 26. November 2009 um 17:49
    • #220

    Postauslagenbrief??

    Richtig, und wenn ja was ist des genau?
    ist das richtig
    über 1 Fl ???? (was war noch mal Fl) und 6 Kreuzer

    okay und waswurde hier bez. also kann mir jemand diesen Brief erklären, so das ich ihn verstehe.

    MfG

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