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Teil I - Hintergründe und Historisches zur Nachportomarke „POSTAGE DUE“ der USA

  • Filli
  • 3. Februar 2026 um 18:31
  • Filli
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.900
    • 3. Februar 2026 um 18:31
    • #1

    Dieser Teil I zeigt nur die Voraussetzungen für die Fehlverwendungen, die im Teil II noch kommen.

    Vor Juli 1879 wurde bei jedem unbezahlten oder unzureichend frankierten Brief der zu zahlende Portobetrag auf den Umschlag geschrieben oder gestempelt und vom Empfänger eingezogen. Für das so eingezogene Geld wurden keine Belege ausgestellt, und es gab nichts außer der Ehrlichkeit des Postmeisters (PM), der die Weiterleitung an die Regierung sicherstellte.

    - Als Abhilfe für dieses unbefriedigende System sah ein am 3. März 1879 (an anderer Stelle: 5. März) verabschiedetes Gesetz des Kongresses folgendes vor (in Stichpunkten gekürzt):

    - Alle Sendungen ohne vollständige Vorauszahlung müssen mit Nachportomarken (POSTAGE DUE) versehen werden.

    - Das evtl. fällig gewordene (lt. Tarif fällige) Nachporto wird mittels div. Nachportomarken bei Abholung (bei höheren Beträgen auch in Kombination) erhoben.

    - Sie sind wie normale Briefmarken aufzukleben (!)  und zu entwerten (!).

    - Sie dürfen auf keinen Fall verkauft oder als Portovorauszahlung verwendet werden.

    - Verstöße sind eine Ordnungswidrigkeit und werden bei Verurteilung mit 50,- $ (!!) bestraft. (Hier komme ich später im Teil II noch genauer dazu)

    - Sie sind (wie andere postalische Artikel) für den Postmaster mit Provisionserwerb verbunden.

    Mit VO Nr. 18 vom 5. März 1879 (A.D.Hazen, 3. stellv. Postminister) traten obige Veränderungen aber erst mit dem 1. Juli 1879 in Kraft. Es wurde hier ausdrücklich Vorauszahlung/Verkauf usw. nochmals verboten!

    Es gab eine Vorablieferung der Marken am 9. Mai 1879 /Stückelung 1, 2, 3 + 5ct) zu Lasten der PM-Konten. Mit dieser 1. Sendung bekamen die PM ein „Bestellformular / Nr. 3285“. Alle weiteren Marken mußten (nach eigenem Bedarf und Stückelung) selbst bestellt werden, und belasteten das PM-KTO bis zur Verwendung und der abschließenden Abrechnung). Am 19. September 1879 folgten 3 weitere Werte (10, 30 + 50 ct).

    Papier, dickes, weiches, poröses, gewebtes (auch als Büttenpapier bekannt), Perf.12, Gummi reinweiß bis bräunlich.

    (Beispiel aus meiner "Bestimmungshilfe" eingefügt)

    Es gibt Nachdrucke und Neuauflagen, um den Bedarf bei Händler und Sammlern n zu decken. Dazu evtl. später mehr.

    Weitere Bilder (Marken und Mi-Nr. dürften allgemein bekannt sein). Farben im Detail, Ausgabedaten und Plattennummern sind mir bekannt, würde hier aber zu umfangreich werden.

    Im später noch folgenden Teil II möchte ich auf die Einhaltung der Vorschrift und vor allem den Mißbrauch der Marken mit div. Beispielen eingehen.

    Suche alle Ausgaben der "USA-Freimarken mit Plattennummern" (nur 4er-Stücken und größer)  nach Absprache. Dito.  diverse "USA- Fiskalausgaben" - oder auch USA-MH jeglicher Art bis zu MI 140 - zum Kauf. Basis: MI-Katalog (bzw. Scott-Katalog)

    Einmal editiert, zuletzt von Filli (4. Februar 2026 um 09:54)

  • Filli 4. Februar 2026 um 09:51

    Hat den Titel des Themas von „Teil I - Hintergründe und Historisches zur Nachportomarke „POSTAGE DUO“ der USA“ zu „Teil I - Hintergründe und Historisches zur Nachportomarke „POSTAGE DUE“ der USA“ geändert.
  • Filli
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.900
    • 4. Februar 2026 um 12:37
    • #2

    Teil II - Die Fehlverwendungen
    Von Zeit zu Zeit und in verschiedenen Teilen des Landes haben Postmeister auf verschiedene Weise reagiert und vorübergehende Engpässe bei bestimmten Werten der Portomarken ausgeglichen. Solche provisorischen Ausgaben stammen in der Regel aus kleinen Postämtern, und die meisten von ihnen scheinen völlig ehrlich gemeint und frei von jeglichem Verdacht zu sein, zu philatelistischen Zwecken hergestellt worden zu sein. Obwohl diese Ausgaben nicht vom Postministerium genehmigt wurden, verleiht ihnen die Tatsache, dass sie von Postmeistern hergestellt wurden, eine gewisse Bedeutung.

    Es sind dies bei den frühen Ausgaben (1879) zwei Verstöße(A) und bei den späteren ca. 10 Verstöße (B).

    A. Nachportomarken zur Bezahlung des regulären Portos (frühe Serie)

    - (Quelle: The American Philatelist, Bd. III): - „Am Nachmittag des 14. Februar 1885 gingen der Poststelle in Bergen Point, New Jersey, aufgrund des erhöhten lokalen Briefaufkommens die 1-Cent-Marken aus. Um die Nachfrage zu befriedigen, war der Postmeister gezwungen, die 1-Cent-Portomarken zu verwenden. Dies erfuhren wir am späten Montagnachmittag, und als wir bei der Post ankamen, fanden wir einen Vorrat an 1-Cent-Portomarken für die Kunden vor. Der Postmeister teilte uns mit, dass am Nachmittag des 14. Februar und am Morgen des 16. Februar 1885 etwa fünfzig davon verwendet hatte.“. Der Leser wird daran erinnert, dass der 14. Februar der Valentinstag ist, der im Jahr 1885 auf einen Samstag fiel. Dies erklärt den plötzlichen Anstieg der Anzahl der benötigten Briefmarken und den Grund, warum am 15. deshalb die Portomarken verwendet wurden.

    - Es gibt einen Umschlag, der am 10. August 1893 in Lesley, Virginia, verschickt wurde und auf dem das reguläre Porto mit einer 2-Cent-Nachportomarke vom Typ 1879 in tiefem Bordeauxrot bezahlt wurde. Der Brief wurde dem Empfänger in Richmond, Virginia, ohne Nachforderung für unbezahlte Portokosten zugestellt.“

    B. Diverse Varianten (spätere Serie)

    - In Berlin Falls/NH ist am 30. April ein Umschlag mit einem Stempel „Due 3“ eingegangen, der mit einer 3ct-Marke versehen war. Er war ordnungsgemäß entwertet!

    - (Quelle: „American Journal of Philately“), Detroit/Michigan. Es wurden 21.-27. August.1895 provisorische Nachportomarken verwendet. Wahrscheinlich Handstempel auf 1 und 2ct-Briefmarken („Due 1“ und „Due 2“), aber auch handschriftlich.

    - Winside/Nebraska, 1ct-Briefmarke von 1890 mit „DUE im Kreis“ mit margentafarbener Tinte überdruckt (Gummi-Handstempel). Teilw. auf Zeitungsbanderolen am 20. Juli und 6. August 1895 verwendet.

    - North Branch/NJ, 2ct-Nachportomarke diagonal halbiert und als 1ct-Marke auf einer Zeitungsbanderole vom Juni 1895 verwendet.

    - (Quelle W.F.Goerner), Warwick/Rhode Island, Zeitungsbanderole mit vertikal halbierter 2ct-Marke. Hierzu gibt es eine Geschichte eines Sammlers: Ich blieb dort über den Sommer. Als ich einige Zeitschriften aus dieser Zeit durchblätterte, war ich ziemlich überrascht, dass ein oder zwei davon die beiliegenden provisorischen Briefmarken trugen. Weitere Recherchen damals und einige Tage später ergaben acht Exemplare. Bayside hatte zu dieser Zeit kein Postamt, die Post kam über Warwick. Da ich nicht wusste, ob die Briefmarke im September 1897 von Providence (von wo aus die Post ursprünglich verschickt worden war) oder von Warwick war, wollte ich nachfragen. Ich traf eine junge Frau an (die Assistentin, die die Leitung hatte), und fragte sie, ob die geteilten Briefmarken in das letztere Büro gegangen waren, um in diesem Büro verwendet worden waren. Sie sagte: „...dass sie keine Ein-Cent-Marken mehr hatten und dass der Postmeister sie selbst zuvor geschnitten hatte. Deshalb nahm sie an, dass es in Ordnung sei. Sie hoffte nun, dass sie nichts Falsches getan hatten und dass daraus kein Schaden entstehen würde. Sie sagte die Wahrheit, weil sie dachte, ich sei ein Postinspektor. Als ich sie fragte, wie lange sie die Briefmarken schon auf diese Weise verwendeten, hatte ich den Eindruck, es sei nicht sehr lange und dass nicht viele so verwendet worden seien. Das früheste Exemplar, das ich gesehen habe, war auf dem „Literary Digest“ vom 7. August, und das späteste auf derselben Zeitung vom 1. September “

    - Jefferson/Iowa, Oktober 1895wurden 2ct-Nachportomarken geteilt und jedes Teil mit schwarzem Aufdruck „Due 1“ versehen. Auch dazu gibt es eine Geschichte: Postamt der Vereinigten Staaten. Jefferson, Iowa, 12. Februar 1898. An alle, die es betrifft: Hiermit wird bestätigt, dass um den 6. Oktober 1895 herum mein Vorrat an 1-Cent-Nachporto-marken erschöpft war. Ich hatte einen neuen Vorrat angefordert und erwartete ihn täglich. Bis zu seiner Ankunft ließ ich von einer lokalen Druckerei 30 Stck „Postage Due 1 Cent” auf einige halbe 2-Cent-Marken drucken. Diese verwendete ich für Sendungen, für die 1-Cent-Marken erforderlich waren. Das solange, bis bis die 1-Cent-Marken eintrafen. Es wurden nicht mehr als zwanzig dieser halben Marken verwendet. Es waren noch etwa ein Dutzend übrig, als die neue Lieferung eintraf. Danach wurden die halben Marken nicht mehr verwendet. Ich bin kein Briefmarkenhändler oder -sammler. Ich weiß weiter nichts darüber und interessiere mich auch in keiner Weise dafür. Mit freundlichen Grüßen, (Unterschrift) F. R. McCarthy, Postmeister, Jefferson, Louisiana.

    - New Jersey City.

    1 Umschlag v. 20. November 1897 mit „Due 6“ gekennzeichnet. Als Portobetrag wurden 3 Stck. 2ct-Nachportomarken verklebt und dann mit Hand und violettem Stempel „Due 2 cts“ entwertet.

    Der 2. Umschlag trägt eine 1ct-Nachportomarke als Porto und ist mit unlesbarem Datum überdruckt.

    - In Richmond/Virginia ist zwischem 20. und 23. September 1897 ein Umschlag eingegangen. Hier wurden 2ct-Briefmarken an Stelle von Nachportomarken verklebt.

    - Es gibt auch einen Umschlag, der am 10. Oktober 1894 in Beaver Dam/Wisconsin, zugestellt wurde, und auf dem ein Fehlbetrag von einem Cent durch eine Briefmarke der Columbian-Serie ausgeglichen wurde.

    Mehr sind mir nicht bekannt, Beispielbilder liegen mir nicht vor. Die Fehlverwendung hält sich also in Grenzen, ist wohl nicht philatelistisch veranlaßt und mit Sicherheit von den PM (trotz hoher Strafantrohung) selbst veranlaßt worden. Ob nun die Markenmängel immer auf fehlende/verspätete Lieferung oder auf „sparsame Bestellung“ der PM zurückzuführen ist, ist mir nicht bekannt. Ich neige aber zu letzterem, weil die Brief- und auch Nachportomarken das PM-KTO solange belastet haben, bis sie als Gutschrift verwendet wurden. Im Prinzip waren die PM in diesen kleinen Postämtern „arm dran“. Das ist aber ein anderes Thema.

    Suche alle Ausgaben der "USA-Freimarken mit Plattennummern" (nur 4er-Stücken und größer)  nach Absprache. Dito.  diverse "USA- Fiskalausgaben" - oder auch USA-MH jeglicher Art bis zu MI 140 - zum Kauf. Basis: MI-Katalog (bzw. Scott-Katalog)

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