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Die Probleme bei dem Wechsel der privaten USA-Druckereien zur Staatsdruckerei

  • Filli
  • 31. Januar 2026 um 14:56
  • Filli
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.869
    • 31. Januar 2026 um 14:56
    • Neu
    • #1

    Vorab: Banknoten und Steuermarken wurden schon immer im "Bureau of Engraving and Printing/BEP" gedruckt. Briefmarken aber in privaten Druckereien - zuletzt bei ABNC.

    Mit Ablauf des alten Vertrages der ABNC gab es eine Ausschreibung v. 16. Oktober 1893 mit Stichtag 15. November 1893.

    Angebote kamen von:

    - Hamilton Bank Note Company NY mit 179.294,40 $

    - American Bank Note Company NY mit 162.401,61 $

    - C. F. Steel Philladelphia mit 146,454,93 $.

    Nun gibt es den 1. Ärger:

    - ABNC protestiert heftig gegen Steel aus div. Gründen (Steel´s Probleme hatte ich anderweitig schon einmal benannt)

    - Steel protestiert gegen Vergabe an ABNC wegen der Angebotswerte

    Die schriftlichen und mündlichen Proteste wurden am 2. Februar 1894 vorgebracht.

    - Zwischenzeitlich hatte sich aber am 29. November 1893 ein 4. Bieter (BEP) mit Zustimmung des Finanzministers um den Auftrag beworben – und daß mit sehr guten, zweckmäßigen, Gründen (niedrigstes Gebot mit 139.487,74 $). Außerdem haben sie darauf hingewiesen, daß bereits alle anderen Wertpapiere (in der USA werden Briefmarken ebenso betrachtet) hier bereits komplett produziert werden! Dies wurde am 21. Februar mit Ministerialverordnung Nr.18 auf Dauer (!) anerkannt. In diesem Dokument wurde der komplette Übergang sämtlicher bisherigen Sachen (Technik und Marken) sowie der Vertrieb geregelt.

    Das BEP mußte nun mit viel Schwierigkeiten Maschinen anschaffen (Druck, Perforation, Gumierung), jede Menge neuer Mitarbeiter usw. zur Bewältigung des nun größeren Herstellung- und Druckumfanges (Gravur, Platten, Druck, Lagerhaltung und Vertrieb).

    Einige Wochen vor dem 1. Juli 1894 mußten alle bisher nicht zur Ausgabe gelangten Briefmarken der ABNC/NY an das BEP (auch als Arbeitsvorrat zur Ausgabeüberbrückung an die Postämter) übergeben werden. Sie wurden im BEP-Tresor eingelagert (645 Millionen Stck. mit einem Nennwert von über 175.000.000$).

    Kleines Schmankerl: eigentliche Transportkosten "Null" (kostenlose Dienst-Postsendung), aber für das kurze Stück Bahnhof-BEP sind 50$ angefallen.

    Philatelistisch hochinteressant, weil ABNC-Drucke von dem BEP später in den Verkehr gebracht wurden und auch von den alten Platten gedruckt wurde! Es gab und gibt auch heute noch viel Diskussion – was war ABN und was BEP. Zumal ja auch Papier der ABNC mit übergeben werden mußte! (ein eigenes Thema)

    Bei den sog. „Triangel-Marken“ (wegen der Dreiecke im oberen rechten und linken Teil der Marken) gibt es auch einige Erkenntnisse:

    - Anfangs alle Werte vom Typ I gedruckt

    - später dann auf den 2ct-Marken der Typ II und III

    - die Druckorm für die 3ct-Marken wurde hergestellt, kam jedoch nicht zum Einsatz!

    - Auf Platte 170 der 2ct gibt es eine Besonderheit. Auf dem oberen linken Viertel sind die ersten 3 vertikalen Reihen vom Typ II, der Rest vom Typ III

    Außerdem erfolgte Ersatz der 30+90 ct-Marken durch 50 ct- und 1$-Marken, sowie eine Ergänzung durch 2+5 $.

    Ein großer Diskussionspunkt unter Philatelisten ist/ sind die Papiervarianten.

    Zunächst wurde ein weiches - poröses - gewebtes Papier (die Qualität ist ähnlich der verwendeten Papiere der ABNC – aber eben nur ähnlich (keine so große Struktur) eingesetzt. Später dann andere Varianten.

    Wasserzeichen (neu eingeführt, um Betrügereien zu erschweren):

    - das allseits bekannte USPS/16mm hoch als sog. Bogen-WZ (nicht vollständig /Marke sichtbar)

    - leider in der Anfangszeit so schwach, daß es schwierig war, überhaupt Spuren zu finden!

    - es wurde verbessert, ist aber immer noch schwerer/schlechter zu erkennen (auf Einzelmarken!)

    Soweit zu den Problemen bei dem Übergang zum Staat (Finazministerium). Zu den Plattennummern und den 1. Markenheften mit ihren Besonderheiten – in einem anderen Thema.

    Suche alle Ausgaben der "USA-Freimarken mit Plattennummern" (nur 4er-Stücken und größer)  nach Absprache. Dito.  diverse "USA- Fiskalausgaben" - oder auch USA-MH jeglicher Art bis zu MI 140 - zum Kauf. Basis: MI-Katalog (bzw. Scott-Katalog)

    Einmal editiert, zuletzt von Filli (31. Januar 2026 um 15:01)

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