Hallo zusammen,
nachdem ich beiden Marken der Germania (X)-Ausgabe auf Papier mit Wz. 2 Waffeln bereits bei den Germania-Marken vorgestellt hatte, mache ich mit der Sonderausgabe Deutsche Gewerbeschau München weiter. Auch hier möchte ich einige Vorbemerkungen voranstellen.
Wie schon bei den republikanischen Markenausgaben existiert meines Wissens keine Spezialliteratur allerdings stehen im Kohl-Handbuch doch einige Passagen die sich so in der PHILA-DB bzw. im Michel Spezial nicht finden.
Zur Deutschen Gewerbeschau in München 1922 gibt es einen Artikel bei wikipedia auf den ich ebenfalls hinweisen möchte: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_…au_M%C3%BCnchen
Für den Entwurf der Briefmarkenausgabe wurde von der Leitung der Gewerbeschau in München im Dezember 1921 ein beschränkter Wettbewerb unter sechs deutschen Künstlern ausgeschrieben von denen sich fünf mit mehreren Entwürfen beteiligten. Von den sieben vom Preisgericht zur Ausführung empfohlenen Entwürfen nahm der Reichspostminister nur denjenigen von Prof. Ehmcke an. (Kohl-Handbuch S. 192)
Das Buch zu den Entwürfen, Essays und (Farb-)Probedrucken der Deutschen Reichspost muss meines Wissens erst noch geschrieben werden. Ab und an sieht man in der Bucht oder bei Philasearch entsprechendes Material.
Die Marken waren auch nach dem Auslande postgültig, doch sollten dieselben nur an solche Postanstalten verteilt werden, bei denen ein Bedürfnis nach ihnen anzunehmen sei. (Kohl-Handbuch S. 192)
Die Marken wurden auf Wasserzeichenpapier mit liegendem Wasserzeichen gedruckt. Die beiden Höchstwerte zu 10 Mk und 20 Mk sollten zunächst im Zweifarbendruck produziert werden, man entschied sich dann aber aus Kostengründen zum Einfarbendruck auf Restbeständen sämischen bzw. rosa Papier aus der Germaniazeit. Deshalb weisen diese beiden Werte auch das Wz.1 Rauten in liegender Stellung auf. Zum Thema Wasserzeichen, Wasserzeichenstellung und Gummiriffelung siehe auch die Ausführungen von erron in der PHILA-DB.
Gedruckt wurde die Ausgabe in Bögen zu zwei Mal 10 x 5 Marken und dazwischen liegendem Zwischensteg ausschließlich im Plattendruck. Diese sind postfrisch in den Grundfarben recht günstig katalogisiert allerdings findet man in der Bucht immer wieder Angebote bestimmter Händler zu völlig überzogenen Preisen und die kreisen und kreisen und kreisen.
Zu Werbezwecken für die Gewerbeschau gab es Vignetten, die Post warb mit Maschinenserienstempeln für die Veranstaltung. Siehe auch die Beiträge von u.a. Christoph 1 und mpiodi im thread Maschinenserienstempel aus der Weimarer Zeit.
Weiteres dann bei den einzelnen Wertstufen.
Viele Grüße
DKKW