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Persien/Iran - Incoming Mail

  • DKKW
  • 12. April 2023 um 15:15
  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.468
    • 12. April 2023 um 15:15
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich bekam ich mit der Post einen Brief aus England nach Isfahan den ich aufgrund des Leitvermerks "via Russia" erworben hatte. Ich hatte auf einen späten Transitbrief mit russischer Zensur gehofft.

    Auf dem Brief befindet sich aber kein russischer Zensurstempel, auch kein russischer Transitstempel.

    Der Brief wurde am 18. Dezember 1918 in Manchester abgeschickt. Absender war, laut rückseitigem Aufdruck, die Firma Hadji Ali Akbar & Sons Ltd. in Manchester, offenbar seinerzeit ein großes Handelshaus in Mancester. Der Brief durchlief die britische Postzensur, Ob die Zensurbanderole 4981 in London oder Liverpool verwendet wurde, weiß ich nicht.

    Abgesehen von dem aufgedruckten Leitvermerk "Via Russia" findet sich keinerlei Hinweis wie der Brief gelaufen sein könnte. Allein die Tatsache, das der Brief am 26. IV. 19 in Teheran abgestempelt wurde bevor er am 8. V. 19 Isfahan nach 141 Tagen Laufzeit erreichte, deutet darauf hin, dass der Brief von Norden her Persien erreichte.

    Ein Postroute via Petrograd, Murmansk oder Archangelsk kann man, glaube ich, aufgrund des Bürgerkriegs in Russland ausschließen.

    Ich vermute mal, ohne einen direkten Nachweis dafür zu haben, dass der Brief auf einem ganz abenteuerlichen Postweg Persien erreichte. Nach dem Zusammenbruch der Mittelmächte und des Osmanischen Reiches besetzten allierte Interventionstruppen russische Häfen rund um schwarzen Meer. Auch Baku im heutigen Aserbeidschan sowie der Transkaukasus inklusive Batum am Schwarzen Meer wurden von alliierten Truppen besetzt.

    Ich vermute demzufolge, dass der Brief von England aus über das Mittelmeer, Konstantinopel (ab dem 13.11.1918 von den Alliierten besetzt), das Schwarze Meer nach Batum im heutigen Georgien lief. Dort entweder per Bahn nach Baku und dann per Schiff oder Landweg nach Persien oder per Bahn nach Dscholfa und weiter mit der Bahn nach Täbris. Weiter nach Teheran und von dort nach Isfahan. Diese Route würde vermutlich auch die lange Laufzeit erklären.

    Siehe auch:

    https://de.wikibrief.org/wiki/Allied_in…ssian_Civil_War

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrec…2%80%93Dscholfa

    Wenn jemand andere Lösungsvorschläge hat, gerne. Auf jeden Fall ein total spannender Brief aus den chaotischen Tagen kurz nach dem 1. Weltkrieg. Natürlich hätte ich mir ein paar Transitstempel gewünscht die für mehr Klarheit gesorgt hätten, aber Postgeschichte ist nicht immer ein Wunschkonzert.

    Viele Grüße

    DKKW

    Bilder

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