In einer Gratis-Zeitung, die in unserem Ort zweimal die Woche immer verteilt wird, fällt mir immer wieder diese Bethel-Werbung für Briefmarken auf. Im Hintergrund sieht man da den Posthornsatz und die drei Höchstwerte des Heuss-Satzes, alle in postfrisch. Ein Philatelist würde da wohl nicht in Erwägung ziehen, solche "Raritäten" an Bethel zu schicken. Ich finde diese Art von Werbung etwas grenzwertig. Man stelle sich vor: Eine Witwe mit kleiner Rente sieht so eine Anzeige, von Briefmarken hat sie keine Ahnung, und ihr verstorbener Mann hinterläßt ihr eine Sammlung, in der diese abgebildeten Briefmarken enthalten sind. Da sie damit nichts anfangen kann und keine Ahnung vom Wert hat, schickt sie alles zu Bethel, obwohl sie das Geld dringend selbst benötigen würde.
Die Werbung von Bethel sollte wohl besser Briefmarken zeigen, die von Briefen ausgeschnitten sind, also Portoware.