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  4. Stempel

Österreich Nachgebühr-Stempel?

  • kartenhai
  • 19. März 2018 um 16:06
  • kartenhai
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    29.054
    Geschlecht
    Männlich
    • 19. März 2018 um 16:06
    • #1

    Diesen seltsamen Stempel fand ich auf einer Ansichtskarte von 1988, die von Russbach am Pass Gschütt nach Stockdorf bei München gesandt wurde.

    Vermutlich ist das ein Nachgebühr-Stempel, weil die 4 Schillinge nach Deutschland für eine Postkarte zu wenig waren. Was bedeuten die beiden Zahlen im Stempel? Ist hier die zu bezahlende Nachgebühr in Pfennigen und Groschen berechnet? Das Währungsverhältnis war zwar früher immer 1 DM = 7 Schillinge, aber bei einer Nachgebühr gab es wohl einen kleinen Zuschlag? Oder der Zuschlag wegen der kopfstehenden Marke? ^^

    Gruß kartenhai

  • Christoph 1
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    4.673
    • 19. März 2018 um 22:02
    • #2

    Hallo kartenhai,

    ja, das ist ein Nachgebührenstempel, der im internationalen Postverkehr verwendet wird. Er wird im Absenderland (hier: Österreich) angebracht, weil ja davon auszugehen ist, dass im Empfängerland nicht jedes Details aller ausländischen Postgebühren bekannt ist. Der Stempel dient also dazu, der deutschen Post dabei zu helfen, die korrekte Nachgebühr zu berechnen. Wie das genau funktioniert mit den Ziffern über und unter dem Strich in diesem T-Stempel, das kann ich Dir momentan leider auch nicht mehr genau sagen. Das ist leider eine sehr komplizierte Geschichte (zumindest habe ich es sehr kompliziert in Erinnerung) Irgendwann hatte ich mal eine gute Erklärung dazu irgendwo gelesen. Nur wo?

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war es folgendermaßen:

    Im Zähler des Bruchs wird immer der doppelte Fehlbetrag notiert, im Nenner der gültige Tarif für einen normalen Auslandsbrief. In Deinem Fall würde das bedeuten: Statt 4,50 S wurden nur 4 S frankiert (es fehlten 0,50 S --> doppelter Fehlbetrag gleich 1,00 S = 100 g). Dieser Bruch wird dann berechnet, also hier 100 geteilt durch 800 = 0,125. Das Ergebnis wird mit dem in Deutschland zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen Tarif für einen Auslandsbrief multipliziert. Hier wären das 1988 60 Pfennige. Also 0,25 * 0,60 = 0,075 DM, also aufgerundet 8 Pfennige. Hinzu wäre dann noch eine "Einziehungsgebühr" hinzuzurechnen, also das sog. "Strafporto". Ich glaube, das betrug in den 80er Jahren 50 Pfennige. Somit wäre summa summarum eine Nachgebühr von 58 Pfennig für diese Karte fällig gewesen. Aber diese Rechnung ist ohne jegliche Gewähr :lachen2::lachen2: Ist ja auch echt kompliziert.

    Fakt ist jedenfalls: Der Post-Mensch in Deutschland, der die Karte bearbeitet / zugestellt hat, hatte auch keine Lust auf diese komplizierte Rechnung und hat hier Fünfe gerade sein lassen. Es wurde keine Nachgebühr beim Empfänger erhoben, sonst wäre ein roter "Nachgebühr" -Stempel abgeschlagen worden und die zu erhebende Nachgebühr wäre in großen Ziffern mit Blaustift auf der Karte notiert.

    Viele Grüße

    Christoph

  • kartenhai
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    29.054
    Geschlecht
    Männlich
    • 20. März 2018 um 08:30
    • #3

    @ Christoph:

    Danke für die Erklärung. Wieder mal was dazugelernt! :)

    Gruß kartenhai

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