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Brief Württemberg 9 Kreuzer

  • caputo
  • 24. September 2014 um 10:11
  • caputo
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    16. Mai 1956 (69)
    • 24. September 2014 um 10:11
    • #1

    Schönen guten Morgen!

    Nach dem ich meine Neuerwerb nun grob gesichtet habe nun mal zu den Perlen.
    Wie ich ja schon geschrieben habe sammle ich nun das gesammte AD und somit fehlt mir dazu noch die benötigte Literatur.

    Hier mal ein Brief aus der Sammlung von Württemberg, frankiert mit einer Michel Nr.40 9 Kreuzer Farbe denke ich mal a , da ich noch keine Vergleichsstücke habe!

    Gelaufen von Stuttgart am 20. Juli 1874 nach London mit roten Transitstempel London E.C. via Ostende.
    Mit 9 Kreuzer im Fernverkehr über 20 Meilen richtig frankiert.

    Der Brief wertet laut Michel Briefekatalog als Einzelfrankatur mit 380.- €
    Stempelhandbuch habe ich von Württemberg leider noch nicht, denke jedoch, dass der Einkreiser von Stuttgart nicht gerade selten ist ebenso der rote transit von London.
    Die mit rötel notierten 1 1/2 denke ich mal ist die Zustellgebühr!

    Wenn mir jemand etwas zu den Brief sagen kann währe es sehr schön von Euch.

    Einen schönen und erfolgreichen Tag wünscht Euch
    Charli

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  • caputo
    Stamm Mitglied
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    16. Mai 1956 (69)
    • 25. September 2014 um 15:48
    • #2

    Ein fröhliches Hallo in die Runde!

    Ok. die Frage war zu schwierig ich sehe es ein!

    Zumondest zu dem Stempel Stuttgart kann ich schon mal sagen, dss es sich hier um den Stempel 36 handelt.

    Nun noch zwei Briefe und eine Vorederseite einer Ganzsache ohne fragen.

    Erster Brief gelaufen von Friedrichshafen nach Ulm mit 3 Kreuzer Michel Nr. 12 (ohne Seidenfaden) frankiert.
    Entwertet mit Doppelkreisstempel Friedrichshafen 16.07.1860 Ankunftstempel DKS Ulm 17.Juli 60.

    2.) Brief: gelaufen von Heilbronn nach Mannheim mit 3 Kreuzer mi Nr. 17 gez. K 13 1/2 dickes Papier farnkiert.
    Entwertet mit EK Heilbronn und Fahrpost- Rahmenstempel Mannheim

    Und zu guter letzt eine Ganzsache, leider nur das Vorderteil und somit nicht eindeutig zu Identifizieren.

    Dürfte sich aber mit ziemlicher Sicherheit um den U 18 6 Kreuzer blau mit Zusatzfrankatur 1 Kreuzer grün Mi. Nr.36 als Fernbrief von Stuttgart nach Hamburg (über ein Lot 7 Kreuzer) portogerecht frankiert

    Grüß Gott schön!
    Charli

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  • Herbert
    neues Mitglied
    Beiträge
    61
    • 30. September 2014 um 10:49
    • #3

    Hallo Charli,

    leider kenne ich mich bei Württemberg nicht aus. Hier trotzdem mal meine Einschätzung zur Taxierung Deines ersten Briefes.

    Eine 1874iger Taxe in Höhe von 9 Kreuzern im Fernverkehr über 20 Meilen kenne ich nicht. Gelaufen sein sollte er von Stuttgart über Köln und Ostende nach London. Nach Art. 52 der Reichsverfassung galten damit die Taxen bzw. Postverträge des deutschen Reiches bzw., soweit das Reich noch keine eigenen Verträge geschlossen hatte, die seiner Mitgliedsländer.

    Gelaufen ist er vor Gründung des allgemeinen Postvereins zum 09.10.1874 (wirksam ab 1.7.1875). Meiner Meinung nach sollte hier noch der PV des Norddeutschen Bundes mit GB aus 1870 gegolten haben. Er sah in Art 6 ein Franko von 2 ½ Sgr. (umgerechnet rund 9 Kreuzer) bzw. 3 Pence vor. Das galt gem. Art 13 auch für Briefe aus Württemberg.

    Das Franko stand den Vertragsparteien jeweils hälftig zu. Für den Brief hatte die Reichspost 1 ¼ Sgr. oder umgerechnet 1 ½ Pence an GB zu zahlen. Darüber hinaus musste sie noch die Hälfte der Kosten für den belgischen Transit und die Seebeförderung tragen. Für die Beförderung im Inland erhielt sie nichts. Die Inlandstaxe für einfache Briefe über alle Entfernungen betrug 1 Sgr. oder 3 Kreuzer. Dieses Franko stand Württemberg zu.

    Dass es sich bei den in Rötel notierten 1 ½ um ein britisches Bestellgeld handelt, glaube ich nicht. Nach Art. 23 des PV war ein Ortsbestellgeld unzulässig. Etwas anderes galt nur bei einer „Landzustellung“.

    Meiner Meinung nach sollte es sich bei den notierten 1 ½ entweder um den Erstattungsanspruch der Reichspost an Württemberg in Höhe von 1 ½ Sgr., d.h. die 1 ¼ Sgr. für GB zzgl. der anteiligen Kosten für den belgischen Transit und das Seeporto oder um den englischen Zahlungsanspruch von 1 ¼ Sgr. umgerechnet 1 ½ Pence für GB handeln.

    Wenn Du noch Literatur und Quellen suchst schau doch mal hier.

    . Meiner Meinung nach für die Zeit ab 1868 unverzichtbar.

    Ich hoffe, dass das jetzt nicht alles Unfug ist und Dir zumindest ein wenig hilft.

    Viele Grüße

    -Herbert-

    P.S. für Berichtigungen, Anmerkungen und Ergänzungen wäre ich wie immer dankbar.

  • caputo
    Stamm Mitglied
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    • 1. Oktober 2014 um 06:44
    • #4

    Guten morgen Herbert!

    Vielen Dank für Deine ausführliche Erklährung. Wie erfrischend, dass es hier mehr Intelligente Menschen gibt, die mir auch mal etwas erklähren können als ich gedacht habe!
    Aber nun zur Sache:

    Bei der Taxierung des Briefes habe ich mich zunächst an den Michel Spezial gehalten und da steht, dass Württemberg bis 01.07.1875 dem Deutsch-Östereichischen Postverein angehöhrte.
    Die Taxierung über 20 Meilen ist da mit 9 Kreuzer angegeben und davon ging ich jetzt erst mal aus.

    Auf Grund deines Beitrags, habe ich jetzt mal im Netz geschaut und mich über den besagten deutsch-östereichischen Postvertrag schlau gemacht und erst mal folgendes dazu gefunden.


    Ich denke mal, wer soviel von Postverträgen und Taxen weis wie Du der kennt auch Bayern klassisch und wenn einer was über Postverträge, Laufwege und Taxierungen versteht dann Er (ich kenn zumindest keinen der mehr darüber erzählen kann)

    Die von Dir angesprochenen anteiligen Gebühren für GB in Höhe von 1 1/2 Pence halte ich nun für richtig.
    Auch deine Taxierung von 3 Kreuzer für einfache Briefe bis 15 Gramm, innerhalb Württembergs ist richtig (ab 15 g bis 250 g währen es dann 7 Kreuzer) aber das kommt hier nicht in Frage.

    Ich war gestern bei Herrn Stegmüller und hab Ihm eine Steckkarte mit Bayern und Baden zum prüfen vorgelegt. Wenn ich das wieder abhohle, ca. 3-4 Wochen werde ich mit der nächsten Steckkarte auch den Brief mitnehmen und dann weis ich sicherlich mehr. Herr Stegmüller ist ein sehr netter Mensch und ich unterhalte mich sehr gerne mit Ihm. Das ist der Vorteil, wenn man persöhnlich bei seinem Prüfer vorbeikommt und nicht nur ein Briefchen mit Prüfmaterial schickt.
    Persöhnlich ist nun mal persöhnlich und annonym ist und bleibt fremd!

    Was Postgebühren und Verträge angeht bin ich leider noch ein blutiger Anfänger und muss mich erst noch einlesen und bilden was das anbelangt.
    Leider hält mich mein Wirtshaus derzeit noch von der wichtigeren Arbeit (Briefmarken und alles was dazu gehöhrt) ab, aber ich hoffe das wird sich bald ändern. Sobald ich einen vernünftigen Pächter gefunden habe kann ich mich endlich mit Postgeschichte ausgibig befassen und einlesen, so dass ich dann hoffentlich auch anderen helfen kann so wie Du und auch andere mir schon geholfen haben.

    Ich wünsche Dir einen schönen und erfolgreichen Tag
    Charli

  • Herbert
    neues Mitglied
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    61
    • 1. Oktober 2014 um 17:28
    • #5

    Hallo Charli,

    leider bewegen sich meine postgeschichtlichen Kenntnisse in sehr engen Grenzen. Wie bescheiden sie sind sehe ich an der Vielzahl der offenen Fragen, die ich bei meinen Briefen habe. Ich spiele halt Kreisklasse und da kann es passieren, dass man aus vollem Lauf nicht den Ball, sondern die Grasnarbe trifft. Leider häufiger als erwartet. Champions league geht anders.

    Um es kurz zu machen, ich wollte Deinen Brief nicht abschließend beschreiben, sondern nur aufzeigen, wie ihn einschätze und Dir die Quellen für diese Einschätzung zur Verfügung stellen. Das sollte Dir eine Überprüfung ermöglichen und die weitere Arbeit erleichtern. Endgültig beschreiben musst Du den Beleg ja ohnehin selbst.

    Zu Deinen Anmerkungen vielleicht noch soviel: Meiner Meinung nach sind die DÖPV Verträge für Deinen Brief unerheblich. Der DÖPV dürfte sich meiner Meinung nach mit Gründung des Norddeutschen Bundes und dem zwischen NDB, Bayern, Württemberg, Baden und Österreich in 1868 geschlossenen Postvertrag erledigt haben. Siehe hierzu auch Wikipedia zum DÖPV.

    Das Inlands-Franko betrug, meiner Meinung nach nicht nur für Briefe innerhalb Württembergs, sondern auch im Reich, unabhängig von der Frage, ob sie aus Württemberg kamen 1 Sgr. oder 3 Kreuzer (siehe hierzu Posttaxgesetz des Reiches).

    Wenn Briefe nach GB jetzt nicht subventioniert wurden und der PV des NDB Anwendung findet, sollte sich hieraus Inlandsanteil von 1 Sgr. (bzw. 3 Kreuzer) und ein Auslandsanteil (einschließlich Seeporto) von 1 ½ Sgr. ergeben. Letzterer war nach dem PV vom NDB zu tragen. Diese 1 ½ Sgr. sollte sich der NDB bzw. das Reich von Württemberg zurückgeholt haben.

    Aber wie gesagt, ich spiele Kreisklasse, warten wir Herrn Stegmüller ab. Und jetzt werde ich einen Deiner Kollegen aufsuchen. Leider kein Jever.

    Viele Grüße
    - Herbert-

  • abrixas
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    • 1. Oktober 2014 um 18:16
    • #6

    Ja mei, Tscharlie,
    iatzt is "Heinrich der Nächste" dran! ;)
    Bei BK ist die Ausbeute auch nicht schlecht! :jaok:

    Learn to laugh abut your problems - everybody else does!

    Einmal editiert, zuletzt von abrixas (1. Oktober 2014 um 18:16)

  • caputo
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    • 2. Oktober 2014 um 07:33
    • #7

    Guten Morgen Herbert!

    Wie ich schon geschrieben habe, habe ich von Postgeschichte leider auchnoch keine Ahnung!
    Ich hab mir das Porto einfach mal aus den Informationen die der Michel hergibt zusammengezimmert und so kam ich eben auf die 9 Kreuzer.
    Ob das jetzt stimmt oder nicht "keine Ahnung"
    Ich hoffe jedoch, dass mir Herr Stegmüller dazu etwas sagen kann, wenn es auch nicht in sein Prüfgebiet fällt. Herr Stegmüller prüft ja nur Baden, Oldenburg und Bayern Kreuzer Zeit aber so wie ich Ihn kennen gelernt habe wird Er mir bestimmt weiterhelfen können, welcher Postvertrag jetzt für den Brief greift, ich zahl ja auch gerne für die Auskunft daran solls nicht scheitern!
    Wenn nicht, dann hat es auch Zeit bis ich die nötige Zeit habe mich mit der Postgeschichte intensiv zu beschäftigen.
    Ich möchte Dir trotzdem danken für Deine Auskunft, es war ja schlieslich nicht uninteressant, was Du geschrieben hast!
    Wünsche Dir einen schönen und erfolgreichen Tag
    Charli

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