Jährlich veranstalten die Philatelisten eine Briefmarkenauktion. Am Dienstag wurde im Säli vom «Goldenen Kreuz» eifrig um Balkenstempel und Pro Juventute geboten.
Frauenfeld - Zehn Frauenfelder Philatelisten und zwei Philatelistinnen unterzogen die postfrischen Markenblöcke, Ersttagsbriefe, Faltbriefe von 1847 und vieles mehr anhand der im Voraus verteilten Losliste einer genauen Begutachtung. Auktionator an dieser vereinsinternen Briefmarkenauktion am Dienstag war Bruno Klemenz.
Nach einer Gedenkminute für ein verstorbenes Mitglied - der Mitgliederschwund sei ein Problem, erklärte Klemenz - startete diese besondere Art der Preisermittlung. Und in Kürze waren die ersten fünf Lose, Schweizer Jahreszusammenstellungen, an ein und denselben Bieter gegangen, zu Preisen, die 60 bis 70 Prozent unter dem Katalogpreis liegen. Beim achten Los boten zum ersten Mal drei Kaufwillige mit. Im Allgemeinen könne man an solchen internen Auktionen gut zu günstigen Marken kommen, erklärte Mitbieter Niklaus Hahn. Klemenz brachte die ersten 50 Lose in knapp 40 Minuten durch. Durch das hohe Tempo, welches an den Tag gelegt wurde, ermüdete der repetitive Ablauf keineswegs. Klemenz rief die Lose mit resoluter Stimme mitsamt Beschrieb und Ausrufpreis aus.
Selten in die Höhe geboten
Selten boten sich zwei gegenseitig in die Höhe. Aber wenn dann der eine den Zuschlag bekommen hatte, huschte ihm doch ein kurzes Lachen über das Gesicht. Ansonsten wurde Konzentration gross geschrieben, und selten kein Käufer für ein Los gefunden.
Nach der Pause waren die Lose 51 bis 100 innert 25 Minuten versteigert. Werner Wullschleger, der seit über 50 Jahren Briefmarken sammelt, war mit dem Ergebnis zufrieden. Klemenz ebenfalls und meint auf die Frage, was passiere, wenn die Sammlung komplett sei, dass man nie ausgesammelt habe.
ZitatQuelle / Artikel: