Hallo
Heute wende ich mich mal wieder mit einer Frage
an die Forengemeinschaft.
Kann mir jemand sagen ob diese Marke gelistet ist.
Habe sie schon da gesehen :
Aber die war 4seitig gezahnt.
Usa 365
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Im Michel USA Spezial finde ich auch keine einseitg ungezähnte 365. Da werden nur zweiseitig ungezähnte angeführt. Oder Marken aus dem 4seitig ungezähnten Sonderdruck.
Was gibt es da also für Möglichkeiten?
Handelt es sich um ein Randstück, bei dem Randzähnung vergessen wurde?
Hat jemand Phantasie entwickelt und eine Seite nachgezähnt?
Auszuschließen dürfte sein, dass jemand gezähnte Randteil weggeschnitten hat, dafür ist die Marke zu breit angelegt, oder?Grüße Wien13
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Zwei Marken aus meinem Bestand dazu
lg Wien13
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Die Bogenraender blieben bei dieser Ausgabe und vielen anderen Ausgaben der USA bis ca. 1935 ungezaehnt. Teilgezaehnte Marken stammen also vom Bogenrand. Diese werden hier im allgemeinen mit Abschlag gegenueber vollstaendig gezaehnten Marken gehandelt.
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Danke
Man lernt doch jeden Tag etwas neues.
Man muß nur Fragen.

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ad Carolina Pegleg
Abschlag gegenueber vollstaendig gezaehnten Marken
Verstehe ich das richtig? Die im Prinzip selteneren Randstücke werten weniger als die gewöhnlichen gezähnten Marken?
Sehr seltsam...
Sind die diese Marken in Dreierreihen gedruckt worden? Ansonsten könnte ich mir nicht vorstellen, wie das sein kann.
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@Nimrod:
Der Druckbogen umfasste in der Regel 400 Marken, der Schalterbogen 100. Der Druckbogen wurde also auseinandergeschnitten. Die Marken sind liniengezähnt, es war deshalb einfacher, nicht alle Ränder durchzuzähnen, sondern sie glatt zu lassen. Diese gerade Rändern können links, rechts, oben und unten vorkommen. Der Scott-Spezialkatalog gibt die entsprechenden Hinweise. Ist eine ganz gute Hilfe, um Nachzähnungen zu entdecken.
Und ja, der US-Sammler bevorzugt an allen Seiten gezähnte Marken. Darum sind nachgezähnte Marken keine Seltenheit... Die Abschläge für einseitig ungezähnte Marken sind auch deftig.
In dem Zusammenhang kann ich jedem nur halbwegs Interessierten diese Seite ans Herz legen:
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Ich fuege mal das Schema eines Druckbogens als Anhang an, auf dem erkennbar ist, wie der Druckbogen in die Schalterbogen zerfaellt. Da die Sondermarken Doppelformat haben, hat der Druckbogen der Nr. 365 vier Schalterbogen zu 50 Marken.
Ich habe mich vielleicht etwas verwirrend ausgedrueckt. Es gibt Marken mit durchgezaehnten, ganz normalen Randstuecken von den Aussenraendern des Druckbogens. Nur dort wo der Druckbogen in Schalterboegen zerteilt wurde, sind die Marken dann ungezaehnt.
An dieser Stelle vielleicht noch der Hinweis das herstellungsbedingt teilgezaehnte Bogenmarken bei USA auch spaeter immer wieder autauchen, z.b. bei vielen Sondermarken aus den 1980ern (z.B. 1606, 1627, 1628, 1631 etc.) und verschiedenen Werten der Dauerserie "Amerikanische Persoenlichkeiten" (1682 u.a.). Gibt es im uebrigen auch bei Ausgaben aus Kanada.
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ad Carolina Pegleg
Danke für die Info

Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe: bei deinem Scan-Bild sind all jene Linien, die mit Pfeil gekennzeichnet sind, ungezähnt, da hier die Schalterbogen rausgeschnitten wurden? Dann wäre die eine Marke von mir ein Eckrandstück eines Schalterbogens, oder?
Grüße
Wien13 -
@wien:
Genau. Oder jemand hat mit der Schere getrennt.
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Gagrakacka hat es ja schon beantwortet. Da wo die Pfeile sind, wurde der Schalterbogen auseinandergetrennt, so dass es also in einem Druckbogen von in diesem Fall 200 Stueck nur vier zweiseitg geschnittene Marken gibt, je einmal ul, ur, ol, or. Trotzdem werden diese Marken allgemein mit einem Abschlag gehandelt, bzw. im allgemeinen werden allseitig gezaehnte Stuecke bevorzugt. Diese Bemerkung bezieht sich allerdings auf den amerikanischen Standardsammler. Gepflogenheiten koennen da durchaus unterschiedlich sein und es kommt auf subjektive Einschaetzungen und auch Modestroemungen an. Vielleicht sammelt man in Deutschland, aehnlich wie bei den Heftchenmarken, auch bei den Bogenmarken die identifzierbaren Bogenposition. Ich weiss das nicht. Selbst der Michel USA Spezial listet und bewertet diese geschnittenen Stuecke jedenfalls nicht separat.
Diese Herstellungsart betrifft Marken in Stichtiefdruck von Platten hergestellt bis ca. 1935. -
@carolina_pegleg:
Es gibt einfach keinen Markt für die Randstücke. Da Zentrierung alles ist, werden die klassischen Randstücke mit Vorliebe nachgezähnt. Das ist bei US-Marken eine Seuche. Auch das "Grading" bevorzugt die gut zentrierten, gezähnten Marken.
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Danke für die Antworten!
Zum Nachzähnen hätte ich da ja das optimale Stück!
Als einen an die ungeschnittenen Klassikmarken Österreichs Gewöhnten, schaut diese Marke so aber weit interessanter aus. Ist gemäß Michel aus dem Sonderdruck, von dem es läppische 74.400.200 Exemplare gibt.
Grüße Wien13
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Für die Amis währe das Stück was für den Papierkorb!