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Alt-Bischof Stecher gestaltete wieder Weihnachtsmarke

  • Newsbot
  • 14. November 2006 um 16:56
  • Newsbot
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    647
    • 14. November 2006 um 16:56
    • #1

    [Blockierte Grafik: http://www.tirol.com/system/galleri…40002-gross.jpg]

    Reinhold Stecher wählte heuer die Wallfahrtskirche von Christkindl als Motiv.
    Die Sondermarke hat einen Wert von 55 Cent.

    Innsbrucks Alt-Bischof und Hobby-Maler Reinhold Stecher hat für die Österreichische Post AG auch heuer wieder eine Weihnachts-Briefmarke gestaltet. Diesmal wählte Stecher - er wird am 22. Dezember 85 Jahre alt - die Wallfahrtskirche von Christkindl im winterlichen Ambiente als Motiv für sein Aquarellbild aus.

    Die Sondermarke hat einen Wert von 55 Cent. Sie erscheint in einer Auflage von fünf Millionen Stück und ist ab 24. November erhältlich. Das Original soll zu Gunsten der Diözese Linz versteigert werden.

    Die Wallfahrtskirche "Zum Christkind unterm Himmel" verdankt ihren Namen einerseits dem Ort, zu dessen Gemeindegebiet die Kirche ursprünglich gehörte, andererseits auch der Entstehungslegende.

    Die Liegenschaft, auf der die Wallfahrtskirche Christkindl errichtet wurde und um die sich im Lauf der Zeit die Ortschaft gleichen Namens entwickelte, liegt nahe dem Ort Unterhimmel, der bereits 1577 urkundlich als "Unnderm Himl" erwähnt wird. Der Teil des Ortes Christkindl rund um die Kirche wurde 1938 in die Stadt Steyr eingemeindet.

    Die Gründungslegende von Christkindl berichtet von einem Ferdinand Sertl, Mesner und Türmer der Stadt Steyr, der an Fallsucht (Epilepsie) litt. Dieser stellte 1695 eine Christkindlfigur aus Wachs in der Höhlung einer Fichte am rechten Ufer der Steyr auf und pilgerte fast täglich dorthin, um im Gebet seine Gesundung zu erflehen. Nach einigen Jahren schien der Mesner sein Leiden überwunden zu haben.

    Bald wurde das Christkind im Baum unter freiem Himmel das Ziel vieler Hilfesuchender. Man baute vorerst ein kleines Holzkirchlein rund um den Fichtenstamm, der das Christkind aus Wachs trug. Der Andrang der Pilger bestärkte den Abt von Stift Garsten schließlich zum Bau der Wallfahrtskirche.

    Der 1921 in Innsbruck geborene Stecher war 1947 zum Priester geweiht worden. Am 15. Dezember 1980 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Bischof ernannt. Die Bischofsweihe erfolgte am 25. Jänner 1981. Bis zu seinem 75. Geburtstag blieb Stecher im Amt, ehe er laut Kirchenrecht seinen Rücktritt einreichte.

    Zu seiner großen Liebe zählte stets das Bergsteigen. Auch als Buchautor und Maler machte er sich einen Namen. Für Aufsehen sorgte Stecher unter anderem, als er 1988 mit Entschlossenheit der Legende vom angeblichen jüdischen Ritualmord am "Anderl von Rinn" ein Ende setzte. Stecher war nach Bischof Paulus Rusch der zweite Oberhirte der 1968 errichteten Innsbrucker Diözese.


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