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Auktionspreise

  • Denis
  • 21. Oktober 2006 um 13:42
  • Denis
    Super-Moderator Phila-DB-Admin
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    2. November 1984 (41)
    • 21. Oktober 2006 um 13:42
    • #1

    Hi @ll!

    Habe heute zum ersten mal einen Auktionskatalog (es handelte sich um Wohlfeil-Auktionen) durchgesehen und einige sehr schöne Sachen zu meinem Sammelgebiet gefunden. Ich wäre bereit gewesen, bis 30% des Katalogpreises mitzubieten.


    Als ich aber die Ausrufpreise gesehen habe, sind mir die Augen fast aus dem Kopf gefallen: Es werden 50-100% des Katalogwertes verlangt.

    Da ich sonst immer bei ebay für günstige 10-20% Katpreis einkaufe, wundere ich mich doch sehr, wie hoch diese Auktionspreise sind

    Aus diesem Grund frage ich euch: Wieso sind die Preise so hoch und:
    Kauft überhaupt jemand diese überteuerten Sachen?
    Bei ebay ist die Konkurrenz gnadenlos billiger.

    Wie seht ihr das?

    Gruss
    Denis

    Gruss
    Denis


    Bitte bietet mir alles von Altdeutschland Baden an, ich brauche noch viele Stempel zur Komplettierung meiner Stempelsammlung.

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  • Gagrakacka
    Gast
    • 21. Oktober 2006 um 14:15
    • #2

    Denis:

    Oha... Vergiss den Katalogpreis. Vergiss eBay. Wenn eine Marke auf einer Auktion als Einzelstück angeboten wird, dann meisstens nur weil die Qualität deutlich besser ist, als die normale Durchschnittserhaltung. Auf eBay wird halt oft nur Ramsch angeboten, der mit 10-20% schon sehr gut bezahlt ist. Diese Preise würde aber kein Auktionskäufer mehr bezahlen. Dazu kommt noch die Unsicherheit bei eBay, ob die Marke echt ist, wie die Rückabwicklung im Schadensfalle läuft etc.

    Wenn Du bei den "Grossen" mitspielen willst, dann bleibt Dir nichts anderes übrig, als Dich mit dem Auktionspreisniveau vertraut zu machen. D.h. besorge Dir mehrere Kataloge, besonders die von Spezialangeboten aus Deinem Sammelgebiet und bau Dir eine Datenbasis mit den besseren Stücken und den gezahlten Preisen auf.

    P.S. Ich habe auf eBay schon tolle Stücke sehr günstig gekauft. Aber mittlerweile finde ich da nicht mehr viel. Also beiss ich in den sauren Apfel und biete bei Auktionen mit. Allerdings über Kommissionär.

  • Lacplesis
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    • 21. Oktober 2006 um 14:18
    • #3

    Das Material, das bei wirklich guten Auktionen auftaucht ist auf ebay sehr selten zu finden und auch nicht unbedingt billiger...

    Aber bei kleinen Auktionen mit recht gewöhnlichem Material frage ich mich auch oft was das soll.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Denis
    Super-Moderator Phila-DB-Admin
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    • 21. Oktober 2006 um 14:35
    • #4

    Also in dem Auktionskatalog den ich von Wohlfeil habe, sieht das Material nicht wirklich besser aus als bei ebay-Angeboten. Habe dort ja schliesslich schn einiges gekauft.
    Also ich finde, eine "wirklich gute" Auktion müsste noch besseres Material haben.

    Gruss
    Denis


    Bitte bietet mir alles von Altdeutschland Baden an, ich brauche noch viele Stempel zur Komplettierung meiner Stempelsammlung.

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  • Nimrod
    Gast
    • 21. Oktober 2006 um 15:27
    • #5

    @ Denis

    Auktionshaus ist nicht gleich Auktionshaus. Die Qualität und die Preise schwanken teilweise gewaltig. Zudem ist´s auch oft so, daß die jeweils nationalen Marken im Schnitt teurer gehandelt werden, als solche Ware aus anderen Ländern. Dazu kommt auch noch, daß viele kleine Details eines bestimmten Sammelgebiets nicht in jedem Auktionshaus gleich bewertet werden.

    Es stimmt schon, daß in vielen Auktionshäusern die Anbote weit über den üblichen E-Bay Preisen liegen, oft jedoch auch deutlich unter den "Händler"-Preisen. Hierbei muß man bedenken, daß die Ware ja üblicherweise noch hochgesteigert wird und Gebühren dazu kommen.

    Nicht vergessen sollte man auch, daß bei e-bay manche Marke von wenig erfahrenen Leuten eingestellt wird und solche Stücke dann mit Glück um einen Spott-Betrag über den Tresen gehen. Viele Marken-Anbieter und e-Bay Käufer haben einfach nur einen schlappen Michel-Kat. zur Bewertung. Wer die Spezialitäten kennt, wird natürlich von Zeit zu Zeit einen Volltreffer landen. Für eine andere Sorte von Sammlern sind 50 Euro auf, oder ab, Pipifatz Angelegenheiten, die wollen sich erst gar nicht die Mühe machen, diverse Schrott-Lose bei e-bay zu screenen, um dann womöglich nur 2. Wahl in den Händen zu halten.

    Kurz gesagt: wenn Du eine Sammlung billig aufbauen willst, dann kannst Du bei e-bay Dein Glück versuchen, oder ein größeres Konvolut in einem Auktionshaus kaufen (die zweite Variante ist meist deutlich günstiger). Mittlere Werte sind bei e-bay sehr günstig; wegen der Qualität muß man aber Acht geben. Hohe Werte kommen bei e-bay nur selten vor: und wenn, dann sehen dies auch andere Augen. So bleibt Dir in vielen Fällen nur der private Kauf, der Tausch, oder das Auktionshaus, um an die Spitzen heran zu kommen.

  • Lacplesis
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    • 21. Oktober 2006 um 16:35
    • #6
    Zitat

    Original von Denis
    Also in dem Auktionskatalog den ich von Wohlfeil habe, sieht das Material nicht wirklich besser aus als bei ebay-Angeboten. Habe dort ja schliesslich schn einiges gekauft.
    Also ich finde, eine "wirklich gute" Auktion müsste noch besseres Material haben.

    Mal die Spezialisten hier gefragt:
    Was ist den das führende Auktionshaus für Baden? So wie Grobe für Hannover meine ich.

    Bei mir, für Russland ist es Nagel Auktionen/Bamberg und ich schau mir immer gerne die Kataloge von Corinphila und Cherrystone an.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Gagrakacka
    Gast
    • 21. Oktober 2006 um 17:15
    • #7

    Denis:

    Bevor Du jetzt die Real-Auktionen als "zu teuer" verdammst, besorg Dir mal die Boker-Kataloge. Dort sind die meissten Topstücke Deines Sammelgebietes abgebildet. Die erzielten Preise sind vielleicht nicht mehr ganz aktuell, aber sie geben Dir einen ersten Anhaltspunkt.

    Bist Du Mitglied in der ArGe Baden? Wenn nein, werde es. Wenn ja, geh auf die ArGe-Treffen. Dort bekommst Du oft seltenes Material zu erschwinglichen Preisen, da altgediente ArGe-Mitglieder lieber an einen jungen Sammler verkaufen als auf eine Auktion einzuliefern.

    Auktionen machen erst dann Sinn, wenn alle anderen Quellen ausgeschöpft sind und man die Preise realistisch einschätzen kann. Wenn Du noch den Michel dazu brauchst, dann solltest Du ehrlicherweise nicht auf Auktionen kaufen. Mit Losgebühr, Versand, Versicherung, Aufgeld, MWSt, Kommissionär etc. hast Du auf den Zuschlag noch locker 20% Zusatzkosten.

  • Denis
    Super-Moderator Phila-DB-Admin
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    • 21. Oktober 2006 um 17:39
    • #8

    Also, ich bin kein Mitglied in der ArGe Baden, da deren Treffen immer sehr weit von mir entfernt stattfinden, so dass ich die ganze Nacht Bahnfahren müsste, um dort hin zu kommen.

    Und nur über das Internet kann man schlecht Konkate zu den anderen Mitgliedern knüpfen, ich kenne nur einen BADEN-Sammler aus deren Kreisen übers Internet. Und der fängt gerade erst selber an.

    Außerdem: Wenn ich von "Katalogpreisen" spreche, dann meine ich nicht den MICHEL sondern die einschlägigen BADEN-Werke wie z.b. "Die Abstempelungen des Grossherzogtums Baden ab 1851"

    Auf Tauschtagen finde ich auch nur selten Leute, die BADEN haben, aber wenn, dann kann ich die locker ausschöpfen für 20-25% MICHEL (Stempel kosten bei denen keinen Aufpreis, da sie oft selber nicht wissen, was sie da besonderes haben.)

    Und da ich bisher meine besten Stücke von Unwissenden (bei ebay oder bei Tauschtagen) für einen "Spottpreis" bekommen habe, erscheinen mir diese Preise doch extrem hoch.

    Gruss
    Denis


    Bitte bietet mir alles von Altdeutschland Baden an, ich brauche noch viele Stempel zur Komplettierung meiner Stempelsammlung.

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  • *MGS*
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    • 21. Oktober 2006 um 22:18
    • #9

    Ich denke auch, das es viel davon abhängt, ob das Auktionshaus auf das gesuchte Gebiet spezalisiert ist. Als DDR- Sammler kann ich bzw. konnte ich Hadersbeck immer empfehlen. Niemand hat die Marktpreise auf Auktionen wohl besser getroffen. Wenn ich jetzt bei anderen Auktionshäusern DDR Sachen sehe, dann sind die wesentlich schlechter dargestellt und die Preise sind eher mit dem Mähdrescher erstellt und jenseits von gut und böse ist da bei eingen Angeboten noch untertrieben. Und das betrifft oft eher die Qualität als den Preis.

  • philnum
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    • 21. Oktober 2006 um 22:33
    • #10

    Hallo,

    obwohl ich die Auktionskataloge verschiedener Briefmarkenversteigerer schon seit Jahren immer wieder gern studiere, geht es mir genau wie Denis. Das Preis-Leistungsverhältnis bei klassischen Saalauktionen stimmt für mich im Vergleich zu anderen Beschaffungsmöglichkeiten einfach nicht:

    - Das oben erwähnte Argument, dass Auktionspreise deshalb höher seien, weil das angebotene Material selten(er) und daher von Spezialisten gesucht und/oder von überdurchschnittlicher Qualität sei, kann ich nicht teilen. Vieles wird in der Losbeschreibung zwar als angebliche "Rarität", "kaum auf dem Markt zu finden" oder so gepriesen, geht dann aber doch nur um den Ausrufpreis (in der Regel bis 30 % des Katalogwertes) herum weg oder bleibt sogar unverkauft. Auch bezüglich der Erhaltung hab ich oft so meine Zweifel; selbst unter den abgebildeten Losen finden sich zu meinem Erstaunen immer wieder relativ bescheiden aussehende Stücke. Wie sieht dann erst das aus, was schönfärberisch als "optisch ansprechend" (= aber eben nur auf den ersten Blick und nur von vorn! ;) ), "feinst" (= vornehme Umschreibung für kleinere Macken) etc. offeriert wird.

    - Aus dem letztgenannten Grund kann man sich auch bei serlösen Auktionatoren nicht unbedingt auf die Losbeschreibung verlassen, sondern besser nur bei vorheriger Besichtigung (vor Ort oder Ansichtssendung) mitbieten. Wenn man das "Kleingedruckte" in den Auktionsbedingungen richtig liest, werden nachträgliche Beanstandungen vielleicht bei langjährigen, sehr guten Kunden aus Kulanz abgewickelt, aber ansonsten branchenüblich "gekauft wie besehen" und überhaupt ... da hat man im Ernstfall auch keine besseren Karten als bei ebay-Verkäufern (wobei ich dort bisher gute Erfahrungen gemacht habe, falls mal etwas nicht in Ordnung war).

    - Meiner Meinung nach sind die Käufer bei Saalauktionen und die Internet-Auktionskäufer auch grundverschieden: Auf der einen Seite stehen die eher älteren, zahlungskräftigeren Spezialsammler, die auch das Rahmenprogramm, die Kontakte usw. bei Saalauktionen schätzen und für den ganzen Spaß gern einen Scheck über ein paar Euro mehr ausfüllen. Für sie ist bei ebay fast alles nur billiger Ramsch, und sie haben auch gar keine Lust, unter hunderten oder tausenden Artikeln einer Kategorie etwas Passendes zu suchen und sich dann über das eine oder andere "Schnäppchen" zu freuen. Auf der anderen Seite sind die eher jüngeren, internetaffinen Sammler mit meist kleinem Budget. Wenn ich mir selbst mal überschlage, was mich meine ebay-Erwerbungen (+/- 10 % vom Katalogwert) der letzten Zeit woanders gekostet hätten, hätte ich mir vieles nicht geleistet und eben nicht fast jede Woche große Freude über tolle Marken!

    - Noch eine Bemerkung zu den (bundesweiten) Spezial-Arbeitsgemeinschaften: Wenn man nicht nur "zahlendes" Mitglied sein will, braucht man auch Zeit und Geld, um ab und zu mal an den Veranstaltungen irgendwo zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen teilnehmen zu können. Für Senioren ist beides wohl kaum ein Thema, aber für jüngere Leute schon. Die Literatur, die man durch die Argen bekommt, ist sicher nicht zu verachten, aber in erster Linie will ich mich ja mit den Marken/Belegen praktisch beschäftigen - wozu man also erstmal einiges an Material zusammentragen will - und nicht nur theoretisches Literaturstudium betreiben ("Die nachverwendeten Soundso-Stempel auf Bahnpostbriefen nach Hastenichtgesehen" :D )oder die Schätze jahrzehntelanger Sammlerleidenschaft bestaunen zu dürfen.

    So, das war's erstmal dazu.

    Viele Grüße

    philnum

  • Gagrakacka
    Gast
    • 21. Oktober 2006 um 23:59
    • #11

    philnum:

    Wenn ich den Aufwand berechne, den ich treibe, um auf eBay oder einem sonstigen Internetanbieter einen seltenen Brief zu einem guten Preis zu finden, dann kann ich bald günstiger auf einer Saalauktion kaufen. Ich bin kein Schnäppchenjäger, ich bin Philatelist.

    Der Kontakt zu ArGe-Mitgliedern findet meisstens über Internet statt, ein paar Messen gönne ich mir gerne, um den persönlichen Kontakt zu pflegen. Und ich verrate wahrscheinlich kein Geheimnis, aber die besten Belege bekommt man nur so. Die gibt es nicht auf eBay, und nur selten auf einer Realauktion.

    Wenn ich also ernsthaft sammle, dann muss ich alle Bezugsquellen ausschöpfen. Und ich sollte zumindest die Hefte der ArGe mein eigen nennen.

    Denis:

    Eigentlich solltest Du erst einmal Geld in Literatur stecken. Viel Geld... Da hab ich als Nichtbadensammler ein paar Grundlagenwerke zu dem Gebiet, die Dir auch gut weiterhelfen könnten. Ich sag nur Dr. Zangerle...

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
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    • 22. Oktober 2006 um 00:56
    • #12

    @ Gagrakacka

    Es ist von den superfortgeschrittenen Spezialsammlerexperten leider nicht besonders motivierend und nachwuchsfördernd, Philatelie gleichzusetzen mit der Notwendigkeit hohen finanziellen Aufwands und mit höchstem wissenschaftlichem Anspruch. Nicht alle - insbesondere jüngere Leute - können hundert(e) Euro oder mehr für nur eine einzige Marke oder einen einmaligen Beleg investieren.

    Wenn man ein Sammelgebiet ganz von vorn aufbaut, braucht man meiner Meinung nach weder absolut perfekte, seltenste Stücke noch alle Arge-Hefte/Spezialpublikationen, um sein Hobby ernsthaft zu betreiben. Das Wissen und die philatelistischen Schätze kann man auch mit geduldiger Beschäftigung sammeln.

    Übrigens grasen nicht wenige Arge-Mitglieder auch ebay und Realauktionen ab, so dass es da wohl doch noch einiges zu holen gibt. Wer schon die besten Belege hat, wird das sicher belächeln. Aber was ist der Sinn des Sammelns: Alles zu haben oder Stück für Stück zusammenzutragen???

    Einmal editiert, zuletzt von philnum (22. Oktober 2006 um 00:57)

  • concordus
    Concorde Admirateur
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    • 22. Oktober 2006 um 02:14
    • #13

    :bier: Hallo Denis
    Ich habe an der Naba in Baden vier Concorde Briefmarken bei einem bekannten Briefmarkenhändler gekauft, die ich mir schon lange wünschte.
    :suche: Hier die Katalogpreise der schönen Concorde Briefmarken. (Mit Danke an Kauli)

    France Nr.1655 0,80Euro
    Wallis Nr.219 16.-Euro
    Neu Kaldonien Nr.465 38.-Euro
    St. Pierre Nr.432 32.-Euro

    :( Hier die Preise die der Händler an der Naba angeschrieben hatte.

    :erstaunt:
    France Nr.1655 1,20.-CHF
    Wallis Nr. 219 29.-CHF
    Neu Kaldonien Nr. 465 65.-CHF
    St. Pierre Nr. 432 60.-CHF

    Wie Du siehst, habe ich 100% des Katalogpreises und ein bisschen mehr dem Händler bezahlt.

    Bei einem marktüblichen Kaufpreis von 30% des Katalogwertes, habe ich ganze 60,75 Euro zuviel an den Briefmarkenhändler gezahlt.

    Wieso habe ich den überhöhten Preis bezahlt.
    Meine Grundlage für diesen Kauf war ein Prioritätsfaktor mit einer Wahrscheinlichkeitsrechnung.
    Wie gross sind die Chancen, bei meiner überblickbaren kostbaren Freizeit, dass ich wieder an ein Kaufangebot dieser Briefmarken komme ?(
    Vielleicht habe ich Glück und finde ein Angebot im ebay oder Ricardo, dass 10%-30% des Katalogpreises ist. In diesem Fall bin ich der :veryhappy: strahlende Sieger!

    Vielleicht finde ich aber kein Angebot der Briefmarken in einem vernünftigen Zeitrahmen.

    In diesem Fall kann ich meine Concorde Briefmarken :boese: „Rauchen“ und davon träumen :urlaubmachen:, dass sie wohlbehütet :jaok: in meinem Album stecken.

    Also kostet mich, in dieser Situation, der Kauf der schönen Briefmarken zwar 60.75 Euro zuviel, aber investiere ich diesen Betrag nicht, bleibt der Besitz der schönen Briefmarken reine Spekulationssache.

    Mit fliegerischen Grüssen :concorde: Thomas

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    Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zu kämpfen.

    Einmal editiert, zuletzt von concordus (22. Oktober 2006 um 04:03)

  • Denis
    Super-Moderator Phila-DB-Admin
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    2. November 1984 (41)
    • 22. Oktober 2006 um 06:42
    • #14

    @Gagrakacka

    Es gibt zu meinem Sammelgebiet. 5 sinnvolle Werke. Davon sind 2 vergriffen. (u.a. das Werk von Herr Brack, ich suche dieses schon eine ganze Weile.)
    Die anderen 3 habe ich. Haben auch ganz schön was gekostet.
    Dr. Zangerle hat mit Baden nix besonderes am Hut, der ist ein reiner "Allgemeingebietsliteraturproduzent".

    Du denkst vielleicht, dass ich noch Sachen zur Badischen Vorphila, den Feuser, Badische Plattenfehler usw. benötige. Aber wieso sollte ich mir Literatur zu Sachen besorgen, die ich schlicht und einfach nicht sammle?

    concordus

    Deinen Umstand habe ich schon früher mitbekommen. Aber du warst dir beim Kauf des Katalogwertes nicht bewusst und wolltest die Marken haben. Wenn mir ein Beleg kurzfristig gut gefällt, nehme ich ihn auch für einen höheren Preis und schlage gar nicht erst nach.
    Wenn ich aber im Voraus planen, nachschlagen, etc. kann, dann merke ich, dass der Vergleich im VORAUS die Lage doch recht ernüchtert. Hinterher denkt man sich eher: Ach, macht doch nichts, dann hat man halt einen Beleg etwas teuer gekauft.

    Außerdem geht es nicht um Summen von 60 Euro über Katalogwert sondern eher 200 über Katalogwert.

    Gruss
    Denis


    Bitte bietet mir alles von Altdeutschland Baden an, ich brauche noch viele Stempel zur Komplettierung meiner Stempelsammlung.

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  • woermi
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    • 22. Oktober 2006 um 09:56
    • #15

    zu warum ebay "so" billig ist.

    meiner Meinung gibt es dafuer zwei Gründe:

    1. es gibt so eine "imaginäre" Schmerzgrenze die etwa bei €100 - €300 liegt. Teurer wirds selten.

    2. die niedrigen Startpreise. Wenn ein Artikel bei €1 startet und das Ende festgeschrieben ist, sprich ein höheres Gebot das eine Sekunde später kommt wird nicht mehr berücksichtigt, dann kommt es oft dazu das ein Artikel billiger weck geht als die Bieterschaft bereit wäre zu zahlen.

    (siehe Anhang, Hufeisenstempel POLLNOW - Super selten, 1000 Punkte bei Spalink, wurde bei Jennes und Klütermann in der Saalauktion angeboten, Ausruf €750 - d.h. hätte der Beleg samt Gebühren knappe €1000 gekostet. Blieb unverkauft. Später bei Ebay um €300 verkauft. Mein letztes Gebot wäre bei €500 gewesen, hätte die Auktion noch 5 Minuten länger gedauert hätte er die €500 auch sicher gebracht.)

    Viel sinnvoller aus Sicht der Verkäufer wäre es, wenn die Auktionen nach erreichen des Endpunktes noch so lange laufen wuerden bis keine höheren Gebote mehr kommen. (zB. In einem Zeitraum von 5 Minuten)

    Viele profesionelle Verkaufer machen daher die Auktionen "Privat" und pushen mit dem Account der Mutter die Preise hoch.


    das man bei Ebay keine Erstklassigen Stücke zu Spotpreisen bekommt, dem muss mich wiedersprechen. Man muss halt Zeit haben. Aber mal im Ernst, bei den "echten" Auktionen für "echte" Sammler muss man dafür auch warten... oder wann in den letzten 5 Jahren wurde schon mal eine Ausandsdrucksache aus dem Kreuzergebiet verkauft? (siehe Anhang, lt. BPP sind keine 5 Stück nach Frankreich bekannt, bei Ebay um schlappe €100 (weil der Verkaufer logischerweise nicht wusste was er da hat.)

    Was noch dazu kommt ist, bei den meisten Auktionsbesuchern, die ja meist schon in den 70ern sind, tickt die biologische Uhr da ist man schon eher bereit mal etwas mehr für ein Stück zu bezahlen um es die paar jahre noch zu besitzen, und seine Sammlung zu komplettieren.

    Ich kann blos sagen "time is on my side"....

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    Einmal editiert, zuletzt von woermi (22. Oktober 2006 um 10:02)

  • Gagrakacka
    Gast
    • 22. Oktober 2006 um 10:57
    • #16

    philnum:

    Sagen wir´s mal so: Auf eBay bekomme ich ab und zu noch Sachen, die in den Forschungsteil meines Exponates reinkommen. Ich habe auf eBay auch schon genügend Belege gefunden, von denen keine fünf Stück bekannt sind. Musste dann aber auch manchmal richtig Geld hinlegen.

    Damit will ich eBay nicht schlecht machen, aber auch nicht in den Himmel loben. Kernsatz ist eher, ohne Wissen keine Schnäppchen. Dazu gehört neben dem Wissen, welche Stemel vorhanden sind, auch das Wissen, wieviel die kosten und wie selten sie sind.

    Und das ist es, was ich Denis mitgeben will. Wenn ich Stempel sammel, dann sind die Stempelkataloge das Grundgerüst. Ich muss aber auch die Markenbesonderheiten kennen und die postgeschichtliche Zusammenhänge. Sonst werde ich immer von der Höhe der Preise für Stempel und Belege überrascht sein. Preishöhe im Sinne von "zu hoch" aber auch "zu billig".

    ArGe: Das kostet vielleicht 40 Euro p.A. - aber der Informationsvorsprung aus den Heften und der Kontakt mit anderen Sammlern macht das mehr als wett. Heutzutage haben wir danke e-Mail und dank Internet doch die Möglichkeit, mit den führenden Sammlern des eigenen Sammelgebietes zu kommunizieren. Wer das nicht nutzt, ist selbst schuld.

    Kosten: Hängt von den Zielen ab. Wäre interessant zu wissen, in welche Richtung der Sammler will. Dementsprechend kämen auch die Antworten. Ansonsten gehe ich davon aus, dass der Threaderöffner eine FIP-Grossgold-Sammlung anstrebt. Oder eine Prüfsammlung.

    woermi:

    eBay ist oft nicht billig. Billige Sachen sind oft zu teuer. Ramsch geht immer gut. D.h. Marken mit hohem Katalogwert und mit Defekten werden teurer verkauft als auf Realauktionen. Bei den richtig guten Sachen hast Du allerdings recht, die sind oft deutlich günstiger.

    Einmal editiert, zuletzt von Gagrakacka (22. Oktober 2006 um 11:00)

  • Concorde
    Gast
    • 22. Oktober 2006 um 11:37
    • #17

    Was noch nicht erwähnt wurde(oder ich hab's überlesen)

    bei normalen Auktionen zahle ich noch Aufschläge,wie MWST,Provision etc.,da kommen rasch 25% zum Gebotspreis hinzu-bei Ebay kaufe ich Netto,d.h es fällt nur noch Porto an!

  • Gagrakacka
    Gast
    • 22. Oktober 2006 um 11:59
    • #18

    @concorde:

    Du hast es überlesen. Wobei das Porto bei eBay oft 100% des Kaufpreises ausmacht... Gerade wenn ich billigere Werte kaufe.

  • concordus
    Concorde Admirateur
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    Geschlecht
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    4. Mai 1962 (63)
    • 22. Oktober 2006 um 13:36
    • #19

    :bier: Hallo Denis

    Ok, bei Deinem Fall sieht es natürlich anders aus. Meine Annahme waren Spontankäufe, wo ich mich sofort entscheiden muss. Bei so hohen Beträge die Du nennst, ist natürlich Deine Vorgehensweise gescheiter.
    Wobei es auch bei mir eine Schmerzgrenze gibt. Haben oder nicht Haben, ist auch bei mir vom finanziellen Betrag abhänig.

    Da ich leider nicht so viel Freizeit in meine geliebte Concorde Philatelie stecken kann, wie ich möchte, sind meine Käufe meistens unvorbereitet. Zum Glück gibt es im Philaforum Menschen, die extrem flexibel, geistig beweglich und unkomplizierte Schnelldenker sind.
    Wie Du sicher (ebay) auch schon gemerkt hast.

    Allso bin ich durch mein kleines Philateliewissen und die geringe Freizeit auf das Wohlwollen anderen Menschen angewissen.
    Durch diese obrigen Umstände bin ich aber auch schon paar mal verarsch.......worden, was mich schon viel Lehrgeld gekostet hat. Seit ich das Philaforum kenne, und auf Eueres Wissen und Hilfsbereitschaft zurückgreifen kann, sind die verarsch.....gegen null gesunken!

    Schön das es :dankeschoen: Euch gibt. Thomas


    Mit freundlichen Grüssen Thomas

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    Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zu kämpfen.

    Einmal editiert, zuletzt von concordus (22. Oktober 2006 um 13:40)

  • asmodeus
    Moderator
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    • 22. Oktober 2006 um 16:02
    • #20

    Lieratur ist das A und O! Wie schon tausendmal geschrieben: Wissen ist Macht! Hast Du das Wissen, dann kann man Schnäppchen machen.

    Denis: Ich bin in der Forschungsgemeinschaft GB und in der Great Britain Philatelic Society. Der eine Verein sitzt in Düsseldorf und der andere in London. Habe auch keinen persönlichen Kontakt, aber die Forschungs- und Mitteilungsblätter sind sehr lehrreich. Falls ich fragen habe, kann ich per e-mail oder mit einer schriftlichen Anfrage in den Vereinsblätter auf Hilfe hoffen!

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