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Airmails Newfoundland

  • DKKW
  • 8. November 2012 um 19:09
  • DKKW
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    • 8. November 2012 um 19:09
    • #1

    Hallo zusammen,

    Newfoundland und Pionierluftpost sind zwei untrennbar miteinander verbundene Begriffe. Natürlich habe ich nicht die ganz großen Knaller in meiner Sammlung, aber ich denke doch, dass meine Stücke den einen oder anderen interessieren werden.
    In der Katalogisierung beziehe ich mich auf den Walsh & Butt Newfoundland Specialized Stamp Catalogue (NSSC), die meisten canadischen Händler und Auktionshäuser beziehen sich auf diese Katalogisierung. Darüber hinaus werde ich des öfteren auf das Handbuch von Harmer: "Newfoundland Air Mails" bezug nehmen.
    Da ich die frühen Tansatlantik-Pioniere mangels Goldesel schuldig bleiben muss, beginne ich mit den inländischen Pionierflügen aus dem Jahr 1921. Man versuchte die Tauglichkeit der Flugpost in den Wintermonaten in Verbindung mit der Suche nach Robbenherden aus der Luft unter Beweis zu stellen.

    Im Februar 1921 startete eine Maschine mit dem Piloten Capt. Sydney Bennett mit 200 Briefen an Bord von Botwood nach St. Anthony im Norden Neufundlands. Diese Briefe sind im NSSC unter FF5 katalogisiert.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 10. November 2012 um 07:47
    • #2

    Hallo zusammen,

    zur gleichen Serie der Winterflüge gehört der Flug von Botwood nach Fogo am 28. März 1921. Dieser Flug wurde vom Piloten Cotton ausgeführt. Der Erstflug wird als FF6 bei Walsh & Butt NSSC katalogisiert.

    Mein Brief ist mit einem Dreierstreifen der 1c Karibou-Ausgabe frankiert. 3c entsprachen seit dem 17.5.18 dem Inlandsbrieftarif. Es wurde also kein Luftpostzuschlag erhoben.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 11. November 2012 um 08:05
    • #3

    Hallo zusammen,

    Im Jahr 1921 wurde ein erster Versuch unternommen, Briefe per Luftpost von Neufundland nach Halifax in Neuschottland zu transportieren. Den Flug sollte der australische Pilot Cotton unternehmen. Für den Flug wurde eine eigene Überdruckmarke zu 35c hergestellt die ich im Neufundland thread vorgestellt habe.

    Kurz nach dem Start am 10.12.1921 musste das Flugzeug mit Maschinenschaden nahe Deer Lake notlanden. Nach der Repapratur des Schadens wollte Cotton den Flug fortsetzen. Der Start missglückte und Cotton kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Dies war dann auch das Ende des ersten Versuches einer Luftpostverbindung mit dem Festland. Die Post wurde mit Bahn und Schiff ganz normal nach Halifax geschickt. Die Briefe tragen den Ankunftstempel Halifax 4. Februar 1922. Es sind 5.000 Briefe verschickt worden, sie sind damit recht häufig zu finden.

    Ich zeige hier einen anderen Brief als im Neufundland-thread. Dieser ist mit einer Marke mit weitem Abstand zwischen Air und Mail frankiert (SG148a/Mi. 113Ia/Scott C3). Die Flugpostbriefe sind im NSSC unter FF7 katalogisiert.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 18. November 2012 um 22:45
    • #4

    Hallo zusammen,

    zwischen dem missglückten Flug nach Halifax im Jahr 1921 und dem geglückten Flug nach North Sydney im Jahr 1929 klafft eine mehrjährige Lücke in meiner Sammlung.

    Im Jahr 1929 glückte R. D. Archibald und V. Darell, was Cotton im Jahr 1921 versagt blieb, der Postflug auf das Festland. Am 27.7.1921 flogen die beiden mit ihrem Flugzeug "Bluenose" von Harbour Grace nach North Sydney.

    Die Briefe sind mit dem üblichen Auslandsbriefporto frankiert, i. d. R. mit 4c für einen Brief nach Canada. Es gab also keinen speziellen Luftpostzuschlag.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 24. November 2012 um 16:25
    • #5

    Hallo zusammen,

    im Jahr 1930 erreichte ein Gipsy Moth Flugzeug mit den beiden neufundländischen Piloten Arthur D. Sullivan und Douglas C. Fraser Neufundland. In der Folge führten die beiden Piloten verschiedene Flüge durch, bei denen auch gemäß einem mit der neufundländischen Post abgeschlossenen Vertrag Postsendungen mitgeführt wurden.
    Ursprünglich sollten im Winter 1931 wöchentliche Flüge zu den Outposts an der Nordostküste durchgeführt werden. Die Rundflüge wurden mit einer offiziellen Mitteilung des General Post Office am 29. 12.1930 angekündigt. Aufgrund der Wetterunbilden blieb es schließlich bei einem Rundflug.
    Dieser Rundflug ist im NSSC als FF29 katalogisiert, die einzelnen Outposts werden mit Unterbuchstaben differenziert.
    Ich beginne mit FF29a, der Etappe St. John's - Hampden. Hampden liegt am südlichen Ende der White Bay. Gemäß Harmers "Newfoundland Air Mails" wurden 1.337 Briefe nach Hampden mitgeführt (Hampden hatte 1940 135 Bewohner!!).
    Seit dem 2. Januar konnten Sendungen für den Flug beim Postamt in St. John's abgegeben werden. Der Abflug erfolgte am 29.1.31, abgehende Sendungen weisen also Stempeldaten vom 2.1.bis 28.1. von St. John's auf.
    Der Flug ging nicht glatt vonstatten, neben einem planmässigen Tankzwischenstop in Norris Arm (an der Bahnlinie St. John's - Post aux Basques) kam es zu zwei Notlandungen wegen Schäden am Flugzeug in Rattling Brook und Kings Point. Am 8. Februar wurden endlich Hampden erreicht. Die eingehenden Briefe wurden mit dem Kastenstempel Hampden Feb. 9 1931 gestempelt.

    Mein Brief trägt den Slogan-Stempel von St. John's vom 23. Januar 1931. Slogan: "Shop and / Mail early / Insure / Parcels"
    Außerdem ist das First Flight Cachet "St. John's to Hampden Jan 29 1931" sowie der Ankunftstempel "Hampden Feb. 9 1931" auf der Vorderseite abgeschlagen. Auf der Rückseite sieht man den gleichen Stempel nochmals abgeschlagen.
    Der Brief ist mit einer 15c Luftpostmarke (Inlandsfluggebühr) und einer 4c Marke für das Auslandsbriefporto in die USA frankiert.
    Ich bezweifel, dass es in nennenswertem Umfang echte Bedarfspost von diesen Flügen gibt. Die weiteren Etappen zeige ich ein andermal.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 25. November 2012 um 13:14
    • #6

    Hallo zusammen,

    aufgrund der schlechten Wetterbedingungen konnte Sullivan den Flug erst am 13. Februar fortsetzen. Die Gipsy Moth lieferte ihre Post ab und Sullivan flog anschließend nach Hampden zurück um die Maschine wieder aufzutanken.

    Für Western Arm waren in St. John's 797 Briefe aufgeliefert worden (Western Arm hatte 1940 83 Einwohner).

    Der NSSC katalogisiert die Erstflugbelege als FF29c (St. John's - Western Arm) und FF29d (St. John's - Western Arm - St. John's)

    Ich zeige einen FF29d, dieser Brief wurde also auf dem Hinflug nach Western Arm transportiert und beim Rückflug wieder mitgenommen. Deshalb ist er auch mit dem doppelten Inlandsflugpostporto frankiert, also mit zwei 15c Airmail-Marken.
    Der Brief trägt vorderseitig den St. John's Slogan vom 8. Jan 1931, Slogan: "Keep Sunday Sacred" (Dieser Slogan-Stempel gehört zu den weniger häufigen Slogan-Stempeln Neufundland). Außerdem ist das Erstflug-Cachee "First Flight St. John's to Jan 29. 1931 Western Arm" vorderseitig abgeschlagen.
    Sowohl vorder- als auch rücksseitig findet sich der Split-Ring-Stempel "Western Arm FE 14 / 31" nur rückseitig als Ankunftstempel der Slogan-Stempel "St. John's Feb 18 / 1931" Slogan erneut "Keep Sunday Sacred"

    Meines Wissens gab es keine Erstflug-Briefe zwischen den einzelnen Outposts.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 27. November 2012 um 20:49
    • #7

    Hallo zusammen,

    die nächste Etappe des Rundfluges zu den Outposts wäre eigentlich Conche gewesen, doch aufgrund widriger stürmischer Witterungsverhältnisse konnte Sullivan seine Gipsy Moth nicht in Conche landen und flog direkt zum Endpunkt des geplanten Fluges nach St. Anthony weiter.
    Der Flug fand am 13.2.1931 statt, Sullivan startete seine Maschine in Hampden um 3:15 Uhr nachmittags und erreichte St. Anthony um 4:50 Uhr nachmittags.

    Für St. Anthony waren 4.750 Briefe bestimmt (bei 842 Einwohnern in Jahr 1940).

    Der NSSC katalogisiert die Briefe nach St. Anthony unter FF29j, Briefe der Rundtour St. John's - St. Anthony - St. John's unter FF29k und Briefe von St. Anthony nach St. John's unter FF29l.

    Mein Brief gehört zur Kategorie FF29k, also Hin- und Rückflug per Luftpost, zudem adressiert nach Brooklyn/New York. Also Luftpost Ausland = Porto 50c.
    Der Brief ist abgestempelt Harbour Grace, JAN 19 / 31. Vorderseitig trägt er des First Flight Cachee: First Flight St. John's to St. Anthony Jan 20. 1931, zudem den Abflugstempel St. Anthony 14. Feb. 1931.

    Rückseitig ist der Ankunftstempel St. Anthony vom 13. Feb. 1931 und der Ankunftstempel St. John's Feb. 18. 1931 abgeschlagen. Beim Ankunftstempel St John's handelt es sich wiederum um einen Slogan-Stempel, slogan: "Keep Sunday Sacred"

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 1. Dezember 2012 um 18:56
    • #8

    Hallo zusammen,

    erst am 17. Februar konnte die Gipsy Moth St. Anthony für den Rückflug verlassen, das Wetter machten allen Planungen einen dicken Strich durch die Rechnung.

    Die Maschine startete um 10:40 Uhr vormittags und erreichte um 11:10 Uhr. Es wurde die für Conche bestimmte Post ausgeladen( 963 Briefe), die Sendungen für den Rundflug St. John's - Conche - St. John's aussortiert und gleich wieder zur Maschine gebracht (ohne Abstempelung in Conche). Das Flugzeug startete um 12:10 Uhr nachmittags und flog über Western Arm nach Hampden. An beiden Outposts wurden die Postsendungen für St. John's aufgenommen, in Hampden wurde die Maschine aufgetankt und um 4:00 Uhr nachmittags startete das Flugzeug in Richtung Kings Point. Hier wurde die Maschine überprüft. Am folgenden Morgen ging es über Norris Point zurück nach St. John's.

    Conche hatte übrigens im Jahr 1940 403 Einwohner.

    Mein Brief ist für die Rundtour St. John's - Conche - St. John's mit zwei 15c Airmail-Marken frankiert. Die Marken sind mit dem Slogan-Stempel "Keep Sunday Sacred von St. John's vom 6. Jan. 1931 entwertet. Außerdem ist auf der Vorderseite das First Flight Caché für den Flug nach Conche abgeschlagen. Wie oben erwähnt tragen alle Rundtourbriefe nach Conche keinen Ankunftstempel. Rückseitig der St. John's Slogan "Keep Sunday Sacred" vom 18. Februar 1931 als Ankunftstempel.

    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (1. Dezember 2012 um 18:56)

  • DKKW
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    • 9. Dezember 2012 um 18:50
    • #9

    Hallo zusammen,

    in meinen letzten Beiträgen hatte ich von den wenig erfolgreichen Winterflugversuchen im Januar und Februar 1931 berichtet. Statt einen regelmässigen Zubringerdienst einzurichten blieb es bei einem einmaligen Rundflug, der von wetterbedingten Verzögerungen und Motorproblemen geprägt war.

    Dies war wohl auch der Grund dafür, dass Douglas C. Fraser, der Sullivan bei dem Winterrundflug begleitet hatte, im Mai 1931 mit einer neugebauten Curtiss-Reid Maschine in St. John's ankam. Die Gipsy Moth war zu schwach motorisiert für die Wetterverhältnisse in Neufundland.

    Am 23.5.1931 erschien in der Morgenzeitung die Mitteilung des General Post Office, dass am Abend des gleichen Tages ein Flugzeug mit Luftpost nach Burin starten würde. Porto einfach 15c, Hin- und Rückflug 30c. Auch hier kann man aufgrund der kurzen Zeit zwischen Ankündigung und Flug darauf schließen, dass praktisch keine Bedarfssendungen den Flug mitmachten.

    Der Abflug verzögerte sich dann doch bis zum 26. Mai 1931. Luftpostbriefe tragen Stempel vom 23. und 24. Mai 1931. Als Ankunftstempel wurde der Kastenstempel von Burin North MY 26, 1931 abgeschlagen. Diejenigen Briefe, die auch den Rückflug mitmachten, tragen den Ankunftstempel von St. John's 26.5.1931.

    Mein Brief ist nur für den Hinflug mit einer 15c Airmail freigemacht. Die Marke ist mit dem Slogan von St. John's May 24, 1931 abgestempelt. Der Slogan lautet: "Prevent Forest Fires - SAVE - Our Forests"
    Rückseitig ist der bereits genannte Kastenstempel "Post Office Newfoundland May 26 1931 Burin North" abgeschlagen. Die Rücksendung erfolgte auf dem See- oder Landweg, deshalb ist als Eingangsstempel der Slogan "St. John's May 29, 1931" abgeschlagen. Slogantext: "Adress Mail To Streets Or Boxnumber"

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 15. Dezember 2012 um 16:53
    • #10

    Hallo zusammen,

    der große Repräsentationsflug der Do - X führte vom Glenn Curtiss Airport, Long Island, New York nach Neufundland, wo die Maschine am 19.5.1932 in Dildo Arm ankam. Der Ort wurde angeflogen, da am geplanten Zielort Holyrood dichter Nebel herrschte.
    Am kommenden Morgen wurde die Do - X nach Holyrood verlegt und für den Transatlantikflug zurück nach Europa aufgetankt.
    Bereits am 19. Mai erschien in der St. John's "Daily News" eine Anzeige des "Department of Posts and Telegraphs" dass die Do - X auf Ihrem Flug nach Europa maximal 3.000 Briefsendungen mitnehmen würde. Das Porto für diesen Flug sollte 1.50 Dollar betragen und eine besondere Flugpostmarke würde für diesen Anlass herausgegeben.
    Über die Marke habe ich in meinem Neufundland-thread berichtet.
    Es sollen 1.055 Briefe nach England abgefertigt worden sein, davon tragen nur 20 einen Ankunftstempel (FF35a), während die Masse (1.035) keinen Ankunftstempel trägt (FF35).
    Die Rundtour St. John's - England - St. John's absolvierten 384 Briefe (FF35b).
    Nach Deutschland wurden 350 Briefe abgefertigt (FF35f), einzelne Briefe waren nach Portugal, Spanien, Frankreich, Ungarn, Norwegen und Schweden gerichtet.

    So, jetzt habe ich meinen dösigen Scanner doch zum "Laufen" bzw. scannen gebracht.

    Also hier der bereits im Neufundland thread gezeigte Do - X FF35 Brief nach Großbritannien ohne Ankunftstempel.

    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (15. Dezember 2012 um 18:21)

  • DKKW
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    • 16. Dezember 2012 um 20:18
    • #11

    Hallo zusammen,

    nachdem in Labrador Gold gefunden wurde, erschien eine Notiz des Newfoundland Post Office mit dem Hinweis, dass die neufundländische Post die Eröffnung eines Postamts in Wabush-Katsao beabsichtigt, damit die Goldsucher an die öffentliche Postkommunikation angeschlossen würden. Die Postverbindung sollte mittels Luftpost aufrecht erhalten werden. Für den Eröffnungsflug am 11.71933 würde ein Briefporto von 30c für den einfachen Flug und 60c für Hin- und Rückflug erhoben. 1.800 Briefe wurden mit dem Erstflug transportiert.

    Die Briefe tragen den Stempel von St. John's vom 11.7.1933 und den Ankunftstempel von Sept Iles vom 20.7.1933. Der Ankunftstempel von St. John's für den Rundflug datiert vom 31.7.1933.

    Mein Brief hat die komplette Tour mitgemacht und ist anschließend nach Vancouver weitergeleitet worden. Vorder- und Rückseite tragen ein Vielzahl an Stempeln, Flugcachee etc.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 23. Dezember 2012 um 14:14
    • #12

    Hallo zusammen,

    hier kommt mein voraussichtlich letzter Beitrag vor Weihnachten, deshalb auf diesem Wege allen Mitgliedern und Nutzern des Philaforums ein fröhliches und friedliches Weihnachtsfest.

    Am 24.6.1939 begann für Neufundland das Zeitalter regulärer Transatlantikflüge, als Pan American Airways zum Erstflug via Foynes (Irland) nach Southampton startete. Die genannten Orte sind typisch für die Aera der Flugboote, später, als "normale" Passagierflugzeuge mit ausreichender Reichweite zur Verfügung standen wurden die Flughäfen Gander (Neufundland) und Shannon (Irland) als Transitflugplätze für den Transatlantikverkehr gebaut.
    Es wurden Unmengen an Erstflugbelegen mitgenommen, diese FFC sind häufig zu finden. Ich zeige zwei Belege, einmal einen mit 30c frankierten Luftpost-Brief FF43 nach Pittsburgh / Pennsilvania via Irland mit dem rückseitigen Erstflugcachet von Shannon und dem Transitstempel von Baile Atha Cliath (gälische Bezeichnung für Dublin).
    Zum anderen einen mit 40c frankierten eingeschriebenen Luftpost-Brief FF43b (30c Luftpostbrief nach Europa, 10c Einschreibegebühr für Auslandsbriefe) von St. John's an den bekannten Londoner Briefmarkenhändler Stanley Gibbons.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 29. Dezember 2012 um 14:54
    • #13

    Hallo zusammen,

    der PanAm-Clipper steuerte auf seinem Rückflug erneut Botwood an. Post für diesen Rückflug wurde in St. John's am 27.6.39 abgefertigt, in Botwood am 28.6.39.
    Der eigentliche Flug von Botwood nach New York über Shediac (Neu-Braunschweig) fand am 1.7.1939 statt. Die beförderte Postmenge war erneut beträchtlich, diese Erstflugbelege sind häufig.

    Ich zeige einen korrekt mit 10c frankierten Luftpostbrief nach Augusta/Illinois, der bis Shediac mitgenommen wurde. 4c Briefporto und 6c Luftpost-Zuschlag in die USA. Belege der Etappe bis Shediac werden im NSSC unter FF44b katalogisiert.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 1. Januar 2013 um 09:49
    • #14

    Hallo zusammen,

    am 1. Mai 1942 wurde die erste reguläre Flugverbindung von Neufundland nach Canada durch die Trans-Canada-Airlines eröffnet. Der Rückflug von St. John's via Gander und Sydney(N.S.) nach Moncton (N.B.). Auch hier wurde wieder Unmengen an Erstflugbelegen transportiert, so dass die Belege von diesem Flug wohl die häufigsten Erstflugbelege Neufundlands überhaupt sind.

    Ich zeige einen Erstflugbrief von St. John's nach Moncton (FF47b) mit dem großen Erstflug-Cachet auf der Vorderseite. Auf der Rückseite befindet sich der Maschinenstempel "Moncton N.B. May 1. 1942"

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD FF47b St. John's - Moncton 1.5.1942.jpg
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  • DKKW
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    • 6. Januar 2013 um 12:29
    • #15

    Hallo zusammen,

    am 15.6.1946 starte eine Pan Am Maschine von Gander aus Richtung Europa. Im Erstflug wurden Brüssel, Wien, Prag und Bern angeflogen. Es exisitieren auch belge nach Oslo, Athen und Berlin. Wiederum wurden tausende Erstflugbelege mitgenommen. Viele tragen das PanAm Erstflugcachet mit den jeweiligen Zielorten.

    Ich zeige drei dieser Erstflugbelege mit dem PanAm-Cachet nach Brüssel, Wien und Prag. Ob es hier ein Sonderporto für den Erstflug gab, weiss ich nicht. Ich kenne nur Belege, die mit 40c frankiert waren. Nach NSSC betrug das reguläre Luftpostporto für Briefe nach Europa 7c plus 30c Luftpostzuschlag.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 19. Januar 2013 um 16:45
    • #16

    Hallo zusammen,

    die lange Pause war diesmal unbeabsichtigt. Aber nach massiven PC-Problemen bin ich jetzt wieder online und auch mein Drucker/Scanner spricht wieder mit mir.

    Ich zeige heute einen Erstflugbeleg vom 1. Januar 1947. An diesem Tag wurde die Flugverbindung von Gander nach New York der American Airlines eingerichtet.

    Der Erstflugbrief ist mit 10c portogerecht frankiert, es handelt sich gleichzeitig um einen "Ersttag" des neuen Luftposttarifs für Briefe in die USA (10c ab dem 1.1.47 bis zum Beitritt Neufundlands zu Canada)

    Der Brief ist am 1. Jan. 1947 in Gander abgestempelt und trägt vorderseitig das Erstflugcachet. Rückseitig ist der Ankunftstempel von New York vom 2. Jan. 1947 abgeschlagen.

    Es wurden 9.500 Erstflugbriefe befördert, also keine Rarität. Der NSSC katalogidiert diesen Erstflug unter FF51.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 26. Januar 2013 um 15:17
    • #17

    Hallo zusammen,

    heute folgt mein derzeit letzter Erstflugbeleg Neufundlands. Ich werde allerdings noch einige Bedarfsluftpostbriefe aus meiner Sammlung in den kommenden Wochen zeigen.

    Der heutige Brief ist ein Erstflugbeleg vom 15.3.1947. Eine PanAm Maschine startete an diesem Tag in Richtung Karachi (im heutigen Pakistan). Der Brief ist portorichtig mit 60c frankiert (diese Luftpostbriefe waren eine der wenigen Möglichkeiten, die 30c Marke portogerecht auf Brief zu frankieren). Rückseitig ist der Ankunftstempel von karachi vom 18.3.47 abgeschlagen.
    Weder im NSSC, der die Erstflugbelege nach Karachi unter FF53 katlogisiert, noch im Harmers "Newfoundland Air Mails 1919-1949" ist die Zahl der transportierten Erstflugbelege genannt, in Anbetracht des geringen Katalogwertes dürfte die Zahl beträchtlich gewesen sein.
    Es folgten bis zum Anschluss Neufundlands an Kanada noch drei weitere Erstflüge von Gander nach Prestwick, nach Helsinki und nach Calcutta. Diese Belege haben es, obwohl recht preiswert, bislang noch nicht in meine Sammlung geschafft.

    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (26. Januar 2013 um 15:18)

  • DKKW
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    • 27. Januar 2013 um 21:48
    • #18

    Hallo zusammen,

    reguläre Bedarfsluftpostbelege tauchen m. E. erst in den vierziger Jahren auf, ich werde zum vorläufigen Abschluss dieses threads drei Belege aus dieser Zeit zeigen. Einen weiteren Luftpostbrief mit Militärpoststempel habe ich heute im Neufundlandthread vorgestellt.

    Der heutige Brief ist am 20. August 1943 vom Postamt St. John's abgefertigt worden und ist an den Postmaster Cox in Upper Stewacke in Neuschottland/Kanada adressiert. Der Luftpostbrief ist mit einer 7c Luftpostmarke aus dem gleichen Jahr (Ersttag 1.7.43) frankiert. Gemäß rückseitigem Ankunftstempel von Upper Stewacke kam der Brief am 23. August beim Empfänger an.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 28. Januar 2013 um 14:00
    • #19

    Hallo zusammen,

    vor Jahren konnte ich eine kleine Korrespondenz eines jungen Dänen in Diensten des Geological Survey an seine Eltern zu Hause in Slagelse erwerben.
    Dänemark ist ja nicht gerade die alltäglichste Destination von Neufundland aus gesehen (umgekehrt auch nicht).
    Der heute gezeigte Brief datiert vom 3 August 1945. In Europa war der Krieg seit einigen Monaten beendet, im Fernen Osten tobten die Kämpfe noch immer. Japan kapitulierte formell erst am 2. September.
    Das dürfte auch der Grund sein, warum dieser Brief einen Zensurstempel trägt. Näheres dazu kann ich nicht sagen, mit der neufundländischen Postzensur habe ich mich bislang nicht näher befasst.
    Der Brief ist mit drei 10c Marken der Second Ressources Issue frankiert. Eventuell hatte der Absender aufgrund seiner Tätigkeit die Möglichkeit Luftpostbriefe zu ermässigtem Porto zuversenden, lt. Portotabelle wären 40c üblich gewesen. Ich habe aber noch einen weiteren Brief aus dieser Korrespondenz, der mit 30c frankiert ist und ebenfalls unbeanstandet befördert wurde.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 5. Februar 2013 um 13:03
    • #20

    Hallo zusammen,

    hier folgt mein vorerst letzter Luftpostbrief aus Neufundland. Fortsetzungen folgen je nach Neuzugang, sollten andere Sammler etwas zum Thema beitragen können, so würde es mich freuen.

    Der heutige Brief ist ein ebenfalls mit 30c frankierter Brief ausNeufundland nach Slagelse in Dänemark aus der bereits erwähnten Korrespondenz des jungen Geologen Troelsen an seine Eltern.
    Der Brief trägt einen OAT-Stempel (OAT = Onward Air Transmission), zu diesem Thema gab es vor Jahren einen thread, der dieses Thema recht ausführlich behandelt hat:


    Viele Grüße
    DKKW

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