Für Philatelisten ist es eine Weltsensation: Die in vielen Ländern der Welt verstreuten Mauritius-Briefmarken sind erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Das Berliner Museum für Kommunikation zeigt ab Freitag 18 der 27 noch existierenden Blauen und Roten Mauritius. 'Seit ihrem Druck 1847 hat sie niemand mehr zusammen gesehen', sagte Museums-Direktorin Lieselotte Kugler am Donnerstag in Berlin.
Für die dreiwöchige Schau gelten höchste Sicherheitsvorkehrungen.
In der Schatzkammer des Museums sind die Kostbarkeiten in Vitrinen ausgestellt: zehn Rote und acht Blaue Mauritius. Darunter ist der berühmte 'Bordeaux-Brief', dessen Wert von Experten auf rund vier Millionen Euro geschätzt wird. Der mit einer roten und blauen Marke versehene Brief war den Angaben zufolge 1902 von einem französischen Schuljungen im Archiv einer Weinhandlung entdeckt worden. Der Philatelist und Auktionator Wolfgang Jakubek taxiert den Wert des Briefes auf mittlerweile sogar zehn Millionen Euro, wie er zur Eröffnung der Schau sagte.