Werkstätten: Nieder-Ramstädter Diakonie verkauft Postwertzeichen an Sammler, sucht aber auch neue Standbeine
[Blockierte Grafik: http://www.echo-online.de/storage/scl/ng…32290_BILD1.jpg]
Vorsichtig setzt die junge Frau die Schere an. Ganz behutsam schneidet die Zweiundzwanzigjährige die kleine Briefmarke aus dem Umschlag heraus. Auch ihre 25 Arbeitskollegen sitzen hochkonzentriert an ihren Schreibtischen und sortieren Postwertzeichen. Seit über 20 Jahren gibt es die Briefmarken-Abteilung in den Werkstätten der Nieder-Ramstädter Diakonie schon. Die geistig behinderten Beschäftigten schneiden abgestempelte Briefmarken aus und verkaufen diese an Sammler aus ganz Deutschland.
„Wir leben davon, dass uns Privatpersonen und Firmen ihre alten leeren Briefumschläge stiften“, erklärt Abteilungsleiter Tobias Neumann. Die Spenden kämen nicht nur aus der Region. „Sogar ein Ministerium in Nordrhein-Westfalen lässt uns seine alten Briefe zukommen“, sagt der 35 Jahre alte Arbeitserzieher. Doch in Zeiten von elektronischer Post werde es zunehmend schwerer, an Briefmarken heranzukommen. „Früher schafften wir es locker, zehn große Gitterboxen mit gespendeten Umschlägen zu füllen. Heute sind es gerade mal zwei.“
[URL=http://www.echo-online.de/region/darmstadt-dieburg/muehltal/Geschaeft-mit-Briefmarken-flaut-ab;art1293,2026275]weiterlesen >>[/URL]