Kurz bevor das Deutsche Reich die Kapitulation des zweiten Weltkrieges bekannt gab, ereignete sich am 11.04.1945 in der Stadt Hettstedt / Südharz ein Bombenangriff der alliierten Streitkräfte. Es sollten die dortigen Metallbetriebe zerstört werden, doch diese verfehlten ihr Ziel und somit schlugen die Bomben in der Innenstadt ein. Daraufhin wurde Hettstedt am 13.04.1945 durch die amerikanischen Streitkräfte besetzt. Zu dieser Zeit war ein Postverkehr nicht mehr möglich.
Nach der Kapitulation wurde Hettstedt in die Sowjetische Zone eingeteilt und die Verwaltung der Stadt wurde am 01.07.1945 durch den Einmarsch der Sowjetarmee übergeben.
Kurz danach gab es die ersten Briefe die durch den 3-zeiligen Nachweisstempel, in der Schriftart Fraktur, und den vorhandenen Poststempel befördert waren. Der Portobetrag wurde in den vorhandenen Stempelfeld eingetragen. Auch Einschreiben waren wieder möglich.
Später entwickelte man die einfacheren "Gebühr bezahlt" Stempel in der Fraktur und Arial - Schriftart. Beide Stempelformen wurden bis zur Wiedereinführung der ersten Briefmarken verwendet, wobei der Frakturstempel seltener zu finden ist.
Die Stempelfarbe variierte von hell- bis dunkelviolett.