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Die Wiederaufnahme des Postverkehrs in Hettstedt/Südharz

  • Braunbear
  • 9. Juli 2011 um 18:09
  • Braunbear
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    • 9. Juli 2011 um 18:09
    • #1

    Kurz bevor das Deutsche Reich die Kapitulation des zweiten Weltkrieges bekannt gab, ereignete sich am 11.04.1945 in der Stadt Hettstedt / Südharz ein Bombenangriff der alliierten Streitkräfte. Es sollten die dortigen Metallbetriebe zerstört werden, doch diese verfehlten ihr Ziel und somit schlugen die Bomben in der Innenstadt ein. Daraufhin wurde Hettstedt am 13.04.1945 durch die amerikanischen Streitkräfte besetzt. Zu dieser Zeit war ein Postverkehr nicht mehr möglich.

    Nach der Kapitulation wurde Hettstedt in die Sowjetische Zone eingeteilt und die Verwaltung der Stadt wurde am 01.07.1945 durch den Einmarsch der Sowjetarmee übergeben.

    Kurz danach gab es die ersten Briefe die durch den 3-zeiligen Nachweisstempel, in der Schriftart Fraktur, und den vorhandenen Poststempel befördert waren. Der Portobetrag wurde in den vorhandenen Stempelfeld eingetragen. Auch Einschreiben waren wieder möglich.

    Später entwickelte man die einfacheren "Gebühr bezahlt" Stempel in der Fraktur und Arial - Schriftart. Beide Stempelformen wurden bis zur Wiedereinführung der ersten Briefmarken verwendet, wobei der Frakturstempel seltener zu finden ist.

    Die Stempelfarbe variierte von hell- bis dunkelviolett.

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    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

  • Braunbear
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    • 16. Juli 2011 um 11:58
    • #2

    Die Wiederaufnahme des Postverkehrs in Hettstedt/Südharz (Teil 2)

    Anfang 1946 wurde das Hettstedter Hauptpostamt mit den Freimarken der Provinz Sachsen (OPD Halle, ab Mi.Nr. 66), der allgemeinen Ausgabe für die sowjetische Besatzungszone (ab Mi.Nr. 166) sowie der alliierten Gemeinschaftsausgabe (Kontrollrat ab Mi.Nr. 911) für die allgemeine Bevölkerung beliefert. Dadurch wurde in Hettstedt wieder ein normaler Briefverkehr ermöglicht.

    Briefmarken mit sogenannten Handstempelaufdrucken der alliierten Zone wurden auch hergestellt. Der Aufdruck war "20 Hettstedt" in Frakturschrift. Belege mit solchen Handstempelaufdrucken sind seltener zu finden und oft fälschungsgefährdet.

    Als Belege habe ich hier mehrere Beispiele mit unterschiedlichen Markenverwendung von der Einzel-, Mehrfach- und Mischfrankatur.

    Ich hoffe, dass euch die kleine Reise durch die Postgeschichte meiner Heimatstadt gefallen hat.

    Grüße Thomas

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    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

    2 Mal editiert, zuletzt von Braunbear (16. Juli 2011 um 12:05)

  • Ron Alexander
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    • 16. Juli 2011 um 13:43
    • #3

    Hallo Braunbear,

    nette Stücke und sehr schön erklärt, habe es mit Interesse gelesen!

    Viele Grüße

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • wolleauslauf
    Gast
    • 16. Juli 2011 um 14:42
    • #4

    Hallo BB,

    danke für die Historie und die schönen Belege.
    Ist wirklich interessant, wie schnell das wieder anlief und wie man sich beholfen hat.

    Grüße von Wolle

  • Braunbear
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    • 13. Juli 2013 um 10:16
    • #5

    Hallo Freunde der Postgeschichte,

    ich habe in der letzten Zeit begonnen meine gesammelten Belege auf meinen Albenblättern besser zu präsentieren. Das Ergebnis seht ihr nun. Ich habe meine beiden oberen Beiträge mit neuen Albenseiten überarbeitet und ich zeige euch hier noch ein paar neue Exemplare meiner Heimatsammlung zur Zeit der Sowjetischen Besatzung in Hettstedt / Südharz.

    Besonders schwer finde ich eine passende philatelistische Beschreibung der einzelnen Exponate zu finden. Im Verein sagte man mir: "die Ortsangaben von wo nach wo ein Beleg lief", können entfallen. Dann sind aber nur die Portogeschichten oder besondere Aufälligkeiten (falls ich sowas finde) als Belegbeschreibung nützlich. Was meint ihr dazu?

    Schöne Grüße sendet
    Thomas

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    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

  • Zackenzaehler
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    • 13. Juli 2013 um 12:20
    • #6

    Hallo,

    sehr schöne Heimatbelege, die Du hier zeigst. Ich finde die Albenblätter sind gut gestaltet.
    Warum sollte man auf die Ortsangaben verzichten? Hier ergibt sich doch die Möglichkeit die Ortsangaben des Stempels, Beleges etwas genauer zu präzisieren. Abkürzungen kann man z.B. so erklären. Die Angabe der historischen Verwaltungsgliederung ist doch auch interessant. In manchen Fällen kann man auch noch die Postamtsklasse angeben.
    Bei Belegen aus dem Kaiserreich fände ich das persönlich schon sinnvoll.

    MVG Z

  • Saguarojo
    Gast
    • 14. Juli 2013 um 12:28
    • #7

    Hallo Braunbear,

    in deinem Beitrag vom 16.7.2011 (den ich heute erst gesehen habe) zeigst du einen Brief von Hettstedt nach Stuttgart vom 20.8.1946. Dieser Brief ist vom US-Censorship-Board in Esslingen (wie du geschrieben hast) zensiert worden.
    Auf der Briefrückseite müsste auf dem Censor-Klebestreifen die Zuweisungsnummer stehen. Kannst du mir bitte diese Nummer mitteilen.

  • Braunbear
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    • 14. Juli 2013 um 18:30
    • #8
    Zitat

    Original von Saguarojo
    Hallo Braunbear,

    in deinem Beitrag vom 16.7.2011 (den ich heute erst gesehen habe) zeigst du einen Brief von Hettstedt nach Stuttgart vom 20.8.1946. Dieser Brief ist vom US-Censorship-Board in Esslingen (wie du geschrieben hast) zensiert worden.
    Auf der Briefrückseite müsste auf dem Censor-Klebestreifen die Zuweisungsnummer stehen. Kannst du mir bitte diese Nummer mitteilen.

    Hallo Saquarojo,

    auf der Rückseite des besagten Beleges befindet sich neben dem Ankunftstempel Stuttgart - Degerloch 28.08.1946 ein Stempelaufdruck mit der Nummer 14583. Unten Rechts befindet sich zusätzlich noch ein Prüferstempel mit dem Namen "Sicher" (?).

    Grüße Thomas

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    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

  • Saguarojo
    Gast
    • 14. Juli 2013 um 18:38
    • #9

    Danke, das ist die Nummer. Eigentlich gehört sie auf den Zensurverschlussstreifen.

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