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jüngste russische Postgeschichte

  • northstar
  • 16. Mai 2011 um 20:42
  • northstar
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    671
    Geschlecht
    Männlich
    • 16. Mai 2011 um 20:42
    • #1

    Vor kurzem erhielt ich einen E-Bf aus Moskau mit dem handschriftlichen Vermerk „in beschädigtem Zustand eingegangen“, an den Enden jeweils verschlossen mit offiziellem Klebeband des Automatisierten Sortierzentrums Moskau. Neben dem Vermerk ist ein TSt des „Moskauer ASZ / Abteilung manuelle Bearbeitung, Abschnitt Flats 140998“ abgeschlagen.

    Dieser Beleg dokumentiert organisatorische wie linguistische Aspekte der jüngsten russischen Postgeschichte

    2009 gingen in Moskau und 2010 in St. Petersburg regionale automatisierte Sortierzentren in Betrieb. Das Moskauer Sortierzentrum ist mit Maschinen der Firma Elsag Datamag SpA (http://postalautomation.elsag.it/Russia.htm) ausgerüstet, das in St. Petersburg mit Anlagen der Siemens AG.

    Der aus dem Englischen und Amerikanischen stammende neurussische Begriff „flet“ (von flat mail) ist vermutlich mit der Einführung der italienischen Sortiermaschinen in die russische Postfachsprache als Oberbegriff für Nicht-Standardbriefsendungen (z.B. Großbriefe, Kataloge etc.) eingegangen. (vgl. og. Website der Fa. Elsag). Der Gebrauch des Begriffes „flet“ geht bislang über die Verwendung in der Fachsprache nicht hinaus und findet sich z.B. auf der offiziellen Website der Russischen Post nur in den Pressemeldungen zur Inbetriebnahme der ASZ wieder, jedoch nicht in den Informationen zu Produkten und Dienstleistungen für den Postkunden.

    Der Lauf der Sendung lässt sich über eine Funktion auf der Seite der Russischen Post (http://www.russianpost.ru) verfolgen, wenn man den sog. Identifikator (14-stellige Nummer unten auf dem Barcodelabel) eingibt (s. Print des Suchergebnisses im Anhang)

    Die Sendung wurde im Hauptpostamt Moskau aufgeben. Die Postleitzahl 101753 (die ersten 6 Ziffern) auf dem Label ist ein sog. zusätzlicher technologischer Index (technische PLZ), wahrscheinlich bestimmter Schalter- oder Arbeitsbereiche des Hauptpostamtes Moskau. Die Frankatur wurde mit einem TSt des Hauptpostamtes mit der PLZ 101000 entwertet.

    Vom Hauptpostamt ging die Sendung ins Moskauer ASZ, Abteilung Flats und Registrierte Sendungen (PLZ 140992). Die ASZ sowie deren Abteilungen und Abschnitte haben jeweils eigene Postleitzahlen. Das Moskauer ASZ befindet sich übrigens nicht auf dem Territorium des Föderationssubjekts (vergleichbar mit den deutschen Bundesländern) Moskau, sondern auf dem des Moskauer Gebiets (Moskovskaja oblast´), deshalb beginnt die PLZ mit 140, die zum Nummernbereich des Moskauer Gebiets gehört.

    Zwei Tage später durchlief die Sendung das Petersburger ASZ, Abteilung Pakete (PLZ 200983, die Bereichsnummer 200 ist eine zuvor ungenutzte Nummer, die außerhalb des für Petersburg üblichen Nummernbereichs von 190-199 liegt).

    Schlußendlich gelangte die Sendung zum Bestimmungspostamt 25, Ankunftstempel mit PLZ 191025 (erfolgloser Zustellungsversuch (handschriftlicher Vermerk mit blauem Kugelschreiber auf der Rückseite), interne Sortierung der Zustellabteilung=blaue Nummer links von der Frankatur, Aushändigung an den Adressaten).

    Der Vorgang der manuellen Bearbeitung (Verschluß der Sendung mit Klebeband im Moskauer ASZ) wurde nicht extra erfasst.

    Bilder

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    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

    Einmal editiert, zuletzt von northstar (16. Mai 2011 um 21:04)

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