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Ausgabestempel

  • Michael D
  • 11. Dezember 2010 um 15:59
  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    5. August
    • 11. Dezember 2010 um 15:59
    • #1

    Hallo,

    den folgenden Brief aus dem Jahr 1862 konnte ich jüngst für kleine Münze bei einem forumsbekannten Händler ersteigern.
    Aus Frankreich (kann jemand den Punktstempel 441 zuordnen ?) nach Stettin laufend, war er nach dem Tarif von 1858 für Briefe in den 2. Rayon mit 50 Centimes korrekt frankiert.
    Leider zeigen die Marken deutliche Mängel, sonst wäre die Mischfrankatur aus geschnittener (Mi.-Nr. 12 von 1853) und gezähnter (Mi.-Nr. 21) Ausgabe hübsch anzuschauen.

    Mein Grund für den Erwerb ist rückseitig zu sehen. Dort ist ein seltener preußischer K1-Ausgabestempel mit dem Schriftzug BESTELLUNG No. 3 zu sehen.
    Thalmann schreibt in Zusammenstellung der Preußischen Poststempel nach Form und Zeitfolge hierzu: Dieser Stempel ist mir ab Mitte der 60er Jahre bisher nur für Stettin auf Einschreibebriefen allein, auf gewöhnlichen Briefen neben dem Ausgabestempel (zitiert wird ein K1 mit Beschriftung AUSG. / Datum / Stundenzahlen) und auf Paketbegleitbriefen vorgekommen.
    Thalmann kannte nur die Bestellgangsnummern 1 und 2.

    Der Beschreibung nach kannte Thalmann diesen Stempel auf einfachem Brief ohne "normalen" Ausgabestempel - wie hier auf diesem Brief - nicht.
    Überhaupt schien diesem Stempel eine besondere Rolle zugedacht, die sich vermutlich im Laufe der Zeit wandelte: Verwendung auf Briefen mit Zusatzleistung (evtl. auch auf Wertbriefen ?) - Verwendung in der Packkammer - Verwendung neben (!?) dem normalen Ausgabestempel.

    Vielleicht wissen Heimatsammler von Stettin mittlerweile mehr über diesen Stempel. Größere Verbreitung hat ein derartiges Wissen aber bisher nicht erfahren. Sammler mit Forschergeist können hier noch manches entdecken.
    Überhaupt bin ich der Meinung, dass den Ausgabestempeln bisher zu wenig Beachtung geschenkt wird. Für seltene Aufgabestempel werden manchmal hohe 3-stellige Zuschläge bewilligt. Seltene rückseitige Abstempelungen der Briefausgabe - womit der Abschluß der postalischen Beförderung offiziell dokumentiert wurde - nimmt kaum jemand wahr.
    Dabei möchte ich die Prognose wagen, dass in zehn oder zwanzig Jahren hier das Bild ein ganz anderes sein wird.

    Würde mich freuen, wenn Forumsmitglieder hier ihre rückseitigen Besonderheiten vorstellen.

    Viele Grüße
    Michael

    Tippfehler beim Bestellgang korrigiert

    Preußen und Transite

    2 Mal editiert, zuletzt von Michael D (11. Dezember 2010 um 17:12)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. Dezember 2010 um 05:53
    • #2

    Lieber Michael,

    eben erst deinen Thread gesehen finde ich, dass der Brief attraktiv ist, vor allem, weil auf Briefen nach AD Mischfrankaturen nicht häufig sind und in Kombination mit dem seltenen Ausgabestempel die Rosine immer größer wird. :)

    Der Einsatzwandel eines Stempels ist immer hoch interessant - das Problem hier wird sein, dass es am Material mangeln wird, dies hinlänglich nachzuweisen. Aber dir traue ich das zu ... :)

    Ich werde feststellen lassen, zu welchem Ort 441 gehörte, aber das wird noch etwas dauern. Zu der Zeit kosteten Briefe nach Bayern übrigens nur 40 Centimes (Postvertrag vom 1.7.1858), zuvor aber auch 50 C..

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.584
    • 13. Dezember 2010 um 06:22
    • #3

    Hallo Michael D,

    der Punktstempel 441 (Petit Chiffre) gehört zum Postamt Bordeaux. Der dazugehörige Datumstempel ist schwach unter dem Grenzübergangsstempel Aachen zu erkennen.
    Frankreich kennt sozusagen zwei Verteilungen, die erste sind die Punktstempel "Petit Chiffre" bis 4999. Die "zweite" Verteilung sind die Punktstempel "Grand Chiffre" bis 6449.
    (nach Peter Boner: Frankreich 1849-1900)

    Interessant Deine Ausführungen zu seltenen Ausgabestempeln, Kannst Du Deine Literaturangaben etwas präzisieren? Wie soll man ohne Literatur wissen worauf man achten muss? Vielen Dank im voraus.

    Viele Grüße
    DKKW

  • Baldersbrynd
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    1. Mai 1939 (87)
    • 13. Dezember 2010 um 06:36
    • #4

    Hallo zusammen.

    Ein sehr Interessante Brief aus Frankreich.
    Zu dem Ausgabestempeln siehe auf folgende Seite:

    Viele Grüße
    Jørgen

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. Dezember 2010 um 15:46
    • #5

    Lieber Michael,

    hier ein Link auch zu franz. Nummernstempeln:


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    5. August
    • 13. Dezember 2010 um 16:45
    • #6

    Liebe Sammlerfreunde,

    schön, dass dieses Thema doch Resonanz findet. :)
    Vielen Dank für die Links und die Zuordnung des 411er-Stempels. Ich hatte den französischen Aufgabestempel nicht entziffern können. Nur die ersten Buchstaben BO waren leserlich. Dies deutet zwar mit ca. 99%iger Sicherheit nach Bordeaux, aber wissen ist besser als schätzen.

    @bayern klassisch,

    nach Preußen reichten 40 C. nur für die Rheinprovinz und das Fürstentum Birkenfeld. Alle anderen Gebiete lagen im 2. Rayon mit 50 C.

    Bei der Erforschung dieses Ausgabestempels kann Materialmangel sicherlich eine Hürde sein. Braucht man halt mehr Anlauf bzw. einen längeren Atem. ;)

    DKKW,

    danke für die Ausführungen.

    Zu der Literaturangabe:
    Friedrich Wilhelm Thalmann schrieb 1925-32 die Arbeit Zusammenstellung der Preußischen Poststempel nach Form und Zeitfolge
    diese unterteilte sich in die 3 Teile
    A. Aufgabestempel
    B. Ausgabestempel
    C. Packkammerstempel

    Dabei handelt es sich nicht um einen Stempelkatalog, sondern um eine Beschreibung der verschiedenen Stempeltypen mit den Umständen ihrer Einführung und Verwendung. Soweit damals schon bekannt, auch mit Verwendungsorten.
    Aus heutiger Sicht stellenweise nicht mehr aktuell, aber eine neuere Arbeit über die preußischen Stempeltypen gibt es so kompakt nicht.

    Die Arbeit ist vor einigen Jahren als Nachdruck bei der Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Postbezirk Link zur Arge NDP in 2 Heften erschienen.
    Leider ist 1 Heft z.Zt. vergriffen, manchmal tauchen Angebote bei ebay auf.
    Meiner Meinung nach ist diese Arbeit für einen Sammler preußischer Stempel noch immer wichtig (und dabei nicht sehr teuer).

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    5. August
    • 16. Dezember 2010 um 20:53
    • #7

    Liebe Sammlerfreunde,

    auch bei den üppig vorhandenen Briefen der Farina-Correpondenz aus Köln wird man auf der Rückseite fündig, wenn es um die Ausgabestempel geht.
    Nachfolgend einige Beispiele aus Köln, teils in bekanntem Format. Aber der letzte Stempel ist ein kleiner Exot (und im Thalmann nicht aufgeführt - was zunächst mal nichts über die Seltenheit aussagt).

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (16. Dezember 2010 um 20:54)

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