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Die chemische Untersuchung des Auslandbriefverkehrs während des II. Weltkrieges

  • mx5schmidt
  • 1. Dezember 2010 um 22:20
  • mx5schmidt
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    25. September 1958 (67)
    • 24. Dezember 2010 um 15:15
    • #21

    Diese Postkarte wurde aufgegeben am 18.12.1944 in Göteborg in Schweden und in der für Skandinavien zuständigen Auslandsbriefprüfstelle Berlin geprüft und mit entsprechenden handschriftlichen Prüfernummern versehen.

    Es erfolgte ein Abschlag des Handprüfstempels Riemer B-14 "Zensurstelle/ b geprüft b" mit liegender Wellenlinie. Dieser Prüfstempel war laut Riemer von November 1944 bis März 1945 in Gebrauch.

    Die chemische Untersuchung erfolgte in diesem Falle gleich mit vier(!) verschiedenen Chemikalien, vorderseitig sowie rückseitig, jeweils senkrecht.

    Der Einsatz von vier verschiedenen Chemikalien zur chemischen Untersuchung konnte mit diesem Beleg hier erstmals dokumentiert werden!

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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  • mx5schmidt
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    • 25. Dezember 2010 um 10:37
    • #22

    Hier der nächste wie ich finde sehr interessante Beleg zur Dokumentation des gewählten Themas:

    Dieser Brief wurde am 13.11.1943 in KARLSBAD 1 aufgegeben als Auslandsbrief nach Schweden, Porto 25 Pf,
    per Einschreiben, Porto 30 Pf, sowie
    per Luftpost, Porto 5 Pf.
    Der Beleg wurde mit 60 Pf per MiF portogerecht freigemacht.

    Der Absender war Karl-Heinz Helmuth Franz Erret.

    Dieser wurde am 05.09.1920 in der Kreuzstr. 23, Leipzig, Sachsen, Deutschland geboren und starb am 09.02.2003.

    Am 13.08.1927 zog er nach Karlsbad in Tschechien. Er machte eine Ausbildung zum Bildhauer von 1934 bis 1938 und arbeitete dann bis 1940 als Bildhauer.

    Am 01.12.1940 wurde er zum Militärdienst eingezogen und im August 1941 an die Ostfront versetzt, wo er bis zum 10.05.1945 eingezogen blieb. Vom 11.05.1945 bis zum 21.05.1945 war er in amerikanischer Gefangenschaft, danach kam er in russische Gefangenschaft, aus welcher er nach Braunschweig flüchtete.

    Am 10.03.1949 wanderte er nach Schweden aus, wo er ab 01.08.1949
    bis zu seiner Pensionierung beim Adressaten dieses Briefes, der A.B. Gustavsberg, Gustavsberg arbeitete.

    Dieser Brief, den Franz Erret wohl während eines Heimaturlaubs schrieb dokumentiert, dass er mit der Firma A. B. Gustavsberg bereits 1943 geschäftlich verbunden war.

    Der Brief lief durch die für Skandinavien zuständige Auslandsbriefprüfstelle Berlin und wurde dort geöffnet und per Verschlußstreifen endlos als Banderole, Riemer B-53a, verschlossen.

    Zur Dokumentation wurde ein Handprüfstempel, Riemer B-5, der von November 1941 bis Januar 1944 verwendet wurde, zweimal abgeschlagen.

    Auf Umschlag und Briefinhalt erfolgte eine handschriftliche Markierung mit gleicher Nummer.

    Vorderseitig wurde ein sechsstelliger schwarzer Nummeratorstempel "551336" abgeschlagen.

    Der Umschlag wurde vorderseitig sowie rückseitig per waagerechtem Pinselstrich chemisch untersucht.

    Auf dem erhaltenen Briefinhalt wurden diagonal von links oben nach rechts unten vorderseitig sowie rückseitig chemische Untersuchungen mit gleich drei verschiedenen Chemikalien durchgeführt. Die zur Untersuchung verwendete verdünnte blaue Tinte schlug dabei durch das dünne Papier durch und täuscht auf den Scans einen vierten Pinselstrich vor.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (25. Dezember 2010 um 10:38)

  • mx5schmidt
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    • 25. Dezember 2010 um 21:36
    • #23

    Die Auslandsbriefprüfstelle Köln war unter anderem für die Überwachung der Postverbindung von und nach Belgien zuständig.

    Diese Postkarte, aufgegeben am 06.12.1943 in HAMOIR in Belgien, erhielt in der Auslandsbriefprüfstelle Köln einen Maschinen-Prüfstempel Riemer C-20, der von Juli 1940 bis August 1944 verwendet wurde.

    In rot wurde oben handschriftlich eine Prüfernummer eingetragen.

    Für unser gewähltes Thema wird dieser Beleg interessant durch eine nur vorderseitig durchgeführte chemische Untersuchung in Form eines Pinselstriches mit verdünnter blauer Tinte diagonal von links oben nach rechts unten.

    Rückseitig erfolgte bei diesem Beleg keine entsprechende chemische Zensur.

    Das vorderseitige Verfahren wurde hier anscheinend standardmäßig angewendet, worauf die rückseitigen Abklatsche der roten Maschinenstempelfarbe sowie der verdünnten blauen Tinte hinweisen, die vom darunter liegenden und analog geprüften Beleg stammen.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 26. Dezember 2010 um 09:21
    • #24

    Die Arbeit von zwei verschiedenen Auslandsbriefprüfstellen, hier Köln und München, auf einem Beleg dokumentiert dieser Brief aus Deutschland nach Belgien mit Nachsendung in die Schweiz:

    Dieser Brief wurde am 5.7.43 in KARLSRUHE (BADEN) aufgegeben und die MeF aus zwei 12 Pf Marken der DS AH wurde per entsprechendem TSt entwertet.

    Adressiert war der Brief nach "Brüssel - Midi". Der Absender wusste wohl bereits, dass sein Brief die Empfängerin dort nicht erreichen würde und vermerkte handschriftlich "Bitte nachsenden!".

    Der Brief lief durch die für den Postverkehr nach Belgien zuständige Auslandsbriefprüfstelle Köln und erhielt oben rechts einen Maschinen-Durchlaufstempel "A.c.", Riemer C-40.

    In Brüssel wurde als neue Adresse vermerkt "15, Hübelisstr." in Olfen. Es gibt in Olfen in der Schweiz eine Hübelistr.

    Zur Dokumentation dieser erfolgten Weiterleitung wurde ein Maschinenstempel BRUXELLES(MIDI) abgeschlagen mit Datumeinstellung 15 IX 43, also gut zwei Monate später!??? Die Auslandbriefprüfstelle Köln dürfte diesen Beleg wohl entsprechend lange festgehalten haben!

    Der Brief unterlag als Postsendung in die Schweiz nunmehr der Prüfung durch die Auslandsbriefprüfstelle München und wurde dieser zugeleitet.

    Die dortige Arbeit dokumentieren zwei rote Kastenstempel als Prüferstempel mit den Nummern "5594" sowie "3633", ein blauer Kreisstempel mit 10 mm Durchmesser "28".

    Eine chemische Untersuchung wurde durchgeführt, wobei auf der Vorderseite sowie der Rückseite diagonal von links oben nach rechts unten je ein Pinselstrich angebracht wurde.

    Der unten geöffnete Brief wurde per Verschlußvorrichtung verschlossen per Verschlußstreifen mit senkrechter Riffelung und blauem Normstempel 1 "OKW GEÖFFNET".

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    2 Mal editiert, zuletzt von mx5schmidt (26. Dezember 2010 um 09:39)

  • mx5schmidt
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    • 26. Dezember 2010 um 11:59
    • #25

    Postkarte, aufgegeben am 19.6.44 in FÜRSTENBERG (ODER), adressiert nach Bex in der Schweiz.

    In der für die Prüfung des Postverkehrs von Deutschland mit der Schweiz zuständigen Auslandsbriefprüfstelle München wurde dieser Beleg mit Prüferstempeln in Form von drei Kastenstempeln in drei verschiedenen Farben versehen, in rot "5750", in blau "7202", in blauschwarz "7165".

    Ferner wurde ein Handdurchlaufstempel "A d", Riemer D-30, in roter Farbe abgeschlagen, der für Unterscheidungszwecke links eingekerbt wurde.

    Vorderseitig sowie rückseitig erfolgte eine chemische Untersuchung jeweils diagonal, wobei zwei verschiedene Chemikalien benutzt wurden.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 26. Dezember 2010 um 20:41
    • #26

    Mit diesem Beleg wird mit der Auslandsbriefprüfstelle Frankfurt/Main in diesem Thread nunmehr die sechste deutsche Auslandsbriefprüfstelle belegt, die während des Zweiten Weltkrieges chemische Untersuchungen durchführte.

    Postkarte, aufgegeben am 13.3.1941 in BERLIN SW 61, entwertet mit entsprechendem TSt, adressiert nach Fribourg in der Schweiz.

    Für die Postüberwachung des Postverkehrs von Deutschland in die Schweiz war die Auslandsbriefprüfstelle Frankfurt/Main zuständig.

    Auf die Arbeit dieser Auslandsbriefprüfstelle weisen zwei schwarze Kastenstempel mit den Prüfernummern "1113" und "1880" sowie ein handschriftlicher Nummernvermerk hin.

    Eine chemische Untersuchung wurde vorderseitig sowie rückseitig jeweils diagonal von links oben nach rechts unten mit einer Chemikalie durchgeführt, die selbst keine Spuren hinterlassen hat, die jedoch die Tinte der Beschriftung des Beleges leicht angelöst und etwas verwischt hat.

    Die durchgeführte Prüfung wurde dokumentiert mit einem Handprüfstempel mit Kennbuchstabe "e" in blau, Riemer E-3a.

    Dieser von Januar 1941 bis Dezember 1943 verwendete Stempel wurde nur in den ersten drei Monaten in blauer Farbe abgeschlagen, danach immer in rot!

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 27. Dezember 2010 um 07:18
    • #27

    Bleiben wir gleich bei der Auslandsbriefprüfstelle Frankfurt/Main.

    Nach Aufnahme des allgemeinen Briefpostverkehrs zwischen Deutschland und Südfrankreich wurden ab April 1944 auch diese Sendungen der Auslandsbriefprüfstelle Frankfurt/Main zur Untersuchung zugeführt.

    Diese Postkarte wurde am 27.V.44 in WIEN aufgegeben und nach Marseille adressiert.

    In der Auslandsbriefprüfstelle wurden handschriftliche Vermerke angebracht und ein roter Kastenstempel weist auf den Prüfer "312" hin.

    Der Beleg wurde vorderseitig diagonal von links oben nach rechts unten per Pinselstrichen mit zwei verschiedenen Chemikalien untersucht. Rückseitig erfolgte eine chemische Untersuchung mit nur einer Chemikalie diagonal von links unten nach rechts oben.

    Die durchgeführte Untersuchung wurde dokumentiert mit einem der eigens für die Post nach Frankreich in der Auslandsbriefprüfstelle Frankfurt/Main eingeführten Handprüfstempel Riemer E-7, mit Kennbuchstabe "e" sowie zweistelliger Unterscheidungszahl über dem Adler, hier wohl "11".

    Solche Stempelabschläge kommen mit den Unterscheidungszahlen 10 bis 25 von Februar bis August 1944 ausschließlich auf Post von und nach Frankreich vor.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 28. Dezember 2010 um 22:29
    • #28

    Die Auslandsbriefprüfstelle München überprüfte den Postverkehr in die Schweiz wie diesen Einschreibebrief vom 30.11.44.

    Auf die durchgeführte Prüfung weisen zwei rote Kästchenstempel "5438" sowie "2177" sowie ein "T" in Versalie hin.

    Der Brief wurde nach Prüfung verschlossen mit einer Banderole Riemer D-60 mit Inschrift im Siegel "Zensurstelle", verwendet wie in diesem Falle ab November 1944 bis April 1945.

    Den Verschluß des Briefes dokumentieren zwei Abschläge des Handprüfstempels mit 34 mm Durchmesser, Riemer D-12, mit der Inschrift "Geprüft / Zensurstelle", Mitte Adler flankiert mit je einem Stern, Farbe rot, verwendet von Oktober 1944 bis April 1945 vor allem, wie auch in diesem Falle, auf Einschreibebriefen.

    Auf die bei diesem Beleg durchgeführte chemische Untersuchung weist auf der Vorderseite sowie auf der Rückseite ein geschwungener dünner Pinselstrich von links oben nach rechts unten hin.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 29. Dezember 2010 um 21:18
    • #29

    Die Auslandsbriefprüfstelle Berlin war zuständig für die Überprüfung des Postverkehrs von Schweden nach Deutschland.

    Dieser Brief wurde am 11.01.1943 in STOCKHOLM aufgegeben und per Maschinenstempel entwertet.

    In Berlin weisen handschriftliche Vermerke auf die durchgeführte Prüfung hin.

    Der Brief wurde geöffnet und mit der Briefverschlußvorrichtung per Verschlußstreifen mit schräger Riffelung wieder verschlossen und dieses wurde per Normstempel 1 "Geöffnet/(b) O K W", Riemer B-23 a, in rot dokumentiert.

    Eine chemische Untersuchung wurde mit drei verschiedenen Chemikalien per senkrechten Pinselstrichen sowohl vorderseitig als auch rückseitig durchgeführt.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 4. Januar 2011 um 22:27
    • #30

    Dieser Brief wurde am 28.02.1944 in ILMENAU in Thüringen aufgegeben und nach Osby in Schweden adressiert.

    Ich habe ihn wegen der auf der Vorderseite von links oben nach rechts unten verlaufenden chemischen Zensur für sehr kleines Geld (< 5 € inklusive Porto!) nach einigen Tagen reiflichen Überlegens nach dem Motto "soll ich oder soll ich nicht" bei einem Händler in der elektronischen Lagune erstanden, nur, weil er halt so preisgünstig angeboten war, obwohl mich die Braunfärbung einiger Zahnspitzen der verklebten Marke sowie der deutlich sichtbare Fleck unten rechts störten!

    Nachdem der Beleg heute eintraf und ich diesen auch von der Rückseite her in Augenschein nehmen konnte stellte sich heraus, dass der vorderseitige Fleck dadurch verursacht wurde, dass der waagerechte Pinselstrich zur chemischen Zensur auf der Rückseite exakt hier endete. Dieser Fleck ist also kein Mangel, sondern dokumentiert um so deutlicher die durchgeführte chemische Untersuchung.

    Die Marke erweist sich bei genauerer Untersuchung als sauber waagerecht über dem Schriftzug "Deutsches Reich" aus zwei verschiedenen Marken zusammengesetzt. Es handelt sich also wohl um eine Fälschung zum Schaden der Post!

    Als überaus interessant erweist sich ausserdem die Rückseite des Beleges:

    ein neutraler grauer Verschlußstreifen, 39 mm breit, Riemer B-57, wurde hier verwendet, um den zur Zensur rückseitig geöffneten Brief zu verschliessen.

    Auf diesem Verschlußstreifen wurde ein Handdurchlaufstempel, Riemer B-32, "Ab" in Stellung zentrisch, in der Farbe schwarz abgeschlagen, wie er von Oktober 1942 bis Mai 1944 verwendet wurde und laut Riemer "in den seltensten Fällen" auf dem Verschlußstreifen abgeschlagen wurde, nämlich nur dann, wenn die üblichen Prüfstempel "gelegentlich" ausfielen.

    So erwies sich der vermeintlich "einfache" Beleg mit chemischer Zensur bei genauerem Hinschauen als echte Rosine für das gewählte Sammelgebiet!

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (4. Januar 2011 um 22:29)

  • mx5schmidt
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    • 5. Januar 2011 um 21:57
    • #31

    Die Auslandsbriefprüfstelle Frankfurt/Main war ab April 1944, nach Aufnahme des allgemeinen Briefpostverkehrs zwischen Deutschland und Südfrankreich, unter anderem auch für die abwehrtechnische Prüfung dieses Postverkehrs zuständig.

    Diese Postkarte wurde am 05.06.1944 in DILLINGEN (SAAR) aufgegeben und portogerecht als EF mit einem 15 Pf Wert der Dauerserie AH frankiert.

    Laut Absenderstempel ab "DAF Gemeinschaftslager Dillingen/Saar". Dieses DAF-Lager für französische Kriegsgefangene lag im Betriebslager der Hüttenwerke Dillingen. Die Deutsche Arbeitsfront (DAF), die nationalsozialistische Zwangsorganisation, in der Unternehmer und Arbeiter vereint waren, betreute u.a. auch die Ausländer. In ihre Kompetenz fielen solche Aufgaben wie Lagerüberwachung, Krankenbetreuung, Urlaubsgenehmigung oder Erlaubnis zum Empfang von Besuch für Zivilarbeiter.

    Der Beleg wurde in der Auslandsbriefprüfstelle Frankfurt/Main geprüft, worauf für diese Auslandsbriefprüfstelle typische handschriftliche Vermerke sowie ein Kästchenstempel in rot mit dreistelliger Nummer, wohl "231", hinweisen.

    Vorderseitig erfolgte eine chemische Untersuchung per diagonalem Pinselstrich von links oben nach rechts unten mit einer weissen Chemikalie.

    Rückseitig erfolgte diagonal zur Schreibrichtung, ebenfalls von links oben nach rechts unten, eine chemische Untersuchung mit derselben weissen Chemikalie wie auf der Vorderseite sowie mit verdünnter blauer Tinte.

    Die durchgeführte Prüfung dokumentiert ein Handprüfstempel in rot mit Kennbuchstabe "e", Riemer E-7, mit Unterscheidungszahl über dem Adler, bekannt von 10 bis 25, hier "21", verwendet von Ende Februar 1944 bis August 1944.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 7. Januar 2011 um 21:30
    • #32

    Die Auslandsbriefprüfstelle Berlin war unter anderem zuständig für die Überwachung des Postverkehrs aus Skandinavien und prüfte daher diesen Brief aus Schweden, freigemacht als MiF mit zwei Werten des Satzes zum Thema schwedische Flotte, entwertet am 20.10.1944 in STOCKHOLM per Maschinenstempel.

    Auf die durchgeführte Überprüfung weisen mehrere handschriftliche Vermerke = Prüfersignaturen auf der Vorderseite hin.

    Der Brief wurde geöffnet und per Verschlußstreifen aus graubraunem, porösem Papier, Riemer B-53 c, der von November 1944 bis April 1945 verwendet wurde, wieder verschlossen.

    Den Verschluß dokumentiert rückseitig ein Handprüfstempel, Riemer B-14, mit der Inschrift "Zensurstelle / b geprüft Welleninie b", der verwendet wurde, nachdem ab November 1944 die Abwehr durch das Reichssicherheitshauptamt übernommen worden war.

    Die chemische Untersuchung erfolgte vorderseitig sowie rückseitig per Pinselstrich von links oben nach rechts unten mit zwei verschiedenen Chemikalien.

    Ein recht seltener Beleg der chemischen Zensur aus relativ später Verwendungszeit, aber aus der Anfangszeit der Verwendung der dargestellten Kombination aus Verschlußstreifen und Handprüfstempel!

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 8. Januar 2011 um 09:57
    • #33

    Die Auslandsbriefprüfstelle Hamburg überwachte den Postverkehr aus Deutschland nach Dänemark.

    Als Porto für Postkarten nach Dänemark galt ab dem 01.04.1943 die Inlandgebühr von 6 Pf statt der Auslandgebühr von 15 Pf.

    Diese Ganzsache mit Eindruck eines 6 Pf Postwertzeichens der DS AH wurde somit am 06.12.1944 portogerecht in Wiesbaden nach Kopenhagen aufgegeben.

    In der Auslandsbriefprüfstelle Hamburg wurden die für diese Dienststelle typischen Prüfmerkmale angebracht, vorderseitig ein Stempel mit Buchstaben-Zahlengruppe, hier "AI", in blau, rückseitig ein Stempel mit einer nichtumrandeten Zahl, 6 mm hoch, in rot, hier "2".

    Als chemische Untersuchung erfolgte vorderseitig ein Pinselstrich diagonal von links oben nach rechts unten, rückseitig zwei Pinselstriche mit verschiedenen Chemikalien diagonal zur Schreibrichtung von links unten nach rechts oben.

    Die durchgeführte Untersuchung dokumentiert ein vorderseitig abgeschlagener Handprüfstempel, Riemer F-8, mit Inschrift "Geprüft / Zensurstelle", Adler zwischen Zierkreuzen, mit Kennbuchstabe "f" unter dem Adler. Dieser Prüfstempel war nur relativ kurze Zeit, von Oktober 1944 bis Januar 1945, im Einsatz.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 8. Januar 2011 um 21:58
    • #34

    Die Auslandsbriefprüfstelle Köln überwachte den Postverkehr von Frankreich nach Belgien.

    Dieser Brief wurde am 22.01.1943 in RETHEL in den Ardennen aufgegeben.

    Die Arbeit der Auslandsbriefprüfstelle Köln dokumentieren zahlreiche Prüfvermerke, hier zwei handschriftliche Vermerke auf der Vorderseite, ein vorderseitiger violetter Kastenstempel "55", ein vorderseitiger schwarzer Kreisstempel "270" sowie ein rückseitiger violetter Stempel "85" im ovalen Rahmen.

    Die chemische Untersuchung erfolgte mit verdünnter Tinte vorderseitig sowie rückseitig per diagonalem Pinselstrich von links oben nach rechts unten.

    Dieser Umschlag wurde an einer Stelle sogar auf der Innenseite chemisch untersucht, was ich hier leider nicht per Bild dokumentieren kann, weil ich dazu den Beleg aufschneiden müßte.

    Der Brief wurde in der Auslandsprüfstelle Köln links geöffnet und per Verschlußstreifen Riemer C-55 wieder verschlossen, was rückseitig zwei Abschläge des Handprüfstempels Riemer C-5 b mit Kennziffer "51" dokumentieren.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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  • mx5schmidt
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    • 9. Januar 2011 um 21:57
    • #35

    Beim heutigen GT in MG-Rheindahlen habe ich mit diesem Brief meinen ersten Beleg mit chemischer Zensur erhalten, der an den Absender zurück ging!

    Für diesen am 05.11.1943 in Karlsruhe aufgegebenen Brief nach Dänemark galt seit 01.04.1943 das Inlandsporto von 12 Pf plus 10 Pf Luftpostgebühr.

    Der Beleg wurde in der Auslandsbriefprüfstelle Berlin untersucht, worauf die üblichen handschriftlichen Vermerke auf der Vorderseite hinweisen.

    Die chemiische Untersuchung erfolgte vorderseitig durch senkrechten, rückseitig durch waagerechten Pinselstrich.

    Der Brief wurde links geöffnet und mit dem üblichen Verschlußstreifen Riemer B-55 verschlossen, was rückseitig zwei Abschläge eines Handprüfstempels ähnlich Riemer B-10 dokumentieren.

    Der hier verwendete Handprüfstempel dürfte vor dem im Riemer beschriebenen, von Dezember 1943 bis Januar 1944 benutzten Stempel Riemer B-10 nur für relativ kurze Zeit in Gebrauch gewesen sein.

    Die Sendung wurde als nicht der Verordnung über den Nachrichtenverkehr vom 2.4.1940 entsprechend beanstandet und ging an den Absender zurück.

    Gemäß der Verordnung über den Nachrichtenverkehr vom 2.4.1940 war folgende Vorgehensweise vorgeschrieben (Quelle: Beipackzettel der Auslandsbriefprüfstelle Berlin bei zurück gewiesenen Sendungen):

    Postverkehr mit dem nichtfeindlichen Ausland:
    Post durch Absender mit Personalausweis auf dem Postamt aufliefern. Absender auf dem Briefumschlag vermerken.
    Briefmarken klebt der Postbeamte.

    Folgende Postsendungen sind verboten:

    1. schwer oder nicht deutlich lesbare, z. B. in Geheim- oder Kunstsprachen, in Kurzschrift, mit Geheimtinte, in Hebräisch und in jiddischer Sprache.
    2. gefütterte Briefumschläge
    3. Ansichtskarten, aufgeklebte Photographien, Blindenschrift, Schachaufgaben, Kreuzwort- und andere Rätsel
    4. Drucksachen, Geschäftspapiere, Warenproben, Mischsendungen im nichtgeschäftlichen Verkehr
    5. Briefe nichtgeschäftlichen Inhalts, die 4 Seiten Umfang und das höchstzulässige Format 210 x 297 mm (= DIN A 4) überschreiten.

    Anhand des erhaltenen Umschlages läßt sich nicht mehr nachvollziehen, worin der Grund für die Rückweisung durch die Auslandsbriefprüfstelle Berlin lag!

    Ebenfalls ist nicht mehr zu klären, ob der die Sendung annehmende und die Postwertzeichen verklebende Postbeamte bereits die 12 Pf Marke so verschandelte oder ob diese erst später die rechte obere Ecke komplett einbüßte.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (10. Januar 2011 um 22:18)

  • mx5schmidt
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    • 12. Januar 2011 um 22:36
    • #36

    Dieser Brief wurde am 22.7.1944 in Barcelona aufgegeben und nach Basel in die Schweiz adressiert.

    Der Brief wurde zunächst in Barcelona zensiert, worauf ein rückseitiger Stempel hinweist, der mit dem Verschlußstreifen der Auslandsbriefprüfstelle Berlin dann später überklebt wurde.

    Rückseitig findet sich ein sechseckiger Luftpostbestätigungsstempel vom Aufgabetag 22.07.1944 aus Barcelona.

    Die Auslandsbriefprüfstelle Berlin war unter anderem auch für die Untersuchung der Luftpost nach und über Berlin-Tempelhof zuständig und dieser Brief wurde augenscheinlich über diese Route transportiert und daher der Auslandsbriefprüfstelle Berlin zugeführt.

    Der Brief wurde, wie bei der Auslandsbriefprüfstelle Berlin üblich, rückseitig und nicht seitlich geöffnet und mit dem dort gängigen Verschlußstreifen Riemer B-55, hier in der Trennungsart glatt geschnitten, wieder verschlossen, was ein Abschlag des Handprüfstempels Riemer B-5a dokumentiert, der von März bis August 1944 im Einsatz war.

    Eine chemische Untersuchung erfolgte per Pinselstrich auf der Vorderseite sowie der Rückseite mit jeweils zwei Chemikalien, die kaum sichtbare Spuren hinterlassen haben. Auf der Vorderseite erfolgten ein diagonaler Pinselstrich von links oben nach rechts unten sowie ein waagerechter Pinselstrich am unteren Rand. Auf der Rückseite erfolgten zwei diagonale Pinselstriche von links oben nach rechts unten.

    Rückseitig wurde am 02.08.1944 ein Handstempel BASEL 2 / BRIEFAUSGABE abgeschlagen.

    Somit lief dieser Brief vom 22.07.1944 bis zum 02.08.1944, was unter Berücksichtigung des Durchlaufens von zwei Auslandsbriefprüfstellen eine insgesamt extrem kurze Laufzeit darstellt.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 16. Januar 2011 um 22:19
    • #37

    Dieser Brief wurde am 27.07.1943, adressiert nach „Liége. - Belgique“, aufgegeben.

    Der Beleg wurde als EF eines Wertes der DS AH mit 12 Pf entsprechend dem Inlandsporto frankiert.

    Post nach Belgien wurde der Auslandsbriefprüfstelle Köln zugeleitet. Dort wurde der Beleg vorderseitig mit den typischen handschriftlichen Prüfvermerken versehen, in diesem Falle in Bleistift wie üblich sowie in Rotstift wie seltener zu finden. Ferner wurde vorderseitig ein Kastenstempel „65“ abgeschlagen.

    Der Brief wurde links geöffnet und nach durchgeführter Zensur mit dem üblichen Verschlußzettel Riemer C-55 verschlossen, was rückseitig durch zwei Abschläge eines Handprüfstempels Riemer C-5 b mit großer Kennziffer „69“ dokumentiert wurde.

    Auf die durchgeführte chemische Zensur weist jeweils ein Pinselstrich vorderseitig waagerecht sowie rückseitig diagonal von links unten nach rechts oben hin.

    Rückseitig wurde ein schwarzblauer Stempel mit einer zweistelligen Zahl, hier „91“, im ovalen Rahmen abgeschlagen, wohl von den Beamten der Schließgruppe in der Poststelle.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (16. Januar 2011 um 22:21)

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    • 18. Januar 2011 um 21:42
    • #38

    Dieser Brief wurde am 20.07.1944 in Niklasdorf im Ostsudetenland adressiert nach Holland aufgegeben mit Absenderangabe „Schwarzer Postrath z.Z. Neustadt Oberschlesien postlagernd“.

    In der Auslandsbriefprüfstelle Köln wurde der Brief linksseitig geöffnet und mit neutraler, hellbrauner Banderole mit senkrechter Riffelung wieder verschlossen, wie in der Auslandsbriefprüfstelle Köln laut Riemer kombiniert mit dem Normstempel 1 „OKW GEÖFFNET“ mit dem Kennbuchstaben „c“ in blassrosa, Riemer C-21, von Januar bis Mai 1944 üblich.

    Vorderseitig wurden die für die Auslandsbriefprüfstelle Köln üblichen handschriftlichen Vermerke in Bleistift sowie in Rotstift angebracht, rückseitig als Prüferstempel eine kastenlose rote „1“. Interessant ist dabei der vorderseitige Vermeek "Afschrift maken".

    Die chemische Untersuchung erfolgte vorderseitig sowie rückseitig durch jeweils drei Pinselstriche mit verschiedenen Chemikalien.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 31. Januar 2011 um 22:17
    • #39

    Ab 01.04.1943 galt für Briefe nach Holland die Inlandgebühr von 12 Pf, hier portogerecht dokumentiert am 07.10.1943 ab ELTVILLE nach Rotterdam.

    Der Brief lief über die zuständige Auslandsbriefprüfstelle Köln und wurde dort geöffnet und per handschriftlichem Vermerk "5204/79/1" auf dem Umschlag und "5204/79" auf dem Inhalt versehen und chemisch mit jeweils zwei Chemikalien auf dem Umschlag vorderseitig sowie rückseitig von links oben nach rechts unten diagonal untersucht! Der Brief selbst wurde mit denselben zwei Chemikalien vorderseitig sowie rückseitig jeweils senkrecht sowie diagonal untersucht

    Ferner trägt der Beleg vorderseitig den handschriftlichen Vermerk "62/4625" in Rotstift!

    Nach erfolgter Prüfung wurde der Beleg links per üblichem Verschlußstreifen Riemer C-55 verschlossen, was mit zwei rückseitigen Abschlägen des Handprüfstempels Riemer C-5b mit Kennziffer "63" dokumentiert wurde.

    Vorderseitig trägt der Beleg einen violetten statt üblicherweise schwarzblauen Kastenstempel 10 mm x 9 mm "64", rückseitig einen schwarzblauen Stempel "65" im ovalen Rahmen.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (31. Januar 2011 um 22:28)

  • mx5schmidt
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    • 1. Februar 2011 um 21:22
    • #40

    Dieser Brief wurde am 30.04.1943 in TRNAVA in der Slowakei aufgegeben.

    Er lief durch die Auslandsbriefprüfstelle Wien, wo er linksseitig geöffnet und per Verschlußvorrichtung mit schräger Riffelung des Verschlußstreifens sowie vorderseitiger Dokumentation per Normstempel 1, Riemer G-27 b, wieder verschlossen wurde.

    Vorderseitig erfolgte die in Wien übliche fortlaufende Nummerierung per Nummeratorstempel, hier jedoch nicht in der üblichen grünen Stempelfarbe, sondern in blauschwarz.

    Vorderseitig wurde ein Prüferstempel "6858" in grüner Farbe, rückeitig zwei Prüferstempel "1300" sowie "783" in blauschwarz abgeschlagen.

    Das dunkelblaue Futter des Umschlags wurde weitestgehend entfernt.

    Die chemische Untersuchung erfolgte auf der Rückseite des Umschlages halb diagonal mit stark verdünnter blauer Tinte sowie einer weiteren Chemikalie sowie auf dem Briefbogen mit einer Chemikalie waagerecht und diagonal.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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