Welche Marken werden es wohl gewesen sein, die in den Alben der ersten Mitglieder des Sangerhäuser Briefmarkenvereins steckten? Als jetzt die Mitglieder des Briefmarkenvereins Sangerhausen das 90-jährige Jubiläum und die erneute Gründung vor 20 Jahren feierten, warf der Vereinsvorsitzende Klaus Bauer diese Frage auf.
Der Umfang der Briefmarkenausgaben war damals noch sehr übersichtlich. Mit Sicherheit dürften es also die Marken des Königreiches Preußen mit dem Bildnis König Friedrich Wilhelm IV. gewesen sein. Sie wurden damals vom Postbeamten aus dem Bogen geschnitten, der Wert betrug Silbergroschen oder Pfennige.
1920, als die Sangerhäuser Briefmarkensammler ihren Verein gründeten, verzichtete Bayern darauf, die eigene Posthoheit weiter auszuüben und trat dem Reichspostgebiet bei. Deshalb dominierten Markenausgaben der Germania mit der Kaiserkrone. Bezahlt wurden sie in Mark und Pfennigen.