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Sein Schätzchen ist schon etwas betagter – für 154 Jahre aber gut in Schuss, knitterfrei, alle Zähne noch da. Behutsam nimmt er sie in die Zange, seine altenglische „Sixpence“ von 1856 – mit Queen Victorias Profil auf lila Grund. „Eine der ältesten Briefmarken“, sagt Roland Herzberg, „aber eine Abart.“ Der Philatelist aus Passion kennt sich aus: Seit 50 Jahren ist er im Verein der Briefmarkensammler.
Verstaubt, altbacken, langweilig? Der 63-Jährige grinst: „Aufregend, lehrreich, modern – mit den heutigen Computermöglichkeiten kann man Sammlungen ganz wunderbar aufbauen, gestalten und ergänzen.“ Vorausgesetzt, man hat ein Faible für Geographie, Geschichte und meditatives Sich-Versenken in die Fachliteratur. „Das ist total entspannend für Menschen im Berufsstress.“ Auch nach 50 Jahren, sagt er, kann er die Finger nicht von den Marken lassen.