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Belege von Deutschland - Dänemark bis Ende der Inflationszeit

  • DKKW
  • 19. September 2010 um 12:02
  • postschild
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    • 11. Dezember 2010 um 20:48
    • #41

    Jørgen,

    Zitat

    Ich kann Ihr beide ein Gruß von Niels Molander senden.

    Vielen Dank, hätte nicht gedacht das sich Niels noch an mich erinnert ;)

    So langsam bin ich mit meinen Belegen nach Dänemark am ende, aber nichts desto trotz sind die beiden letzten auch nicht gerade alltäglich.

    Heute einmal zur Fahrpost, einem Paket mit 6 kg von Haynau in Schlesien nach
    Langesø bei Odense vom 20.2.1885

    Frankiert mit 105 Pfennig, aber da fehlt doch etwas?!

    unter dem "Postgewicht" findet sich der handschriftliche Zusatz

    45 Pfennig am 22/2 zutaxiert

    Wie stellt sich das zusammen?

    Das Deutsche Porto:
    Haynau in Schlesien bis Grenztaxpunkt Woyens in Schleswig > 83 Meilen was der 4. Entfernungszone entsprach >hier waren für ein Paket mit 5-6 kg 80 Pfennig zu entrichten.

    Das Dänische Porto:
    Für ein Paket mit 5,5 bis 6 kg waren 60 Oere zu zahlen was 70 Pfennig entsprach.

    So kommen wir auf die 150 geforderten Pfennig, eine äußerst ungewöhnliche Darstellung des Portos, aber es stimmt.


    Pakete nach Dänemark bis zum Gewicht von 5 kg mussten frankiert werden, Pakete über 5 kg konnten unfrankiert oder Teilfrankiert werden.

    Das macht einem Postgeschichte Sammler Spaß, aber manch andere erschrecken solche Rechnereien :jaok:

    Glück Auf

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  • Baldersbrynd
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    • 12. Dezember 2010 um 09:20
    • #42

    Hallo zusammen.

    Hier ein Kartenbrief mit 10 Pf. K/A auffrankiert mit 10 Pf. Reichspost, sendet von Lübeck nach Kopenhagen am 266.11.1900.

    Viele Grüße
    Jørgen

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  • DKKW
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    • 12. Dezember 2010 um 09:53
    • #43

    Hallo zusammen,

    postschild
    Wahnsinn :P so etwas muss man erst mal finden - und dann auch noch interpretieren können. Ich bin tief beeindruckt.

    Baldersbrynd
    So eine "Mischfrankatur" zwischen K/A - Ganzsache und Germania - Marke ist natürlich reizvoll. Auch die Anrede "Herrn Assistenshusforvalter" darf man sich auf der Zunge zergehen lassen :D

    Viele Grüße und einen schönen 3. Advent
    Klaus (DKKW)

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (12. Dezember 2010 um 09:53)

  • postschild
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    • 12. Dezember 2010 um 20:37
    • #44

    Hallo zusammen,

    der vorerst letzte Beleg aus dem Deutschen Reich nach Dänemark den ich zeigen kann ist seit vielen Jahren mein Lieblingsbrief.

    Der banale Auslandsbrief ist frankiert mit einer ganz banalen 20 Pfennig Krone Adler Marke, Farbgruppe "d", also normaler als normal.

    Wenn da nicht das Ziel wäre, eine, wenn nicht die seltenste Destination, der K&A Zeit, der Brief ging nach Reykjavík auf Island das damals noch zu Dänemark gehörte.

    Wer jemals auf Island war wird das Land lieben, ich hatte das Glück Island per Pferd zu durchqueren, ein Erlebnis mal ganz ohne Philatelie :)

    Glück Auf

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  • DKKW
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    • 12. Dezember 2010 um 22:41
    • #45

    Hallo postschild,

    meine Hochachtung, wirklich ein absoluter Knaller, den Du Dir da für den (hoffentlich nur vorläufigen) Abschluß aufgehoben hast. In Dänemark findet man ab und an Belege nach Island, aber so etwas wollte mir bislang nicht unterkommen.

    Viele Grüße
    Klaus (DKKW)

  • Baldersbrynd
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    • 13. Dezember 2010 um 08:38
    • #46

    Hallo Postschild und DKKW

    Ein sehr schönes Brief nach Island.

    Ich kann nur zwei Karten schauen, sendet zwanzig Jahre später.
    1. aus Hermsdorf nach Reykjavik sendet am 19.8.1915.
    2 Ein Feldpostkarte sendet so weit ich lesen kann am 27.10.1914, dieser sind dann durschgestempelt in Kopenkagen am 10.11.1914.

    Viele Grüße
    Jørgen

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    • 13. Dezember 2010 um 17:08
    • #47

    Jørgen,

    ich habe ja bewusst geschrieben....

    Zitat

    Wenn da nicht das Ziel wäre, eine, wenn nicht die seltenste Destination, der K&A Zeit,

    In der Germania Zeit kommt Post nach Island erheblich öfter vor, in der Weimarer Republik wird es fast normal.

    Mit der Ausgabe Pfennige habe ich noch nie einen Beleg nach Island gesehen, also suchen wir weiter :)

    Gruß

  • DKKW
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    • 13. Dezember 2010 um 22:21
    • #48

    Hallo zusammen,

    ich hoffe, ich werde mit diesem Beitrag nicht für einen Aufschrei bei der Bayern-Fraktion sorgen.
    Bayern war, wenn auch mit eigener Posthoheit ausgestattet, Teil des Deutschen Reiches. Island war, ebenfalls mit eigener Posthoheit ausgestattet, Teil des Dänischen Königreiches.
    Hier also eine Postkarte aus dem Jahr 1913 aus München via Kopenhagen nach Reykjavik.
    Als Zuckerl handelt es sich um eine Postkarte mit isländischen Markenmotiven der Ottmar Zieher Kunstanstalt. Und eben diese Firma schickt diese Karte an den Kaufmann Helgi Helgason in der Hoffnung auf eine Kauforder aus dem fernen Island. Ich denke,Belege aus Bayern nach Island sind nicht so häufig.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • T1000er
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    • 13. Dezember 2010 um 22:54
    • #49

    DKKW

    Ein wirklich toller Beleg!!!!
    Was für ein Stempeldatum trägt der Stempel aus Kopenhagen?
    Ich les' hier 43.13.4-5-E!!!

    Gruß T1000er

    Rechtschaibveler sind Resultat der teuflisch schnellen Finger, da kommt der Kopf nicht mehr mit :D

  • DKKW
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    • 13. Dezember 2010 um 23:12
    • #50

    Hallo T1000er,

    vielen Dank für die lobenden Worte.

    das Stempeldatum lautet 4.8.13. 4-5-E (E = Eftermiddag, also Nachmittag). Ich vermute fast, es ist der Abgangsstempel von Kopenhagen, also der Tag, an dem das Schiff nach Island auslief. Die Karte wurde in München am 1.8.13 8-9N abgestempelt. Die Strecke nach Dänemark hat die Post damals keine drei Tage benötigt, so lange Laufzeiten bleiben der heutigen Post vorbehalten.

    Viele Grüße
    DKKW

  • T1000er
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    • 14. Dezember 2010 um 06:31
    • #51

    Hallo DKKW,

    danke für die Datumsangabe!
    Mit Brille wäre mir das nicht passiert!!! ;)

    Interessant auch die Druckvermerke.
    Island Nr. 73
    Da muß der Ottmar Zieher ja 'ne Menge Karten von Island aufgelegt haben.

    Die Landkarte fein säuberlich in Deutsch und auf der Anschriftenseite wohl Dänisch? - Bemerkenswert!!!

    Ich denke der Verkaufserfolg war wohl eher mäßig bis ganz gering!!!

    Dann noch was für Heraldiker. - Was für ein mißlungenes Wappen!!!
    Der "weiße Fleck" soll wohl den Stockfisch symbolisieren, den das Wappen Islands bis 1903 zierte.
    Da hätte es bestimmt bessere Abb., Vorlagen gegeben!!!

    Aber trotzdem vom postalischem Weg, via Kopenhagen, ein toller Beleg!!!

    Gruß, T1000er

    Rechtschaibveler sind Resultat der teuflisch schnellen Finger, da kommt der Kopf nicht mehr mit :D

    Einmal editiert, zuletzt von T1000er (14. Dezember 2010 um 06:36)

  • Baldersbrynd
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    • 14. Dezember 2010 um 12:48
    • #52

    Hallo postschild.

    Zitat

    Mit der Ausgabe Pfennige habe ich noch nie einen Beleg nach Island gesehen, also suchen wir weiter


    So eine habe ich auch niemals gesehen.

    Schaue hier eine Postkarte aus Sassnitz nach Kopenhagen, sendet am 8.10.1907, über Schweden. Entwertet mit schwedische Schiffsstempel Sassnitz-Trelleborg, 142A.
    Ich habe eine Karte aus Lübeck nach Stockholm mit dänische Landungsstempel. Das sind das umgekehrtes Welt.

    Gruß aud DK
    Jørgen

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  • Baldersbrynd
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    • 14. Dezember 2010 um 13:04
    • #53

    Hallo Alle

    Schaue hier ein Brief aus Mögeltondern nach Gjedsted in Jütland sendet am 17.5.1900. Die Briefmarke mit Unterrand.
    Briefmarken und Sendungen mit Ober- Unter- oder Seitenrand sind immer schöne.

    Viele Grüße
    Jørgen

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  • DKKW
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    • 14. Dezember 2010 um 20:00
    • #54

    Hallo T1000er,

    ich glaube nicht, dass die Ottmar Zieher Kunstanstalt 73 (oder mehr) Island Karten aufgelegt hat. Ziehers Erfolgsrezept waren Karten aller möglicher Länder mit zeitgenössischen Markenmotiven. Eventuell existieren auch Karten mit Münzmotiven, keine Ahnung. Vielleicht weiss Kartenhai darauf eine Antwort.
    In Dänemark waren die Postkarten mit den Motiven dänischer Marken übrigens verboten. Vielleicht finde ich die Postvorschrift, ich bin mal zufällig drüber gefallen.

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 17. Dezember 2010 um 19:02
    • #55

    Hallo zusammen,

    Flugpostkarten aus dem Jahr 1912 mit der Flugpostmarke Mi. I gibt es wie Sand am Meer. Hier kann ich aber eine der seltenen Karten ins Ausland zeigen, natürlich nach Dänemark.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 18. Dezember 2010 um 07:42
    • #56

    DKKW
    Ein schönes Flugkarte nach DK, meine sind nach England.

    Schaue ein Einschreibebrief aus Lübeck nach Kopenhagen, sendet am 12.9.1876.
    Porto 15 Pf für Brief nach DK bis 15g und 20 Pf. Einschreibegebühr. Das moderiertes Porto war nur für der Brief.

    Viele Grüße
    Jørgen

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  • DKKW
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    • 18. Dezember 2010 um 09:24
    • #57

    Hallo Jørgen,

    Du zeigst erneut einen wundervollen Brief aus der Zeit des Sonderportos. Vielen Dank.

    Ich mache nochmals einen Ausflug zu den ausgefallenen dänischen Destinationen und zeige ein Postkarte aus dem Jahr 1910, die von Berlin über St. Croix nach Christiansted in Dänisch Westindien lief.

    Abgang in Berlin am 2.4.10 8-9N, Ankunft in Christiansted am 25.4.10, also gute drei Wochen unterwegs.

    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (18. Dezember 2010 um 09:53)

  • DKKW
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    • 21. Dezember 2010 um 22:01
    • #58

    Hallo zusammen,

    Avis de reception, also Briefe mit Rückschein sind nicht ganz so häufig. Dieser eingeschriebene Brief von der Gemeinde Rappenau im badischen an das dänische Rote Kreuz in Kopenhagen vom 30.4.15 ist zwar nicht top erhalten aber mein bislang einziger AR-Beleg nach Dänemark aus der Germania-Zeit.
    Porto 20 Pfg., Einschreibegebühr 20 Pfg. und Rückscheingebühr 20 Pfg.

    Viele Grüße
    DKKW

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    2 Mal editiert, zuletzt von DKKW (21. Dezember 2010 um 22:02)

  • DKKW
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    • 27. Dezember 2010 um 17:02
    • #59

    Hallo zusammen,

    Sonderportobriefe aus Schleswig-Holstein und den Hansestädten Hamburg und Lübeck haben wir hier ja schon zu Gesicht bekommen. Einen Grenzportobrief mit Krone/Adler habe ich auch schon gezeigt. Heute folgt ein Grenzportobrief mit der 10 Pfg. Germania Friedensausgabe (Mi. 86Ia) von Hadersleben nach Kolding.
    Abgestempelt mit dem Gitterstempel "Hadersleben *(Schleswig)1* 28.1.10 5-6N" Die Rückseite ist ohne Vermerke, Stempel, etc.
    Aus der Zeit sind Grenzportobriefe nicht so häufig, da das Grenzgebiet in Nordschleswig relativ dünn besiedelt war. Germania-Frankaturen sind natürlich häufiger anzutreffen als Krone/Adler etc.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 31. Dezember 2010 um 08:11
    • #60

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich noch einmal eine ungewöhnliche dänische Destination.
    Ein eingeschriebener Brief aus Hamburg nach Godthaab (heute: Nuuk) in Grönland.
    Eine Mischfrankatur mit neun Marken Mi. 230I und einer Mi. 239. Zusammen 190 Mark, teilweise rückseitig verklebt.
    Portoperiode 15.1. - 28.2.1923: Auslandsbriefporto 150 Mark, Auslandseinschreibegebühr 40 Mark.
    Abgestempelt mit einem Stegstempel: "Hamburg 1ap 28.2.23" und rückseitig die Kopenhagener Transitstempel "København K.3 1OMB. 3-3.23" und "København C. 2OMB. 3-3.23" Dazu Zensurstempel der Devisenkontrolle.

    Viele Grüße
    DKKW

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