In den Ferien haben Briefmarken wieder Saison. Innovation findet dabei auf technischer Ebene statt. Beim Design ist hingegen oft die Ehrfurcht vor einem Staatsdokument sichtbar.
[Blockierte Grafik: http://diepresse.com/images/uploads…00626201908.jpg]
Liebe Tante Greti! Hier in der Toskana ist es wunderschön. Das Wetter ist herrlich, das Meer glasklar und das Essen köstlich. Ich genieße das Leben und sende Dir liebe Grüße, Deine Anna.“ So oder ähnlich lesen sich wohl die meisten Urlaubsgrüße, die verstärkt ab Juli um die ganze Welt verschickt werden. Auf der Vorderseite sind meist idyllische Landschaften oder Sehenswürdigkeiten abgebildet, manchmal auch etwas „Lustiges“ – oder zumindest das, was die Sender dafür halten. Und neben dem Text – dessen Hauptinformation („Ich denke an Dich“) zwischen den Zeilen steht – findet sich eine bunte Marke. Kinder und Philatelisten lösen diese gerne über Wasserdampf ab, um sie anschließend ins Sammelalbum zu stecken. Je schöner und exotischer die Marke, desto beliebter ist sie. Das weiß auch die Österreichische Post, die bestimmt, welche Motive darauf abgebildet werden. Doch wer gestaltet sie? Und worauf legen diese Menschen Wert?