Der Zweiburgenblick mit Burg Hanstein und Burg Ludwigstein soll im Jahr 2011 Motiv einer Sonderbriefmarke werden. Das geht aus dem jetzt vom Bundesfinanzministerium in Berlin veröffentlichten Ausgabeprogramm hervor.
Bornhagen. Damit kommt gut 20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung erstmals ein Wahrzeichen des Eichsfeldes zu Briefmarkenehren. Außerdem soll St. Martin bedacht werden. Als wohl schönste Burgruine Mitteldeutschlands wird der Hanstein immer wieder gerühmt. Im nächsten Jahr soll er mit dem Ludwigstein als "Zweiburgenblick im Werratal" auf einem Briefmarkenmotiv grüßen und eine der 51 Sonderbriefmarken des Jahrgangs 2011 werden.
Philatelisten und Heimatfreunde sehen die überraschende Meldung als kleine Sensation, aber längst für überfällig, dass mehr als 20 Jahre nach dem Fall der Mauer erstmals auch das Eichsfeld auf eine derartige Weise bedacht wird. "Ich find' es ganz hervorragend", sagte Mario Apel, Vorsitzender des Heimatvereins Hanstein/Bornhagen in einer ersten Reaktion gegenüber unserer Zeitung. Dass das zuständige Bundesfinanzministerium das Motiv in die Jahresplanung aufgenommen hat, ist ganz besonders Landrat Stefan Reuß vom Werra-Meißner-Kreis zu verdanken, der sich beim damaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und dessen Nachfolger Wolfgang Schäuble stark gemacht hatte.