Die Wunsiedler Sammler locken mit vielen Raritäten und ihrem fundierten Wissen Kollegen aus ganz Nordbayern in die Kreisstadt.
Ein mit einem Kugelschreiber geschriebener Brief aus dem Sudetenland ? Das kann nicht sein. "Das ist eine plumpe Fälschung, das sieht jeder Laie", sagt Herbert Putz. Der Rehauer Briefmarken- und Briefesammler kennt die Tricks der Gauner. Das Sudetenland als eigenständige Provinz gab es bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Aber zu dieser Zeit kannte in Europa kein normaler Mensch einen Kugelschreiber. "Die brachten die Amerikaner erst um 1948 mit."
Beim Großtauschtag des Wunsiedler Briefmarkenvereins Frankonia Wunsiedel gab es keine Fälschungen. Einige der bis aus Schwandorf und Bayreuth angereisten Sammler wussten aber von Gaunereien zu berichten, die vor allem in der osteuropäischen Szene hin und wieder vorkommen sollen. In der Fichtelgebirgshalle gab es hingegen manche echte Rarität. "Viele Sammler brachten Kellersammlungen zum Schätzen mit", berichtet Werner Novatius, der Vorsitzende der Wunsiedler Briefmarkensammler. Dabei habe es sich zwar zum Großteil um eher unsystematische Kindersammlungen gehandelt, aber einige "Schätze" seien dabei durchaus zu Tage gefördert worden.
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