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  4. Inhaltsdeutung von Briefen

Durch Zensur geöffnet?

  • northstar
  • 22. März 2010 um 06:23
  • northstar
    erfahrenes Mitglied
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    • 22. März 2010 um 06:23
    • #1

    Hallo,

    auch wenn sich nur um eine Deutung von Äußerlichkeiten handelt, stelle ich die Frage aufgrund ihres allgemeinen Charakters hier ein.

    Eine Frage an die Zensurexperten:
    ist der helle Streifen am Rand der Umschlagklappe ein Merkmal für Öffnung (z.B. mit Dampf) und Wiederverschluß?

    Oder kann es sich hier einfach nur um eine Reaktion des für den Verschluß verwendeten Klebstoffes handeln?

    Der Brief lief von Kharkov/Ukraine nach Leningrad und stammt aus einem Teil einer Korrespondenz aus der zweiten Hälfte der 1940er Jahre. Kein weiterer Umschlag aus dieser Partie weist ähnliche Merkmale auf. Der Absender hat als Adresse "Hotel Intourist" angegeben, was ein Anlass für die verdeckten Durchleuchter gewesen sein könnte, den Brief zu inspizieren.

    Im voraus vielen Dank für Eure Meinungen!

    Bilder

    • Kharkov_LED40_1945r.jpeg
      • 783,98 kB
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    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • m.w.myname
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    29. September 1943 (82)
    • 22. März 2010 um 07:46
    • #2

    Hallo,
    der Brief ist wohl nicht über Dampf geöffnet worden. Die Russen hätten sich
    wohl auch nicht diese Mühe gemacht. Außerdem sollte der Empfänger sehen,
    daß die Post kontrolliert wurde - also schnitt man die Post auf und verklebte
    sie dann wieder mit einem Verschlußstreifen. Bei der Zensurpost durch
    deutsche Dienststellen im 2. Wk nannte man das "Devisenschnitt".
    Bei Deinem Brief handelt es sich offensichtlich um eine Verfärbung des Papiers
    durch die Gummisubstanz.
    Das Öffnen von Post über Dampf war eher der Post von hochgestellten Per-
    sönlichkeiten früherer Zeiten vorbehalten. Der "König" sollte halt nicht merken,
    daß man seine Post schon gelesen hatte

    m.w.myname

    Besonderes Interesse ? Ja......alles Besondere von DR 1933-45
    Mitglied in der ArGe "Zensurpost" im BdPh
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  • northstar
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    • 22. März 2010 um 08:08
    • #3

    Hallo m.w.myname,

    vielen Dank für Deine Einschätzung.

    Die Post wurde während der sowjetischen Zeit auch außerhalb der Kriegszeiten mit offizieller Zensur verdeckt kontrolliert, und zwar entgegen der geltenden Gesetzgebung. Deshalb sollten auch möglichst keine Spuren bleiben. Ich habe dazu gerade einiges an Literatur gefunden (z.B. V. Izmozik: Golosa iz proshlogo. ... Nauka i zhizn 3, 1994; in russischer Sprache).

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • m.w.myname
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    29. September 1943 (82)
    • 22. März 2010 um 08:40
    • #4

    Hallo,
    diese Erkenntnisse außerhalb der regulären Gesetzgebung kannte ich nicht,
    danke für den Hinweis.
    Na ja - russisch lesen fällt mir außerordentlich schwer, trotzdem danke

    m.w.myname

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  • northstar
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    • 22. März 2010 um 08:51
    • #5

    hallo m.y. name

    ich werde das Thema weiter verfolgen. Bin u.a. dabei eine Übersicht über die Zensurerscheinungen im Petersburg (Petrograd, Leningrad) des 20. Jahrhunderts zusammenzustellen. Wenn ich das mal abgeschlossen habe, kann ich das mal im Forum einstellen.

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • Lacplesis
    Stamm Mitglied
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    14. Oktober 1967 (58)
    • 22. März 2010 um 09:23
    • #6
    Zitat

    Original von northstar

    Die Post wurde während der sowjetischen Zeit auch außerhalb der Kriegszeiten mit offizieller Zensur verdeckt kontrolliert, und zwar entgegen der geltenden Gesetzgebung. Deshalb sollten auch möglichst keine Spuren bleiben.

    Geheime Postkontrolle fand auch schon während des Kaiserreiches statt (einer der Gründe für das rückseitige verkleben der Frankatur als gleichzeitige Siegelmarken).

    Ich glaube aber hier eher an eine chemische Verfärbung wegen der schlechten Papierqualität.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • northstar
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    • 22. März 2010 um 09:48
    • #7

    Hallo lacplesis,

    danke auch für Deine Einschätzung.

    Ja, die "schwarzen Kabinette" sind keine Erfindung der Bolschewiki (geheime Postkontrolle während der Zarenzeit beschrieben z.B. bei Dobin/Ratner 2004, auch auf englisch).

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • PW0001
    erfahrenes Mitglied
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    13. Juni 1950 (75)
    • 22. März 2010 um 19:59
    • #8

    Irgendwie sieht das aus als wäre jemand mit dem Bügeleisen drüber gegangen. Aus welchen Gründen auch immer.

    Gruß Peter
    Ich will den alten Kaiser Wilhelm wiederhamm !

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