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China-Markenboom

  • kartenhai
  • 11. Januar 2010 um 17:26
  • Online
    kartenhai
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    • 4. November 2010 um 18:45
    • #661

    Eine schöne Drachen-Ganzsache aus China von 1911 nach Rixdorf bei Berlin, abgestempelt vom Kaiserlich Deutschen Konsulat in Pakhoi-Hoihow mit seltsamen roten Kasten-Stempeln. Was werden die roten Zeichen links wohl bedeuten? Der Verkäufer hat einen hohen Startpreis in Höhe von 199,- EUR gewählt, das werden noch langweilige 5 Tage, bis hier gesteigert wird. Könnte mir trotzdem vorstellen, dass dieser Startpreis am Ende doch noch deutlich überboten wird.


    Gruß kartenhai

  • ligneN
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    • 4. November 2010 um 19:40
    • #662

    Poststempel sind das alles nicht. Nicht gelaufen, privates Souvenir.

    Die beiden senkrechten Einzeiler enthalten exakt den gleichen Text, aber unterschiedliches Format. Bedeutung: Deutschland / Konsul / verschlossen - solche Stempel stempelte man rückseitig über Briefklappen bzw. Papiersiegel. Der zweimal abgeschlagene Negativ-Kastenstempel in Siegelschrift: "Deutsches Konsulat".

    Das Stück wurde m. W. schon bei verschiedenen deutschen "richtigen" Auktionen zur Einlieferung angedient, aber nicht angenommen.

    Jetzt halt bei ebay. Preis illusorisch.

    Damals produzierte ein nebenbei als Konsul fungierender Kaufmann was buntes für die Lieben zuhause. Heute soll das der große Bringer sein. Na ja :D

    Gruß
    ligneN

    "Schlitzaugenbelege"

    2 Mal editiert, zuletzt von ligneN (7. November 2010 um 15:01)

  • roschc
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    • 4. November 2010 um 21:52
    • #663

    Das waren keine Rosinen drinn, nur billige Massenware wie in jedem Tauschalbum.

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    kartenhai
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    • 4. November 2010 um 22:10
    • #664

    @ ligneN:

    ich wäre eigentlich auch darauf hereingefallen, weil der Beleg optisch schön aussieht und wie echt gelaufen erscheint. Allerdings fällt einem doch auf, warum ein chinesischer Werteindruck von 1 Cent mit einem Stempel des Deutschen Konsulats abgestempelt ist, und nicht eine Marke der Deutschen Post in China.

    Es gab also auch dort zu frühen Zeiten Geschäftemacher, die selbstgemachte "philatelistische Belege" produzierten, um Geld damit zu verdienen. Wenn ich dann aber einige Karten mit sogenannten "Misch-Frankaturen" aus China sehe, die hauptsächlich aus Souvenir-Abstempelungen bestehen, wie man aus den Differenzen bei den Abstempel-Daten sieht, und dann trotzdem hohe Preise erzielen, weil sie optisch interessant aussehen, dann frage ich mich, ob die chinesischen Käufer das nicht merken?

    Gruß kartenhai

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    kartenhai
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    • 6. November 2010 um 17:39
    • #665

    Das „starke Klassik-Lot“ in unterschiedlicher Erhaltung mit der versteckten Qualitäts-Ergänzung und den teilweise verdeckten Unterrand-Zähnungen erbrachte 1.218,- EUR.


    Für mich ein „Katze-im-Sack“-Kauf, bei so teuren Marken sollte man Großaufnahmen von Vorder- und Rückseite zeigen.

    Bin auf die Bewertung des Käufers gespannt!

    Gruß kartenhai

  • ligneN
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    • 7. November 2010 um 15:19
    • #666
    Zitat

    Original von kartenhai
    @ ligneN:

    ich wäre eigentlich auch darauf hereingefallen, weil der Beleg optisch schön aussieht und wie echt gelaufen erscheint. Allerdings fällt einem doch auf, warum ein chinesischer Werteindruck von 1 Cent mit einem Stempel des Deutschen Konsulats abgestempelt ist, und nicht eine Marke der Deutschen Post in China.

    Es gab also auch dort zu frühen Zeiten Geschäftemacher, die selbstgemachte "philatelistische Belege" produzierten, um Geld damit zu verdienen. Wenn ich dann aber einige Karten mit sogenannten "Misch-Frankaturen" aus China sehe, die hauptsächlich aus Souvenir-Abstempelungen bestehen, wie man aus den Differenzen bei den Abstempel-Daten sieht, und dann trotzdem hohe Preise erzielen, weil sie optisch interessant aussehen, dann frage ich mich, ob die chinesischen Käufer das nicht merken?

    Gruß kartenhai

    Wenn er echt gelaufen wäre, wo ist dann die Beifrankatur? Wo sind die chinesischen Poststempel? Wo sind überhaupt Poststempel?

    Hätte der Absender eine Marke DP China aufgeklebt und das Stück bei der DP aufgegeben, wäre es auch nicht "echt gelaufen". Die Chinaganzsache wäre lediglich eine Unterlage.

    Wer sowas kauft? Alle,

    - die nicht Bedarf, sondern "sonstwas" sammeln (wg. kA oder einfach wg. billisch oder "sieht gut aus")

    - die überhaupt nicht sammlen, sondern schrotteln.
    Ab dreistelligem Schrotteln wird es dann bezeichnet als: "Investor".

    - Schwarzgeldumrubler.

    Wie bereits oben von anderer Seite erwähnt, gehen 90%+X dieser Käufe nicht an Sammler, sondern an Chinesen, die damit handeln wollen.

    Das ist auch die Antwort auf die gar nicht mysteriöse Preisexplosion.
    Zu viel Papiergeld unterwegs, Immobilienrestriktionen zuhause, also: Sachwerte.

    Die gleiche "Preisexplosion" gibt es schon viel länger für Kunst (d.h. "höherwertige" Sammelgegenstände) von: Fernost, Russland, Islamischer Kulturkreis.

    Geheimnisvoll oder überraschend ist daran gar nichts.

    ***

    Der Absender hier war nun gerade kein Geschäftemacher, sonst hätten wir das schon x-fach gesehen. Sondern ein Bastler von Exotika. Heute muß man den Erben mit den $-Zeichen in den Augen wie Onkel Dagobert selig erklären - das sie keinen Knaller vom Uropa geerbt haben. Sondern Bastelstunde.

    199 Euronen sind für eine bunte Bastelstunde aber Xfach zuviel. Für 30.- würde es jeder Kines oder Möchtegernkines auf Verdacht mitnehme wg. SChäppschegedachd.exe :D

    Gruß
    ligneN

    "Schlitzaugenbelege"

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    kartenhai
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    • 7. November 2010 um 19:02
    • #667

    Einen Rekordpreis erzielte der Satz Schauspielkunst 1962 in geschnittener Erhaltung: 4.470,- EUR nach 31 Geboten. Was der gleiche Satz in gezähnt wert ist, weiß ich leider nicht. Immerhin hatte der geschnittene Satz nur eine Auflage von 10.000 Stück im Vergleich zum ebenfalls damals ausgegebenen Block Schauspielkunst mit 20.000 Stück Auflage.

    Das entscheidende Gebot kam genau in der letzten Sekunde, so knapp kann wohl kein Mensch bieten, ohne Gefahr zu laufen, zu spät zu kommen. Da war wohl eine Art von Sniper im Spiel?


    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (7. November 2010 um 19:04)

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    kartenhai
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    • 8. November 2010 um 09:10
    • #668

    Es gibt aber auch Anzeichen für eine gewisse Überhitzung des Marktes. Wenn die Losbeschreibung auf deutliche Fehler hinweist „ bügig mit Zahnmängeln bzw. Einriss an der linken Seite des Höchstwertes “ und das Ergebnis dann immer noch bei ca. 60% des Katalogwertes liegt, kommt man schon ein wenig ins Nachdenken. Es wäre nicht das erste Mal, dass auf eine ausgesprochene Hausse für Marken der Volksrepublik China ein Rückgang folgte. Ich habe das in den vergangenen 20 bis 25 Jahren ungefähr dreimal erlebt. Allerdings, der Ausgangspunkt wurde nie erreicht, der Rückgang zehrte also die zuvor erzielten Zunahmen nicht vollständig auf.

    Gelesen in:


    Gruß kartenhai

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    • 8. November 2010 um 16:13
    • #669

    3 Ganzsachen China mit Stempel Tsingtau, zurzeit bei 300,- EUR. Eine GS scheint einen größeren Wasserschaden zu haben. Warum die 3 Belege so viel kosten, entzieht sich meiner Kenntnis. Werden wohl relativ selten sein ?(


    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (8. November 2010 um 16:16)

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    • 8. November 2010 um 16:15
    • #670

    Ein größerer China-Allerlei-Bestand mit guten Ausgaben, wohl die Total-Auflösung eines Händler-Steckbuch-Bestandes, zurzeit 106,- EUR, wird wohl noch weitaus höher hinaufgehen.


    Gruß kartenhai

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    • 8. November 2010 um 16:26
    • #671

    Eine Ganzsachen-Karte der Lokalpost Shanghai von 1901 oder 1912, beide Daten lassen sich aus den Stempeln herauslesen. Lokalpost ist wohl in China auch sehr beliebt, deshalb der erzielte Preis von 221,- EUR.


    Gruß kartenhai

  • ligneN
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    • 8. November 2010 um 18:31
    • #672

    Die Lokalpost gab es seit 1897 nicht mehr. Steht im Michel.

    Die Stempel und das Personal wurden übernommen.

    Die Karte ist China-Republik. Steht im Wertstempel. ;)

    Ausgabe Flagge, erschienen Oktober 1912.
    Daher auch der Preis: Stempeldatum im Ausgabemonat.

    Also: genau lesen :)

    Gruß
    ligneN

    "Schlitzaugenbelege"

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    • 8. November 2010 um 18:44
    • #673

    @ ligneN:

    Danke für die Erklärungen. Schön, daß wir ein paar China-Spezialisten unter uns haben. :)

    Gruß kartenhai

  • Ron Alexander
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    • 8. November 2010 um 20:07
    • #674

    Da kann ich Kartenhai nur zustimmen. Ich lese den Thread hier schon mit Begeisterung :).

    Grüße

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • kdoe
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    • 9. November 2010 um 10:04
    • #675

    China Block8 (Theaterblock) gabs schon bei ebay - 4500 € Sofortkauf - und wurde auch relativ "sofort" verkauft!
    Gruß

  • Online
    kartenhai
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    • 9. November 2010 um 10:36
    • #676
    Zitat

    Original von kdoe
    China Block8 (Theaterblock) gabs schon bei ebay - 4500 € Sofortkauf - und wurde auch relativ "sofort" verkauft!
    Gruß

    War der etwa gestempelt ?(

    Wenn nicht, war er wohl sehr preiswert. Der chinesische Verkäufer mit den nachfolgenden beiden Blöcken wird da wohl noch viele, viele Jahre warten müssen, bis er die für seine Phantasiepreise (je ca. 15.000,- EUR!) noch an den Mann bringt. Vermutlich wird der Boom bis dahin zusammengebrochen sein. :D


    Gruß kartenhai

  • roschc
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    • 9. November 2010 um 11:20
    • #677

    Na ja ... 12.000.- werden schon locker bezahlt. Vielleicht muss der noch ca. 3-4 Monate warten. Von Zusammenbruch ist nichts zu spüren, eher im Gegenteil.

  • kdoe
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    • 9. November 2010 um 14:28
    • #678
    Zitat

    Original von kartenhai
    War der etwa gestempelt ?

    Ja, war gestempelt, 4500 € ist auch der derzeitige, "gängige" Aufkaufpreis für gestempelt

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    kartenhai
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    • 9. November 2010 um 14:44
    • #679
    Zitat

    Original von roschc
    Von Zusammenbruch ist nichts zu spüren, eher im Gegenteil.

    Na ja, das dachten sich früher auch einmal die Sammler vom Vatikan, oder die CEPT-Sammler oder die Bund-Sammler, als der Posthorn-Satz noch richtig teuer war. :jaok:

    Doch überall, wo zum großen Teil auch Spekulanten mitmischen, die keine echten Briefmarken-Sammler sind und nur auf einen schnellen Kapitalgewinn aus sind wie z. B. an der Börse, gibt es eines Tages ein böses Erwachen. :O_O:

    Nur meine Meinung. :)

    Gruß kartenhai

  • roschc
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    • 9. November 2010 um 15:24
    • #680

    Was sind die "kleinen" europäischen Märkte gegen 1.2 Milliarden Chinesen die langsam zu Geld kommen und nicht mehr wissen wohin damit. Hier kann man kaum parallelen zu CEPT oder Vatikan ziehen. Meine Meinung :)

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