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Von Behörden an Behörden

  • Bayern-Nils
  • 25. Dezember 2009 um 15:27
  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.480
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    29. April 1962 (64)
    • 25. Dezember 2009 um 15:27
    • #1

    Hallo Freunde

    Dienstbriefe ist oft sehr interessant, und auch schwierig zu interpretieren. Es gab portopflichtige und portofreie Briefe, ist wohl auch bekannt. Briefe zwischen die Behörden sind meistens entweder Parteisachen die portopflichtig waren. oder Regierungssachen die portofrei waren. Letztlich ist es mich klar geworden, dass es auch Briefe zwischen die Behörden, die nicht mit die Vermerke PS oder RS versehen sind. Leider sind die Briefe die ich habe, wo die Vermerke fehlen, meistens ohne Innhalt.

    Aber endlich habe ich ein mit Innhalt bekommen. Leider bin ich nicht der grosse Dienstbriefdeuter, und hoffe daher dass einige hier im Forum hilfebereit sind.

    Mein Brief ist von Neustadt adS nach Münnerstadt im Jahr 1870 gelaufen. Wie ein portofreie Dienstsache ist der Brief mit Dienstsiegel versehen. Absenderbehörde ist oben auf den Vorderseite geschrieben, laufende Geschäftsnummer ist notiert. Nur der Eigenschaftsvermerk (RS;AS) für portofreie Dienstbriefe fehlt. Daher ist es richtig, dass der Brief frankiert ist. Aber warum fehlt der PS Vermerk? Gibt es ein Grund dafür oder ist es ein Zufall?

    Ich zeige hier die Vorderseite und den Brieftext. Der Text zeigt dass der Brief mehrmals benutzt ist, nicht als Brief sondern als Aktenpapier, auch mit "Portovermerke".

    Hat jemand eine Ahnung hier?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

    Einmal editiert, zuletzt von Bayern-Nils (25. Dezember 2009 um 15:29)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 25. Dezember 2009 um 16:44
    • #2

    Hallo Nils,

    sehr schön, nicht häufig und sehr interessant dazu. Glückwunsch zu dem feinen Stück.

    Die 3 Kr. waren vorausbezahlt worden, weil es schon so geschrieben stand: " ... Bezirksgericht trat in Vorlage".

    Man musste also nicht erst warten, bis von der Partei das Geld herbei kam, sondern verfügte schon über die entsprechenden Mittel und konnte daraus das Franko entrichten.

    Hochinteressant war, dass eine Insinuation gescheitert war und erst der 2. Versuch der Insinuierung griff. Das ist handverlesen und hätte in meinen Landbriefträger - Thread gepasst (als schwere Frage!).

    Jedenfalls kostete die Insinuation 20 Kr. und das Postporto 3 Kr., so dass 23 Kr. (2. Scan links) erhoben wurden.

    Der Vermerk "sehr dringend" läßt noch dazu auf einen Express - Boten am Ort schließen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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