Lieber Bayern Klassisch
danke für die schönen Fragen. Anbei einige Ausschnitte über Landbriefträger aus den Amtblättern von Koblenz aus dem Jahre 1852.
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
Lieber Bayern Klassisch
danke für die schönen Fragen. Anbei einige Ausschnitte über Landbriefträger aus den Amtblättern von Koblenz aus dem Jahre 1852.
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
Hallo SitzendeundMehr,
es ist immer gut, ein klassisches Sammelgebiet sein Eigen zu nennen. Jetzt verstehe ich auch deinen Nick besser ... ![]()
Lieber Magdeburger,
tolle Sache - super gemacht und danke für die Quellen. ![]()
Liebe Grüsse von bayern klassisch, der das nächste Mal wieder einen Dreier sehen möchte, aber deswegen keine leichteren Fragen stellen wird ... ![]()
Hallo bayern klassisch,
das war wieder mal eine Lehrstunde der ersten Sahne! Besonders die Nummer 3 hätte ich nieee für möglich gehalten. Ich freue mich schon auf die nächste Runde, denn dümmer wird man dadurch garantiert nicht
![]()
Hallo Bernd,
nein, dümmer wird man nicht hier. ![]()
Kurz vor dem Ende des alten Jahres noch eine weitere Episode, bei der ich bitten möchte, dass ihr eure grauen Zellen (und eigenen Belege womöglich) noch mal so richtig ran nehmt. Diesmal muss ein Dreier her! ![]()
Von folgenden 6 Aussagen sind 3 wahr. Welche?
1) Der LBT führte einen Vorrat an Briefmarken, Frankokuverts, Korrespondenzkarten und Postanweisungen immer mit sich, die er mit geringem Aufschlag zur Nominale an das Publikum verkaufen sollte.
2) War der Arbeitsanfall gering, durfte der LBT auch andere Orte anlaufen und dort dem Publikum die Post austragen bzw. entgegen nehmen, wenn es den Dienstbetrieb nicht störte.
3) Kam ein LBT von seiner Tour zurück, so hatte er unter anderem bei Postmandaten und Briefen mit Behändigungsschein einen Bericht im Bestellungs - Notizbuch zu fertigen, wie etwa
"8 Postmandate zu 54 Gulden 34 Kreuzer und ein Postmandat zu 33 Gulden" oder "4 vollzogene Behändigungsscheine und 3 Briefe mit Behändigungsschein vollzogen".
4) Gilt nicht für Bayern, sondern nur für das Reich: Vom Publikum eingezogenen Beträge an Insinuationsgebühern und Retour - Porto für die Behändigungsscheine bei Briefen von außerhalb der eigenen Poststelle sollte der LBT nicht bei seiner Rückkehr bar abliefern, sondern durch Aufkleben von Frankomarken auf den betreffenden Behändigungsscheinen berichtigen.
5) Wertsendungen und bares Geld, welche(s) auf dem 1. Bestellgang nicht zugestellt werden konnte(n), wurde(n) der Aufgabepost nicht sofort zurück gesandt, sondern dem LBT auf seinen nächsten Gängen mitgegeben, bis man Klarheit darüber hatte, ob weitere Versuche der Auslieferung noch Sinn machten, oder nicht. Hierüber hatte nicht der LBT zu entscheiden, sondern der Annahmebeamte bei der Poststelle und in Zweifelsfällen der Vorsteher der Postanstalt selbst.
6) Die Erhebung der Gebühren durfte der LBT in jeder Währung annehmen, die ihm geläufig war. Gewinne durch eine günstige Währungsreduktion in die lokale Währung flossen in seine Kasse.
Mal sehen, wer es schafft, die 3 richtigen Lösungen zu finden. Viel Glück! ![]()
Liebe Grüsse und guten Rutsch von bayern klassisch
Hallo,
dann versuche ich das doch gleich mal.
Falsch: 1, 2, 6
Richtig: 3, 4, 5
Viele Grüße,
SitzendeUndMehr
Lieber Bayern Klassisch
schöne Fragen! Ich denke das 3, 4 und 5 richtig sind
Ein erfolgreiches Jahr 2010 wünsch ich Lesern
Ulf
Hallo bayern klassisch,
ich setze auf 3, 4 und 5
Viele Grüße
Michael
Hallo zusammen!
Bin ebenfalls der Meinung, dass die Antworten 3, 4 und 5 richtig sind.
Viele Grüße
kreuzer
Moin bayern klassisch,
ohne vorher die Antworten der beiden Vorschreiber gelesen zu haben, komme ich auf die gleiche Antwort: Richtig sollten sein 3, 4 und 5. Die Nummern 1, 2 und 6 würden mir irgendwie absolut nicht passen. Aber wieder interessante Fagen!
Guten Rutsch ![]()
Tante edid: Da haben sich noch 2 dazwischen geschlichen, während ich am Schreiben war
Nun habe ich 4 Vorschreiber...
Hallo zusammen!
Und auf die Gefahr hin, dass wir dann alle falsch liegen, auch von meiner Seite - richtig ist 3,4 und 5
Guten Rutsch!
der bayernfarbenvielfaltverrückte
Bayern-Nerv
Liebe Sammlerfreunde,
das hatten wir ja noch nie - alle glauben an die gleiche Konstellation.
Liegen jetzt alle total daneben, oder habe sie alle erstklassig getippt?
Weiter Stimmen sind erbeten. Nur zu - heute ist der letzte Tipp - Tag.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo,
Falsch: 3, 4, 5
Richtig: 1, 2, 6
Meine Begründung.
3,4, und 5 klingen mir zu Richtig.
1,2 und 6 fühlen sich so Falsch an das sie schon Richtig sein müssen.
Bayern Klassisch will uns sicher aufs Glatteis führen.
Gruß,
Jürgen
Hallo liebe Sammlerkollegen,
Ich finde dass,...
Falsch: 3, 5,6
Richtig: 1, 2,4
Gruss
Stamp-man
Hallo bayern klassisch
Ich halte hier mehrere Möglichkeiten für wahr, aber wenn es nur 3 sein soll:
3, 5 und 6 sind richtig
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Viele Grüsse
Nils
Liebe Sammlerfreunde,
das gab es noch nicht, aber die ersten Antwortenden hatten alle das gleiche Ergebnis herausgeknobelt und - es war richtig! ![]()
Aber fangen wir von vorne an:
1) Der LBT führte einen Vorrat an Briefmarken, Frankokuverts, Korrespondenzkarten und Postanweisungen immer mit sich, die er mit geringem Aufschlag zur Nominale an das Publikum verkaufen sollte.
Falsch! Der Clou bei dieser Aussage war der 2. Teil. Der 1. Teil war völlig korrekt, denn es war ein Service der Post, dass Leute auf dem flachen Lande ihre benötigten Marken und Karten durch den LBT zukommen zu lassen, was wiederum den Umsatz der Post beflügelte.
Aber niemals hätte man einen Postbediensteten niedersten Ranges Geld am Absatz von Postwertzeichen verdienen lassen.
2) War der Arbeitsanfall gering, durfte der LBT auch andere Orte anlaufen und dort dem Publikum die Post austragen bzw. entgegen nehmen, wenn es den Dienstbetrieb nicht störte.
Falsch! Um Gottes Willen, wer hätte denn beurteilen sollen, wann ein Arbeitsanfall gering war und wann nicht? Der LBT musste seine Route mit festen Ankunfts- und Abgangszeiten pünktlichst abgehen und durfte sich keine Übertretungen erlauben. Hätte er dem Publikum die Post so ausgetragen, hätte er gegen seine Dienstpflicht in erheblichem Maße verstossen.
3) Kam ein LBT von seiner Tour zurück, so hatte er unter anderem bei Postmandaten und Briefen mit Behändigungsschein einen Bericht im Bestellungs - Notizbuch zu fertigen, wie etwa "8 Postmandate zu 54 Gulden 34 Kreuzer und ein Postmandat zu 33 Gulden" oder "4 vollzogene Behändigungsscheine und 3 Briefe mit Behändigungsschein vollzogen".
Richtig! Das war leicht, vielleicht zu leicht für euch. Es war ja klar, dass er bei solch wichtigen Dingen wie Postmandaten und Behändigungsscheinen nach der Ankunft im Postlokal nicht einfach zur Tagesordnung übergehen konnte, sondern schriftlich berichten musste.
4) Gilt nicht für Bayern, sondern nur für das Reich: Vom Publikum eingezogenen Beträge an Insinuationsgebühern und Retour - Porto für die Behändigungsscheine bei Briefen von außerhalb der eigenen Poststelle sollte der LBT nicht bei seiner Rückkehr bar abliefern, sondern durch Aufkleben von Frankomarken auf den betreffenden Behändigungsscheinen berichtigen.
Richtig! Das kann der Bayern - Sammler nicht wissen, daher hatte ich auch den Warnhinweis vorweg gestellt. Dergleichen gab es bei Bayern nicht, aber die Preußen, Sachsen und NDP - Sammler wissen und wußten das sofort. Klasse!
5) Wertsendungen und bares Geld, welche(s) auf dem 1. Bestellgang nicht zugestellt werden konnte(n), wurde(n) der Aufgabepost nicht sofort zurück gesandt, sondern dem LBT auf seinen nächsten Gängen mitgegeben, bis man Klarheit darüber hatte, ob weitere Versuche der Auslieferung noch Sinn machten, oder nicht. Hierüber hatte nicht der LBT zu entscheiden, sondern der Annahmebeamte bei der Poststelle und in Zweifelsfällen der Vorsteher der Postanstalt selbst.
Richtig! Ob wir heute als Sammler ersehen können, zu welchen Bestellgängen die Poststücke mitgenommen wurden, kann ich mangels Masse nicht sagen. Vlt. haben die NDP oder Reichssammler Stücke in den Landbezirk, die sie hier mal zeigen möchten?
Eine schwierig zu beantwortende Frage und Glückwunsch für jeden, der sie richtig hatte. ![]()
6) Die Erhebung der Gebühren durfte der LBT in jeder Währung annehmen, die ihm geläufig war. Gewinne durch eine günstige Währungsreduktion in die lokale Währung flossen in seine Kasse.
Falsch! Ach du liebe Zeit! Ich weiß nicht, wieviele Währungen es in Europa gab, aber eine Reduktion war von einem LBT sicher nicht zu erwarten und war auch nicht rechtmässig. Er durfte nur "kassenmässige Geldsorten" annehmen. Was eine kassenmässige Geldsorte war, war in den Instruktionen festgelegt worden, auch ihre Reduktionsverhältnisse. Hier muss man wissen, dass es nichts mit Gulden/Kreuzern oder Thalern/Groschen zu tun hatte, denn im Süden konnte man auch mit Nordwährung zahlen und umgekehrt. Nur hätte ein LBT niemals korrekt reduzieren können und Währungsgewinne kannte er nur vom Hörensagen.
Respekt, dass so viele die richtigen Drei gewusst oder richtig getippt haben.
Die nächste Folge kommt bestimmt und bietet denjenigen Sammlerfreunden wieder eine Chance, die es diesmal nicht auf 3 Richtige gebracht haben.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Lieber Bayern Klassisch,
es waren schöne Fragen.
Mit Einführung von Ganzsachen-Umschlägen in Preussen waren diese anfangs nur bei den Postanstalten zu kaufen. Erst ein Jahr später finde ich in Verordnungen, dass diese bei LBT zu erhalten waren.
Bild 1 aus Amtblatt von 1851
Bild 2 aus Amtblatt von 1852
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
P.S. Ich empfehle Amtblatter 1831 von Magdeburg - hier sind geht fast nur um die Cholera!!!
Lieber bayern klassisch,
deine Fragen sind sehr instruktiv und es macht Spaß - vielen Dank für deine Arbeit !
Hinsichtlich deines Pkt. 5 Wertsendungen in den Landbezirk habe ich leider keine passende Wertsendung, sondern nur einen preußischen Postvorschußbrief nach Langenau gefunden, der erst im 2.Bestellgang zugestellt werden konnte - aber dann doch nicht, da die Empfängerin wegen Mangel an Geld den Brief nicht annehmen konnte und dieser dann retour geschickt werden musste.
Kleine Preußensammler können halt nicht mit deinem bayerischen Spezialitätenkabinett mithalten ... ![]()
Ulf
Auch dir vielen Dank für deine Suche in den Amtsblättern!
Viele Grüße
Michael
Hallo bayern klassisch!
Danke für die schönen Fragen, bei denen man so herrlich knobeln kann. Freue mich schon auf die nächste Runde!
Viele Grüße
kreuzer
@All
gerade gefunden aus dem Jahre 1853.
Viel Spass beim Lesen
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
..... und weiter geht es mit Teil 2
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf