In der Zeitschrift „Briefmarkenspiegel“ ist eine regelmäßige Kolumne von Wolfgang Jakubek, einem Mann den ich sehr schätze. In der Ausgabe 11-2009, Seite 81, schreibt er über Uruguay…, dabei ist mir eine Aussage in die Augen gestochen die ich hier zitieren möchte:
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Nun aber zu Uruguay. Das Land galt damals (in den 40er Jahren) als die philatelistische „Sahne“ von Südamerika. Uruguay lies sich „mit Handkuss“ zu Traumpreisen verkaufen. Ein ungebrauchter Satz der „DELIGENCIA“ (Mi-Nr. 1-3) in Super Qualität wurde höher bezahlt als ein Luxusstück der 3er-Sachsen - für die heutige Sammler- und Händlergeneration wohl unvorstellbar. Als ich im Frühjahr 1948 dem legendären Dr. Sigmund Samuel Morgenbesser einen farbtiefen Luxussatz der 3 DELEGECIA (MI-Nr. 1-3) vorlegte, geschah folgendes: Morgenbesser ließ seinen Experten und Chefankäufer Kurt Steinig ins Büro kommen, damit er die einmalige Qualität der 3 Exemplare bestaunen konnte. Heute, über 61 Jahre später, staunen „Schatzsucher“ über einen "Zapfhahn an der Grubenlampe“. So ändern sich Zeiten und Geschmack.
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Dem ist meiner Meinung nach nichts hinzuzufügen, und nein, ich weine nicht den alten Zeiten hinterher, aber etwas mehr über den Tellerrand schauen würde so manchem Sammler nicht schaden.
Sammlerinteresse „Damals und Heute“
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gib uns doch mal ein Beispiel von Deiner Epoche.
(Späßle)Ich weiß das es in den 80er auch gewisse Phenomene gab.
Im übrigen wenn jemand Russland oder China hat ist momentan die beste Zeit zu verkaufen. (nur Spekulation).
MfG
soaha