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markenlose Schwergewichte

  • Magdeburger
  • 11. November 2009 um 07:32
  • Magdeburger
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    • 11. November 2009 um 07:32
    • #1

    Hallo Zusammen,

    damit der schöne gleichnamige Marken-Thread auch einer bleibt, deshalb einer ohne Marken.

    Zwar schon nicht mehr sorichtig AD, ein Franco-Brief von Elberfeld nach Avignon vom 05.05.1870. Das er doppelt schwer war, ist an der blauen "2" erkennbar und kostete dem Absender 7 Groschen - was auch in Rot notiert wurde.
    Das hier die Gebühr bar bezahlt wurde, ist mit dem violetten Franco-Stempel "bestätigt" wurden. Von den Rheinprovinzen waren nur 3 1/2 Groschen für den einfachen Brief nach Frankreich zu zahlen, ansonsten 4 1/2 Groschen.

    Rückseitig Bahnpost? Paris - Marseillaise sowie Ausgabe in Avignon vom 7.Mai

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    P.S. Ist leider nicht mein Zeitrahmen...

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • bayern klassisch
    Gast
    • 11. November 2009 um 07:36
    • #2

    Hallo Magdeburger,

    schönes Stück, aber gib ruhig zu, dass du nach der bayerischen Offensive im schweren Markenthread versuchst, einen Brückenkopf auf übernommenem bayer. Territorium zu bilden. :D

    Ich bin mir aber sicher, dass sich auch ein paar schwere bayer. Briefe finden werden, die hier gut reinpassen. Ansonsten sind alle Altdeutschen aufgerufen, ihre schweren Jungs und Mädels hier zu zeigen. :jaok:

    Danke fürs zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Magdeburger
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    • 11. November 2009 um 08:26
    • #3

    @Bayern Klassisch

    was haben wir gegen die bayrische Übermacht entgegenzusetzen - nicht viel.
    Jedenfalls fand ich, dass der Marken-Thread auch einer bleiben sollte. Ich warte diesbezüglich noch auf Post.

    @All

    hier habe ich ein barbezahlten Francobrief von Eilenburg (Preussen) nach Freiberg (Sachsen). Dieser Vereinsbrief wurde am 29.August 1860 geschrieben. und scheinbar auch an diesem Tage aufgegeben.
    Die Entfernung ist etwas über 10 Meilen. Als Gewicht entziffere ich 1 3/10 Loth.
    Damit ist dieser Brief doppelt schwer und kostete somit dem Absender 4 Sgr.

    Siegelseitig ist der Weg über Wurzen, von dort wahrscheinlich per Bahn nach Dresden gelaufen, dokumentiert.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • kreuzer
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    • 23. Dezember 2009 um 14:42
    • #4

    Hallo zusammen!

    Habe hier einen markenlosen Brief, den ich einfach nicht entschlüsseln kann. Auf jeden Fall trägt er den Vermerk 2 3/10 Loth, so dass es sich um ein Schwergeicht handelt. Abgesendet wurde der Brief am 15.11.1862 im badischen Waghäusel in das ca. 50 km entfernte Lambrecht in Bayern. Es findet sich ein Einzeiler Waghäusel als Aufgabestempel und ein kleiner runder Stempel, den ich als Briefträgerstempel deute.

    Unter dem rückseitigen Siegel ist der Brief noch viermal versiegelt.

    Im Inneren des Briefes befindet sich eine Stoffprobe.

    Kann mir vielleicht jemand mehr über den Brief sagen?


    Viele Grüße

    kreuzer

    Bilder

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  • mikrokern
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    • 23. Dezember 2009 um 15:09
    • #5

    Hallo kreuzer,

    es dürfte sich um einen Fahrpostbrief handeln, da vorderseitig die Wertangabe 41 Gulden 58 Kr. notiert ist. Dazu passt dann auch der Einzeiler, der als Briefpoststempel so wohl nicht existiert hat.
    Den kleinen Einkreis links oben kann ich leider auch nicht deuten.

    Gruss

    µkern

  • kreuzer
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    • 23. Dezember 2009 um 15:16
    • #6

    Hallo mikrokern!

    Vielen Dank erstmal! Hatte auch schon die Vermutung, des es ein Fahrpostbrief ist. Jetzt wo ich dank Deiner Hilfe die Wertangabe entziffert habe, spricht ja eigentlich auch alles dafür. Fragt sich nur, was die anderen Vermerke bedeuten.


    Viele Grüße

    kreuzer

  • balf_de
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    • 23. Dezember 2009 um 17:04
    • #7

    Hallo kreuzer !
    Vielleicht kann ich ein Stück weiterhelfen: bei dem Ortsstempel aus Waghäusel handelt es sich um den Stempel Nr. 2 des Baden-Handbuchs Band 2 bzw. den „Vorphila-Stempel“ 150-1, der auch während der Markenzeit als Orts-Nebenstempel Verwendung fand.
    Bei dem kleinen Stempel links oben handelt es sich um einen „Uhrradstempel“ oder auch „Briefladenstempel“. Zur Postexpedition Waghäusel gehörte eine Brieflade, die entsprechend die Nummer 1 erhielt: sie befand sich im Ort Kirrlach (siehe: Wahl, die Uhrradstempel des Großherzogtums Baden).
    Bisher war ich der Ansicht, dass in die Briefladen nur vollständig frankierte Briefe eingeworfen werden durften, aber eine Verordnung zur Einführung der Landpost aus dem Jahr 1859 sagt folgendes:
    1. Landpostanstalt: Die Landpostanstalt befasst sich mit der Annahme, Beförderung und Zustellung der Postsendungen zwischen den Landorten und den Poststellen sowie zwischen Landorten unter sich und zwar theils in unbeschränkter theils in beschränkter Weise.
    2. Briefladen: In den Gemeindebezirken, wo dies noch nicht der Fall ist, werden Briefladen aufgestellt, in welche die zur Beförderung bestimmten frankirten und soweit nicht die Frankirung ausdrücklich vorgeschrieben ist, auch die unfrankirten Briefe und sonstigen Gegenstände unter 16 Loth Gewicht und ohne Werthsdeclaration, deren Form und Verpackung dies zulässt, einzulegen sind."

    (Siehe: Rainer Brack, Die Landpost im Großherzogtum Baden)
    Bezüglich der nicht fehlenden „Werthsdeclaration“ auf Deinem schönen Brief denke ich mir, dass man dies erst im Postamt Waghäusel bemerkte und ihn als Wertbrief der Fahrpost übergab.
    Wenn ich die alten Texte nur halb so gut lesen könnte wie „bayern klassisch“, könnte ich sicher mehr dazu sagen ...
    Viele Grüße
    balf_de

  • Magdeburger
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    • 23. Dezember 2009 um 17:09
    • #8

    Hallo Kreuzer

    wie mikrokern schon geschrieben hat, handelt es sich um einen Wertbrief. Die mir ungewöhnlich Versiegelung auf der Rückseite kenne ich so nicht. Einzig die angebrachten 5 Siegel sprechen für einen Wertbrief sowie die Wertdeclarartion.

    Die Entfernung beider Orte dürfte mehr als 4 jedoch weniger als 8 Meilen betragen.

    Meines Erachtens wäre hier die Mindestfahrposttaxe von 7 Kreuzer + 2 Kreuzer Werttaxe zzgl. Botenlohn möglich. Leider finde ich hierzu keine Angaben auf den Brief.

    Anbei eine Wertbriefrückseite, wie ich diese normal kenne.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    P.S. Sollte die Entfernung noch 4 Meilen betragen, wäre als Fahrposttaxe nur 5 Kreuzer anzusetzen.

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

    Einmal editiert, zuletzt von Magdeburger (23. Dezember 2009 um 17:11)

  • mikrokern
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    • 23. Dezember 2009 um 18:35
    • #9
    Zitat

    Original von balf_de
    Hallo kreuzer !
    ...
    Wenn ich die alten Texte nur halb so gut lesen könnte wie „bayern klassisch“, könnte ich sicher mehr dazu sagen ...
    Viele Grüße
    balf_de

    Hallo kreuzer und balf_de,

    dann versuch ichs auch mal... ;)
    "anbei erhalten Sie ... unterm 15. August d.J. Stk. blau Tuch angeschlossen baar Fl. 41 u. 58 Kr. wofür nach Rechtfinden um Bescheinigung bitte. Haben Sie graues Tuch wie beiliegendes Muster? und: wie hoch im Preis? bitte einige Muster beizulegen, wenn Sie deren 45 abgeben können.
    Achtungsvoll zeichnet
    L. Weber"

    Also lagen dem Brief 41 Gulden und 58 Kr. in bar bei, weshalb die Sendung als Wertbrief expediert wurde, und wohl auch 2 3/10 Loth gewogen haben mag.

    Gruss

    µkern

  • kreuzer
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    • 23. Dezember 2009 um 18:43
    • #10

    Hallo zusammen!

    Vielen Dank für Eure Hilfe! Wahnsinn, was Ihr alles rausfindet!

    Die fehlende Stelle lautet übrigens "für die mir"
    Unter dem Stoffmuster steht "Herrn J J Marx St. Lambrecht, Kirrlach, den 15ten November 1862"

    Viele Grüße

    kreuzer

  • balf_de
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    • 24. Dezember 2009 um 12:07
    • #11

    Hallo kreuzer, Hallo Mikrokern !
    Danke, Mikrokern, für Deine Hilfe – ich hatte etwas ähnliches entziffert, war aber unsicher. Knapp 42 Gulden Bargeld entsprechen über 460 Euro, wenn man das normale Briefporto (0,55 Euro zu 3 Kreuzer) als Umrechnungsfaktor zu Grunde legt. Und diese Summe hat ein offenbar verantwortungsbewusster Kaufmann einfach in einen Briefkasten gesteckt, um das Geld ins pfälzische Ausland zu schicken. Unglaublich, wie viel Vertrauen die Menschen damals in die Postverwaltung hatten – es war wohl doch die gute alte Zeit! Wenn ich mir das heute vorstelle ...
    Spannend ist natürlich auch die Frage, ob der Landbriefträger vorschriftsmäßig gehandelt hat, als er den eigentlich unzulässig eingeworfenen Wertbrief in der Brieflade vorfand: er stempelte ihn mit seinem in der Brieflade deponierten kleinen Uhrradstempel und brachte ihn zur Postexpedition nach Waghäusel. So stelle ich mir den Ablauf zumindest vor ...
    Frohe Weihnachten und viele Grüße
    balf_de

  • Magdeburger
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    • 24. Dezember 2009 um 15:58
    • #12

    Hallo balf_de

    Du gibst meiner Vermutung recht, da ich nicht glaube, dass der Brief als Wertbrief befördert wurde. Dafür spricht auch, dass der Beamte nur ein Siegel rückseitig sah und keine fünf laut Vorschrift.

    Hallo Zusammen

    Ich habe dies schon kreuzer dies so mitgeteilt. Nach einigem hin und her stelle ich mal ein, was ich über den Brief denke.

    Relativ sicher bin ich mir, dass er als normaler dreifach schwerer Brief befördert wurde. Rückseitig ist "P 3 /1 4", hoffe ich lese es richtig, vermerkt. Dies könnte "P"orto 3fach / 1fach für nichtfrankieren = 4fach Gesamtporto heissen.

    Vorderseitig unter "Nr. 1" lese ich etwas von 14 ?" Dies könnte die Summe 4fach = 4 * 3Kreuzer = 12 Kreuzer + 2 Kreuzer Botenlohn sein

    Zwar alles reine Spekulation.

    Nun frohe und besinnliche Stunden

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

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