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AD <==> Niederlande

  • Magdeburger
  • 22. Oktober 2009 um 14:27
  • Michael D
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    • 9. November 2009 um 18:29
    • #21

    Hallo,

    hier habe ich einen Portobrief, bei dem meiner Meinung nach der Postbeamte geschludert hat:

    Der Brief stammt aus dem Jahre 1860 und lief von Elberfeld (Rheinprovinz) per Arnheim nach Winschoten.
    Elberfeld liegt innerhalb der 10-Meilenzone und kostet daher 1 Sgr. - korrekt von dem preuss. Beamten notiert.
    Winschoten liegt in dem 2. niederländischen Entfernungsrayon und kostet 10 Cents - ebenfalls notiert.
    Was ich hier vermisse, ist die Reduktion Sgr. -> Cents und damit die fällige Gesamtsumme von 15 Cents.

    Viele Grüße
    Michael

    Tippfehler Gesamtsumme korrigiert

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (17. März 2010 um 08:46)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 9. November 2009 um 18:51
    • #22

    Hallo Michael,

    was sagt uns denn die Siegelseite?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    • 9. November 2009 um 18:58
    • #23

    Hallo bayern klassisch,

    die liefert den Ausgabestempel von Winschoten und Tintenspuren sowie einen schwachen blauen Strich ...

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 9. November 2009 um 19:07
    • #24

    Hallo Michael,

    die Siegelseite ist nun nicht nervenzerfetzend. ;)

    Ob der Brief über Arnheim ("Arnhem") lief, weiß ich nicht.

    Wuppertal (Barmen und Elberfeld) bis Arnheim sind über 110 km Luftlinie, so dass hier der eine Groschen nicht mehr reichte.

    Wuppertal - Venlo wäre aber noch im Rahmen der 10 Meilen - Zone gelegen.

    Jedenfalls waren es von Venlo oder Arnhem immer über 10 Meilen bis Winschoten, so dass der Brief in jedem Fall untertaxiert ist.

    Schöne Sache und von vorne sieht er ja sehr gut aus. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    • 9. November 2009 um 19:59
    • #25

    Hallo bayern klassisch,

    Zitat

    Schöne Sache und von vorne sieht er ja sehr gut aus. smile


    Nun ja ... :unsicher:

    ein kleines Detail noch: Gemäß dem Postvertrag von 1851 spielte es keine Rolle, über welches Grenzpostamt geleitet wurde. In einem Anhang wurden die preuss. Postorte mit Entfernungen aufgelistet (s.u., Barmen und Elberfeld sind 1 Entfernungsklasse) und dementsprechend war das Porto zu notieren.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (9. November 2009 um 20:00)

  • Michael D
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    • 13. November 2009 um 17:45
    • #26

    Liebe Sammlerfreunde,

    viele preußisch-niederländischen Briefe sind auf den ersten Blick wenig aufregend und auch die vertraglichen Gegebenheiten sind eigentlich übersichtlich. Dennoch erwischt man manchmal Belege, die es wert sind, mitgenommen zu werden :)

    Der folgende Beleg ist ein Portobrief vom 6.4.64 (!) von Elberfeld nach Arnheim, von der holländischen Post mit 15 Cents taxiert.

    Mit dem niederländisch-preussischen Vertrag vom 18.September 1863 waren deutliche Veränderungen in Kraft getreten. Die Niederlande bestanden jetzt nur noch aus 1 Rayon und Preußen aus 2, wobei die komplette Rheinprovinz zum 1.Rayon gehörte.
    Das Porto für Franko-Briefe waren auf preussischer Seite 1 Sgr. für den 1. und 2 Sgr. für den 2.Rayon und auf holländischer Seite 5 Cents. Ein einfacher Brief aus dem 1. preussischen Rayon in die Niederlande kostete also 2 Sgr. bzw. im umgedrehten Fall 10 Cents.
    NB: Dies ist zu dieser Zeit der Normalfall ! Ich bin immer wieder erstaunt, wenn in Los-Beschreibungen dann von Sonderporto geredet wird ... :rolleyes:

    Der hier gezeigte Brief kostete aber 15 Cents weil es ein Portobrief war. Mit dem o.g. Vertrag waren unsymmetrische Tarife eingeführt worden, um das Publikum zum Frankieren zu bewegen.
    Nun sind Portobriefe in dieser Vertragsperiode aus eben diesem Grund nicht so häufig - man wollte den Empfänger ja nicht einen bis zu 50%igen Aufschlag bezahlen lassen. Erst recht nicht, wenn es ein genau rechnender Geschäftspartner ist.
    Warum also hier?

    Dieser Brief war adressiert an Den Heer Gert Schaefer van Elberfeld im Hotel Zwynshoofe in Arnheim. Also vermutlich ein Elberfelder Unternehmer auf Geschäftsreise. Das Briefpapier weist auch den Prägedruck H.A. Schaefer Söhne Elberfeld auf.
    Wenn ihn die Firma dringend über etwas unterrichten wollte, warum ihn dann mehr bezahlen lassen und nicht die firmeneigene Portokasse belasten ??
    Wenn man dann den Beginn des Briefes liest Myn lieve beste Schatz ! und die Absenderin nicht Schaefer heisst, ist der Rest Schmunzeln und Schweigen ...

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Michael D
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    • 16. März 2010 um 20:21
    • #27

    Liebe Sammlerfreunde,

    hier ein Brief aus preußisch-niederländischer Korrespondenz, der eine nicht so oft zu belegende Porto-Stufe zeigt.

    Aufgegeben am 30.8.1861 in Emmerich am Bahnhof (Grenzpostanstalt) als Portobrief, lief er nach Arnheim, wo er am gleichen Tag zugestellt wurde.

    Emmerich und Arnheim standen im direkten Kartenschluß und laut Postvertrag von 1851 galt zwischen diesen beiden Orten der Tarif für Local-Correspondenz in Höhe von 1 Sgr. bzw. 5 Cents.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. März 2010 um 20:27
    • #28

    Lieber Michael,

    ein schöner und seltener Brief.

    Wie wurden die 5 Cents bzw. der eine Groschen aufgeteilt?

    Hat man hier auch der Aufgabepost den Gesamtbetrag gutgeschrieben, wie so oft bei den Nahbereichsbriefen, oder war das halbscheidig?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    • 16. März 2010 um 20:37
    • #29

    Lieber bayern klassisch,

    Nahbereichsbriefe (vor allem im Transit) haben ihren eigenen Reiz und selbst bei den nun nicht seltenen preußisch-niederländischen Briefen findet man sie nicht im Dutzend. Deshalb freue ich mich, ihn jüngst auf bekannter Internetplattform angeln zu können ...

    Weder noch könnte man zu deinen beiden Vorschlägen sagen.

    Artikel 9 des Vertrages von 1851 führt aus:
    Für die Local-Correspondenz zwischen den gegenseitigen Grenzpost-Anstalten wird das Gesammt-Porto nur 1 Sgr., resp. 5 Cents betragen, und gegenseitig in der Art bezogen werden, daß für die frankirte Correspondenz das Franko der absendenden Post-Anstalt, und für die unfrankirte Correspondenz das Porto der bestellenden Post-Anstalt ungetheilt verbleibt.

    Da freute sich die holländische Post über den Porto-Brief.

    Viele Grüße
    Michael

    die üblichen Tippfehler ...

    Preußen und Transite

    2 Mal editiert, zuletzt von Michael D (16. März 2010 um 22:09)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. März 2010 um 21:39
    • #30

    Lieber Michael,

    und wieder etwas dazu gelernt - danke für die Infos. :)

    Gabs bei Bayern nicht - da bekam immer die Aufgabepost die Knete. ;)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    • 16. März 2010 um 22:15
    • #31
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    ...
    Gabs bei Bayern nicht - da bekam immer die Aufgabepost die Knete. ;)
    ...

    Lieber bayern klassisch,

    da stellt sich die Frage, ob die Bayern die fleissigen Schreiber waren (und damit die bayerische Post der Gewinner) oder eher die aus den umliegenden Postgebieten ?!
    Schlecht war dann eingehende Lokal-Korrepondenz als Portobrief: man hat die Zustellarbeit, muß kassieren und das Geld dann noch abführen ;)

    Die preußisch-niedrländische Vereinbarung hat da mehr pragmatischen Charakter: Für diese Briefe brauchte nichts hin und her geschoben zu werden.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Wolffi 14. September 2021 um 08:47

    Hat das Thema aus dem Forum Altdeutschland nach Altdeutschland verschoben.

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