1. Dashboard
  2. zum Forum
    1. Unerledigte Themen
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Ratgeber
  5. Hilfe
  • Anmelden oder registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
  2. Forum
  3. Briefmarken
  4. Deutschland
  5. Altdeutschland

Preussen - Russland

  • Michael D
  • 19. Oktober 2009 um 16:48
  • bayern klassisch
    Gast
    • 4. August 2010 um 20:25
    • #261

    Lieber Michael,

    ob ich ihn sicher beschreiben kann, weiß ich nicht, aber die ein oder andere Hilfe dazu könnte ich vlt. geben.

    Zuerst lese ich den blauen vorderseitigen Vermerk als Franko Russische Grenze, weil, wie du schon richtig bemerkt hast, ein Vermerk franko preußische Grenze bedeuten würde, der Brief wäre nur bis Hof frankiert worden.

    Die siegelseitigen 3 Kr. waren das württ. Franko bis zur bayer. Grenze der Route Heilbronn - Ansbach (Laufweg Ansbach - Nürnberg - Hof).

    Nach dem PV Bayerns mit Preußen von 1816 hatte Preußen 8 Kr. bei einfachen Briefen an Bayern für Briefe aus Württemberg zu vergüten.

    Preußen setzte 11 Gute Groschen als Transitporto an, die wir auch notiert finden. Auch auf der Siegelseite dürfte sich das Weiterfranko wiederfinden, welches ich als 1f 8 = 1 Gulden 8 Kreuzer lese. Wegen der späteren Tintenschmierung in Rot könnte man tatsächlich 7f lesen, aber 7 Gulden hat der Teilfrankobrief sicher nicht gekostet (wenngleich ich so etwas schon gesehen habe). Mit Bayern rechnete Preußen aber nur bis 1825 in guten Groschen, auch wenn es die längst nicht mehr gab, denn die Währungsumstellung erfolgte 1821/1822, aber 4 Kr. für den Groschen war halt mehr als nur 3,5 Kr..

    Wenn der Brief einfach schwer war (bis 1 Loth in Bayern und Preußen, bis 1/2 Loth in Württemberg), dann können wir 11 Gute Groschen in 44 Kr. (manchmal wurden auch 45 oder 46 Kr. rheinisch angeschrieben) reduzieren, so dass 24 Kr. für Bayern übrig blieben. Ich denke aber, dass Bayern sicher keine 24 Kr. von Preußen vergütet bekam, denn für einen so schweren Brief findet sich kein Hinweis.

    Die bei "franco" notierten 14 Sgr. entsprächen 49 Kr. und ließen von 1 Gulden 8 Kr. noch deren 19 übrig, was aber auch keinen Sinn macht, denn Preußen taxierte ihn immer noch einfach.

    Preußen hat noch bis weit in die 20er Jahre hinein die alten Guten Groschen und die neuen Silbergroschen parallel notiert und recht großzügig aufrundend berechnet. Dieser hier von 1832 wäre dann ein sehr spätes Beispiel dieser Verrechnung in einer längst vergangenen Währung.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.017
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 4. August 2010 um 20:57
    • #262

    Lieber bayern klassisch,

    vielen Dank für die Interpretation. Auf genau so etwas hatte ich gehofft. :D
    Man könnte tatsächlich Ruß. Grenze lesen.
    Mit den rs. 1f 8 hat du sicherlich Recht.

    Du verlierst keine Silbe über die Chargé-Gebühr !?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 5. August 2010 um 05:27
    • #263

    Lieber Michael,

    huch, hatte ich glatt bei diesem Sahnestück vergessen, weil so viele Aspekte interessant und schwierig zu beurteilen sind. :ups:

    Die Chargégebühr betrug 4 Kr. für den Absender, andere finanzielle Auswirkungen hatte sie nicht.

    Die Versicherung als Einschreiben konnte nur in den Postgebieten greifen, in denen diese vertraglich fixiert war. Bayern und Württemberg hatten in ihrem Postvertrag von 1810 dies gegenseitig geregelt.

    Preußen und Bayern dürften in ihrem Vertragswerk ähnliches aufgenommen haben. Daher war er nicht nur bis zur russischen Grenze frankiert, sondern auch bis dahin recommandirt. Da er geschlossen durch Bayern lief, konnte er auch keine zahlreichen Rekonummern aufweisen.

    Bei einem Sendungsverlust auf russischer Seite hätte ein Ersatzanspruch an die Postverwaltung Rußlands nicht statt finden können.

    Im Falle eines Verlustes des Briefes auf deutscher Seite hätte man 25 Gulden bzw. das Äquivalent dessen dem Absender ersetzen müssen.

    Die Konstellation, dass Briefe nicht für die gesamte Beförderungsstrecke als eingeschrieben galten, haben wir bis in die 50er Jahre hinein, teilweise mit dem Frankozwang verbunden. Es gibt aber nicht viele Briefe, bei denen der Absender den eigentlich sicheren Teil der Reise versichert abdecken wollte und den etwas unsichereren unversichert bleiben musste. Um so interessanter sind solche Stücke, deren Absender es vermutlich eher um den Nachweis ihrer Sendungsaufgabe, als um die Sicherheit des Poststücks selbst ging.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.017
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 5. August 2010 um 07:08
    • #264

    Lieber bayern klassisch,

    herzlichen Dank für die Ergänzungen.
    Das sind schon mal wertvolle Informationen.
    Ich werde dann mal knobeln, wie ich die russische Gebühr erhalte - für das innerrussische Porto eines einfachen Briefs ist diese nämlich zu hoch.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • liball
    neues Mitglied
    Beiträge
    72
    Geschlecht
    Männlich
    • 6. August 2010 um 17:16
    • #265

    Hallo,

    ich möchte einen Charge-Brief aus Stuttgart 14.7.1829 nach St. Petersburg vorstellen, der gut zum vorigen Charge-Brief von Michael passt.
    Doch auch dieser Brief gibt viele Rätsel auf. Aufgrund der Taxierungen glaube ich, dass es ein Frankobrief ist, bezahlt bis zur russischen Grenze, obwohl keinerlei Frankovermerk auf der Vorderseite angeschrieben wurde. Bei der vorderseitig angeschriebenen 12 handelt es sich meines Erachtens um eine Fehltaxierung, da sie vom gleichen Rötelstift wieder gestrichen wurde.
    Auf der Rückseite befindet sich leider kein Gebührenbaum, sondern nur einige Zahlen. Hier nun mein Interpretationsversuch: Der Absender bezahlte 58 Kreuzer. Hiervon an Württemberg 4 Kr., bayerischer Transit 8 Kr., preußischer Transit 46 Kr. = 11 gGr., ergibt insgesamt 58 Kreuzer.
    Die Zahlen 45/339 dürften in Russland geschrieben worden sein. Nur was bedeuten sie. 45 Silberkopeken entsprechen etwa 11 Sgr. und gleichzeitig 270 Kopeken Assignaten, zzgl. 69 Kopeken Assignaten russisches Inlandsporto ergäben 339 Kopeken Assignaten. Aber eigentlich macht dies keinen Sinn, es sei denn, Preußen erhielt kein Weiterfranko und belastete Russland daher seinen Transit. Für die 28 habe ich keine Deutung.
    Wer kann etwas zu diesem Brief sagen.

    Grüsse
    liball

    Bilder

    • Stuttgart VS.jpg
      • 77,17 kB
      • 725 × 617
      • 445
    • Stuttgart RS.jpg
      • 46,03 kB
      • 770 × 510
      • 465
  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. August 2010 um 18:12
    • #266

    Hallo lliball,

    ich stimme dir mit der Frankoberechnung voll zu - eigentlich kann es nicht anders gewesen sein. Es gibt mehrere Briefe aus Württemberg an diesen Empfänger und, wenn ich mich nicht täusche, dann war dieser in Rußland auf Grund seiner hohen Position portobefreit.

    Die erklärt (vielleicht) auch die Tatsache, dass die Absender alle bis zur russischen Grenze frankierten, weil sie ahnten oder wußten, dass der letzte Teil der Reise auf Kosten der russischen Staatskasse ging.

    Schöner Brief übrigens - hätte ich auch genommen. :P

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.017
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 6. August 2010 um 20:05
    • #267
    Zitat

    Original von liball
    ...
    Hiervon an Württemberg 4 Kr., bayerischer Transit 8 Kr., preußischer Transit 46 Kr. = 11 gGr., ergibt insgesamt 58 Kreuzer.
    ...

    Hallo liball,

    soweit einverstanden.
    Waren es 4 oder 3 Kr. (wie @bk kurz vorher anführte) für Württemberg ?
    Interessant sind die rs. notierten 45 in roter Tinte. Eine analoge Notierung befindet sich auch auf meinem Brief, bei meinem könnte es eine verunglückte 10 oder ähnliches sein. Da sowohl preußischer Transit als auch russisches Porto bei beiden Briefen identisch sein sollten, handelt es sich hier um etwas anderes. (Schön, wenn man schon mal 2 ähnliche Briefe nebeneinanderlegen kann.)

    Jedenfalls ein schöner Brief !

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. August 2010 um 20:25
    • #268

    Lieber Michael,

    Zitat

    Waren es 4 oder 3 Kr. (wie @bk kurz vorher anführte) für Württemberg ?

    das konnte schon schwanken, bei Dutzenden von Grenzübergängen zwischen beiden Ländern. Oft hat man lange über eigenes Territorium laufen lassen, aber nicht immer.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.017
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 28. August 2010 um 11:30
    • #269

    Liebe Sammlerfreunde,

    anbei ein frisch eingefangener Einschreibebrief von Preußen nach Russland.
    Adressiert war er an
    Se. Excellenz
    den Herrn Landrath von Bock
    Kersel
    pr. Riga + Fellin
    Livland

    Leider ist er ohne Inhalt. Vorbesitzer und Auktionshaus datierten ihn auf das Jahr 1840. In den Rigaer Eingangsstempeln vorder- und rückseitig könnte man eine solche Jahresangabe rechts unten erahnen. Allerdings wird dieser Eingangsstempel im Dobin-Katalog mit 1847 als Erstverwendungsdatum geführt.

    Man kann es aber auch anders angehen:
    1840 war die Recommandation noch nicht vertraglich zwischen Preußen und Russland vereinbart. Die Einschreibegebühr wäre nur für den preußischen Anteil fällig, in Russland hätt der Brief (einfach schwer, keine Recommandation) 10 Kopeken gekostet.
    Mit dem Additionalvertrag von 1843 war eine durchgehende Recommandation möglich. Diese Briefe durften nur voll frankiert aufgegeben werden. In Preußen hätte der Brief 7 Sgr. Porto + 2 Sgr. Reco-Gebühr gekostet. In Russland wäre für Einschreiben das doppelte Briefporto angefallen: 20 Kopeken = 6 1/2 Sgr.
    Ab Juli 1845 wurde die preußische Taxe für Briefe nach Russland gesenkt: 6 Sgr. Porto + 2 Sgr. Reco-Gebühr.

    Mit diesen Informationen ist die Datierung einfach:
    Die mit Rötel notierte 8 beziffert das preußische Porto 6 Sgr. + 2 Sgr. Reco-Gebühr.
    Die darüber mit Rötel notierten 6 1/2 Sgr. geben das doppelte russische Briefporto an.
    Der Absender hatte also 14 1/2 Sgr. zu zahlen.
    Die mit Blaustift notierten 20 sind der Russland zustehende Anteil in Kopeken.

    Der Brief kann daher nur aus der Zeit 1846-1851 stammen.
    Da die letzte Zahl in den Riga-Stempeln am ehesten eine "0" oder eine "9" ist, würde ich ihn auf 1849 datieren.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. August 2010 um 13:13
    • #270

    Lieber Michael,

    na, da hat sich der Besuch bei Rauhut doch gelohnt. Ein schöner und seltener Brief, den ich auch mit 1849 als richtig datiert ansehe. Steht kein Jahr in der Auktionsbeschreibung, kann man aber eine solche wie du logisch folgern, ist ein guter Preis oft garantiert.

    Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Magdeburger
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.273
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. Februar 1961 (65)
    • 30. August 2010 um 20:20
    • #271

    Hallo Zusammen

    ich denke, dass diese Briefe, welche bei der aktuellen 144. Pumpenmeieraution angeboten werden, hier am besten hinein passen. Es sind die Lose 4152, 4830 und 4831.

    Die Beschreibung der Taxierung der Briefe ist identisch, dem vom Michael D eingestellten Beleg.
    http://www.philaforum.com/forum/thread.p…4849#post194849

    Der erste Brief (Los 4152) ist vom 11.November 1855 und wurde bis zur Grenze bezahlt!
    Siegelseitig ist wieder das franko von Berlin zur Grenze vermerkt wurden. Allerdings wurde hier der L2 von Berlin scheinbar als Zoll-Stempel verwendet. Zusätzlich wurde der Berliner Packkammerstempel W.G.N. (Wert Güter Niederlage) abgeschlagen.

    Die Taxierung Leipzig - Berlin (20 - 25 Meilen) 5. Entfernungsprogression:
    31 Pfund * 2 Pfennige * 5 = 310 Pfennige = 25 10/12 - aufzurunden auf 26 + 1 Sgr Werttaxe = 27 Sgr

    Berlin bis zur Grenze (85 - 90 Meilen) = 18. Progressionsstufe
    31 Pfund * 2 Pfennige * 18 = 1116 Pfennige = 93 Sgr. Dazu käme die Werttaxe von 2 Sgr und diese ergeben die siegelseitigen 95 Sgr.

    Gesamt somit 122 Ngr wie vorderseitig notiert.

    Der zweite Beleg (Los 4830) läßt sich genauso beschreiben, jedoch ist mit 32 Pfund zu berechnen.
    Im Gegensatz zum Beleg von Michael zahlte der Absender einen Neupfennig mehr - möglich durch die Umrechnung von Neupfennigen -> Silberpfennigen.

    Allerdings ist dieser Beleg vom 01.05.1858 und danach wäre eigentlich die Taxierung von Leipzig bis zur Grenze nach dem revidierten Postvertrag gültig ab 01.01.1858 anzuwenden, was mich verwunderte.
    Gleiches finden wir bei Los 4831 vom 23.03.1858.

    Aufgeklärt wurde ich im Postamtsblatt 10 von 1852.

    Mich würde interessieren, wann dies geändert wurde, da der Beleg von Totalo-Flauti vom 16.5.1860 durchgehend taxiert wurde.

    http://www.philaforum.com/forum/thread.p…94144#post94144

    Die Bilder zu den Belegen stammen alle aus den Auktionsbeschreibungen von http://www.pumpenmeier.de

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

    Einmal editiert, zuletzt von Magdeburger (30. August 2010 um 20:24)

  • Michael D
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.017
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 4. September 2010 um 15:05
    • #272

    Hallo Ulf,

    bei dem Thema länderübergreifende Fahrpost ist offensichtlich noch einiges zu erforschen...
    Ich habe dein Posting gerade erst gesehen. Wenn ich in den nächsten Tagen Zeit finde, schaue ich mal, was ich hierzu finde.


    Liebe Sammlerfreunde,

    anbei ein Portobrief vom 1.4.1857 aus Warschau in das württembergische Waiblingen.
    Die Leitung erfolgte über Warschau - Breslau - Berlin - Frankfurt (!) - Stuttgart.

    Der Ra1 AUS RUSSLAND wurde im abulanten Eisenbahnpostbüro IV geführt, das für die Strecke Breslau-Berlin verantwortlich war.
    Der Empfänger hatte 20 Kreuzer zu bezahlen, 9 Kr. Vereinsporto und 11 Kr. polnisches Porto.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 4. September 2010 um 15:09
    • #273

    Lieber Michael,

    feines Stück - ich kenne nicht viele Briefe aus Polen/Rußland nach Württemberg, die über Frankfurt liefen. Die Masse lief ja über Hof - Nürnberg; umso besser, wenn man eine Alternativroute zeigen kann. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.017
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 4. September 2010 um 15:18
    • #274

    Lieber bayern klassisch,

    es ist bis jetzt mein einziger Brief mit Leitung über Frankfurt.
    Ich dachte, er würde gut auf ein Blatt mit einem - dir wohlbekannten - Brief aus Lodz ins württembergische Sachsenheim passen. Dieser 2. Brief hat sehr schön rückseitig die Leitung über Bayern dokumentiert. :)

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (4. September 2010 um 15:18)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 4. September 2010 um 15:42
    • #275

    Lieber Michael,

    das hatte ich mir doch fast gedacht, dass da ein Pärchen sich findet ... :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.017
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 7. September 2010 um 19:21
    • #276

    Liebe Sammlerfreunde,

    falls sich jemand Interesse an den Taxen-Berechnungen hat:
    Das Problem dieses Chargé-Briefes von 1832


    ist glaube ich gelöst:
    Wenn der Brief in Württemberg & Bayern in die 3.Gewichtsstufe fiel und in Preußen weiterhin in die 1., kommt man zu folgenden Zahlen:
    8 Kr. (Württemberg) + 16 Kr. (Bayern) + 44 Kr. (Preußen) = 1 f 8
    und dieser Wert ist rückseitig notiert.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 7. September 2010 um 19:57
    • #277

    Lieber Michael,

    klingt ganz logisch, aber die 2. Gewichtsstufe in WÜ und Bayern ging ja schon bis 17,5g und das war mehr, als die 1. preußische. :(

    Oder es haben sich zwei oder es hat sich einer verwogen. ;)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.017
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 7. September 2010 um 20:16
    • #278

    Lieber bayern klassisch,

    ich beziehe mich jetzt auf Ausführungen von J. Helbig, Vorphilatelie Bd. 2, S. 77/78.
    Anscheinend wurde bei der Taxierung bayerischerseits die preußischen Gewichtsstufen großzügiger ausgelegt, als die Preußen dies ggf. selbst vornahmen.
    Helbig zeigt einen Brief, der bayerisch in die 3.Gewichtsstufe taxiert wurde und die preußische Taxe (von Bayern berechnet !) in die 1. Gewichtsstufe.
    Ein zweiter Brief wurde in die bayerische 4. und die preußische 2. Gewichtsstufe eingeteilt.
    Beide Briefe zeigen keine Korrekturtaxen, wurden also anscheinend so akzeptiert.

    Mein Heilbronn-Brief würde mit seinen Taxen ebenfalls in dieses Schema passen.

    Findest Du dies plausibel ?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 7. September 2010 um 20:30
    • #279

    Lieber Michael,

    wenn der Brief in Württemberg bis zur preußisch - russischen Grenze frankiert war, wußte Preußen, was es zu bekommen hatte.

    Wenn 44 Kr. = 11 Ggr. das einfache Gewicht von Hof bis zur Grenze abdeckten, dann hätte Preußen auf weitere 11 Ggr. verzichtet.

    Wenn Preußen nachgewogen und die 2. Gewichtsstufe dort festgestellt hätte, wovon ich mal ausgehe, hätte man einen Frankodefekt mit einer Auslage von 44 Kr. zur Aufgabepost geschickt. Dieser Vorgang ist an keinem Brief zu erkennen, ergibt sich aber aus der Kenntnis damaliger Abrechnungsmodalitäten.

    Das Franko korrigieren konnte man aber nicht mehr, weil man sich nicht mehr anrechnen konnte, als man überwiesen bekam.

    Von daher würde ich ihn so beschreiben.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.017
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 8. September 2010 um 08:37
    • #280

    Lieber bayern klassisch,

    manchmal hilft ein Moment des Nachdenkens :)
    Eigentlich hätte es gar nicht des Anstoßes durch die Helbig-Briefe bedurft, um darauf zu kommen.

    Laut dem preußisch-russischen PV von 1821 war bei der Gewichtsbestimmung der Briefe folgendermassen vorzugehen:
    - Gewogen wurde auf 1/4 Loth Genauigkeit.
    - Dann wurde auf halbe Lothe gerundet, d.h. ein Brief mit einem Gewicht von knapp unter 1 1/4 Loth galt laut PV noch als einfach schwer.

    So ist es durchaus korrekt, dass ein Brief nach Russland bei einem Gewicht zwischen 1 und 1 1/4 Loth in Württemberg und Bayern in den 3. Gewichtstarif fiel und in Preußen einfach taxiert wurde.

    Einverstanden ? Oder ist irgendwo ein Knoten drin ?

    Unabhängig davon, ist dieses Thema interessant.
    In dem mir vorliegenden bayerisch-preußischen PV von 1834 wird in § 7 auf eine Gewichtstabelle als Anhang D verwiesen. Diese liegt mir leider nicht vor. Hast Du sie ?

    Zu dem von dir angesprochenen Frankodefekt: Wurde dies auf dem betroffenen Brief irgendwie vermerkt ? Ich kenne die Formulare hierfür, habe aber entsprechende Vermerke noch nicht gesehen.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

Registrierung

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
  3. Kontakt

Partnerprogramm / Affiliate Disclaimer

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Mit * markierte Links sind Affiliate-Links (Werbung). Nur auf diese Weise können wir dieses großartige Forum finanzieren, wir bitten um euer Verständnis!

Community-Software: WoltLab Suite™