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Münsterschwarzach. Knapp 20 Zentner Briefmarken, gestempelt, noch auf Umschlägen oder schon ausgeschnitten, bearbeitet Bruder Stephan im Jahr - nebenbei, wenn er Zeit hat. Der Prokurator der Benediktinerabtei und gelernte Steuerberater nimmt nicht jede der etwa eine Million Marken in die Hand, wenn er nach besonders wertvollen sucht. Er greift mit beiden Händen in die Marken-Haufen und sichtet sie dann im Schnell-Durchlauf. Inzwischen hat er einen geschulten Blick für wertvolle Kleinigkeiten, eine "Blaue Mauritius" oder was Vergleichbares sei in den letzten Jahrzehnten leider nicht dabei gewesen, meint er.
Zwischen zehn- und zwanzigtausend Euro bringt der Verkauf der alten Marken an Sammler immer noch pro Jahr, "aber", so Bruder Stephan, "das waren vor Jahrzehnten noch viel höhere Beträge." Das Briefe schreiben lasse nach und das Briefmarken sammeln natürlich auch.