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Kaiserreich, WR, 3. Reich etc.

    • Wertermittlung
  • RobertR
  • 25. August 2009 um 22:53
  • Erledigt
  • RobertR
    neues Mitglied
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    Männlich
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    13. Oktober 1989 (36)
    • 25. August 2009 um 22:53
    • #1

    Schönen guten Abend,

    mein Name ist Robert, ich komme aus Spanien und lebe derzeit auch hier. Mit Briefmarken habe ich nie viel zu tun gehabt (bin also kein Sammler), jedoch haben mein Vater und ich uns letztens an eine größere Sammlung von Briefmarken, hauptsächlich von meinem Urgroßvater erinnert, welche bei einem Freund in Berlin lagert. Nun würden wir gerne den Wert dieser Marken schätzen lassen.
    Da ich leider die Alben derzeit nicht zur Hand habe kann ich auch noch nicht mit Bildern dienen. Vorab würde ich euch jedoch gerne die Zeiten nennen, aus denen die Sammlungen stammen:

    Kaiserreich um 1900 sowie 1914-1918
    Weimarer Republik 1918-1930

    Etwas 3. Reich
    Berlin ab 1948

    Die meisten Marken sind aus dem ersten, älteren Abschnitt. Wie ich auch schon feststellen musste sind Marken aus Zeiten des 3. Reichs nicht sehr gefragt, da gibt es wohl zu viele. Wie sieht es jedoch mit den anderen aus? Wird für Marken aus dieser Zeit generell mehr geboten als für andere oder besteht ebenfalls keine Nachfrage danach?
    Den Michel Katalog haben wir leider nicht, wäre auch etwas umständlich den hier nach Spanien zu beordern, ebenfalls haben wir die Marken auch nicht hier. Es wäre also gut ersteinmal generell zu wissen, ob dort interessante Marken dabei sein könnten. Falls ja, werden wir unseren Freund in Berlin bitten ein paar Bilder aus den Alben zu machen, um die Sache etwas weiter zu konkretisieren.


    Noch ein paar allgemeine Infos zu den Sammlungen:
    Die Marken wurden hauptsächlich von meinem Urgroßvater zusammengetragen, er war professionell an dem Thema dran. Die Marken wurden in große Alben (vermutlich) eingeklebt. Auf den Seiten sind die Marken schwarz/weiß vorgedruckt, mit der dazugehörigen Beschreibung darunter. Da er jedoch recht viel Ahnung hatte gehe ich stark davon aus, dass er die Marken behutsam in der Art und Weise in die Alben klebte, sodass sie wieder leicht herausnehmbar sind und ihren Wert nicht verlieren.
    Die Alben wurden Trocken in einem beheizten Keller gelagert, sie sollten also, wenn sie damals in sehr gutem Zustand waren, dies heute noch immer sein.
    Die Sammlung besteht aus etlichen Alben mit insgesamt schätzungsweise mehr als 1000 Marken.
    Teilweise sind einzelne Sammlungen weitestgehend komplett, teilweise aber auch nur einzelne Marken vorhanden.


    Wir wären euch sehr Dankbar wenn ihr uns ein paar vorab-Informationen dazu geben könntet.

    Mit bestem Dank im Voraus und freundlichen Grüßen verbleibt
    Robert

  • Ron Alexander
    Stamm Mitglied
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    4. Mai 1984 (41)
    • 26. August 2009 um 06:28
    • #2

    Generell, es kommt einfach darauf an welche Marken Du hast. Es gibt auch Briefmarken aus dem 3. Reich die recht gefragt sind. Ohne eine Katalognummer oder Bilder lässt sich leider keine Aussage treffen. Es könnte sein, dass es nur nieder bewertete Marken sind oder es kann auch das Gegenteil sein. Daher ist eine Einschätzung ohne die genannten beiden Hilfsmittel nicht möglich. Zeig sie uns einfach wenn Du Bilder hast oder einen Michelkatalog kannst Dir ja auch zulegen, muss kein Aktueller sein. Dann Kannst Du die Bilder die Dein Freund macht größtenteils selbst bewerten.

    Grüße

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

    Einmal editiert, zuletzt von Ron Alexander (26. August 2009 um 06:29)

  • RobertR
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    13. Oktober 1989 (36)
    • 26. August 2009 um 12:59
    • #3

    Danke für deine Antwort.

    Wie geschrieben macht ein Katalog wenig Sinn, da ich die Marken gar nicht hier habe.

    Unser Freund wird am nächsten Wochenende ein paar Bilder machen und sie mir per E-mail zukommen lassen. Falls die Sammlungen in die richtige Richtung zielen (das würdet ihr ja dann sicher erkennen) wird er ein ganzes Album durchfotografieren und mir die Bilder schicken.

    Gruß
    Robert


    ------------------------------------------------

    EDIT:

    Habe ein Album zufällig hier gefunden. Da das Sammlergebiet ein anderes als das hier angegebene ist gehts derzeit weiter in folgendem Thread:

    Danke!

    Einmal editiert, zuletzt von RobertR (4. September 2009 um 01:02)

  • Ron Alexander
    Stamm Mitglied
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    4. Mai 1984 (41)
    • 26. August 2009 um 15:38
    • #4
    Zitat

    Original von RobertR
    Danke für deine Antwort.

    Wie geschrieben macht ein Katalog wenig Sinn, da ich die Marken gar nicht hier habe.

    Unser Freund wird am nächsten Wochenende ein paar Bilder machen und sie mir per E-mail zukommen lassen. Falls die Sammlungen in die richtige Richtung zielen (das würdet ihr ja dann sicher erkennen) wird er ein ganzes Album durchfotografieren und mir die Bilder schicken.

    Gruß
    Robert

    Hallo Robert,

    ja, dass ist die beste Möglichkeit um eine entsprechende Aussage treffen zu können.

    Grüße
    Ron

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
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    651
    • 4. September 2009 um 15:00
    • #5

    Hallo Robert R,

    im anderen Thread habe ich anhand der Beschreibungen ja schon den ungefähren Wert der in der Sammlung vorhandenen Marken Bayerns und Großbritanniens eingeschätzt. Ohne aussagekräftige Abbildungen lassen sich natürlich keine Bewertungen treffen, aber vermutlich handelt es sich um keine besonders ausgebaute, werthaltige Sammlung. Wirklich wertvolle, mit finanziellem Einsatz und Fachkenntnis aufgebaute Sammlungen werden selten von vorherigen oder späteren Besitzern irgendwo "vergessen"; wenn der Vorbesitzer also keinerlei Verfügungen von Todes wegen dazu hinterlassen hat, war ihm die Sache wohl im wahrsten Sinne des Wortes nicht der Rede wert.

    Laien hegen oft die trügerische Hoffnung, dass Briefmarken erstens wie Antiquitäten, Gemälde oder Jahrgangsweine mit der Zeit von selbst immer wertvoller werden und zweitens in vermeintlich wertlosen Sammlungen dennoch die eine oder andere unentdeckte Rarität schlummern könnte. Um verborgene Schätze zu heben bedarf es aber einerseits ausgeprägter philatelistischer Fachkenntnisse und andererseits ist die Wahrscheinlichkeit für einen lohnenden Fund denkbar gering.

    Zur Marktlage speziell für Briefmarken des Deutschen Reiches:

    Gebrauchte Marken des Kaiserreiches ab 1875 sind fast ausnahmslos absolute Massenware. Einige wenige, besondere Typen sind von Spezialisten gesucht, weil sie nicht in jeder Sammlung zu Hauf zu finden sind. Auch postfrisch erhaltene, also nicht mit Klebefalz in Alben befestigte Marken erfreuen sich einiger Beliebtheit, müssen aber nicht zwangsläufig teuer sein. Gefragt sind aus der Kaiserzeit lediglich die Marken der deutschen Auslandspostämter und Kolonien, insbesondere nicht so häufige Wertstufen, Stempel und ganze Belege.

    Bei den Marken der Weimarer Republik ist zwischen Inflationszeit und den Ausgaben ab 1924 zu unterscheiden: Ungebrauchte/postfrische Infla-Ausgaben sind überwiegend geringwertig bis fast wertlos, weil aufgrund der rapiden Geldentwertung ganze Markenbögen in Massen erhalten geblieben sind. Echt, d. h. zeitgerecht gestempelte Infla-Ausgaben sind hingegen teilweise gesucht. Da aber viele Stempelfälschungen existieren, bedürfen höherwertige Exemplare einer Prüfung. Aus der Zeit ab 1924 gibt es neben vielen billigen Dauermarken einige bessere Wohlfahrtssätze und Zeppelin-Marken, die aber erfahrungsgemäß in den allermeisten Sammlungen fehlen oder aber nur in mangelhafter Erhaltung vorhanden sind.

    Ähnlich verhält es sich mit Marken des Dritten Reiches: Während der frühen Jahre war das Geld in der Bevölkerung noch knapp, Wohlfahrtssätze und Blockausgaben sind daher nicht häufig oder zumindest in einwandfreier Qualität recht selten. Ab Ende der 1930er Jahre gab es einen erheblichen Kaufkraftüberhang, kriegsbedingt zurückgestaute Inflation (Preisstopp bei gleichzeitiger Rationierung vieler Waren). In der Folge wurde viel überschüssiges Geld in Briefmarken angelegt, in der Hoffnung auf Wertzuwachs oder zumindest, es in besseren (Friedens-)Zeiten wieder leicht zu Geld machen zu können. Nach Kriegsende kamen daher massenweise Hortungsposten und zudem geplünderte Lagerbestände auf den Markt, was den Preis dieser Ausgaben bis heute drückt.

    Die Marken von Berlin sind nur bis einschließlich 1953 von nennenswertem finanziellen Wert und erzielen aufgrund vieler Verfälschungen (falsche Schwarz- und Rotaufdrucke BERLIN, falsche Stempel, Entfalzungen/Nachgummierungen) nur als echt und einwandfrei geprüft entsprechend hohe Preise.

    Wie diese grob skizzierten Ausführungen verdeutlichen sollen, gibt es in allen genannten Sammelgebieten durchaus wertvolle Ausgaben, das Allermeiste ist jedoch wertmäßig völlig unbedeutend. Es ist auch zu keiner Zeit so gewesen, dass ein Sammler seltene Marken einfach so aus alltäglicher Post ablösen und auf diesem Wege ohne großen finanziellen Aufwand wertvolle Sammlungen zustande bringen konnte. Früher war sowieso fast jeder Briefmarkensammler, entsprechend zahlreich sind die "alten" Sammlungen und um so enttäuschter die erwartungsfrohen Erben.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

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