Briefmarkensammeln? Spontan denkt mancher dabei an ältere Herren, die im stillen Kämmerchen kleine bunte Bildchen in ein Album einsortieren. Dass es viel mehr bedeutet, können die Mitglieder des „Briefmarkensammler-Vereins von 1930 Bottrop” sehr gut erklären.
Wenn Reinhard Kamps beginnt, von seiner Sammlung zu erzählen, glänzen seine Augen. „Ich sammle gezielt Briefe und Briefmarken aus dem Fürstentum Liechtenstein. Besonders die, die keine Frankierung hatten und bei denen Nachporto angefallen ist”, sagte der 64-jährige Geschäftsführer des Vereins. Akkurat hat er die einzelnen Briefe, die teilweise aus dem 19. Jahrhundert stammen, mit einer detaillierten Beschreibung ergänzt und in seine Mappe geklebt. Kamps ist viel unterwegs für seine Sammlung: Neben Tauschbörsen in Essen, Süddeutschland und Ostdeutschland ist er mittlerweile einmal jährlich in Liechtenstein. Er hat überall Bekannte und Freunde, mit denen er sich austauscht und über Briefmarken diskutiert. Hermann-Josef Sondermann hat sich auf Fahrräder spezialisiert: „Meine Sammlung fängt im Jahr 1894 an und setzt sich bis heute fort. Von der Draisine bis zum modernen Rennrad und aus allen Ländern dieser Erde ist alles in dieser Sammlung enthalten.”